Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!)

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  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #161
Oder lag es an meinem Fahrmanöver das da Schlupf entsteht und das zu unterschiedlichen Drehzahlen an den Reifen führt.
Ja, genau daran. Diese Einschränkung wird sogar explizit im VW Selbstudienprogramm 347 "Die Reifendruck-Kontrollsysteme" aufgeführt. Der Hersteller muss sich eben entscheiden ob er im Zweifel eher eine Fehlwarnung ausgibt und einmal zu viel warnt, oder das System etwas träger auslegt und zu spät warnt.

Am Luftdruckmessgerät standen vier junge Männer und einer fragte gleich, ob es sich um ein Cupra handelt. IMHO haben mich jetzt schon einige auf den Wagen angesprochen und fanden den Seat Cupra in Desire Red mega schön. Die Farbe begeistert mich jedes mal, wenn ich zum Auto laufe. Muss ich jetzt einfach mal schreiben. :loveyou:
Das freut mich zu hören. :]
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #162
Gast58809 wie schon oben geschrieben, wenn der Druckverlust schleichend gleichmäßig an allen 4 Rädern auftritt, ist es möglich, dass dieser nicht erkannt wird.
Dafür darf es aber keine Abweichung unter den Reifen geben, ansonsten müsste sofort eine Warnung kommen :)
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #163
Bei meinem damaligen Skoda ist die Kontrollanzeige mal angegangen als ich von einer Autobahn auf eine andere wechselte, war quasi eine langgezogene 270° Kurve. Scheinbar hat es ausgereicht, das sich die kurveninneren Räder eine kurze Zeit langsamer gedreht haben als die Kurvenäußeren. Eine Druckmessung an der nächsten Tanke zeigte den gleichen Luftdruck den ich immer eingestellt hatte.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #164
Das wäre aber schon ein ziemlich unplausibles Signal für das RDKS ;) Bei Kurvenfahrt drehen sich die inneren Reifen WESENTLICH langsamer als die äußeren. Solch ein Drehzahlunterschied ist durch unterschiedliche Luftdrücke, selbst im Extremfall, absolut unmöglich und ausgeschlossen. Ebenso, wie bei unterschiedlichem Schlupf. Das System würde sich sonst bei jeder längeren Kurve melden.
Ich gehe mal davon aus, dass das System eine gewisse Plausibilitätsprüfung durchführt, und Werte, die für einen Druckverlust zu extrem sind, ausfiltert.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #165
Das ist eben der Unterschied, wenn das System nur von der Raddrehzahl drauf schließt ob irgendwo Luft fehlt oder ob es von Drucksensoren innerhalb der Reifen seine Infos bekommt. Zweiteres finde ich auch die verlässlichste Variante, auch kann man bei diesem System den Reifendruck direkt ablesen.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #166
Warum hat es sich denn bei mir gemeldet als ich auf Winterreifen gewechselt hab und nicht kallibriert habe? Ich meine, Drehzahlunterschiede hab ich ja keine dadurch, nur generell einen anderen Abrollumfang, aber eben bei allen 4 Rädern.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #167
So wie ich die passive Kontrolle verstehe, kann die sich an zwei Dingen orientieren:
- Vergleich der 4 Räder untereinander (=> Druckverlust in einem Reifen wird erkannt)
- Vergleich der Werte mit den nach Speicherung zu erwartenden Werten (=> Druckverlust in einem Reifen wird erkannt, Druckverlust allgemein wird erkannt)
Dagegen muss das System noch Dinge mit einrechnen wie Temperatur, Kurven usw.
Besonders der allgemeine Hinweis ist damit ungenauer, da weniger Vergleichsmöglichkeiten und mehr Gründe für Fehlbewertungen vorhanden sind.

Ich hatte bisher einmal den Hinweis, dass ein Reifen ein Problem hat. Das stimmte (Ventil defekt und ließ Luft).
Ich hatte bisher viermal den Hinweis, dass ingesamt der Reifendruck nicht stimmt.
Zweimal Fehlalarm, einmal vergessen beim Wechsel der Reifen zu kalibrieren, einmal korrekt.
Finde ich für ein passives System, das mich nicht zwingt für jede Felge einen Sensor zu kaufen und mich auch nicht zwingt nach einigen Jahren die Sensoren wegen leerer Batterien zu erneuern, durchaus in Ordnung.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #168
K12B weil der Reifendruck sicherlich nicht auf allen Reifen im selben Verhältnis stand, wie bei den Sommerreifen.
Du darfst nicht vergessen, dass selbst minimale Unterschiede relativ einfach über die hohe Anzahl an Umdrehungen erkannt werden.
nappo1997 Die zweite Möglichkeit (Vergleich echte Werte vs. erwartete Werte) funktioniert aber nicht. Da durch das System wie schon ein paar Mal geschrieben nur relative Unterschiede zwischen den Reifen erkannt werden. Einen „absoluten“ Erwartungswert gibt es aber nicht, da jeder relevante Absolutwert wiederum von der Raddrehzahl abhängt.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #169
... Da durch das System wie schon ein paar Mal geschrieben nur relative Unterschiede zwischen den Reifen erkannt werden...
Weißt Du das aus sicherer Quelle? Nur, weil es oft geschrieben wird, muss es nicht stimmen.

