Leon 4 (2020)

Diskutiere Leon 4 (2020) im Allgemein Forum im Bereich Der Leon 4; Ich bin da (teilweise) absolut bei dir das gewisse interne Problematiken (z.B. in Bezug auf die Produktion) nicht unbedingt bei belanglosen...
tom84

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Ich bin da (teilweise) absolut bei dir das gewisse interne Problematiken (z.B. in Bezug auf die Produktion) nicht unbedingt bei belanglosen
Dingen in die Breite der Öffentlichkeit getragen werden müssen. Nur wenn es dann doch mal rauskommt, dann braucht man das auch nicht schönreden oder irgendwie versuchen zu beschwichtigen.

Auch deinen jetzigen Post weiß ich nicht ganz einzuordnen. Es scheint dich mehr zu stören das darüber geredet wird (bzw. jemand internes darüber geplaudert hat), als dass du wirklich ernsthaft auf die aktuell vorhandenen Qualitätsprobleme eingehen willst.
 
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CU111

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bzw. jemand internes darüber geplaudert hat
Geplaudert? Viel zu freundlich. Wenn der ausfindig gemacht wird ist er in der nächsten Sekunde seinen Arbeitsplatz los. So schnell kann der gar nicht gucken. Und seine Betriebsrente ist damit auch weg. Besser ist das.

Das es Probleme gibt ist nun gar nix Neues, schon länger bekannt, auch beim ID.3. Ging genug durch die Medien.

Es stellt sich eher die Frage was davon noch beim Kunden ankommt und ob das noch im üblichen Rahmen ist wie bei anderen Modellen.

Beim ID.3 ist entweder miserabel programmiert oder die Anforderungen übersteigen die Leistungsfähigkeit der Hardware. Letzteres wäre mehr als bitter, und sehr teuer wenn einer der Rechner irgendwann ausgetauscht werden muss. D, oder EU, ist bei IT nicht in der ersten Liga. Ob da das viele Personal hilft ist fraglich. Es bleibt spannend.
Tostmann, Mitglied im Markenvorstand, vorher bei SEAT gewesen, wird besonders schwere Zeiten haben. Denn es ist sein direkter Verantwortungsbereich.

Das Onkel Herbert hohe Ansprüche stellt, den Laden von links auf rechts drehen will und muss, ist in dem Umfeld, und bei dem Gegenspieler ganz besonders, ein mehr als anspruchsvoller Job. Im Grunde fast unmöglich und fast nicht zu 'gewinnen'.
Aber es war da schon immer so. Kaum wird es mal schwieriger wird rumgeheult. In der Form gibt es das nirgends. Bei der ausgeprägten Arbeitnehmermacht auch kein Wunder. Vielleicht gibt es auch noch zu viele die dem Martin und dem Ferdinand hinterher trauern.
 
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Geplaudert? Viel zu freundlich. Wenn der ausfindig gemacht wird ist er in der nächsten Sekunde seinen Arbeitsplatz los. So schnell kann der gar nicht gucken. Und seine Betriebsrente ist damit auch weg. Besser ist das.
Jetzt sollen wieder irgendwelche Whisteblower zur Rechenschaft gezogen werden, während die Manager, welche für diese eklatanten Probleme die Verantwortung tragen, ungeschoren bleiben? Tut mir leid, aber dafür habe ich kein Verständnis mehr, insbesondere wenn ein Manager eines Konzerns, der zuletzt Milliardengewinne eingefahren hat, in den Tagesthemen den Verzicht auf die Ausschüttung von Dividenden als "letztes Mittel" bezeichnet, während er gleichzeitig Geld vom Staat fordert und seine Branche als die einzige darstellt, die Wertschöpfungsketten in Gang setzt. Besser wäre es, wenn an dieser Stelle endlich mal eine Rückkehr zu guten Sitten stattfände, sofern es die in dieser Branche jemals gegeben hat.
 
