DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung

Diskutiere DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung im 5F - Erfahrungsberichte Forum im Bereich Der Leon 3; Auf dieses neue Kupplungspaket wollte ich weiter oben anspielen. Daher ist für mich die Aussage der Auto Bild, dass die Probleme seit 2014 als...
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #861
Er gab mir die Information, dass es seit wenigen Monaten neue (verbesserte!?) Kupplungsscheiben gibt, welche bei allen zukünftigen Reparaturen verwendet werden. Einerseits hoffe ich als DQ200-Fahrer, dass die Probleme nach so vielen Jahren mal behoben werden, gerade aus dem Grund, da das Getriebe offenbar auch in neuen Modellen verbaut wird. Andererseits nehmen mir Beiträge wie die von DSG-Pilot wieder die Hoffnung, da ja offenbar auch neue 1.5er Modelle betroffen sind.
Auf dieses neue Kupplungspaket wollte ich weiter oben anspielen. Daher ist für mich die Aussage der Auto Bild, dass die Probleme seit 2014 als gelöst gelten, auch überhaupt nicht nachvollziehbar.

Ich möchte dir deine Hoffnung keinesfalls nehmen. Ich hoffe selbst, dass VW die Probleme eines Tages in den Griff bekommt. Verbesserte Kupplungen und Softwareupdates gab es allerdings schon sehr oft, deshalb wird besagte TPI auch immer wieder aktualisiert. Jedes Mal wird den Kunden das blaue vom Himmel versprochen und nach einigen tausend Kilometern fangen die Probleme wieder von Neuem an.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #862
Gast58809
Es wurde ja bereits oft und viel über die Probleme mit dem DSG diskutiert. Wird dannn dabei aber nicht die hohe Anzahl von verbauten DSG ausser Acht gelassen? Zwei Bekannte haben das Getriebe im Golf und sind seit Jahren sehr zufrieden. Keinerlei Probleme. Das mag nicht aussagefähig, oder repräsentativ sein, weil es nur zwei sind.
Aber sind ein "paar" Tausend bei all den verbauten Getrieben seit Jahren, bei VW, Seat, Skoda nicht nur ein einstelliger Prozentanteil mit Problemen?
Oder ist es so, das nun wirklich jedes fünfte( Phantasiezahl) DSG- Getriebe Probleme macht?
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #863
Mir liegen keine Statistiken über die Ausfallquote des DQ200 vor. Warum ich die Probleme dennoch nicht für Einzelfälle halte, habe ich hier und an anderer Stelle bereits ausführlich dargelegt.

