Lenkrad steht schief

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  • Lenkrad steht schief Beitrag #181
AW: Lenkrad: Steht schief?

Das liegt nicht am Seat-Partner. Der will einfach (verständlicherweise) als Dienstleister seine Arbeit bezahlt haben. Das liegt an Spanien und an Seat Deutschland !

In Ländern wie Spanien ticken die Uhren anders. Vermutlich würde es die meisten Leute dort nicht stören, wenn das Lenkrad bei Geradeausfahrt 15 grad nach links oder rechts steht. Für Deutschland machen die sicherlich keine Ausnahmen.
Und der Importeur, die Seat Deutschland GmbH, hat nur ein gewisses Budget zur Verfügung. Damit müssen Sie den besten Weg finden und das geht nur über Kompromisse.

Auch wenn ich im Autohaus arbeite und hinter der Marke stehe, finde auch ich viele Sachen einfach nur zum Kotzen !!!
Grad weil ich bei einigen Reklamationen weiß, dass der Kunde recht hat und mir trotzdem die Hände gebunden sind.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #182
AW: Lenkrad: Steht schief?

Habe nun Rückmeldung bekommen. Mein Fahrzeug soll wieder hin. Seat hat der Werkstatt nun angeblich mitgeteilt, was noch gemacht werden muss. Traurig, dass die da nicht von alleine drauf kommen... Die Werkstatt hält sich vollständig bedeckt. Habe auch vom letzten Vermessen kein Protokoll oder ähnliches bekommen. Habe auch ehrlich gesagt das Gefühl, dass ich den wieder hin bringe und das Lenkrad schief bleibt...

---------- Beitrag am 13.04.2017 um 18:48 Uhr ergänzt ---------- letzte Änderung am 30.03.2017 um 10:29 Uhr ----------

So mein Lenkrad ist nun gerade. Es wurde die Spur hinten und vorne erneut eingestellt und nun passt es :)
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #183
AW: Lenkrad: Steht schief?

So ich melde mich jetzt auch noch einmal, nachdem ich noch zwei Termine bei einem anderen Seat Händler hatte.

Kurz geschildert, was noch passiert ist:
ich hatte einen Termin zum Achs vermessen,wurde auch durchgeführt und beim bezahlen bin ich über das Protokoll geflogen und habe den Service Mitarbeiter darauf aufmerksam gemacht, dass der Wert der Hinterachse nicht im Soll Bereich liegt (kann man ja sogar an den rot und grün Werten erahnen ;-) ). Daraufhin gab es noch einmal einen neuen Termin bei Seat um das Problem ein weiteres mal anzugehen. Es wurde mir zwar dauernd gesagt, an der Hinterachse kann man nichts einstellen, da es eine Verbundlenker-Hinterachse is, aber nach Rücksprache mit Seat, haben die dem Händler mal den Tip gegeben, die Hinterachse zu lösen und wieder zu befestigen um sie zu entspannen. Die Werte sind nach einer erneuten Achs Vermessung in der Toleranz und siehe da das Lenkrad ist kerzengerade :D

Ich bin einfach nur froh, dass das thema gelöst wurde, bin aber auch echt genervt, von dem Service bei Seat. Ich finde es ein absolutes no go, dass ich denen sagen muss, dass da ein Wert nicht im Bereich ist und mir dann noch gesagt wird, dass die Hinterachse nix mit der Lenkung zu tun hat. Wäre ich da nicht penetrant dran geblieben, würde ich jetzt bei gerader Fahrt immer noch in den Graben fahren.

Aber eventuell kann ich so dem ein oder anderen mit dem selben Problem helfen und er hat nicht so viel Stress wie ich damit.
In diesem Sinne gute Fahrt.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #184
AW: Lenkrad: Steht schief?

Also das Problem ist bekannt, wobei es nicht so ist, dass die Spur verstellt ist, sondern einfach das Lenkrad nicht gerade steht. Warum die meisten Händler damit ein Problem haben, ist dass, wie vorher beschrieben, darum geht, wer es bezahlen soll. Du als Kunde willst es nicht bezahlen und Seat will eine komplette Achsvermessung auch nicht bezahlen. Hinzu kommt, dass bei Garantiearbeiten häufig gilt: "Meldepflicht vor Reparatur".