Laut Handbuch ST 2017 (Stand 11.17)
Die Reifenkontrollanzeige vergleicht mithilfe der ABS-Sensoren unter anderem die Drehzahl und somit den Abrollumfang der einzelnen
Räder. Eine Veränderung des Abrollumfangs an einem oder mehreren Rädern wird durch die Reifenkontrollanzeige im Kombiinstrument
über die Kontrollleuchte angezeigt und eine Warnung an den Fahrer übermittelt. Sofern nur ein Reifen betroffen
ist, wird dessen Position am Fahrzeug angezeigt.
Der Wagen bestimmt danach für jeden einzelnen Reifen, ob der Abrollumfang mit den gespeicherten Werten übereinstimmt.
Da steht nicht von "verglichen miteinander".
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #170
Das Auto kann aber keinen Abrollumfang erfassen. Es "kennt" ihn ja nicht. Das Auto kann nur mit Raddrehzahlen arbeiten. Und die sind nun mal, egal welchen Abrollumfang der Reifen hat, immer identisch (also in Relation zu Geschwindigkeit). Der Wagen kann also eigentlich nur Unterschiede untereinander feststellen. Ich grübel auch schon die ganze Zeit, wie ein Verlust an allen Reifen erkannt werden kann.
Ggf. durch eine "längere" Erfassung, unter Einbeziehung von Beschleunigung und Bremsung. Beim Beschleunigen haben die vorderen Reifen durch die dynamische Lastenverteilung einen größeren Umfang, beim Bremsen die hinteren. Es werden also Unterschiede zwischen Vorderachse (komplett) und Hinterachse erkannt. Diese Unterschiede sind je nach Luftdruck größer oder geringer, allerdings auch je nach Stärke der Beschleunigung oder Bremsung..... das ist aber nur ne Vermutung, und wäre eigentlich viel zu komplex.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #171
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das zu komplex für dieses System ist.
Zumal wir hier ja schon entsprechende Posts hatten, dass gleichmäßiger Verlust teilweise nicht erkannt wird.

Wenn man bei der Berechnung Motordrehzahl, Beschleunigung, etc. mit einbezieht, wäre es theoretisch möglich, eine absolute Berechnung durchzuführen, aber da hat man evtl. sogar mehr Fehlerpotential, als nur über die Reifendrehzahlen. So könnten dann auch Temperaturunterschiede einen Alarm auslösen etc.
nappo1997 aus sicherer Quelle weiß ich das nicht, sondern reime mir das aus meinen Kenntnissen zusammen :)
Solange aber niemand Fakten hat, dass tatsächlich erweiterte Messwerte einbezogen werden, mit denen man Abweichungen bei einem einzelnen Rad erkennen kann, glaube ich an das, was ich zu dieser Sensorik bei Bosch in Abstatt gelernt habe, nämlich, dass es durch die hohen Drehzahlen der Reifen sehr präzise möglich ist, Abweichungen bei den Reifendrehzahlen untereinander festzustellen.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #172
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das zu komplex für dieses System ist.
Zumal wir hier ja schon entsprechende Posts hatten, dass gleichmäßiger Verlust teilweise nicht erkannt wird.

Dreh die Aussage mal um. Gleichmäßiger Verlust wird teilweise erkannt. Wie denn, wenn nur relativ zueinander gemessen wird?
Wie steht Deine Aussage "zu komplex" zu der Aussage im Handbuch (Messung / Berechnung des aktuellen Abrolumfangs für jeden Reifen)?
Natürlich kann das System nicht die Genauigkeit eines aktiven Sensors haben, da sind wir uns einig.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #173
nappo1997 Ganz einfach, weil der Verlust eben nicht exakt gleichmäßig ist. Reifen 1-3 verlieren beispielsweise über 6 Monate 10% Luft, während Reifen 4 (rechts vorne z.B.) beispielsweise aufgrund der vielen Bordsteinkontakte möglicherweise 15% Luft verliert. Beim Auffüllen der Reifen fällt das natürlich auf, das System kann es aber erkennen.

Zu komplex ist es in meinen Augen, sich bei der Berechnung auf Werte zu beziehen, die nicht aus dem eigenen "Umfeld" des ESP-Steuergeräts kommen - im Speziellen Motordaten.
Und genau das ist notwendig, um den absoluten Radumfang eines einzelnen Rades speichern zu können.
Soll heißen: Die Verbesserung der Genauigkeit des passiven Reifendruckkontrollsystems wäre viel zu gering für den Aufwand, den man für so ein theoretisch mögliches System betreiben müsste - in kurz: ! Und die 80% sollten in diesem Fall für einen Seat-Käufer ausreichend sein :)