Im Wesentlichen:
- Ich kenne nicht einen Betroffenen, bei dem das Problem nach der Reparatur nicht nach kurzer Zeit wieder aufgetreten ist. Würde es sich tatsächlich um Einzelfälle handeln, wäre es aus statistischer Sicht fast unmöglich, dass die Probleme regelmäßig selbst nach dem zweiten oder dritten Kupplungstausch erneut auftreten. Die große Frage ist nun, warum das Problem bei einigen immer wieder, bei anderen nie auftritt.
- VW bastelt seit der Markteinführung permanent an der Software des Getriebes und dem Kupplungspaket herum. Zum Vergleich: Bei meinem DQ250 gab es nicht einen einzigen neuen Softwarestand - weil das Getriebe keine Probleme macht.
- Wenn in der TPI behauptet wird das Rutschen sei auf hygroskopische Eigenschaften der Kupplungsbeläge zurückzuführen, dann ist das ein grundsätzliches Problem und eine generelle Materialeigenschaft, kein unglücklicher Einzelfall. Es ist ja nicht so, dass VW bei einem Prozent der Käufer Kupplungsbeläge verbaut, die Feuchtigkeit aufnehmen, und beim Rest nicht.
- Die Probleme treten auch bei anderen Herstellern trockener DKGs auf. Ein großer koreanischer Hersteller schreibt sogar in die Bedienungsanleitung, dass plötzlich auftretender Schlupf Stand der Technik sei. So tut sich der Kunde schwer mit Reklamationen. Das ist natürlich clever, im Streitfall aber letztendlich gegenstandslos.
- Fast alle Problemberichte im Internet beziehen sich aufs DQ200. Ein Großteil dieser Problemberichte beschreibt immer ein und denselben Fehler: Kupplungsrutschen. Diese Systematik ist bei sämtlichen nassen DSG-Typen nicht erkennbar. Da ließt man mal von einem fehlerhaften Hydraulikventil, einer fehlerhaften Wählhebelsensorik, einem harten Schaltvorgang, aber nicht immer wieder von ein und demselben Problem, welches sich seit vielen Jahren unverändert wie ein roter Faden durch alle möglichen Autoforen zieht.
- Viele Fahrer nehmen die Probleme erst wahr nachdem man sie darauf hinweist oder den weiter vorne von mir beschriebenen Test durchführen lässt. Nicht jeder, der zufrieden ist, hat ein einwandfreies Getriebe. Nicht jeder, der Probleme hat, berichtet darüber im Internet. Und nicht jeder, der den Fehler in der Werkstatt reklamiert, besteht weiterhin auf eine Reparatur, nachdem man ihm immer wieder gebetsmühlenartig versichert hat, dass dieser Verhalten dem Stand der Technik entspricht.
- VW hat nach einer auffälligen Häufung von Problemberichten von Taxifahrern sämtliche Taxiausführungen mit dem DQ200 vom Markt genommen und liefert Taxis seit einigen Jahren nur noch mit nassen DSGs aus - selbst bei Motorisierungen, die im PKW-Bereich ausschließlich mit dem DQ200 zu bekommen sind, also beispielsweise dem 1.6 TDI oder dem TGI. Meine Vermutung: Für einem PKW-Fahrer ist es nervig, wenn das Getriebe beim Gasgeben kaum Vortrieb entwickelt. Für einen Taxifahrer, dessen Auto sein Arbeitsplatz ist, ist es mehr als narvig, zumal ein Taxi durchaus auch mal voll besetzt ist und das Rutschen folglich noch wesentlich ausgeprägter und öfter in Erscheinung treten kann. Wenn viele Taxifahrer vor lauter Unzufriedenheit vom Touran auf einen Prius umsteigen, ist das peinlich für VW.

Für mich ergibt sich hieraus eine Kausalkette, die mich stark daran zweifeln lässt, dass es sich um wenige Einzelfälle oder einen äußerst geringen Prozentsatz handelt. Ich kann es aber natürlich nicht belegen, denn Statistiken, die das könnten, wird VW aus gutem Grund unter Verschluss halten. Letztendlich muss ich aber auch gar nichts be- oder widerlegen, denn jeder kann selbst auf Grundlage der verfügbaren Informationen entscheiden ob er sich auf dieses Getriebe einlassen möchte oder nicht. Das hängt sicher auch davon ab ob man das Fahrzeug least oder kauft, ob es ein Privat- oder Geschäftsfahrzeug ist, wie lange man das Fahrzeug beabsichtigt zu fahren, ob man bereit ist eine Garantieverlängerung abzuschließen und die Kupplung notfalls alle paar Monate tauschen zu lassen, ob der Markt überhaupt tragfähige Alternativen bietet, wie sensibel man gegenüber solchen Problemen ist usw.

Die Entscheidung kann man niemandem abnehmen. Denjenigen, die sich für dieses Getriebe entschieden haben, wünsche ich von ganzem Herzen alles Gute, denn auch mir ist bewusst, dass nicht alle Fahrer Probleme haben. Das hat sich unter anderem weiter vorne im Thread gezeigt. Es muss nicht jeden treffen. Bei vielen erreicht das Problem außerdem niemals eine Ausprägung, bei der ich sagen würde das Auto ist unfahrbar. Wenn es nur in ganz bestimmten Situationen auftritt und dann erst provoziert werden muss (z. B. durch Schalten in die manuelle Gasse und anschließend starkes Beschleunigen, also sehr hohe Last), ist es natürlich kein Weltuntergang.

PS: Welches DSG haben deine Bekannten denn überhaupt? Ist es wirklich das DQ200? Viele wissen nämlich gar nicht welches Getriebe da die Gänge schaltet.
 
