Ich schüttele den Kopf darüber, dass der Verkäufer mein Wunschfahrzeug konfigurieren konnte und dann vom zentralen Verkauf in Bonn erfahren muss, dass der Style in dieser Konfiguration nicht bestellbar ist ...
und was hat der 3-Zylinder-Motor (mit 7-Gang-DSG) mit dem Ausstattungsdetail "Distanzregelung" zu tun ? Schließlich konnte der Verkäufer beim Style die gleiche Ausstattung konfigurieren wie beim FR, um dann vom zentralen Einkauf in Bonn zu erfahren, dass es beim Style nicht geht.
Dass er dann zu meinen Gunsten an der Preisschraube dreht, finde ich nur recht und billig.
Nun möchte ich noch einige Hintergrund-Details erläutern:
Wir haben einen großen Hund, also sollte es wieder ein Kombi sein.
Da die Fahrzeuge im Laufe der Zeit immer größer wurden und unser Tiefgaragenstellplatz nicht mitwuchs, war "downsizing" angesagt - also nix mehr Passat-Klasse, sondern Golf-Klasse.
Mein Wunschfahrzeug wäre der Toyota Auris Hybrid gewesen, wenn da nicht der Toyota-Tempomat gewesen wäre, der mich schon seit 13 Jahren ärgert. Er lässt sich erst bei ungefähr 45km/h aktivieren und vergisst unterhalb dieser Schwelle die vorherige Einstellung.
Das ist auch aktuell noch so - auch bei Hyundai und KIA. Deutsche Autos können das schon bei ca. 30km/h und da ich viel in 30-Zonen unterwegs bin, standen zur Auswahl VW Golf, Skoda Oktavia, Opel Astra und Ford Focus. Den Seat Leon hatte ich da noch gar nicht auf dem Schirm.
Der Golf war im Vergleich einfach zu teuer.
Bei einer Probefahrt mit dem Oktavia stellte meine Frau fest, dass die Beifahrer-Kopfstütze wegen der starken Neigung nach vorn (lässt sich auch nicht verstellen) für längere Strecken extrem unbequem ist.
Der Fahrer hätte das gleiche Problem, wenn er während der Fahrt dauerhaft den Kopf dort abstützen würde - macht er aber normalerweise nicht ...
Also Probesitzen bei Golf, Astra und Focus - das gleiche Problem. Die starke Neigung nach vorn sei der Sicherheit geschuldet, so die Äußerung der Verkäufer.
Zufällig sah ich, dass beim Leon die Kopfstützen noch weitgehend neutral stehen und so kam er denn in die engere Auswahl.
Beim Oktavia hatte mich der neue 3-Zylinder wegen des zu erwartenden günstigen Verbrauchs schon fasziniert und ich war ein wenig enttäuscht, dass dieser Motor im November 2016 bei Seat noch nicht im Programm war.
Mit dem 2017er Facelift kam der Motor auch zum Leon - Opel und Ford bieten einen solchen Antrieb schon länger an.
Beim Vergleich der Modelle fiel mir auf, dass es bei Seat offensichtlich Verzögerungen in der Innovation kommt. So gibt es beim Leon keinen elektrisch verstellbaren Fahrersitz mit Memoryfunktion (oder Außenspiegel), die der Oktavia bereits anbietet.
Da ich im Gegensatz zu vielen anderen Forums-Mitgliedern keinen Wert auf Niederquerschnittsreifen lege, war ein weiterer Kompromiss, dass ich, um beim FR die 17"-Räder mit 225/45er-Dimension zu vermeiden, die Ganzjahresreifen 205/50 bestellt habe.
Beim nächsten Reifenwechsel kann ich dann ja auf Sommer- oder Winterreifen dieses Formats wechseln.
Eine weitere Kröte, die zu schlucken war, ist die Heckklappe, die unserem Hund zu schaffen machen wird, da durch die starke Neigung zwangsläufig weniger Platz für ihn da sein wird (Golf und Oktavia sind dort steiler).
Nun, ich denke, das alles passt durchaus hier in diesen Post "Kaufentscheidungen / Kaufempfehlungen" ...
Zum Schluss mal eine Frage "Warum regt sich der Bärminator so über die Zitate auf, wenn doch in jedem kurzen Post immer 70% ungenutzt bleiben ?"
Und zu Allerletzt freue ich mich auf den Leon, auch wenn es erst im Juni sein wird ...