Richy1981

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Das Onkel Herbert hohe Ansprüche stellt, den Laden von links auf rechts drehen will und muss, ist in dem Umfeld, und bei dem Gegenspieler ganz besonders, ein mehr als anspruchsvoller Job. Im Grunde fast unmöglich und fast nicht zu 'gewinnen'.
Aber es war da schon immer so. Kaum wird es mal schwieriger wird rumgeheult. In der Form gibt es das nirgends. Bei der ausgeprägten Arbeitnehmermacht auch kein Wunder. Vielleicht gibt es auch noch zu viele die dem Martin und dem Ferdinand hinterher trauern.
Für mich stellt sich immer die Frage, ob das von Links auf rechts drehen, so arten muss. Es ist für mich als Außenstehender nur schwer zu verstehen, dass man im Konzern Golf, Leon, A3, Oktavia, und ID.3 kurz hinterheinader auf den Markt wirft. So schafft man sich nur selbst Druck. Den die Vermeidung mögliche Strafzahlungen der EU hin oder her, wenn man dadurch zu früh das Produkt auf den Markt wirft und damit dann Schiffbruch, erleidet hat man gleich doppelt verloren. Es kaufen doch viel weniger leute ein Auto, wenn erst mal durch alle großen Zeitschriften die Schlagzeilen wandern, dass das Produkt Murks ist.
Es wird für Marketing/Kommunikation doch sonst so viel Geld in die Hand genommen, nur hier versagt es für mich grad enorm. Und Diess in allen Ehren, aber grad fährt er den Laden mit seinen Aussagen und seinem handeln etwas zu schnell und das kan schnell in der Wand enden.
Der Weg, den VW mit der Software geht, ist richtig gewesen. Die Geschwindigkeit und die zurzeit nach außen dringende Umsetzung, lässt aber enorm zweifeln.
 
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Richy1981

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Natürlich kamen die immer zusammen....aber nicht so extrem nah beinander und erst Recht nicht, wenn eine vollkommen neue Elektronikbasis vorhanden ist. Ich finde das kann und sollte man auch nicht vergleichen. Wir reden hier nicht von einem kleinen Update oder Neuerung, sondern von einen Betriebssystem. Wenn ich lese, dass man in etwa 10 mal so viele Zeilen an Code für den Golf 8 als beim Golf 7 braucht, weil zum einen jetzt alles nicht mehr über den Can-BUS geht (was auch gut so ist) und dieser ganze Steuergerätewahnsinn langsam ein Ende nimmt und die Hälfte des Codes nur zur Absicherung von Außen gebraucht wird, dann zeigt das, dass wir hier eben keine 0815-Sache haben, sondern etwas ziemlich heftiges. Das braucht nun mal zeit. Warum bricht man das dann übers Knie und bringt nicht nur die 4 Kompakten fast gleichzeitig auf den Markt, sondern auch noch einen ID.3, der auch nochmal so viel neue Software braucht? Sowas nenne ich schuss ins eigene Knie und Selbstüberschätzung!
 
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Black_8_ball

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Marktanteile? Ich glaube der VW Konzern kann es sich nicht erlauben, seine Produktaktualisierungen zu verschieben. Der Markt schläft nicht und hat neue Fahrzeuge an den Start gebracht. Da ist VW schon fast ein bisschen spät dran.

Edit/Nachtrag: Das Thema Software wird leider immer wieder massiv unterschätzt. Vor allem von den eher fachfremden Unternehmen. Ich zähle VW da eher zu den Blechbiegern und produzieredem Gewerbe. Software hat da noch keinen ausgeprägten Stellenwert. Das muss man gerade in der Führungsetage langsam und ausdauernd einmassieren. Vor allem das exessive Testen ist notwendig aber richtig teuer. Da wird dann gerne mal eine Abkürzung genommen. Der Bumerang ist "vorprogrammiert".
 
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Ecke

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Ja das Thema ausgereifte, ungetestete Software mussten auch Boeing, die FAA und vor allem über 300 Familien schmerzhaft lernen.

