Ich will euch nicht die Freude nehmen an euren 60 000km Intervallen, aber es gibt einen Punkt, der die Thematik Öl massiv verschärft hat und den hier scheinbar keiner bedacht hat.
Wer von euch hatte damals einen Turbogeladenen Direkteinspritzer? Ich denke keiner! Aber genau diese Technologie hat mit ihren Vorteilen auch Probleme geschaffen, nämlich massive Ölverdünnung. Diese ist messbar und nachweißbar. Mit der Direkteispritzung kam auch das Problem der verkokten Einlassventile, deshalb hat man verzweifelt Ascharme Öle entwickelt, die das Problem nur weiter nach hinten verlagert haben.
Beim EA888 Gen 3 haben wir in Europa (in USA dagegen nicht) den Vorteil, dass die Fahrzeuge noch zusätzlich eine Saugrohreinspritzung besitzen, dadurch verkoken wenigstens nicht mehr die Einlassventile. Das Problem der Ölverdünnung ist aber nach wie vor gegeben.
Deshalb mein Appell an Alle, lasst es bei einem aufgeladenen Direkteinspritzer bitte bleiben mit den 60k Intervallen.
Es ist keine Wissenschaft, Benzin im Öl ist ganz übel, denn es nimmt die schmierenden Eigenschaften, dass sollte jedem Laien auch bewusst sein. Viele freuen sich auch über ihren nicht vorhandenen Ölverbrauch bei Kurztreckenbetrieb, schauen dann aber dumm aus der Wäsche, wenn nach einer ausgiebigen Autobahntour der Ölmesstab trocken ist, blöd wenn mehr Benzin als Öl im Kreislauf war...
Konstruktionsbedingt hat jeder Motor einen gewissen Ölverbrauch. Keinen Ölverbrauch gibt es nicht, es ist eher ein Zeichen dafür, dass sich im Öl etwas ansammelt, z.B. Kondensat oder Benzin!
Wer viel Kurzstrecke fährt, sollte auf Festinterval umsteigen, hier verdünnt nämlich das Öl noch schneller. Ein gutes bewährtes 5W40 von Addinol ist völlig ausreichend und noch dazu sehr günstig im Einkauf.