- Qualmende Bremsanlage nach einer Runde Nordschleife am gestrigen Sonntag Beitrag #81
lorddrinkalot
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Wie der hat die Bremsflüssigkeit abgelassen??
Die wird durchgepumpt nix ablassen und dann wieder auffüllen!
Und dann muss jeder Bremssattel einzeln gespühlt werden.
Mit ablassen und auffüllen ist das ned getan!
und hier nochmal was zum einbremsen der neuen Beläge und Scheiben(Fürs nächste mal
):
Die wird durchgepumpt nix ablassen und dann wieder auffüllen!
Und dann muss jeder Bremssattel einzeln gespühlt werden.
Mit ablassen und auffüllen ist das ned getan!
Hier die Vorgehensweise bei einem kompletten Austausch der Bremsflüssigkeit für Fahrzeuge mit ABS, ESP und Schaltgetriebe. Bei Fahrzeugen mit hydraulisch betätigter Kupplung wird diese durch den Bremsflüssigkeitsbehälter durch Bremsflüssigkeit versorgt.
Hier verhält es sich wie bei Scheinwerferwaschanlagen welche mit aus dem Scheibenwischervorratsbehälter gespeist wird, bevor die Hauptfunktion hier die Bremsanlage durch Bremsflüssigkeitsmangel ausfällt ein gewisser Pegelstand unterschritten wird fällt die Kupplung aus. Dies ist auch wichtig bei Undichtigkeit des Kupplungszylinders ist noch genügend Reserve für die Bremsanlage.
Zunächst muss man was zur Bremsflüssigkeit sagen:
Bremsflüssigkeit ist ätzend und hygroskopisch (wasseranziehend) und sollte immer gut verschlossen gelagert werden
Ist Bremsflüssigkeit danebengegangen mit viel Wasser spülen dies gilt auch für Gummiteile (Bremsschläuche) und lackierte Flächen
Sie darf auch nicht mit mineralölhaltigen Flüssigkeiten in Verbindung gebracht werden.
Nach dem Wechsel muss eine ABS geregelte Bremsung zur Kontrolle durchgeführt werden bei dem das pulsieren des Bremspedals spürbar sein muss -> volle Kanne Hoschi
Bremsflüssigkeitsbehälter muss immer ein Minimum haben damit nicht Luftangesaugt werden kann.
Bei kompletten Wechsel oder nach längerer Zeit sauge ich mit einer großen Spritze oder ähnlichen Zubehör den Vorratsbehälter leer und fülle ihn danach mit der neuen Flüssigkeit auf. Dies geschieht ohne Kupplungs- und Bremsbetätigung und stehendem Motor.
Die Kupplung wird an der Kupplungsglocke am Nehmerzylinder entlüftet. Hier sind ca. 100cm³ zum Durchspülen erforderlich. Zur Förderung kann man durch Pumpen mit dem Kupplungspedal oder mit einem Befüllsystem arbeiten.
Bei der weiteren Vorgangsweise startet man den Motor.
Die Vorladepumpe des ESP muss ebenfalls gespült werden. Dazu beginnt man mit dem Bremssattel hinten rechts und öffnet dort das Entlüftungsventil. Vorher jedoch einen Schlauch auf den Nippel aufstecken und diesen in ein Auffangbehältnis stecken. Ich nehme immer einen durchsichtigen Schlauch aus dem Baumarkt.
Zur Entlüftung über VAG-COM das STG 03 (ABS- Bremssystem) wählen und dort die Funktion 04 (Grundeinstellungen) aufrufen. Über die Anzeigegruppe 002 muss die Hydraulikpumpe für 10s angesteuert werden.
Danach nur noch die restlichen Bremszylinder durchspülen. Vorteilhaft ist wenn die vorherige Bremsflüssigkeit eine andere Farbe hat. Ansonsten gilt ca. 250cm³ pro Bremssattel für den Austausch. Bei dem Pumpen mit dem Pedal ist darauf zu achten das der Entlüftungsnippel bei durchgetretenem Pedal erfolgt und erst nach dem Verschließen das Pedal losgelassen wird. Die Bremsflüssigkeit wird beim Loslassen sonst etwas zurückgezogen.
Der Leerweg am Bremspedal soll nach dem Wechsel max 1/3 des Gesamtweges sein
Die Reihenfolge bei Entlüftung oder Wechsel sollte sein:
1 - Bremssattel hinten rechts
2 - Bremssattel hinten links
3 - Bremssattel vorne rechts
4 - Bremssattel vorne links
2 Liter sind für das Gesamtsystem ausreichend. Der Pegel im Bremsvorratsbehälter darf den Anschlußstutzen für die hydraulische Kupplung nicht unterschreiten.
Pedalpumpen verwendet auch Audi in seiner Anweisung zum Bremsflüssigkeitswechsel
und hier nochmal was zum einbremsen der neuen Beläge und Scheiben(Fürs nächste mal
Hier mal eine Info der Quattro GmbH über das Einfahren (Einbremsen) ihrer Bremsenkomponenten. Sie ist ausgestellt für den RS4 können aber mit Sicherheit auch auf die Porschebremsanlage und andere übertragen werden:
1. Einschleifen der Reibpartner:
- ca. 50 mittlere Bremsungen (ca. 20-25% Verzögerung) von 80km/h auf 20km/h.
- zwischen den Bremsungen je eine Minute Abkühlfahrt mit ca. 80km/h.
2. Schaffung eines temperaturstabilen Reibwertes der Bremsbeläge
- 5 aufeinanderfolgende Vollbremsungen von 100 auf 0 km/h, dazwischen maximale Beschleunigung (Erreichen der Fadingtemperatur)
- 10 MInuten Abkühlfahrt (ungebremst) mit etwa 80km/h
- 3 Vollbremsungen (Reinigungsbremsungen) von 100 auf 0 km/h, dazwischen je 3 Minuten Akühlfahrt mit etwa 80 km/h.