DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung

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  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.121
Das Fahrzeug befindet sich jetzt wohl im "Lernmodus" und ich soll einfach ganz normal und wie gewohnt fahren.
Konnte mir mal bitte jemand diesen Lernmodus erklären. Was soll da gelernt werden? Ist doch keine KI....
Man liest immer wieder davon, für alle möglichen Bauteile und Komponenten,..... aber ich kann mir nicht wirklich was darunter vorstellen.
Geschweige denn, dass ich ein unterschied merke ob ich oder meine frau das Auto bewegen (ganz unterschiedliche Fahrweise).
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.122
Konnte mir mal bitte jemand diesen Lernmodus erklären. Was soll da gelernt werden? Ist doch keine KI....
Man liest immer wieder davon, für alle möglichen Bauteile und Komponenten,..... aber ich kann mir nicht wirklich was darunter vorstellen.
Geschweige denn, dass ich ein unterschied merke ob ich oder meine frau das Auto bewegen (ganz unterschiedliche Fahrweise).
Mir wurde gesagt das Steuergerät (?) sei adaptiv. Ob das stimmt und was das am Ende bedeutet weiß ich nicht. Ich muss ja erstmal davon ausgehen, dass der Höndler mich nach bestem Wissen und Gewissen berät. Wenn jemand mehr zu dem Thema wider sogar etwas Gegenteiliges weiß, immer her damit :)
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.123
Das Steuergerät stellt sich nicht auf den Fahrer ein, sonder auf das neue Bauteil.

Jede Kupplung verhält sich ein bisschen anders. Daher muss das Steuergerät den Zusammenhang zwischen Steuerstrom des entsprechenden Aktors und Kupplungsmoment erkennen. Dieser wird in einer Kupplungskennlinie abgespeichert. Diese Kennlinie muss ständig angepasst werden, da die Kupplung über ihre Lebensdauer hinweg altert. Auch kurzfristig Schwankungen müssen berücksichtigt werden, beispielsweise aufgrund der Temperatur. Das Getriebe lernt ständig, damit das Schaltverhalten über die gesamte Lebensdauer hinweg konstant bleibt.

Auf die Fahrweise des Fahrers reagiert das Getrieben natürlich auch, aber dafür muss das Getriebe nichts "lernen". Dafür reicht es, verschiedene Eingangsgrößen auszuwerten, z. B. Die Bedienung des Gaspedal, die Längs- oder die Querbeschleunigung (Input --> Output).
 
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  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.124
Ok, danke dir für die Erläuterung👍
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.125
Ich glaube der Teil ab 4:25 in diesem Video ist sehr interessant für einige hier:
Ab 5:25-8:00 wird das „adaptive Verhalten“, welches @Gast58809 erklärt hat, beschrieben.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.126
Mich würde nochmal interessieren wie lange so eine Adaption nach dem Kupplungswechsel dauert? Ein paar Stunden? 500 Kilometer?
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.127
Die findet dauerhaft statt.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.128
Mich würde nochmal interessieren wie lange so eine Adaption nach dem Kupplungswechsel dauert? Ein paar Stunden? 500 Kilometer?
Unter idealen Adaptionsbedingungen dauert es pro Kupplung nur wenige Minuten, bis eine ausreichende Anzahl an Adaptionen stattgefunden hat. Anfangs ist die Adaptionshäufigkeit noch sehr hoch und die Adaptionsvoraussetzungen sind etwas herabgesetzt, um auch unter nicht perfekten Bedingungen brauchbare Adaptionen zu erreichen. Die Adaptionen finden über die gesamte Getriebelebensdauer hinweg kontinuierlich statt, allerdings in größeren Abständen. In meinem Fall (DQ250) bei der K1 ca. alle 14 km und bei der K2 ca. alle 18 km.

Pauschal lässt sich deine Frage nicht beantworten, aber im Allgemeinen sind im regulären Fahrbetrieb schon nach deutlich weniger als 100 km ausreichend viele Adaptionen abgeschlossen, teils schon nach 20 km Fahrt. Man kann das beschleunigen, indem man einige Minuten im manuellen möglichst konstant bei leicht erhöhter Drehzahl jeweils in beiden Teilgetrieben fährt. Dabei sollte das Getriebe seine Betriebstemperatur erreichen (gilt allerdings insbesondere für nasse DSGs). Dadurch schafft man ideale Adaptionsbedingungen. Auf schlechtem Straßenbelag wird nicht oder kaum adaptiert.

Zwei Ergänzungen noch zu obigem Video:
  • Die gezeigte Mechatronik ist die eines trockenen 7-Gang-DSG (DQ200). Die Mechatroniken der nassen DSGs unterscheiden sich in einigen Punkten von diesem Aufbau. Neben der Kupplungssteuerung funktioniert da auch die Steuerung der Schaltgabeln etwas anders.
  • JP fragt, ob die Mechatronik sich auf eine Abnahme des Reibbelages, also dünner werdende Kupplungsscheiben einstellen muss. Das ist allerdings tatsächlich nicht der Fall, denn die Doppelkupplung des DQ200 ist mechanisch selbstnachstellend. Diese Technik ist auch bei Handschaltern seit Jahren Standard. Ansonsten würde sich der Pedalweg mit der Zeit verändern. Dementsprechend müssen die Kupplungsstellerkolben auch nicht weiter ausfahren, wenn die Belagstärke abnimmt (bestenfalls sind geringfügige Unterschiede auszugleichen). Bei der Adaption geht es primär um Reibwertschwankungen.
 
