Die metallischen Bauteile im Motor sind so konstruiert, dass sie bei Betriebstemperatur optimal mit einander arbeiten. Das heißt, die Metallteile im Motor müssen sich erst durch die Motorwärme ausdehnen und anpassen, damit sie optimal zusammen arbeiten. Das ist aber nicht der Fall, wenn der Motor keine Betriebstemperatur hat. Auf Kurzstrecken bekommt man den Motor in der Regel nicht vernünftig warm gefahren. Wenn die Motortemperaturanzeige im Tacho schon die Betriebstemperatur anzeigt, heißt das lediglich, dass die Kühlflüssigkeit bereits betriebswarm ist. Aber noch nicht der ganze Motor.
Dadurch, dass die Teile also nicht optimal miteinander arbeiten,wird die Effizienz des Motors verringert und der Verschleiß und der Verbrauch steigen.
Außerdem kommt noch hinzu, dass das Motoröl bei kalten Temperaturen zähflüssiger wird. Wenn man den kalten Motor gestartet hat, dauert es erstmal eine Zeit lang, bis das Öl den Ölkreislauf gefüllt hat und an allen Schmierstellen auch Öl ankommt. Bis dahin läuft Metall auf Metall. Ohne Schmierung. Und auch das ist Verschleiß pur. Daher sollte man morgens auch während dem Eiskratzen nicht 10 Minuten lang den Motor laufen lassen. Denn in dieser Zeit wird er kaum warm und dadurch, dass der Motor im kalten Leerlauf mit einem fetteren Gemisch (mehr Kraftstoff) läuft, wäscht das Benzin auch zusätzlich noch das Öl von den Zylinderwänden. Somit läuft auch wieder Metall auf Metall.
Das heißt, Autos die Viel Langstrecke gefahren werden, laufen lange Zeit mit betriebswarmem Motor und somit ist der Verschleiß auch relativ gering. Autos die hingegen nur Kurzstrecke fahren, haben durch oben genannte Sachen einen höheren Verschleiß.
Das beste Beispiel sind Taxis. Achte mal drauf, was Taxis teilweise für Laufleistungen haben. 400.000km oder mehr sind da keine Seltenheit. Das hängt damit zusammen, dass die Motoren fast den ganzen Tag laufen und immer Betriebswarm sind, somit gibt es kaum Kaltlaufphasen, in denen der meiste Verschleiß entsteht.