Habe den Seat Händler gestern auch gefragt ob man wirklich das teure 5W30 Longlife Öl nehmen muss oder ob man da nicht was umstellen kann aber das verneinte er.
Selbstverständlich darfst du deinen 1.8 TSI auch auf Festintervall umstellen lassen und dann ein Öl nach VW 502 00 fahren. Die Garantie bleibt damit selbstverständlich erhalten, solange es nur sauber dokumentiert ist. Das muss doch so auch im Serviceheft und in der BDA stehen.
Die Frage ist nur, macht es auch Sinn? Denn auch wenn es wieder und wieder behauptet wird, Longlife-III-Öl (VW 504 00/507 00) ist
NICHT teuer. Es ist auch keine
"Plörre". Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall bei LL III bleiben, und es sogar schon nach exakt 12 Monaten wechseln lassen, und zwar immer im Frühjahr. Warum das sinnvoll ist wurde hier auf den vergangenen Seiten mehrfach erklärt, auch schon von meiner Wenigkeit.
Gutes LL Öl kostet max. 8 Euro Liter. Bei deinem Fahrprofil solltest du aber froh sein, dass dich dein Wagen zum Öl-Wechsel geschickt hat. Bei deinem Fahrprofil dürfte es schon mehr als tot sein.
Im Prinzip richtig. Die LL-Intervalle sind auf keinen Fall zu kurz. Im Gegenteil, sonst meckert doch alle Welt immer, die Intervalle wären viel zu lang. Wenn man nur kurze Strecken fährt und der Motor somit kaum warm wird, dann sollte man froh sein, dass man daran erinnert wird, dieses vermutlich von Kraftstoffeintrag belastete Öl endlich wechseln zu lassen.
Wie man seine Ölwechselkosten signifikant senkt, das wurde nun auch schon oft genug gesagt. Kurzum: Eine Werkstatt suchen, die selbst mitgebrachtes Öl akzeptiert, und das Öl im freien Teilehandel oder im Internet kaufen. Ganz einfach. Welche Longlife-III-Öle (VW 504 00/507 00) ich für besonders empfehlenswert halte habe ich einige Beiträge vorher ja auch schon erwähnt, und auch, dass man mit keinem Öl dieser Spezifikation etwas wirklich falsch machen kann.
Meiner, ein 2.0 TSI und damit ein sehr enger Verwandter des 1.8 TSI, pendelt irgendwo zwischen 25.000 und 26.000 km für das Ölwechselintervall**. Das ist so bei gemischter Nutzung - kurze, mittlere und längere Strecken. Über die 100°C Öltemperatur komme ich aber im Sommer praktisch immer. Im Winter bleibt er meist zwischen 95° und 98°C "hängen", und kürzere Strecken bedeutet dann leider noch weniger. Wenn aber jemand nur selten diese Temperaturen erreicht, dann werden "Kondensationsprodukte" aus Wasser und Kraftstoff sich unweigerlich im Öl anreichern, was nicht nur die Schmierung beeinträchtigt, sondern auch die Oxidation des Öls beschleunigt. Das ist natürlich wie beschrieben über den Winter ein weitaus größeres Problem als im Sommer, und deshalb gehört das Öl
nach dem Winter raus.
** wobei ich trotzdem bei der Hälfte einen freiwilligen Zwischenölwechsel einlege