Ich verstehe auch nicht, warum man nicht den Leon (der ja schon länger "fertig" war) als erstes hat starten lassen um dann mit dem Golf in erfahrenem Terrain gestartet wäre. Zumal der Leon jüngeres und somit leidensfähigeres bzw. verzeihenderes Publikum anspricht als der Golf.
 
tom84

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Marktanteile? Ich glaube der VW Konzern kann es sich nicht erlauben, seine Produktaktualisierungen zu verschieben. Der Markt schläft nicht und hat neue Fahrzeuge an den Start gebracht. Da ist VW schon fast ein bisschen spät dran.
Den 5F hätten sie locker noch 2-3 Jahre verkaufen können ohne das die Absatzzahlen nennenswert nach unten gegangen wären. Die Konkurenz hat als Gesamtpaket betrachtet nämlich (leider) auch nicht viel mehr zu bieten.
 

Black_8_ball

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Ja, beim 5F gebe ich dir Recht. Hier wäre eine Verzögerung nicht so problematisch. Vor allem beim Audi A3 sehe ich das schon als kritisch an. Die direkten Konkurenten haben alle schon geliefert. Der Golf ist do wohl in der Mitte zwischen A3 und Leon/Octavia.
 

griwer

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@Ecke Der Boeing-Vergleich hinkt. Sehr stark. Avionik Software mit KFZ-Software zu vergleichen wäre nicht Äpfel mit Birnen vergleichen sondern eher einen Kühlschrank mit einer Kuh. Vor allem der Punkt "ungetestet". Alleine schon das entsprechende Zulassungsprozedere ist in keinster Weise vergleichbar. Vor allem so lange niemand definitiv sagen kann woran es lag, sollte man den Ball flach halten. Nur mal als Gegenbeispiel: In der F1 hörte man früher öfter mal als Ausfallgrund Elektronikprobleme. Auch wenn ein Pleuel aus dem Block schaute. Warum? Weil natürlich ein Benz-, Ferrari- oder Renaultmotor keinesfalls einen Motorschaden haben kann ;-)
Ach ja, die FAA ist eine reine "Aufsichtsbehörde". Die haben mit Boeing nichts zu tun. Außer beide Amiland.
 
Ecke

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@griwer Ich wäre schon der Meinung gewesen, dass die FAA die Zulassung der MAX durchgewunken hat ohne hinreichend selbst zu prüfen. So habe ich das zumindest in verschiedenen Dokus verstanden. Aber da bin ich tatsächlich kein Spezialist und habe evtl. etwas falsch verstanden.

Ansonsten kann man Äpfel und Birnen schon vergleichen. Auch Flugzeuge haben früher nur manuell funktioniert bis immer mehr Software Einzug gehalten hat. In Autos ist genau das auch im Moment der Fall, zur Mechanik gesellt sich mehr und mehr Software. Spätestens wenn man über Level 4 oder 5 Autonomie redet, wird es auch sicherheitsrelevant und bekommt einen anderen Beigeschmack.

Da müssen alteingesessene Automobildinosaurierer neue Prozesse und Denkweisen lernen. Im besten Fall geschieht dies im Vorfeld und nicht erst beim Kunden. Man stelle sich vor ein ACC , TravrlAssist oder sonstiges ist unzureichend getestet/abgesichert und kracht in ein anderes Auto...
 

Black_8_ball

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"Fakultät 73 - Werde Software-Entwickler. Bei Volkswagen. In nur zwei Jahren."
Und die suchen nicht ernsthaft Studienabbrecher?

Bei diesen Signalen liegt es dann wohl doch eher am Kopf. Denn der legt ja diese Kriterien fest.

VW-Labs:
z.B. "Digital:Lab Berlin" Gründung in 2015. Kümmert sich um IT Themen abseits des Autos.

Car.Software-Organisation. :
Nicht mehr als eine geschickte Auslagerung der Software-Abteilung in eine eigene Organisation. Anfang 2020 gestartet. Abwarten was daraus wird.

