Löwe als Beschäftigungstherapie beim Reifenhändler
Ich war diese Woche beim Reifenhändler, um die Sommerreifen auflegen zu lassen. Ich habe dann einen alten Freund getroffen und die Jungs ein paar Minuten aus den Augen gelassen.
Da zwischen Schweller und Hebebühne nur ein Finger breit Luft war, hat der Monteur hatte wohl gemeint, wenn er die Kappen raus nimmt, kommt er besser dran um die Gummiquader drunter zu legen.
Als ich zurück in die Werkstatt kam, waren zwei Monteure dabei mit Schraubenziehern an der Kappe vorne rechts rum zu drücken, damit sie wieder einrastet. Ich habe sie sofort gestoppt, bevor ein abrutschender Schraubenzieher Schrammen machen konnte. Die haben richtig erleichtert geschaut, als ich ihnen gesagt habe, sie sollen die Kappen einfach reinhängen, damit ich von der Hebebühne fahren kann. Da sagt der eine zu mir: "Die anderen waren schon schwer zu montieren, aber die hier kriegen wir wirklich nicht rein." Panik! Ich fahre den Löwen von der Hebebühne und untersuche als erstes die Schweller auf Kratzer. Nochmal Glück gehabt.
Allerdings war von den drei Kappen, die sie schon montiert hatten, keine richtig eingerastet. Mit ein paar gezielten Hieben mit dem Gummihammer habe ich die Kappen dann auf dem Hof montiert. Wie DBA sagt, oben festhalten und von unten mit Gefühl draufhauen.
(Alte Mechanikerregel: Wenn es klemmt, wende Gewalt an. Wenn es bricht, hätte es sowieso ersetzt werden müssen.

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Die haben länger an den Kappen rumgedoktort, als sie für das Wechseln der vier Räder gebraucht haben. Die Jungs haben die Lektion bestimmt gelernt, beim nächsten Löwen bleiben die Kappen wohl drauf. Der Monteur, der im letzten Herbst die Winterreifen aufgelegt hat, kannte den Löwen wohl schon, er hat die Kappen nicht raus genommen.

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