Ich muss zugeben, ich bin ein wenig verunsichert. Ich habe mir nun diesen Thread durchgelesen und in diversen anderen Foren ähnliche Themen zu Fahrzeugen auf MQB Basis.
Generell heben die Werkstätten mit der Hebebühne das Fahrzeug an den verstärken Punkten am Falz an.
Trotzdem findet sich in jedem dieser Threads mindestens eine Person, die sich den Falz an der verstärken Stelle angeblich mit einem Wagenheber verbogen hat oder zumindest felsenfest behauptet, dass das passieren wird.
Ein Rangierwagenheber belastet die Stelle vermutlich etwas mehr, da er eben nur an einer Stelle hebt und nicht an vier, wie die Hebebühne; allerdings steht das Auto ja noch auf 3 anderen Rädern, die Kraft auf den Falz durch den Rangierwagenheber sollte also irgendwo zwischen 1 bis maximal 2 mal so groß sein, wie beim Anheben mit der Hebebühne (ich würde auf wenige % mehr tippen).
Allerdings wirkt die Kraft ja nicht genau senkrecht zum Unterboden, also genau in Materialrichtung des Falz(es). Wenn der Wagenheber nicht frei auf dem Boden rollen kann, könnte die seitliche Komponente der Kraft schon zum Verbiegen des Falz führen. Eine Gummiunterlage mit Nut würde diesen Effekt nicht ausgleichen, sondern vermutlich eher nur verstärken.
Was ich mich nun frage:
1. Jackpads sind wohl nichts für den Wagenheber, eher für die Bühne, zumindest vorne und bei einem schweren Diesel.
2. vermutlich setzen hunderte beim Räderwechsel einen Rangierwagenheber an den verstärkten Stellen an (mit einfacher, flacher Gummiunterlage) und es klappt wunderbar. Nur man schreibt eben nicht in ein Forum, wenn alles klappt.
Was ist denn nun das richtige Vorgehen? Ich hatte mal bei der Seat Hotline nachgefragt, die haben dort aber keine Technikexperten und können nur aus dem Betriebsanleitung, also nur für den Serienwagenheber, zitieren.
Der Werkstattmeister meines Händlers meinte, man könne mit flacher Gummiunterlage ganz einfach an der verstärkten Stelle aufbocken, das sei mehr als stabil genug.