- Bremsscheiben und Beläge kaufen, PR-Nummern Beitrag #41
the bruce
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Verstehe ich das richtig, du hast wieder Ate PD einbauen lassen, obwohl sie genauso gammeln? Warum dann nicht glatte Scheiben? Sie verursachen wenigstens kein Brummen.
Ich bin mittlerweile - nach langjährigen Erfahrungen mit Ate PD, Brembo Max/AP Xtreme (ist das Gleiche) und Tarox F2000 überhaupt kein Fan mehr von genuteten Scheiben. Sie machen einfach zuviel Krach. Das ständige Gebrumme nervt einfach. Es brummt, wenn sie durch Stehen im Regen leichten Rost angesetzt haben. Es brummt, wenn sie warm gebremst sind. Eigentlich brummt und surrt es mit genuteten Scheiben immer.
Eigentlich ist es doch seit Jahrzehnten eine Binsenweisheit. Bremsscheiben gammeln, wenn:
- sie nicht hinreichend/oft genug gefordert werden
- sie zu lange im Nassen stehen
- Felgenreiniger benutzt wird (auch die vermeintlich "säurefreien")
- die Sättel und Belagführungen nicht gängig sind
Letzteres steht in Wechselwirkung mit den beiden zuvor genannten Punkten, hat aber auch in schlampigem Einbau seine Ursache. Kein Wunder angesichts von niedrigen Einbaukomplettpauschalpreisen.
Eine Bremsscheibe besteht aus Gusseisen (Grauguss). Andere Werkstoffe (Niro usw.) sind leider ungeeignet. Und Eisen rostet nun mal, wenn es Wasser und Sauerstoff ausgesetzt ist. Geht nicht anders. Und der Sattel sowie dessen Belagführungen bestehen üblw. aus Stahlguss, wobei letztere metallisch blank sein müssen. Konserviert wird dieser Bereich nur mittels entspr. Pasten. Diese waschen sich jedoch mit der Zeit ab, insbesondere unter dem Einfluss von Salzwasser im Winter. Resultat: Rost. Und dann klemmen die Beläge, weshalb insbesondere die hintere Bremsanlage bei leichteren Bremsungen nicht mehr viel tut, und dann auch nicht mehr den bei Nässe unvermeidlichen leichten Rostansatz auf der Scheibe entfernen kann.
Was tun? Den Sattel gängig machen und die Belagführungen säubern und konservieren! Einfach nur immer wieder neue Scheiben und Beläge draufklatschen ist keine Lösung. Die neuen Scheiben werden dann schon sehr bald genauso aussehen wie die alten.
Wer zweimal in der Woche sein Auto inkl. Felgen wäscht (Bremse wird nass und nicht sofort trocken gefahren) sowie ansonst verbrauchsorientiert fährt, der hat das Problem mit dem Gammel besonders ausgeprägt. Ab und zu schnell fahren und auch mal aus 200 auf 100 herunterbremsen hilft (sanft genügt völlig). Und ACC zu benutzen, das ja bekanntlich je nach Fahrweise des Vordermanns auch mal wenig vorausschauend und scheinbar unnötig oft bremst, das hilft ebenfalls, insbesondere der Bremse an der Hinterachse, weil diese bei leichten Bremsungen einen höheren Anteil hat. Die Bremskraftverteilung ist heutzutage dynamisch. Soll heißen, bei leichten Bremsungen (da besteht keine Gefahr eines Überbremsens der HA) hat sie fast 50 % Anteil, bei sehr hartem Bremsen kann sie von der EBV (elektron. Bremskraftverteilung, Teilkomponente des ABS) hingegen auf unter 10 % heruntergeregelt werden. Hartes Bremsen bringt deshalb für die hinteren Bremsen nicht unbedingt viel.
Abschließend noch ein paar Tipps:
Meine persönliche Erfahrung hinsichtlich Korrosion war mit Scheiben von Brembo mit Abstand am besten. Und da die Brembo Max brummen wie jede andere genutete Scheibe, wäre mein Ansatz, einfach ganz normalen Serienersatz von Brembo zu verwenden. Das Material ist bei beiden identisch. Und sie sind sehr preiswert.
Wer einen Cupra mit der 340er Bremse besitzt, der kann auch die Compoundscheiben des Clubsport S verwenden. Durch den Alutopf bleibt da wenigstens dieser Bereich ansehnlich.
Und was Beläge angeht, ich meide alles von EBC. EBC ist in meinen Augen kein seriöser Laden, und ich habe schon zu viele EBC-Beläge zerbröseln sehen, nicht zu reden von Belagablösungen durch Unterrostung. Das nackte Grauen. Haltet euch an Hersteller, die entweder OEM sind oder im Motorsport etabliert. Oder die beides sind. So wie Brembo, Pagid, Ferodo usw.. Diese Hersteller besitzen ungleich mehr Know-How, sie betreiben ein Qualitätsmanagement, das müssen sie als OEMs, sie haben einen Ruf zu verlieren, und sie sind in nahezu allen Motorsportklassen vertreten.