In der Bedienungsanleitung steht auch genau das drin: "[...] vergleicht [...] den Abrollumfang der einzelnen Räder." Dass das System den einzelnen Radumfang berechnet, steht hier nicht, sondern nur, dass es auf eine Veränderung reagiert. Auch durch die benannten beiden Fehler lässt sich auf obiges schließen, denn wüsste das Auto für jedes Rad den exakten Abrollumfang, wäre es auch bei 2 kaputten Reifen noch möglich, diese exakt auf dem Display anzuzeigen. Das verbautet System kann aber nur vor einem (alle Vergleiche lassen auf selbes Red schließen), oder vor mehr als einem (Raddrehzahlvergleich unschlüssig) kaputten Reifen warnen.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #174
In der Bedienungsanleitung steht auch genau das drin: "[...] vergleicht [...] den Abrollumfang der einzelnen Räder." Dass das System den einzelnen Radumfang berechnet, steht hier nicht, sondern nur, dass es auf eine Veränderung reagiert.

Da bin ich auf Deine Erklärung gespannt, wie man Werte vergleichen kann, die man nicht berechnet.

Es erklärt mir weiterhin nicht, warum das System eine Kalibrierung braucht, wenn es nur die Reifen miteinander vergleicht.
Es erklärt mir weiterhin nicht, warum es z.B. bei mir auf den Wechsel von Sommer auf Winterreifen reagiert hat (Die 4 Sommerreifen vorm Wechsel kontrolliert, die Winterreifen mit gleichem Druck montiert).
Es erklärt mir weiterhin nicht, warum mir (aber auch anderen) eine allgemeine Druckminderung im geringen Bereich angezeigt wird.
Es erklärt mir weiterhin nicht, warum Fehlmeldungen kommen, wenn doch nur (deutliche) Unterschiede zwischen den Rädern angezeigt werden. In meinen beiden Fällen waren alle Reifendrücke ok.

Aber ich denke, wir werden da nicht zusammen kommen. Es mag an meinen mangelndem technischen Wissen in dem Bereich liegen, das will ich dabei nicht ausschließen.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #175
Weil sich vermutlich durch Verschleiß auch der Abrollumfang geändert hat. Hat die RDK angeschlagen.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #176
Indem du dir den Abrollumfang nicht als absoluten Wert vorstellst, sondern als Relation zwischen den Rädern.
Rad 1 hat 1,03 mal den Abrollumfang von Rad 2, etc.

Zu deinen Punkten:
Das System vergleicht einer Veränderung der Drehzahlen der einzelnen Reifen, um eine Veränderung feststellen zu können, braucht man einen Grundwert -> Kalibrierung
Wechsel der Räder -> Der Grundwert der Räder stimmt nicht mehr, das heißt beispielsweise Rad 3 dreht sich jetzt nicht mehr langsamer als Rad 4, sondern schneller -> Fehler
Eine "allgemeine Druckminderung im geringen Bereich" muss wie schon gesagt nicht auf allen Rädern gleich stattfinden - und wird vermutlich auch nicht.
Die Drehzahl der einzelnen Räder verändert sich evtl. auch unter anderen Umständen, wie zum Beispiel lang gezogene Kurven, einseitig in der Sonne geparkt, etc.

Alles das, plus ein zusätzlicher Effekt (Frequenz-Effekt), steht auch relativ ausführlich in Wikipedia ().
Und gerade daraus zitiere ich auch nochmal: "Somit werden bei beiden Effekten (Abrollumfang, Frequenzeffekt) relative Änderungen betrachtet", was bedeutet, dass nie ein absoluter Wert für den Abrollumfang vorliegen wird.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #177
phchecker17

Gerade Dein Wikipedia-Link verweist beim Frequenzeffekt:
"Da dieser Effekt radindividuell ist, können hier auch Druckverluste an allen vier Reifen gleichzeitig (Diffusion) erkannt werden"
Genau das, was ich meine.
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #178
Ja, evtl. kann durch den Frequenzeffekt (falls dieser bei uns Anwendung findet) auch ein absolut gleichmäßiger Verlust erkannt werden. Offensichtlich aber nicht jeder.
Dennoch halte ich es für wahrscheinlicher, dass in den meisten Fällen ungleichmäßig abfallender Reifendruck zur Erkennung führt.

Immerhin sind wir jetzt einig, dass das System den Abrollumfang der einzelnen Reifen nicht berechnet.

P.S. Ich konnte gerade keine Info dazu finden, ob der Frequenzeffekt Anwendung findet - weder bei Seat, noch bei VW oder Skoda.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #179
Machen wir es kurz: Es funktioniert ordentlich, kostet keinen Aufpreis und verursacht keine Zusatzkosten beim Räderwechsel. ;)
 
  • Erfahrung mit der Reifendruckkontrolle (?!) Beitrag #180
Ich bin immer noch zu blöd um das System zu kapieren.
Hab neulich von 18" Sommer auf 16" Winter gewechselt. RDK hat das nicht bemerkt
Luftdruck der eingelagerten Winterräder war zwischen 1,9 und 2,2. Einheitlich auf 2,5 geändert. RDK hat wieder nix bemerkt.

Das sollte nicht normal sein oder?
 
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