Original von Prof. Xavier
Wenn alle so denken würden wie der Großteil hier, dann würde kein Porsche mehr mit der normalen Bremsanlage rumfahren, alle würden die knapp 8000¬ teure Keramik-Bremse kaufen.
Dazu kann man nur sagen, dass sich die meißten Werkstattaufenthalte bei Porschefahrzeugen auf eine zu untertourige Fahrweise zurückführen lassen. :baby: (Hab ich mal gelesen.)
Außerdem ist die Brembodiskussion eine arg müßige. Das ist jetzt bestimmt schon der 6. Thread mit einer derart langen Debatte. Wer noch nicht beide ausgiebig getestet hat, sollte echt einfach mal .d.F.h...
Aber neben Verweisen auf meine anderen Posts in genannten Threads, brichts dann doch wieder aus mir heraus... Ich will damit die V6-Bremse nicht niedermachen, ich durfte sie bis jetzt noch nicht testen, daher auch mein Fazit.
Ich kann zur Brembo nur soviel sagen: Es ist meine erste 4-Kolben-Bremse gesesen. Meine Erwartungen wurden eigentlich erfüllt. Einen kürzeren Bremsweg hatte ich nie (realistischerweise) erwartet. Sie könnte für meine Verhältnisse höchstens noch ein klein wenig mehr wegstecken können. Wenn sie aber nach ~30-45 min- Hatz durch den Taunus merklich gestresster wird, merkt man das nur am Pedalgefühl. Es wird noch ein wenig härter, bremsen tut sie allerdings nicht schlechter. Ganz im Gegensatz zu sämtlichen 2-Koblen-"normal"-Bremsen, die mir bis jetzt untergekommen sind. Die haben auch gebremst, so ist's nicht. Die haben auch schon mal öfters hintereinander gebremst (wenn auch keine 45 min.). Aber wenn bei denen Schicht im Schacht war, dann richtig: Da konnte man das Pedal bis zu den Scheinwerfern treten - da kam nichts mehr. Anhalten war dann auch schlecht, wenn man nicht in einer Rauchwolke verschwinden wollte. Die waren zwar nach 3-4 mal voller Qualm-Dröhnung ausgegast, was sich auch auf die Fading-Eigenschaften positiv ausgewirkt hat, aber dass sie schlagartig nichts mehr von sich gegeben haben blieb. Die kleine Brembo habe ich indes noch nicht zum Qualmen gebracht, auch wenn ich es mal drauf anlege... Dadurch, dass es sich langsamer ankündigt, wenn sie fertig wird, kann ich mich einfach besser auf sie verlassen.
Wer Bemswege als Vergleichsmaßstab heranzieht, dem brauche ich zum Thema Dosierbarkeit wohl nichts zu sagen. Nur soviel: Brems mal mit ner 2-Kolben-Anlage gezielt so kurz vor den ABS-Regelbereich, dass schon einige % Schlupf auftreten.

Wer über den Verschleiß jammert, bei dem bin ich mir nicht sicher, ob ein
R selbst als light das richtige Auto ist. Gut, meine waren auch nach ~20tkm runter. Aber wenn ich ehrlich bin, weiß ich auch woher. Gerade solche Späße wie 240-120 km/h sind zwar irre beeindruckend, machen die Beläge aber auch irre fertig. Sowas habe ich übrigens auch mit aktueller 2-Kolben-"normal"-Technik in ähnlich motorisierten Fahrzeugen noch nicht erlebt (, unabhängig davon, dass das dann selbstverständlich mit ABS einherging...), was aber auch ein wenig am Gewicht leigen kann. Allerdings kostet die extra Portion Beläge auf 100 tkm gerade mal zwei Reifen extra. (Den Reifenverschleiß hätte ich nach Erfahrungen mit ähnlichen Reifenqualitäten auf einem 90PS-Alfa generell höher eingeschätzt !)
-> Wer aber auf der bergigen Landstraße nicht wirklich oft und gerne mal abgeht und die Leistung hauptsächlich für die Autobahn will, für den stellt die "normale" Bremse bestimmt eine Alternative dar. (Wie diese Statement nach einem persönlich Test meinerseits aussieht -> ? ) Allerdings sollte man sich dabei vielleicht nach einem anderen Motor umsehen; für lange Topspeed-Attacken ist meiner Meinung nach ein 1.8t (zumindest bis zum K04-Lader) nicht gebaut.