Allerdings kann man sich mit etwas gesundem Menschenverstand die Tatsache, dass die Spur ok ist zunutze machen. Man markiert einfach beide Spurstangenköpfe zu den Spurstangen und verdreht dann abhängig von der Schiefstellung des Lenkrads, die Spurstangen um 1/4 Umdrehung. Natürlich muss dann die eine das Rad rausdrücken und die andere das Rad reinziehen. Das Ganze dauert nur 5 min, die Spur stimmt noch und das Lenkrad steht gerade. Alles ohne großen Wind bei Seat zu machen.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #185
AW: Lenkrad: Steht schief?

Und das kann man selbst machen oder wie?
Mein eben abgeholtes Fahrzeug hat auch ein schiefes Lenkrad (nach links).

---------- Beitrag am 23.09.2017 um 05:40 Uhr ergänzt ---------- letzte Änderung am 22.09.2017 um 19:37 Uhr ----------

...
Über eines sollte man sich bei diesem Thema aber immer bewusst sein: Grundsätzlich sind deutsche Straßen zum rechten Rand hin (stark) abschüssig gebaut! Autobahnen stärker als Land- oder innerstädtische Straßen. Dass ein Lenkrad also bei Geradeausfahrt leicht nach links steht ist durchaus normal. ....... auf der Landstraße verhält es sich aber wieder anders. Da läuft das Auto exakt gerade.

Danke für diesen Hinweis. Denke, dass sollte jeder mal überprüfen. Auf Landstraßen ist die Geradeausfahrt ja oftmals nicht so gegeben wie auf der Autobahn, wo man Zeit hat eben auf diese Dinge zu schauen.

Wobei es bei mir auch auf Landstraßen schief steht.

Ich überlege auch, ob ich nicht direkt in eine gute, freie Werkstatt/Reifenhändler gehe und mir die Sache dort einstellen lasse. So habe ich den ganzen Stress nicht und die ca. 100,- EUR sind mir das wirklich wert. Dürfte wohl der geringste Ärger/Zeitverlust sein.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #186
AW: Lenkrad: Steht schief?

Das Lenkradproblem hatte ich auch,bei mir haben sie zuerst die Spur neu eingestellt
die angeblich verstellt war,
nach der Probefahrt mit dem Serviceleiter hatten wir noch immer das Lenkrad schief.
Somit wieder in die Halle,Batterie/Airbag ab und Lenkrad um 1 Zahn verdreht,nun passt es. Zum Glück ist das beim Seat machbar,bei meiner Opelbi..h hab ich eine gefräste Nut da lässt sich nichts verdrehen.
Achja,ging alles auf Seat,da noch unter 6tkm/6 Monate somit Gewährleistungsache.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #187
AW: Lenkrad: Steht schief?

Also das Problem ist bekannt, wobei es nicht so ist, dass die Spur verstellt ist, sondern einfach das Lenkrad nicht gerade steht. Warum die meisten Händler damit ein Problem haben, ist dass, wie vorher beschrieben, darum geht, wer es bezahlen soll. Du als Kunde willst es nicht bezahlen und Seat will eine komplette Achsvermessung auch nicht bezahlen. Hinzu kommt, dass bei Garantiearbeiten häufig gilt: "Meldepflicht vor Reparatur".

Allerdings kann man sich mit etwas gesundem Menschenverstand die Tatsache, dass die Spur ok ist zunutze machen. Man markiert einfach beide Spurstangenköpfe zu den Spurstangen und verdreht dann abhängig von der Schiefstellung des Lenkrads, die Spurstangen um 1/4 Umdrehung. Natürlich muss dann die eine das Rad rausdrücken und die andere das Rad reinziehen. Das Ganze dauert nur 5 min, die Spur stimmt noch und das Lenkrad steht gerade. Alles ohne großen Wind bei Seat zu machen.

Genau, so habe ich es nach 2 mißglückten Versuchen auf Garantie auch machen lassen. ( in einer befreundeten freien Werkstatt )

Hat mich Nichts gekostet. Seitdem ist Ruhe. Vorraussetzung ist natürlich, daß die eigentlichen Meßwerte stimmen und das Fahrzeug einwandfrei geradeaus läuft.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #188
AW: Lenkrad: Steht schief?

mein Lenkrad steht auch schief (nach links). Zudem zieht das Auto nach rechts auf geraden Strecken....
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #189
AW: Lenkrad: Steht schief?

Mein Lenkrad steht auch schief nach links. Zwar nur ein wenig, aber nervt trotzdem. Gibt's bekannte Abhilfe oder muss die Spur eingestellt werden?
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #190
AW: Lenkrad: Steht schief?

Es steht NIEMALS 101% gerade. Aber bei mir hat eine Spureinstellung von einem PROFI (nicht dressierten Affen) das perfektioniert! :)

Davor war mein Lenkrad 3 ZÄHNE nach links aus der Regellage falsch verbaut.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #191
AW: Lenkrad: Steht schief?