Das große Problem in der Software-Branche ist, dass du die Guten auch sehr gut bezahlen musst, sonst wandern sie entweder aus, oder kommen erst gar nicht hier her. Es gibt bessere Unternehemen als VW in diesem Umfeld.

Edit: Versehentlich zu früh abgeschickt, daher der Edit zur Vervollständigung.
 
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Richy1981

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Und ein Unternehmen muss auch wachsen. es hilft nicht ein haufen - selbst wenns gute Programmierer sind - in einen Raum zu stopfen und im Nu kommt was raus und läuft hervorragend. Und dann sucht man sich dafür dann gleich die Modellreihe aus, welche mit Abstand am meisten Stückzahl hat...
Das ist eigentlich das, was ich zurzeit am meisten - quer durch alle Branchen - beklage und absolut nicht verstehe, dass man nicht mit Voraus/Weitsicht arbeiten kann, sondern eher auf letzte Naht oder gleich zum scheitern verurteilt.
Solange aber Aktionäre und deren Dividende das sind, was am meisten zählt, wirds aber wohl immer schlimmer werden. :rolleyes:
 
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Ich schrieb Labs, also Mehrzahl.😉
Digital-Labs: Wo Volkswagen zum Apple-Konkurrenten werden will - Handelsblatt

Die neue Org bündelt vorhandenes.
Volkswagen stärkt Software-Organisation

Und die Fakultät mit der interessanten Zahl bildet aus, es gibt halt zu wenige. Daher ist man selbst tätig geworden. Die Bewerbezahl soll höher sein als vorhandene Kapazitäten.

Ob das alles Früchte trägt, über alle Marken hinweg, weiß man eh erst in der Zukunft. Hinterher ist man ja immer schlauer. Nix machen wäre die schlechteste Idee.
 
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Black_8_ball

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Genau lesen. Ich schrieb bei VW-Labs: "z.B." Also nur als Beispiel für möglicherweise noch mehr von diesen Laboren.

Natürlich muss man etwas tun. Das streite ich nicht ab. Allerdings muss man dafür nicht nur die Shareholder glücklich machen. Das kapieren die deutschen Großkonzerne aber nicht. Daher gibt es keinen (internationalen) Nachwuchs in deutschen Unternehmen. Das merkt man meiner Meinung nach auch an der Innovationskraft und Time-To-Market. Wenn Deutschland wach wird ist in Asien und Nordamerika der Drops schon gelutscht.
 
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Ich schrieb Labs, also Mehrzahl.😉
Digital-Labs: Wo Volkswagen zum Apple-Konkurrenten werden will - Handelsblatt

Die neue Org bündelt vorhandenes.
Volkswagen stärkt Software-Organisation

Und die Fakultät mit der interessanten Zahl bildet aus, es gibt halt zu wenige. Daher ist man selbst tätig geworden. Die Bewerbezahl soll höher sein als vorhandene Kapazitäten.

Ob das alles Früchte trägt, über alle Marken hinweg, weiß man eh erst in der Zukunft. Hinterher ist man ja immer schlauer. Nix machen wäre die schlechteste Idee.
Was nützt es denn, wenn man agile Entwickler-Labs gründet und die Schnittstelle in den Konzern nicht entsprechend aufstellt? Große börsennotierte Unternehmen haben das Wunschdenken, mit ihren sog. Start-Up-ähnlichen Töchtern agil zu sein. Spätestens an der Schnittstelle zum Konzern hapert es aber daran, dass sie letztendlich wieder in die Konzernstruktur eingebettet sind. Dann hört es mit der Agilität auf und all die "tollen" Entwicklungen scheitern an Entscheidungsträgern, Ingenieuren und Controllern. Ein traditionsorientierter Konzern kann keine Agilität und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Vieles bleibt dann auf der Strecke und die Entwickler werden sich anders orientieren. Wer meint, dass deutsche Konzerne den Vorsprung von Google etc. einholen kann, der träumt.
 
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