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  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.129
Hallo zusammen

Ich fahre einen Leon ST 2.0 TDI Baujahr 2015 vFL mit 6-Gang DSG.
Davor hatte ich einen Jeep Cherokee von 2008 mit Automatikgetriebe. Dieses war sehr "gemütlich", wenn ich es mal so ausdrücken darf.
Mein DSG ist gerade beim Anfahren sehr ruppig und braucht manchmal bestimmt eine Sekunde vom Gas geben bis es überhaupt reagiert (egal ob vorwärts oder rückwärts). Gebe ich da etwas mehr Gas, "springt" das Auto förmlich nach vorne, so als würde man die Kupplung eines Schalters schnippsen lassen.
Ich weiß inzwischen, dass der 1. Gang sehr kurz übersetzt ist und wohl nur zum Anfahren benutzt wird.
Manchmal bleibt das Auto auch stehen, wenn ich an der Ampel von der Bremse gehe und rollt nicht los. Vor Allem, wenn die SS-Automatik aktiv ist.

Ist das "normales" Verhalten und ich muss einfach feinfühliger werden, oder ist da irgendwas nicht ganz in Ordnung?
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.130
Hast du ggf. "Autohold" an? Wenn man das auf "früh" codiert ist das Verhalten in der Regel viel besser oder sogar weg.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.131
@Cua So wie du es schilderst ist das Verhalten deines DSGs nicht normal. Eigentlich solltest du vom Fahrgefühl her keinen großen Unterschied zu einem Wandlerautomaten feststellen. Die Start/Stopautomatik sollte auf dieses Verhalten keinerlei Einfluss haben. Wenn der Motor läuft sollte dein Auto auch zu "kriechen" beginnen. So wie du es von deinem Cherokee her auch kennst.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.132
@Cua

Ich schließe mich den Ausführungen von @griwer an, mit einer Einschränkung:
  • Nach Start/Stopp kann es beim DQ250 leider tatsächlich zur einer kleinen Anfahrverzögerung kommen. Wenn man dann sofort Gas gibt, bleibt ein spürbarer Ruck oft nicht aus. Ich finde die Start/Stopp-Abstimmung leider überhaupt nicht gelungen, was leider auch damit zu tun hat, dass das DQ250 auf Start/Stopp leider nicht ausgelegt ist, da es weder über einen Druckspeicher, noch über eine elektrische Zusatzölpumpe verfügt.
  • An Steigungen greift der Berganfahrassistent, in diesem Fall kriecht das DSG auch nicht sofort los, sondern erst nach Ablauf einer bestimmten Zeit (ca. 2 Sekunden) oder wenn der Fahrer genug Gas gibt. Dabei kann es ebenfalls zu einem minimalen Ruck kommen. Diesen kann man weitgehend eliminieren, indem man den Berganfahrassistenten auf "früh" codiert.
Tritt das von dir geschilderte Verhalten auch auf weitgehend ebener Fläche auf? Hier sollte sich das DQ250 nicht viel anders als eine Wandlerautomatik verhalten.
 
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  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.133
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.134
Wissen wir ( hatte den Gleichen ) deswegen habe ich zum Autohold nichts geschrieben. Wie verhält sich dein Auto denn, wenn du von "P" auf "D" gehst? Verhält er sich, wenn du kein Gas gibst, so wie der Cherokee?
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.135
Wenn ich zügig losfahren möchte, springt er nach vorne,als würde ich die kupplung schnippsen lassen.
Ich hab das jetzt natürlich noch nicht explizit evaluiert. Bin eigentlich eher der gelassene Fahrer. Und da geht es eigentlich. Aber wenn man mal fix aus der Seitenstraße rauswill, muss man, trotzdem man zügig sein will, mit "Zehenspitzengefühl" Vollgas geben. 😅

Ich werde das die nächsten Tage mal genauer beobachten.
Wenn ich von P auf D gehe, dauert es einen kleinen Moment, bis der Gang drin ist, denk ich. Das ging beim jeep schneller (gefühlt).
Also auf D und sofort Gas geben, funktioniert nicht so wirklich.

Mit dem jeep lässt sich das, denke ich, schwer vergleichen. Der wog 2 Tonnen und war ne Schrankwand mit 13 Jahre alter 4-Gang-Automatik (von Mercedes). Der brauchte also auch nen Weilchen, ehe er sich entschließen konnte, Gas anzunehmen. 😊
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.136
Hi
blöde Frage: Wann war denn der letzte Getriebeölwechsel?
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.137
Kann ich dir nicht sagen, hab das Auto erst seit November. Hat 170.000 km auf dem Tacho.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.138
Edit: Hier stand Müll 🤦🏼‍♂️
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.139
Ist dieses Verhalten bei der Probefahrt nicht aufgefallen? Das Auto müsste noch ein klassisches Serviceheft haben, wie sieht das denn aus?
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #1.140
@Cua Hast du evtl. jemand in der Nähe der ein vergleichbares Auto hat? Dann könntest du mal vergleichen. Beim Gang einlegen, bzw von "P" auf"D", haben alle Automaten die ich kenne (egal ob DSG oder Wandler) ihre Gedenksekunde. Wenn du während dieser schon Gas gibst, dann wird es etwas ruckeliger. Die Mechanik braucht nunmal auch ihre Zeit. Beim Handschalter ist das die Zeit fürs Kuppeln und Gang einlegen.
Ach ja, beim nassen DSG sollte man den Ölwechsel tunlichst nach Vorgabe ausführen. Sonst könnte sich das auf die Lebensdauer des Scheibenpaketes der Kupplung (vergleichbar mit der Mehrscheibenkupplung wie sie bei Motorrädern verbaut wird) negativ auswirken.
 
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