Darf man fragen warum? Also was ist so schlecht daran auf Festintervall umzustellen/umzucodieren?
Daran ist nichts schlecht, überhaupt nicht. Es war vielleicht missverständlich ausgedrückt.
Wer Festintervall fahren möchte, der soll das gerne tun. Er ist dann allerdings an den jährlichen Besuch (bzw. nach 15.000 km) beim Seat-Partner gebunden, sofern er noch auf Garantie oder Kulanz wert legt. Ein Vorteil kann sein, dass man dann die Wahl hat zwischen einem Öl nach VW 502 00 und einem 504 00 (gilt nur für Benziner, die TDI bleiben auch im FI bei 507 00). Da die 504er ja nicht schlecht sind kann man sie auch sehr gut in kürzeren Intervallen einsetzen. Es spricht sogar einiges dafür. Gleichzeitig eröffnet einem die Möglichkeit, auch 502er zu nutzen, aber noch mehr Auswahl, bspw. um auch etwas speziellere Wünsche umzusetzen (deshalb hatte ich das RUP genannt). Das geht halt nur mit festem Intervall.
Ich versuche es mal so zu sagen, ich bleibe bis auf weiteres beim flexiblen Intervall, und zwar aus folgenden Beweggründen:
- ich muss nur etwa alle 25.000 km zum (teureren) offiziellen Ölwechsel
- ich kann zwischendurch selbst einen ÖW durchführen, und das ist erheblich preiswerter
- ich habe kein Problem damit, ein Öl nach VW 504 00 einzusetzen
- ich muss keine Diskussionen mit dem Serviceberater führen
- keine Diskussionen bei einem späteren Verkauf
- es bleiben auch die Inspektionsintervalle wie gehabt
- ein ÖW-Intervall von etwa 12.500 km ist mir sympathisch
Tja, Vertagswerkstätten. Ich stehe nicht auf Kriegsfuß mit unserem Serviceberater, ganz im Gegenteil. Aber das soll auch so bleiben, und ich habe anderswo auch schon weniger gute Erfahrungen gemacht. Ich will da halt nicht öfter als unbedingt nötig hin. Meine Erfahrung ist, dass ein Auto durch häufigere Aufenthalte in Werkstätten nicht unbedingt besser wird. Gar nicht zu reden vom Zeitaufwand; machmal muss man zwei Wochen vorher einen Termin machen; mal kurz vorbeifahren ist nicht. Auf eine Hebebühne kann ich dagegen spontan. Ich muss auch mein Altöl nicht selbst entsorgen, das bleibt da. Total easy. Und bei dieser Gelegenheit kann ich gleich den saisonalen Radwechsel erledigen oder vo/hi durchwechseln, eine Sichtkontrolle von Unterboden, Fahrwerk, Bremse und Reifen durchführen und so weiter und so fort. Das trifft sicherlich nicht auf jeden zu, zugegeben.
Die Seite mit dem Normenvergleich geht ja schon mal in die richtige Richtung.
Es freut mich ungemein, dafür deinen Segen erteilt zu bekommen.
Die Zeigt aber auch gleich das die 50200 "schlechter" als die 50400 ist und das PSA Öl sehr nahe an der 50400
Das war aber eigentlich nie die Frage. Selbstverständlich ist die 504 00 strenger als die 502 00, und auch als die 502 00 in Kombination mit 505 01 (PD!). Ich sage genau das die ganze Zeit.
Allerdings sagt die Norm nichts über die Unterschiede zwischen den hunderten (!!) Ölen mit diesen Freigaben aus, denn - wie auch schon festgestellt - legt eine Norm lediglich ein Mindestmaß an Qualität fest. Glücklicherweise gibt es durchaus genug Öle, die alle diese VW-Normen übertreffen.
Zum erreichen der VW Norm sind zweifelsfrei Prüfstände erforderlich: z.B. VW PV 5106 Nocken- und Stößelverschleißtest.
Das mag durchaus so sein, nur wissen wir noch nicht, ob es auch teure Dauererprobungen auf richtigen Motorenprüfständen sein müssen. Außerdem ist es eigentlich auch ziemlich egal. Ich verkaufe kein Öl und ersuche VW nicht um eine Freigabe. Frag doch bei VW an, wenn es dich brennend interessiert.
Wieviel besser nun ein Öl im Vergleich zur VW Norm ist lässt sich anhand von ein paar wenigen Kennwerten nicht sagen.Dazu müssen die teuren Prüfstandstest durchgeführt werden.
Sein wir doch mal ehrlich. Bislang weiß du doch gar nicht, welche Daten sich aus Ölanalysen herauslesen lassen, weil du schlichtweg noch nie auch nur eine einzige Analyse gelesen hast. Ich liege damit richtig, oder nicht? Es ist überhaupt nicht böse gemeint, aber irgendwie werden wir niemals weiterkommen, wenn du gar nicht weißt, worum es überhaupt geht.
Du behauptest, niemand, selbst ein Maschinenbauer nicht, könne aus Datenblättern + Sicherheitsdatenböättern + Frischölanalysen + Gebrauchtölanalysen etwas Wertvolles ableiten. Ich behaupte, das kann er sehr wohl. So kommen wir nie weiter. Nur habe ich das studiert und mich mit Tribologie befasst, auch etwas Plan von Chemie und habe damit auch beruflich zu tun. Und dann frage ich mich, was ist das Problem? Und wo ist der Wert für mich, gegen eine Wand anzureden? Ja, ich weiß, mit Wänden kennst du dich viel besser aus.
Es kann sein das z.B. die Scherbelastung bei hoher Temperatur verbessert werden kann. Das allein reicht nicht damit der Verschleiß geringer wird
(VW PV 1481 Test zur Bewertung von Einlassventilablagerungen bei direkteinspritzenden Ottomotoren.)
Welche Herstellernormen abgedeckt werden ist deshalb ein entscheidender Faktor in einem jeden Datenblatt. Lies doch mal eins.