Um das Thema größerer Reifen, schlechtere Wintereigenschaften nochmal aufzugreifen.
Habe mal meinen besagten Kontakt eine E-Mail geschrieben weil ich es mich auch interessiert hat. Hier nun die Mail:
"Wir vergleichen hier zwei Winterreifen. Nicht 18", sondern einen schmalen, und einen breiten. (Meißtens sind die großen auch breit, ändert sich aber Dank Menschen wie mir bald ;-) )
Wir nehmen folgendes an: gleiches Profilmodul, gleiches Negativ-Positiv-Verhältnis, gleiche Laufstreifenmischung (macht beim Winterreifen, was die Wintereigenschaften betrifft, ca. 90% aus)
So, jezt nehmen wir z.B. ein Farzeug, Gewicht; 1,5 Tonnen. Einmal montieren wir 175mm Breite und beim zweiten mal 255mm.
Jetzt kommt die Physik ins Spiel. Nämlich die Flächenpressung. Das Gewicht des Fahrzeugs wird beim schmalen Reifen auf eine viel kleinere Fläche verteilt, er kann sich dadurch besser mit dem Untergrund verzahnen und haftet dadurch besser. Der breite Reifen verteilt das Gewicht auf eine breitere Fläche (Footprint) und "drückt" den Reifen eben nicht so gut wie der schmale in der Untergrund.
Der breite Reifen hat natürlich mehr Fläche und beim Winterreifen dadurch auch mehr Lammellen und Kanten, also theoretisch bessere Verzahnung, aber die spielen bei diesem Vergleich eine untergeordnete Rolle.
Aber meißtens wird das auch wieder durch die höheren High-Speed-Anforderugen kaputt gemacht, da high-speed-tauglichere Mischungen verwendet werden. Diese sind im Winter auch schlechter.
Noch ein reales Beipiel aus einem meiner Winterversuche in Lappland. Beste Schneehandling-Rundenzeit VW- Lupo 75PS, Bereifung 155/70R13 Hankook W440 Icebaer
Schlechteste
Rundenzeit: Porsche Cayenne Turbo, 235/65R17
Ergo, für Winter gilt: Je schmaler, desto besser."
Jetzt sollte das klargestellt sein

Ein großer Winterreifen ist also tatsächlich schlechter als ein kleiner.