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  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #864
Gast58809
Danke ,danke für Deine fundierte Einschätzung und Erklärung. Ja , ich denke die Bekannten haben das DQ200. Beide haben den 2016 er Golf 7 mit 1400 ccm3 mit 150PS.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #865
Mein Schwiegersohn ist Ingenieur im Maschinenbau und hier explizit für Sondermaschinen/anlagen.
Er ist sehr oft bei VW in WOB oder BS und u.a. regelmäßig in Kassel bzw. Baunatal, wo hauptsächlich DSG Getriebe gebaut werden.
Die haben dort mittlerweile eine große Freifläche geschaffen für defekte Getriebe und der "Berg" wird mit jeden Besuch größer.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #866
Mein Schwiegersohn ist Ingenieur im Maschinenbau und hier explizit für Sondermaschinen/anlagen.
Er ist sehr oft bei VW in WOB oder BS und u.a. regelmäßig in Kassel bzw. Baunatal, wo hauptsächlich DSG Getriebe gebaut werden.
Die haben dort mittlerweile eine große Freifläche geschaffen für defekte Getriebe und der "Berg" wird mit jeden Besuch größer.

Das ist ja ein Hammer! Unglaublich.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #867
Bei Opel gab es mit dem M32 massive Probleme. Es war das 6-Gang-Schaltgetriebe, welches durch die Bank von Corsa bis Insignia und auch im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem FIAT-Konzern bei Fiat, Lancia und Alfa zum Einsatz kam. Da ist es auch eigentlich nie richtig gelungen, die Probleme in den Griff zu kriegen. Es haben sich regelrecht Spezialisten herausgebildet, die sich auf eine Instandsetzung und Optimierung spezialisiert haben.

Ich habe mich zunächst nicht mit dem DQ200 beschäftigt und erst in diesem Forum von den Problemen erfahren. Daraufhin habe ich mich bei einer Verwandten erkundigt, die bei Schaeffler (INA, LUK und FAG) im Aftermarket tätig ist und mir wurden die von Gast58809 beschriebenen Probleme bestätigt. Ich bin sehr froh, dass ich durch den MJ-Wechsel das DQ381 erhalten habe, obwohl es für mein Leasing mit Anschlußgarantie unerheblich gewesen wäre. Aber alleine der Ärger mit der Werkstatt und unnötige Zeitaufwand, der mir durch Werkstattbesuche entstehen würde, sehe ich neben dem Top-Verhalten des DQ381 als großen Vorteil.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #868
Mein Schwiegersohn ist Ingenieur im Maschinenbau und hier explizit für Sondermaschinen/anlagen.
Er ist sehr oft bei VW in WOB oder BS und u.a. regelmäßig in Kassel bzw. Baunatal, wo hauptsächlich DSG Getriebe gebaut werden.
Die haben dort mittlerweile eine große Freifläche geschaffen für defekte Getriebe und der "Berg" wird mit jeden Besuch größer.
Ich glaube mein damaliges DQ200 liegt auch dort.
🤣🤣🤣
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #869
Mal abseits vom Leon etwas, was aus meiner Sicht etwas zur Aussagekraft von "Autobild" Bände spricht:

Heute habe ich in der Bahn die Kaufberatung dieser "seriösen Fachzeitschrift" zum Arona gelesen (). Vom 1.0TSI (116PS) mit DSG wird abgeraten. Diese Version sei die Schwachstelle:

"Die einzige Schwachstelle des gesamten Antriebsportfolios, um die Sie nach Möglichkeit einen Bogen machen sollten, ist der 116-PS-Benziner, gepaart mit der Siebengang-Doppelkupplungsautomatik (1500 Euro). Mit langen Schaltzeiten und trägen Reaktionen hemmt sie den eigentlich agilen Motor und schnürt so sämtlichen Fahrspaß ab; da sind Sie mit dem manuellen Sechsganggetriebe deutlich besser beraten."
und empfohlen wird der 1,6 Diesel

"Anders und deutlich empfehlenswerter gebärdet sich die Doppelkupplungsautomatik in Verbindung mit dem 95-PS-Diesel. Da dieser serienmäßig mit einem manuellen Fünfganggetriebe kommt, zeigt sich der Motor hier durch die bessere Spreizung der Siebengangautomatik deutlich agiler. Leider ..."

Im Video vom 10.10.2017 () wird der Arona 1.0TSI mit DSG und den o.g. 116PS als Tipp gerade mit diesem Motor und Getriebe dargestellt.

