Original von Overboost
Cool, ein Expertentalk
Die Temperatur und die Menge des eingespritzten Kraftstoff ist immer entscheidend, da dadurch die Zylinderladung entscheidend durch die Verdampfungskälte des Kraftstoffs abgekühlt wird.
Ich kenne mich zwar mit Benzinmotoren genauer aus, aber ich bin mir ziemlich sicher, das die verdichtete Luft die in den Motor hineinkommt, nicht die von Dir beschriebenen 800°C besitzt. Nagele

D) mich jetzt bitte nicht auf einzelne °C fest, aber 800'°C Abgastemperatur (nach der Verbrennung) für einen Diesel ist in meinen Augen fast schon das höchste der Gefühle. Die Abgastemperaturen sind deutlich niedriger als beim Benziner. Da hast Du wohl aus Versehen etwas verwechselt. Zudem sollte die Eingangstemperatur der Luft in den Zylinder bei einem gut funktionierenden Ladeluftkühler max. 20-30°C über der Umgebungstemperatur liegen.
Eingespritzt wird ja irgendwann während der Kolben sich nach oben bewegt. Während dieser nur sehr kurzen Zeit von UT bis zum Einspritzen heizt sich die Ladung eher durch die Verdichtung als durch die Restwärme im Zylinder auf. Sicher erwärmt die Luft sich im Zylinder deutlich während der Kompression, aber der Abkühlungseffekt der Gesamtladung durch die Verdampfung hat schon einen sehr großen Einfluß. Die Entflammung findet aufgrund der starken Verdichtung statt, weniger wegen der Temperatur. Ich suche mal nach einem Diagramm, ich hoffe ich finde da was.
Wenn wir jetzt noch mehr ins Detail gehen, dann muß ich mir aber Bücher zur Verstärkung holen