AW: MJ2017 ab wann kommen Infos?
Naja, ob ich das ausgereifte DQ250 unbedingt gegen ein neues DQ381 eintauschen wollen würde... ich weiß nicht ?( bisher hat der VW-Konzern bei seinen DSG's meist ein paar Jahre gebraucht, bis diese fehlerfrei waren. Zumal ich auf die bulgarische Preisliste jetzt nicht sooooviel geben würde.
DSGs.
Dass VW bisher immer einige Jahre gebraucht hat, bis die Getriebe fehlerfrei waren, das kann man so nicht sagen.
Abgesehen von den Audi-DKGs für den Längseinbau sind die DSGs in folgender Reihenfolge erschienen:
1. DQ250: allererstes Getriebe dieser Art in Großserie, trotzdem keine auffällig hohe Zahl an Problemen (was nicht heißt, dass es überhaupt keine gab)
2. DQ200: Sparversion des DQ250 mit Trockenkupplung (Ölpumpe entfällt), anderer Kupplungsbetätigung (per Gestänge anstatt rein hydraulisch) und weiteren Einsparungen; erster Gang ist extrem kurz übersetzt und als reiner Anfahrgang ausgelegt um die Anfahrkupplung K1 weniger zu belasten; Hitzeprobleme entstehen durch häufiges schleifen der Kupplung K2 bei niedrigen Geschwindigkeiten im 2. Gang; unpräzise Kupplungsansteuerung per Gestänge führt darüber hinaus oft zu Komfortproblemen; thermische Probleme werden oft als Ursache für eine langfristige Schädigung der Mechatronik genannt
3. DQ500: baut auf DQ250 auf, seit Markteinführung keine nennenswerten Probleme
4. DQ380/DQ381: ersetzt in China das anfällige DQ200 (welches dort und in Australien offenbar besonders häufig mit Probleme zu kämpfen hatte) und baut ebenfalls auf den zuverlässigen DQ250/DQ500 auf
Und nun verhält es sich ja nicht so, dass VW alles über den Haufen wirft und von vorne anfängt. Das DQ381 baut auf seinen Vorgängern auf, die mittlerweile äußerst zuverlässig laufen. Ich würde da mal mit einem von Anfang an relativ zuverlässigen Getriebe rechnen. In China scheint es keine großen Probleme zu geben, und gerade dort stellt der Verkehr sehr hohe Anforderungen an ein DKG. Was in China zuverlässig läuft, macht hier erst Recht keine Probleme.
Die Zeitschrift Auto Bild rät bei ihrem Golf 7 Gebrauchtwagen Test vom DSG generell ab, unabhängig von der Motorisierung. Anscheinend gibt es doch einige Fahrer die damit auf längere Sicht Probleme haben.
Man braucht der Auto Bild nicht alles zu glauben, aber wenn die ansonsten so stark affine VW-Zeitschrift so etwas schreibt, sollte das einen stutzig machen.
Wieso sollte man generell vom DSG abraten, wenn doch zwei völlig verschiedene Typen im Golf 7 verbaut werden, die sich im Hinblick auf die Zuverlässigkeitsstatistik maßgeblich unterscheiden? Das macht überhaupt keinen Sinn. Wenn man vom DQ250 abrät, dann nur mit dem Hinweis auf die zusätzliche Kosten. Aber dann kann man direkt von jeder Sonderausstattung abraten. Für was der Käufer bereit ist Geld auszugeben, das muss man ihn schon selbst entscheiden lassen. Da lass ich mich von der Auto Bild nicht an die Leine nehmen. Und was ist überhaupt die Alternative zum DQ250? Glaubst du das Handschaltgetriebe ist zuverlässiger? Mit Sicherheit nicht, denn es hat eine weniger robuste Kupplung, die nicht durch Öl gekühlt wird, und ist nicht immun gegen Fehlbedienung (was Auswirkungen über das Getriebe hinaus haben kann). Dafür ist der Handschalter aus technischer Sicht weniger komplex. Das nimmt sich gar nichts.