Im Test vom 24.11.2017 wird vom Diesel abgeraten (

"Den ersten Arona hat uns Seat leider als 1.6 TDI geliefert – und sich damit keinen Gefallen getan. Der kleine Diesel hat mit der AdBlue-Kur – jetzt reinigt ein SCR-Kat das Abgas – leider an Laufkultur verloren und fällt wie früher böse ins Turboloch. Ein Motor, der die aktuelle Dieselphobie nur verstärkt."

Vielen Dank liebe "Autobild" für diese wunderbar widersprüchlichen Aussagen.

Da meine Eltern seit einigen Wochen den 116PS TSI mit DSG haben, konnte ich dieses Auto mehrfach fahren. Der Wagen begeistert mich in der Klasse und bietet in der Motor- und Getriebekombination eine sehr große Laufruhe und ist im Stadtverkehr sehr agil. Das Getriebe schaltet sehr schnell und ist alles andere als träge.

Sie sollten bei Autobild ggf. Gast58809 mal ranlassen. =)
 
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  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #870
Personaler, tolle Recherearbeit ;) ...ich hätte ne Stelle für dich :D Leider ist das nicht das erste und einzige Mal, dass sich AutoBild delbst disqualifiziert. Zum Thema Cupra haben sie auch jede Menge falsche technische Infos rausgehauen. Dazu habe ich sie auch angeschrieben. Auf eine öffentliche Richtigstellung wollte man aber verzichten. :/
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #871
Personaler und ChrisEngel

Wenn ich schon wieder diese "Spanien gegen Deutschland"- oder Fußballfloskeln höre. Ich möchte niemanden persönlich angreifen, doch es ist wirklich immer und immer wieder dasselbe abgedroschene Geblubber. Wenn dann wenigstens die Fakten korrekt wären, doch da leisten heutzutage Hobbyblogger und YouTuber mit wenigen tausend Abonnenten eine um Größenordnungen bessere Recherchearbeit als die Herrschaften von Auto Bild, von der teilweise wesentlich aufwändigeren Planung und Aufmachung der Videos und Artikel ganz zu schweigen.

Die Informationen von Auto Bild, sofern auch nur annähernd korrekt, sind teilweise derartig oberflächlich, dass sie einfach nur nutzlos sind. Beispiel: Es wird das Hartplastikinterieur des Arona kritisiert. Klar, kann man machen. Es darf auch durchaus erwähnt werden, dass der (teurere) Polo über ein weiches Armaturenbrett verfügt. Was aber auf keinen Fall fehlen sollte ist der Hinweis, dass gerade in der Kompakt-SUV-Klasse eine solche Materialauswahl inzwischen Gang und Gäbe ist, dass selbst der wesentlich teurere T-Roc nichts anderes als Hartplastik zu bieten hat (auch nicht gegen Aufpreis), und vor allem, dass man beim Arona in der Ausstattungslinie FR sogar ein mit Kunstleder überzogenes Armaturenbrett bekommen könnte, also ein hochwertigeres Interieur als beim T-Roc!
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #872
ChrisEngel
Welche Stelle? Ggf. fängt man ja nochmal etwas Neues im Leben an. ;) Aber nicht für Recherchearbeiten. :totolach:Spaß beiseite. Ich finde es einfach katastrophal, wie diese vermeintlichen Reporter agieren. U.a. anhand der älteren Beiträge habe ich mich über den Arona erkundigt, da meine Eltern mich in die Entscheidungsfindung einbezogen haben. Mit Entsetzen mußte ich gestern feststellen, dass dieses Magazin nicht in der Lage ist, mal zu schauen, wie sie zuvor berichtet haben, bevor sie einen Artikel schreiben bzw. freigeben. Das ist schlechtes Niveau. Mit zeitlichem Abstand darf man Dinge auch mal anders bewerten, jedoch so krass, ohne dass es technische Änderungen gegeben hat, ist dann schon erstaunlich. Mal davon abgesehen, dass die veröffentlichten Werte ja auch eine andere Sprache sprechen.
 