Ich bin mittlerweile - nach langjährigen Erfahrungen mit Ate PD, Brembo Max/AP Xtreme (ist das Gleiche) und Tarox F2000 überhaupt kein Fan mehr von genuteten Scheiben. Sie machen einfach zuviel Krach. Das ständige Gebrumme nervt einfach. Es brummt, wenn sie durch Stehen im Regen leichten Rost angesetzt haben. Es brummt, wenn sie warm gebremst sind. Eigentlich brummt und surrt es mit genuteten Scheiben immer.
Eigentlich ist es doch seit Jahrzehnten eine Binsenweisheit. Bremsscheiben gammeln, wenn:
- sie nicht hinreichend/oft genug gefordert werden
- sie zu lange im Nassen stehen
- Felgenreiniger benutzt wird (auch die vermeintlich "säurefreien")
- die Sättel und Belagführungen nicht gängig sind
Letzteres steht in Wechselwirkung mit den beiden zuvor genannten Punkten, hat aber auch in schlampigem Einbau seine Ursache. Kein Wunder angesichts von niedrigen Einbaukomplettpauschalpreisen.
Eine Bremsscheibe besteht aus Gusseisen (Grauguss). Andere Werkstoffe (Niro usw.) sind leider ungeeignet. Und Eisen rostet nun mal, wenn es Wasser und Sauerstoff ausgesetzt ist. Geht nicht anders. Und der Sattel sowie dessen Belagführungen bestehen üblw. aus Stahlguss, wobei letztere metallisch blank sein müssen. Konserviert wird dieser Bereich nur mittels entspr. Pasten. Diese waschen sich jedoch mit der Zeit ab, insbesondere unter dem Einfluss von Salzwasser im Winter. Resultat: Rost. Und dann klemmen die Beläge, weshalb insbesondere die hintere Bremsanlage bei leichteren Bremsungen nicht mehr viel tut, und dann auch nicht mehr den bei Nässe unvermeidlichen leichten Rostansatz auf der Scheibe entfernen kann.
Was tun? Den Sattel gängig machen und die Belagführungen säubern und konservieren! Einfach nur immer wieder neue Scheiben und Beläge draufklatschen ist keine Lösung. Die neuen Scheiben werden dann schon sehr bald genauso aussehen wie die alten.
Wer zweimal in der Woche sein Auto inkl. Felgen wäscht (Bremse wird nass und nicht sofort trocken gefahren) sowie ansonst verbrauchsorientiert fährt, der hat das Problem mit dem Gammel besonders ausgeprägt. Ab und zu schnell fahren und auch mal aus 200 auf 100 herunterbremsen hilft (sanft genügt völlig). Und ACC zu benutzen, das ja bekanntlich je nach Fahrweise des Vordermanns auch mal wenig vorausschauend und scheinbar unnötig oft bremst, das hilft ebenfalls, insbesondere der Bremse an der Hinterachse, weil diese bei leichten Bremsungen einen höheren Anteil hat. Die Bremskraftverteilung ist heutzutage dynamisch. Soll heißen, bei leichten Bremsungen (da besteht keine Gefahr eines Überbremsens der HA) hat sie fast 50 % Anteil, bei sehr hartem Bremsen kann sie von der EBV (elektron. Bremskraftverteilung, Teilkomponente des ABS) hingegen auf unter 10 % heruntergeregelt werden. Hartes Bremsen bringt deshalb für die hinteren Bremsen nicht unbedingt viel.
Abschließend noch ein paar Tipps:
Meine persönliche Erfahrung hinsichtlich Korrosion war mit Scheiben von Brembo mit Abstand am besten. Und da die Brembo Max brummen wie jede andere genutete Scheibe, wäre mein Ansatz, einfach ganz normalen Serienersatz von Brembo zu verwenden. Das Material ist bei beiden identisch. Und sie sind sehr preiswert.
Wer einen Cupra mit der 340er Bremse besitzt, der kann auch die Compoundscheiben des Clubsport S verwenden. Durch den Alutopf bleibt da wenigstens dieser Bereich ansehnlich.
Und was Beläge angeht, ich meide alles von EBC. EBC ist in meinen Augen kein seriöser Laden, und ich habe schon zu viele EBC-Beläge zerbröseln sehen, nicht zu reden von Belagablösungen durch Unterrostung. Das nackte Grauen. Haltet euch an Hersteller, die entweder OEM sind oder im Motorsport etabliert. Oder die beides sind. So wie Brembo, Pagid, Ferodo usw.. Diese Hersteller besitzen ungleich mehr Know-How, sie betreiben ein Qualitätsmanagement, das müssen sie als OEMs, sie haben einen Ruf zu verlieren, und sie sind in nahezu allen Motorsportklassen vertreten.