Kleine Vorgeschichte: Vor wenigen Wochen hat mir jemand an einer Rechts-vor-Links-Kreuzung die Vorfahrt genommen und ist mir ins linke vorder Rad gefahren. Zwecks Gutachten-Erstellung bin ich am nächsten Tag direkt in die Werkstatt (Opel/Seat). Das Lenkrad stand zu dem Zeitpunkt wirklich sehr schief und es fuhr sich sehr "schwammig". Die Achse wurde vermessen (alles in Ordnung) und die Spur eingestellt. Danach stand das Lenkrad nur noch minimal schief nach links wie bei allen anderen hier, allerdings beim Loslassen des Lenkrads soweit stabil in der Spur. Also nur minimal, aber merklich. Vor allem zog ich das Lenkrad immer auf gerade wodurch das Fahrzeug dann doch leicht nach rechts fuhr. Zu dem Zeitpunkt war das Fahrzeug laut Gutachten ohnehin nur bedingt verkehrstüchtig, da die Felge neben Abschürfungen eine deutliche Kerbe abbekommen hatte und auch der Reifen zur Sicherheit getauscht werden muss. Ein paar Tage später wurde dann die Felge samt Reifen getauscht und das Lenkrad stand unverändert schief. Dafür wieder verkerhssicher unterwegs ^^ Habe es direkt bemängelt und bin erstmal weiter gefahren bis die offizielle Kostenübernahmeerklärung der gegnerischen Versicherung da war. Gestern Auto wieder in die Werkstatt gebracht und abends am Empfang abgeholt. Lenkrad steht jetzt wieder gerade, also Erfolg gehabt :) Habe vorhin mit meinem Werkstattmensch gesprochen was denn gemacht wurde und er meinte, dass lediglich die Spur nochmal eingestellt wurde, Assistenten mussten nicht kalibriert werden. Soweit so gut. Jetzt habe ich hier im Thread aber immer wieder das Thema Lenkwinkelsensor gelesen.

Daher die Frage: Angenommen der Lenkwinkelsensor wurde nicht kalibriert/resettet/wie auch immer. Was könnte mich da im schlimmsten Fall erwarten? Könnte ich Fehler in den Steuergeräten vorfinden und dann damit nochmal zur Werkstatt für die Nachbesserung?

Habe jedenfalls per Email die Messprotokolle der beiden Vermessungen (vorher/nachher) angefordert und nochmal gefragt, ob der Lenkwinkelsensor nicht kalibriert werden musste. Bin jetzt auf eure Meinungen gespannt :)
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #192
AW: Lenkrad: Steht schief?

Ich finde es immer merkwürdig, wenn nach so einem Unfall, wo danach auch das Lenkrad schief steht nur irgendwas vermessen aber nichts gewechselt wird. Mal nur so für das technische Verständnis: So eine Spurstange, wodran man ja auch wieder einstellt das ein Lenkrad wieder gerade steht, besteht aus drei Teilen. Diese wären das innere Gelenk, das äußere Gelenk und zur Verbindung dieser beiden Teile ein Gewindestück. Das Gewindestück wird, nach erfolgter Spureinstellung, an beiden Seiten mit einer Klemmschraube an den beiden Gelenken festgezogen, damit es sich nicht verdrehen kann.
So, nun fährt da einer gegen ein Rad, danach steht das Lenkrad schief, heißt, Spur ist verstellt. Nun werden sich aber durch den Aufprall weder die beiden Klemmschrauben lösen, noch wird sich dabei das Gewindestück soweit verdrehen das ein Lenkrad danach schief steht. Folgerung des Ganzen, die Spurstange hat etwas abbekommen und ist krumm.
So ein Teil würde ich nach einem Unfall, Aufprall auf`s Rad, immer austauschen. Als ich noch als Karosserie- und Fahrzeugbauer gearbeitet habe, haben wir das jedenfalls immer so gemacht, von solch einem Teil kann schließlich das eigene Leben und das von anderen Leuten abhängen.

Der Lenkwinkelsensor hat, denke ich, eher was mit der Mittelstellung des Lenkgetriebes zu tun. Wenn nur auf einer Seite was an der Spurstange gemacht wird und der Lenkungsmittelpunkt nach der Einstellung wieder stimmt braucht man da, so denke ich, auch nichts kalibrieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Lenkrad steht schief Beitrag #193
AW: Lenkrad: Steht schief?