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  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #873
Mit Entsetzen mußte ich gestern feststellen, dass dieses Magazin nicht in der Lage ist, mal zu schauen, wie sie zuvor berichtet haben, bevor sie einen Artikel schreiben bzw. freigeben. Das ist schlechtes Niveau. Mit zeitlichem Abstand darf man Dinge auch mal anders bewerten, jedoch so krass, ohne dass es technische Änderungen gegeben hat, ist dann schon erstaunlich. Mal davon abgesehen, dass die veröffentlichten Werte ja auch eine andere Sprache sprechen.
Tja, so viel zum Thema "Gütekriterien". Danke übrigens auch von mir für die Gegenüberstellung dieser Diskrepanzen!
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #874
...man beim Arona in der Ausstattungslinie FR sogar ein mit Kunstleder überzogenes Armaturenbrett bekommen könnte, also ein hochwertigeres Interieur als beim T-Roc!
Der FR mit dem Armaturenbrett wirkt auf mich für die Klasse sogar sehr hochwertig.Ich bin neu bei der Marke Seat und meine Eltern auch. Wir waren erstaunt, wie hochwertig, trotz Hartplastik, manche Bauteile wirken. Die Haptik und Materialauswahl in unseren vorherigen Fahrzeugen war sicher deutlich hochwertiger - die Anschaffungskosten allerdings auch. Es ist eine Frage des Maßstabes. Der T-Roc wirkt für seinen Preis wie ein teures Plastikspielzeug, der Arona für seinen Preis wirkt wie ein angemessen ausgestattetes Auto.

Aber es ging ja um das DSG. ;) Wir schweifen etwas ab.
ChrisEngel
Ich habe gerade mal in eurer Jobbörse geschaut. Nichts passendes dabei ;).
 
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  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #875
Ich weiß gar nicht, ob wirs schon mal gepostet hatten, aber ich persönlich finde den Bloch sehr angenehm vom Erzählen und der Art und es ist sehr interessant.
Hier mal zum Thema "die 6 größten Irrtümer zum DSG":

https://www.youtube.com/watch?v=AYaW-XTzthE
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #876
Ich möchte nicht übermäßig kritisch sein, zumal ich den Bloch eigentlich auch mag und vieles im Video anschaulich erklärt und dargestellt wird. Einige Aussagen stimmen aber nicht so recht. ;)

Irrtum #1

Bloch sagt, dass ein DKG nur sequenziell zugkraftunterbrechungsfrei schalten kann. Ich sage: stimmt nicht! Ein DKG kann zwar nur zugkraftunterbrechungsfrei zwischen beiden Getriebezweigen hin und her schalten. Das heißt aber nicht, dass zwangsläufig immer sequenziell geschaltet werden muss. Ein Gangwechsel von 6 nach 3, 2 nach 5 usw. ist problemlos ohne Zugkraftunterbrechung möglich. Bloch sagt, dass man beispielsweise beim Hochschalten von 4 nach 6 eine Zugkraftunterbrechung hätte, weil zwischenzeitlich in den 5. Gang geschaltet werden muss. Das stimmt aber nicht, sämtliche Hochschaltungen sind zugkraftunterbrechungsfrei, auch wenn sie keine Gänge überspringen. Das Beispiel 4 nach 6 ist ohnehin ein schlechtes, weil Hochschaltungen nicht zeitkritisch sind und daher grundsätzlich sequenziell erfolgen können. Das schont sogar die Kupplungen, weil die Reibarbeit zeitlich besser auf beide Kupplungen verteilt wird. Außerdem bleiben die Gangsprünge so kleiner. Dadurch steigt der Komfort und die Dauer der Überschneidungsschaltung bleibt konsistent. Damit beim Überspringen von Gängen der Komfort nicht zu stark leidet, müsste man die Schleifphase länger auslegen, doch dabei würde wieder mehr Wärme entstehen.

Ein besseres Beispiel wäre eine zeitkritische Rückschaltung von 6 nach 4 gewesen, die im Prinzip genauso abläuft wie die Hochschaltung, allerdings spricht man in diesem Fall vom 5. Gang als "Stützgang". Dadurch dauert das Schalten zwar minimal länger, aber die Zugkraft wird auch hier nicht unterbrochen.

Fazit: Ja, das ist so, ein DKG kann grundsätzlich ohne Zugkraftunterbrechung schalten. Es spielt keine Rolle von welchem in welchen Gang geschaltet werden soll.

