@D-Viper
Beide Motoren gelten als unauffällig. Der 1.5 TSI (EA211 evo) basiert auf seinem Vorgänger 1.4 TSI (EA211) der ebenfalls als unauffällig gilt und bereits seit 2011 gebaut wird. Der 2.0 TSI 190 PS (EA888/3) wird ebenfalls in identischer oder ähnlicher Form schon länger im Konzern eingesetzt. Mit dem 1.8 TSI, den er ersetzt, ist er eng verwandt, auch wenn es einige Unterschiede gibt. Motortechnisch kann man in meinen Augen beide bedenkenlos nehmen. Es stimmt aber, dass beide Motoren in dieser exakten Variante im Leon noch nicht sehr lange eingesetzt werden.
Komplizierter wird es beim DSG. Beim 1.5 TSI wird das trockene DQ200 verbaut, beim 2.0 TSI das nasse DQ381. Beim DQ200 sind etliche "Probleme" bekannt, die zum Teil Stand der Technik sind, inbesondere gelegentliches Kupplungsrutschen und hörbare Klappergeräusche (Losräderrasseln) beim Fahren auf unebenem Fahrbahnbelag. Als tatsächliche Defekte einzustufende Probleme gibt es hingegen inzwischen kaum mehr. Beim DQ381 ist keine Häufung von Beschwerden festzustellen. Das Getriebe wird allerdings im Konzern auch erst seit 2016 eingesetzt. Ich würde dennoch behaupten, das sich in diesem Zeitraum gravierende Probleme hätten zeigen müssen, sofern es welche gäbe. Das Getriebe basiert weitgehend auf dem Konzept des etablierten DQ500, mit einigen Neuerungen. Wissen sollte man, dass beim DQ381 bei 120.000 km ein Ölwechsel fällig wird. Beim DQ200 entfällt dieser. Nasse DKGs bieten erfahrungsgemäß über die gesamte Laufleistung hinweg ein relativ konstantes Komfortniveau (Wartung nach Herstellervorschriften vorausgesetzt!), wohingegen dieses bei trockenen mit der Zeit nachlässt.
Das DQ381 ist definitiv des hochwertigere Getriebe, auch wenn SEAT innerhalb einer Modellfamilie für alle DSGs den gleichen Aufpreis verlangt. Insgesamt macht es das Fahrzeug aber teurer in Unterhalt und Anschaffung. Mir wäre es das Geld wert.