.... oder das Schwenklager, der Querlenker, das Federbein, der Aggregateträger. Um nicht gleich an das Schlimmste zu denken, die Karosserie.

Nur sind leider die Teile mit Verzug i.d.R. nicht mit dem Auge auszumachen. Eine Vermessung kann schon helfen, den Schuldigen zu ermitteln, aber dafür muss man auch ein wenig mehr Ahnung haben. Auch mir fällt das nicht immer leicht, obwohl ich es schon hunderte Male gemacht habe.

Was tut man also in der Praxis? Entweder alles tauschen, was etwas abbekommen haben könnte (weil die Versicherung zahlt). Oder wenn die Fehler im Messprotokoll im Rahmen bleiben bzw. sich im Wesentlichen auf die Spur beschränken, dann stellt man eben die Spur ein und gut isses. Insbesondere letzteres ist die Realität. Eventuelle Spätfolgen, wie ein aufgrund des Verzugs irgendwann zu lecken beginnender Dämpfer, trägt dann der Besitzer. Es ist aber nun mal einfach ein Dilemma wegen der gewaltigen Kostendifferenz zwischen "alles tauschen" und "nur einstellen".

Lenkwinkelsensor? Fahr mal langsam über einen einsamen Parkplatz und lenk einmal nach links bis zum Anschlag und einmal nach rechts. Das müsste es gewesen sein.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #194
AW: Lenkrad: Steht schief?

Naja, wenn Federbein oder Querlenker verzogen wären würde sich das auch im Sturz, bzw. Vor- und Nachlauf bemerkbar machen. Deshalb kann es eigentlich nur die Spurstange sein. Aber egal, ich wäre nach sowas jedenfalls nicht mit einer einfachen Spureinstellung zufrieden.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #195
AW: Lenkrad: Steht schief?

Ich will gar nichts unterstellen, aber wer sagt, denn dass man in genau den von dir genannten Punkten - Sturz und Nachlauf, übrigens dann wahrscheinlich auch in der Spreizung - keine Abweichung erkennen würde? Es kann ja durchaus sein, dass da alles perfekt ist, aber ich jedenfalls habe hier bislang kein Vermessungsprotokoll gesehen. Wenn ich eines gelernt habe, dann nicht alles als gegeben hinzunehmen, was irgendein Werkstattmitarbeiter einem Kunden erzählt hat.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #196
AW: Lenkrad: Steht schief?

Danke für eure Ausführungen. Jetzt weiß ich schonmal was sich alles bei einer Spur verstellen kann. Hatte es damals bei meinem Audi A3 auch mal, aber da bin ich etwas zackig über einen "falschen" Bordstein gefahren. Dort wurde damals auch nur die Spur eingestellt. Bin nunmal Laie und muss mich auf das Verlassen was in dem Fall der Gutachter und die Werkstatt mit ihren Erfahrungen anstellt. Zumal der Kerl mir auch nur mit seinem Smart beim Anfahren und nicht aus voller Fahrt hereingefahren ist. Die gegnerische Versicherung hat ja zudem die Kostenübernahme garantiert und da müsste die Werkstatt ja theoretisch nicht am Material sparen, zudem die sich den Rest teilweise auch mit der Arbeitzeit vergolden lassen ^^

Jetzt warte ich erstmal auf die Protokolle (kann ich vermutlich lang drauf warten...) und wende mich dann ggfls nochmal an eine freie Werkstatt von einem Bekannten.
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #197
AW: Lenkrad: Steht schief?

Hab doch in der Tat sehr zügig die beiden Messprotokolle bekommen.

Spurvermessungen.jpg

Kann mir jemand sagen, ob ich mit dem gegenwärtigen Stand Leben kann? Wieso auch immer sich der Sturz nochmal geändert hat und anscheinend nicht angepasst wurde. Hat sich da vllt einfach nochmal das Fahrwerk gesetzt? Vllt auch Messfehler und daher auch nichts mehr gemacht? Negativer Sturz ist ja an und für sich nicht verkehrt für die Seitenführungskräfte in den Kurven.
Und wie verhält es sich mit dem rechten Spurdifferenzwinkel? Der ist ja beide Male genau an der Grenze.

Besten Dank im Voraus :)
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #198
AW: Lenkrad: Steht schief?

Zwei kurze Fragen: Tiefergelegt oder nicht? Steht dein Lenkrad nun auf ebenen Strecken gerade?
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #199
AW: Lenkrad: Steht schief?

Zwei kurze Antworten: Keine Tieferlegung, also original FR Höhe. Lenkrad steht jetzt gerade (auf Firmenparkplatz getestet soweit es ging und Lenkwinkelsensor "kalibriert" wie du oben beschrieben hast).
 