Irrtum #2

Da stimme ich ihm im Großen und Ganzen zu, eine Wandlerautomatik ist in der Anfahrsituation im Vorteil und für Zugfahrzeuge besser geeignet, alleine schon wegen der Drehmomentüberhöhung. Der Rest ist so halb richtig. Bei den nassen DKGs ist eine Überhitzung der Kupplung oder anderer Getriebekomponenten nicht möglich, zumindest solange die Getriebesteuerung nicht fehlerhaft arbeitet. Im DSG sind zahlreiche Selbstschutzmechanismen implementiert, die stufenweise greifen. Zunächst versucht das Getriebe durch verschiedene Maßnahmen die Kupplungstemperatur zu senken (Kühlölfördermenge erhöhen, Motordrehmoment drosseln, Schleifphasen verkürzen), anschließend wird der Fahrer gewarnt, und wenn dieser sämtliche Warnungen ignoriert und alle Stricke reißen öffnet das Getriebe beide Kupplungen. Die Temperatur sinkt dann rasch wieder. Das Getriebe nimmt auch keinen Schaden wenn man am Berg mit Hänger langsam anfährt. Überhaupt muss man mit einem nassen DSG schon recht viel Anstellen, damit es überhaupt zu einer Warnung kommt. Man kann mit einem vernünftigen DSG (DQ250, DQ381, DQ500, hust, hust) ruhig ein paar mal am Berg anfahren, sogar mit Hänger, ohne das Getriebe danach wegschmeißen zu müssen.

Mit einem trockenen würde ich das allerdings wirklich nicht unbedingt machen, genauso wenig mit einem Schaltgetriebe. Beim DQ200 kann die Kupplungstemperatur beispielsweise gar nicht gemessen werden, daher kann das Getriebe auch nicht direkt auf eine kritische Kupplungstemperatur reagieren. Zwar sitzt in der Mechatronik ein Temperaturgeber, aber auch dieser lässt keine direkten Rückschlüsse auf die Kupplungstemperatur zu. Beim Anfahren kann die Temperatur in einer Trockenkupplung sehr kurzfristig ansteigen, was sich in der Mechatronik bestenfalls mit starker Verzögerung äußert. Auf der anderen Seite bezweifle ich, dass jemand mit einem DQ200 einen schweren Wohnwagen ziehen will.

Irrtum #3

Auch hier wieder, Unterschied zwischen nassen und trockenen DKGs. Der Hinweis ist aber gut, denn das halbherzige Treten der Bremse sorgt für unnötigen Verschleiß, wenn auch nur minimalen, und erhöht den Kraftstoffverbrauch. Daher ist das ein sehr guter Hinweis! Auch bei nassen DSGS sollte man im Stand immer die Bremse komplett treten.

Irrtum #4

Ich finde es gut, dass er Pauschalaussagen eine Absage erteilt. Wenn man das DQ250 mit einer modernen Wandlerautomatik mit 8 oder 9 Gängen, einer bedarfsgerechten Ölpumpensteuerung, Druckspeicher, lackageoptimierten Hydrauliksystemen usw. vergleicht, dann können die Wandler mit dem DSG mithalten. Wenn man aber einen modernen Wandler mit einem modernen DKG wie dem DQ381 oder dem Getrag 7DCT300 vergleicht, dann wird das DKG immer vorne liegen. Die Wandlerüberbrückungskupplung steigert zwar den Wirkungsgrad weil sie Wandlerschlupf unterbindet, aber trotzdem dreht der Drehmomentwandler sich weiterhin im Getriebeöl, was nicht gerade optimal ist und einer kraftschlüssigen Reibkupplung nicht gleichkommt.

Der entscheidende Punkt ist aber ein ganz anderer. Bei nassen DKGs gibt es während der Fahrt immer eine geöffnete Kupplung, die Schleppmomentverluste generiert. Dies ist der Hauptgrund für den Mehrverbrauch nasser DKGs im Vergleich zu den trockenen. Bei einer Wandlerautomatik sind aber gleich immer mehrere Schaltelemente, also Lamellekupplungen oder -bremsen, geöffnet und generieren solche Schleppmomentverluste. Daher kann eine Wandlerautomatik selbst mit der Wandlerüberbrückungskupplung nie den Wirkungsgrad eines DKG erreichen. Die trockenen DKGs haben das Schleppmomentverlustproblem erst gar nicht. Aber von denen halte ich ja nicht besonders viel... ;)

Generell zur Belastbarkeit von Doppekupplungsgetrieben (auch im Anhängerbetrieb): Sämtliche DSG-Varianten verfügen über einen teilweise wesentlich kürzer übersetzten ersten Gang als der Handschalter, wodurch die Radzugkraft beim Anfahren deutlich erhöht und die Schleifphase deutlich verkürzt werden kann. Doppelkupplungsgetriebe werden sogar in Lkw und anderen schweren Nutzfahrzeugen an Stelle der Wandlerautomatik eingesetzt (z. B. ).

