Also, soweit ich das alles noch weiß:
Ich war im Schwarzwald unterwegs, weil ich dort meinen Vater von der Kur abholen sollte. War mit meinem Wagen gefahren und nicht mit dem Golf4 meines Vaters, weil der einfach "piep" ist
Jedenfalls war ich dann auf ner Bundesstraße unterwegs und hatte irgendwann das Gefühl, dass ich falsch war. War dann mal runtergefahren von der BS und kam zu einem Kreisverkehr, bei dem ich dann gedreht habe und zurückgefahren bin. Wollte bei ner Tankstelle, die hinter mir lag, nachfragen. Ich fuhr auf der Straße also zurück Richtung BS. Der Zubringer macht eine Rechtskurve. Die BS kommt unter ner Brücke auch in ner Rechtskurve. Ich weiß nicht, warum das nächste passiert ist, jedenfalls hat mich der LKW links auf der Fahrerseite erwischt. Er war zum Glück noch was nach links ausgewichen, so dass er mich an der A-Säule erwischte. Ich wurde weggeschleudert und landete im Graben. Laut Aussage des Fahrers wollte ich wohl auf der Straße drehen. Aber ich würd von mir mal behaupten, dass ich so einen ****** an so einer gefährlichen Stelle nicht mache. Aber ich kann es nicht mehr sagen, ich weiß es nicht mehr, keine Erinnerung daran.
Ich weiß halt, dass ich aus dem Kreisverkehr kam. Das nächste ist, dass ich diesen unglaublichen Aufschlag spürte und wie ich in den Graben schleuderte. Da hing ich dann leicht bergab, Beine waren eingeklemmt, wie man auf dem einen Bild sieht. Es war grad noch Platz für beide im Fußraum, ganz knapp. Als mir klar wurde, dass das alles real ist und dass an mir noch alles heil ist, kam auch schon der erste und erkundigte sich, ob bei mir alles in Ordnung sei. Hatte dann (nich lachen) in dem Kurort von meinem Vater angerufen und denen gesagt, dass ich nen Unfall hatte und ihn nicht abholen kann, er sich da also selber drum kümmern muss. Mir ginge es aber gut, sollten sie ihm sagen. Das witzige ist, dass ich nicht die Zentrale da erwischt hatte, sondern die Frau von einem anderen Patienten. Die konnte damit erstmal nix anfangen, aber ich hatte keine Zeit, die Nummer der Zentrale zu suchen. Die rief dann ne Schwester, die mit mir erstmal rumdiskutieren wollte, ob mein Vater nun entlassen wird oder nicht und ich sollte mal kurz am Apparat warten, weil sie was nachfragen wollte. Hab die dann angekackt, dass ich eingeklemmt im Auto sitzen würde und jetzt sicherlich nicht warten würde, sie solle das einfach so weitergeben. Das so am Rande

Da saß ich also eingeklemmt, mir tat wie Sau die linke Schulter weh. Ich denke mal, dass mich die B-Säule übel erwischt hatte. Sonst hatte ich aber überall Gefühl und konnte alles bewegen. Dann kamen die ersten Rettungssanitäter, die sich auch nach meinem Befinden erkundigten, ob ich Schmerzen hätte etc.
Sie konnten mich schlecht erreichen, da ich ja schräg mit dem Auto im Hang hin. Viel machen konnten sie daher nicht, aber sie brachen hinten rechts die Tür auf und so konnte ich ihnen meinen rechten Arm entgegenstrecken, an dem sie Puls und so gemessen hatten. Dann bekam ich einen Zugang und Schmerzmittel. Davon hab ich aber nen pup gemerkt. Die sollen das nächste Mal das Zeug für Elefanten holen

…
Naja, die Polizei kam auch dann und machte Beweisfotos und nahm Daten auf. Die Feuerwehr kam, weil ich ja mit dem Auto rausgezogen werden musste aus dem Graben. Nachdem das geschehen war, konnte ich unter mithilfe eines Sanis aus meinem Auto rauskrabbeln durch die Tür hinten rechts. Zwischenzeitlich hatte ich von einem Sani meine Sonnenbrille in Stärke aufgesetzt bekommen, da meine normale Brille weggeschleudert worden war und ich die zwischen den Trümmern nicht mehr gefunden hatte. Ich sah also verdammt cool aus

und bin sogar noch zu Fuß zum Krankenwagen gegangen. Das ging halbwegs und ich wollte den armen Jungs ersparen, meine unzähligen Zentner tragen zu müssen. Das muss ein interessantes Bild gewesen sein…
Ich wurde dann ins nahe gelegene Krankenhaus gebracht. Der Notarzt meinte, dass eventuell die Schulter ausgekugelt sein könnte, weil ich da so starke Schmerzen hatte. Kam also auf der Liege mit Sonnenbrille auf in der Notaufnahme an, wurde geröntgt und dann auf Station gebracht, für noch mehr Schmerzmittel und Beobachtung. Es stellte sich heraus, dass nichts gebrochen war oder so. Nur sehr starke Prellungen, die weh taten. So kam ich in mein Zimmer und überall hatte ich noch Splitter, auf der Haut, im Haar, den Klamotten. Eine Schwester hatte mich dann notdürftig von den Splittern befreit, aber in den Haaren und so hatte ich sie noch, das hab ich im Bett gemerkt. Nachdem ich mich dann gegen Abend gesammelt hatte, war ich dann duschen und hab mich von den restlichen Splittern befreit. Ich bekam fleißig Schmerzmittel, die auch ein wenig halfen. Mit dem ADAC hatte ich dann noch im Laufe des Tages gesprochen, um meinen Krankenrücktransport zu klären. Haben die für mich organisiert und so kam ich auch ohne große Probleme Dienstag wieder nach Hause.
Tja...soweit, so gut...jetzt kommt der ganze Papierkrieg auf mich zu...