  • Lenkrad steht schief Beitrag #200
AW: Lenkrad: Steht schief?

Fürs Serienfahrwerk ist das vorne verdammt viel Sturz. Übrigens sogar mehr als hinten, woraus ein sehr neutrales Kurvenverhalten resultieren dürfte. Rennstreckenaffine Coforisten werden dich um diese Balance beneiden. :]

Aber der Reihe nach. Ich fange vorne an, auch wenn aus gutem Grund immer zuerst die HA vermessen wird, weshalb diese in den Protokollen meist auch oben aufgeführt wird:


VA:

Sturz: Im 1. Protokoll fällt beim Vergleich von Eingangs- zu Ausgangswerten der angeblich verringerte Sturz auf. Das ist schon komisch, wenn man weiß, dass der Sturz eigentlich gar nicht eingestellt werden kann. Man kann ihn nur ausmitteln, d.h. auf einer Seite vermindern und zugleich auf der anderen erhöhen. Das geschieht durch ein Verschieben des Aggregateträgers. Deshalb wäre ich da skeptisch gewesen, wenn du nur das 1. Protokoll gezeigt hättest. Wurde da geschönt, damit die Zahlen nicht mehr rot sind, sondern grün? Und siehe da, im 2. Protokoll liegen die Sturzwerte wieder da, wo sie auch in der Eingangsvermessung von Protokoll 1 lagen, nämlich bei rund -1°20' (was eineindrittel Grad sind, denn ein Grad hat 60 Winkelminuten). Die neuerlichen Differenzen würde ich nicht überbewerten, vermutlich sind es lediglich Messtoleranzen.
Nachlauf: Liegt mit etwa 7°30' im üblichen Rahmen, völlig ok.
Spreizung: Leider ein ganzes Grad Differenz zwischen links und rechts. Die Ausgangswerte in beiden Vermessungen glaube ich nicht ganz. Die Spreizung selbst ist nicht einstellbar, also woher soll's kommen? Nun klar, die Spreizung ändert sich natürlich mit, wenn man den Sturz über ein Verschieben des AGT ausmittelt. Dann sieht zwar der Sturz schöner aus, aber die Spreizung gerät aus dem Lot.
Spurdifferenz: Die 1°39' mögen leicht erhöht sein, aber das Delta zw. li + re ist gering.
Spur: Sie sieht jetzt besser aus. So um die 10' Gesamtvorspur sollte man zugunsten von Lenkgefühl, Geradeauslauf und geringer Seitenwindempfindlichkeit schon haben.
Radversatz und Einschlagwinkel wurden nicht erfasst, und das ist im Allgemeinen auch nicht weiter schlimm, aber hier in diesem ("Un-")Fall hätte beides aufschlussreich sein können.


HA:

Sturz: Da man beides, Sturz wie Spur, an der Verbundlenkerachse praktisch nicht einstellen kann, stellt sich auch hier wieder die Frage, woher die leichten Differenzen kommen. Klar, Messtoleranzen. Aber wenn die Werte in der Ausgangsvermessung "schöner" werden, dann heißt das oft auch, dass jemand aktiv "geschönt" hat. Hier aber nicht tragisch.
Spur: So um die 20' Gesamtvorspur sind an der HA perfekt für ein sicheres und stabiles Fahrverhalten.


Meine Bewertung des Ganzen:

Insbesondere der hohe Sturz an der VA und das Delta in der Spreizung zeigen, dass der Unfall nicht "spur"los an dieser VA vorbeigegangen ist. Ob jetzt der Querlenker, der Aggregateträger (Hilfsrahmen, an ihm hängen die QL), das Schwenklager oder das Federbein etwas verzogen sind, das ist leider schwer zu sagen, und ich möchte nicht spekulieren.
Sicherlich kann man damit jetzt so fahren, wenn das Auto geradeaus läuft und das Lenkrad gerade steht, aber als Geschädigter würde ich mich auf keine Kompromisse einlassen. Immerhin, hinten ist alles ok.
Und selbstverständlich tut es mir leid, dass ich kein schöneres Urteil abgeben kann, aber es ist wie es ist. ;)

Noch ein Hinweis:

Wenn ich es richtig mitbekommen habe, dann hast du aufgrund des Schadens einen neuen Reifen bekommen, vermutlich vorne. Sollten die Profiltiefenunterschiede größer sein, dann kann daraus ebenfalls ein minimaler Schiefstand des Lenkrads resultieren.
 
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