@Grabowske
Kann ich nachvollziehen, ist aber trotzdem der falsche Weg. Wenn alle so denken schaukelt sich das immer weiter hoch. Miteinander ist einfacher als gegeneinander.
Mich warnt kaum einer vor der Radarfalle, ich blinke trotzdem immer. Mich lässt auch selten einer aus ner Lücke, ich warte trotzdem immer und lass denjenigen vor. Ich mache auch Schnelleren Platz, selbst wenn sie viel zu schnell sind. Dieses Gegeneinander ist typisch deutsch.
Das das typisch deutsch ist glaube ich nicht. Irgendwo ist jeder dann auch Egoist. Das habe ich auch vielfach unter meinen Kollegen festgestellt, die nicht typisch deutsch sind.Auch die sind sich selbst der Nächste, wie andere auch.
Nur mal so eine Geschichte , wie das bei uns im Haus abläuft:
Vor einiger Zeit zog in die Wohnung über mir eine junge Frau, die etwas korpulent ist.
Da sie keiner geregelten Arbeit nachging , hatte sie sich es zur Angewohnheit gemacht, alle ihre Tätigkeiten nachts auszuführen.
Sie war auch überzeugte Sockenläuferin, sodaß man nachts außer Teller klappern, Poltern mit unbekannten Gegenständen auf dem Boden , auf dem Balkon mit ihrem Freund bis 3 Uhr nachts diskutierend , dem Laufen in der Wohnung ,was schon extrem war, da sie mit den Hacken zuerst beim gehen aufkam, alles miterlebte. Das war schon mehr als unangenehm.
Morgens im Frühdienst bei mir , war es dann pünktlich um 5.00 Uhr leise und sie wohl im Bett zum Schlafen.Ich mußte allerdings aufstehen.
Nach einigen Wochen sprach ich sie dann gezielt darauf an und fragte ob es möglich sei, das sie sich Schuhe anziehen könnte und nachts ein weng mehr Rücksicht auf mich nehmen könnte. Ich erklärte ihr , das ich Schicht arbeiten müßte und daher eh schon Probleme mit dem Schlaf haben würde. Die Reaktion war , daß man mir die Tür vor der Nase zuknallte neben dem Satz, das Alte eben immer nerven würden und lieber ins Altersheim sollten. Danach wurde es noch lauter, wahrscheinlich absichtlich.
Natürlich schrieb ich an den Vermieter und die normale Prozedur begann mit Anschreiben usw. Frist setzen und ich müßte dann auch noch Beweise haben und andere Mieter müßten dies bestätigen ,usw. Von den Nachbarn war aber keinerlei Zustimmung ,oder mehr zu erwarten,da sie nicht als fremdenfeindlich oder als Petzer angesehen werden wollten
Für mich wurde es extremer und lauter unter der Nachbarin. Wie gesagt, als Trotzreaktion wegen dem Anschwärzen beim Vermieter.
Dann nach diversen Monaten plötzlich bekam die Dame dann wohl eine Ausbildungsstelle. Ich sah sie in einer Klinik. Dort war dann auch Schicht angesagt, was ja bekanntlich auch anstrengend ist.
Jetzt mal ehrlich. Soll ich auf diese nette Frau ganz leib Rücksicht nehmen, wenn ich dann morgens mit der dem Auto und der (zugelassenen )Klappenanlage neben ihrem Schlafzimmerfenster starte und losfahre?
Ganz ehrlich: Ich bin kein Christ, das ich endlos die "Wange hinhalte".
Dafür hab ich zu oft im Leben in die Sch***e gekriegt für mein Rückicht nehmen , Regeln einhalten und vernünftig sein. Wobei ich klar sage,das ich nichts tun würde, wenn ich mich strafbar machen würde. Ich nutze letztlich nur das, was ich darf.
Das muß für alle dann auch fair zugehen. Das ma nur an sich selbst denkt ,ist eben nicht OK, klar. Nur kann man nicht Rücksicht erwarten, wenn man selbst rücksichtslos ist. Viele brauchen so etwas wohl wie Erfahrung auch als Lernprozess im Leben , um zu bemerken, das sie nicht alleine auf der Welt sind.