Irrtum #5

Bloch behauptet Doppelkupplungsgetriebe hätten Lamellenkupplungen, trockene wie nasse. Zumindest verstehe ich das so, denn er zeigt ja auch zwei Mal eine Lamellenkupplung. Ich kenne allerdings kein einziges trockenes DKG mit Lamellenkupplung. Der Unterschied ist nicht, ob die Lamllenkupplung mit Öl durchströmt wird oder nicht, die Kupplungen sind grundsätzlich ganz anders aufgebaut. Auch hinsichtlich des Komforts muss ich ihm widersprechen. In der Fachliteratur spricht man davon, dass nasse Kupplungen eine bessere Regelgüte aufweisen, und das verwundert mich auch nicht, denn beispielsweise neigen sie deutlich weniger zum Rupfen. Und dann sind mit nassen Kupplungen Getriebefunktionen wie der Mikroschlupf realisierbar, wodurch sich eine bessere Entkoppelung des Motors erreichen lässt, da Schwingungen und Drehmomentspitzen gedämpft werden. Nasse Kupplungen sind daher nicht nur belastbarer, sondern auch komfortabler. Wenn man nun den Schaltkomfort eines (intakten) DQ200 mit dem eines nassen DSG vergleicht, dann sollte man nie vergessen, dass man auch völlig unterschiedliche Motorisierungen vergleicht, die den Schaltkomfort maßgeblich beeinflussen.

Irrtum #6

Keine Einwände. Naja, einen vielleicht: Man solle aufpassen mit Aussagen wie "Der Ölbad-Wandler hat keine Kupplung und dadurch keinen Verschleiß". Die Wandlerautomatik hat Kupplungen, eine Menge sogar (s. o.), er hat nur keine Anfahrkupplung. Allerdings halten Schaltgetriebekupplungen in der Regel ein Autoleben lang. Wieso sollte man sich dann über die Belastbarkeit einer ausreichend dimensionierten nasse Lamellekupplung Gedanken machen?

Schlussbemerkung

Letzendlich ist mir schon klar, dass der Bloch in einem 10-Minuten-Video, bei dem nicht nach der ersten Minute 9 von 10 Zuschauern bereits ausgestiegen sein sollen, nicht alles ultra-differenziert darstellen kann. Trotzdem würde ich mich freuen, wenn wenigstens eines dieser technikorientierten Videos zumindest mal größtenteils richtig wäre, denn ansonsten tragen sie eher zur Entstehung von Irrtümern als zur Aufklärung bei. Potential war da, denn einige Ansätze sind auch wirklich gut, z. B. die kleinen Zahnstocher-Modelle: einfach aber trotzdem sehr anschaulich.

In den Kommentaren schreibt einer:
Und wieder eine Folge, mit super Erklärungen. Da ist faktisch alles richtig. 1000 mal besser als dieser GRIP-Kindergeburtstag.
Schön wär's...

Sorry ChrisEngel, dass ich dein Video so zerpflückt habe. :nene:
 
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  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #877
[...]
Letzendlich ist mir schon klar, dass der Bloch in einem 10-Minuten-Video, bei dem nicht nach der ersten Minute 9 von 10 Zuschauern bereits ausgestiegen sein sollen, nicht alles ultra-differenziert darstellen kann.
[...]

Genau das ist ja der Punkt. Du stellst schon einen hochwissenschaftlichen Anspruch an ein Video, das darauf abzielt, einige Dinge Leuten klar zu machen, die nur aus Brochüren etc. überhaupt wissen, was ein DSG ist und urbane Msythen weiterverbreiten. Und unter genau dieser Prämisse finde ich das Video oder Videos von dem echt top. Natürlich sind sie sehr oberflächlich gehalten, aber das wohl mit Absicht, da sonst kein Laie den Ausführungen folgen könnte ;)

Welcher "eigentlich nicht interessierte" würde sich ein zweistündiges Video anschauen, in dem wirklich auf jeden Punkt sehr tief und hochtechnich eingegangen wird? .................. Aber mal eben in ein 10 Minuten Video reinswitchen um mal zu schauen, worum es geht und dann auch noch zu verstehen, was er da erzählt, ist schon was anderes.
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #878
ChrisEngel

Ich bin mir völlig im Klaren darüber, dass man Bloch an dieser Stelle gewisse Zugeständnisse machen muss. Ich weiß schließlich von Berufs wegen her wie wichtig es ist den Stoff für die "Lernenden" zu reduzieren und anschaulich darzustellen. Deshalb darf ich aber noch lange keine zu 100 % falschen Behauptungen aufstellen.

Den kompletten ersten Irrtum hätte Bloch sich beispielsweise schenken können, denn diesen gibt es ja überhaupt nicht. Da wird zwei Minuten lange erklärt weshalb ein DKG in bestimmten Situationen nicht zugkraftunterbrechungsfrei schalten kann, dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Ein DKG kann im Gegensatz zu Blochs Aussage stets zugkraftunterbrechungsfrei schalten und tut dies auch. Stattdessen hätte man an der Stelle den Irrtum "ein DSG schaltet grundsätzlich schneller als eine Wandlerautomatik" aufarbeiten können, doch das ist ja wieder ein ganz anderes Thema.

Nochmal, ich finde seine Videos in der Regel selbst sehr gut, aber bei diesem hier bin ich mir leider nicht so sicher ob das Ziel erreicht wurde, insbesondere da er eine Reihe von falschen Informationen in den Umlauf bringt und dadurch selbst zum Verbreiter solcher "urbanen Mythen" wird. Das Ergebnis ist häufig, dass die Nutzer ihr Getriebe wie ein rohes Ei behandeln und Strategien zur vermeintlichen Schonung des selbigen anwenden, welche letztendlich aber überhaupt nicht zielführend sind. Es entsteht die Vorstellung, dass DKGs äußerst fragile Konstrukte sind, die Wandlerautomatik auf der anderen Seite unkaputtbar. Man muss sich nur mal umsehen was in den einschlägigen Foren alles verbreitet wird. Solche Mythen machen umso schnell die Runde, wenn sie von Leuten verbreitet werden, denen man eine hohe technische Kompetenz zuschreibt. Dass dies der Fall ist, zeigt sich deutlich in den Kommentaren unter dem Video (s. o.).
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #879
Bloch sagt, dass man beispielsweise beim Hochschalten von 4 nach 6 eine Zugkraftunterbrechung hätte, weil zwischenzeitlich in den 5. Gang geschaltet werden muss. Das stimmt aber nicht, sämtliche Hochschaltungen sind zugkraftunterbrechungsfrei, auch wenn sie keine Gänge überspringen.

Mein Verständnis vom DKG wäre dieses:
Hochschaltungen sind zugkraftunterbrechungsfrei gerade deshalb WEIL sie keine Gänge überspringen.
Eine Hochschaltung 4 > 6 gibt es nicht sondern ist faktisch 4 > 5 > 6
 
  • DSG - Erfahrungen / Fragen zur Benutzung Beitrag #880
Mein Verständnis vom DKG wäre dieses:
Hochschaltungen sind zugkraftunterbrechungsfrei gerade deshalb WEIL sie keine Gänge überspringen.
Eine Hochschaltung 4 > 6 gibt es nicht sondern ist faktisch 4 > 5 > 6
Ja, ganz genau. Und es gibt aus den oben genannten Gründen auch keinen Anlass anstatt sequenziell direkt von 4 nach 6 hochzuschalten. Solch einen Anlass gibt es bei einer zeitkritischen Rückschaltung, z. B. beim Kickdown. Daher wird in diesem Fall sofern möglich direkt geschaltet (z. B. 6 nach 3, 5 nach 2) oder mit einem Zwischen-Stützgang, wenn keine direkte Schaltung möglich ist (z. B. 6 nach 4, 5 nach 3 oder 4 nach 2).

Fazit: In jedem erdenklichen Fall schaltet das Getriebe ohne Zukraftunterbrechung. Daher ist die Aussage von Bloch mitsamt der Erklärung falsch.
 
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