Er sagte ja, daß es mal ein Test war.
Da ich größtenteils Tempomat fahre, kann ich ganz gut beurteilen, wie es sich mit dem Verbrauch verhält.
Es kommt ganz einfach auf die Strecke an. Und ja, ein wirklich sensibler Gasfuß, gesteuert von einem menschlichen Hirn spart manchmal mehr Sprit als ein Tempomat.
So sollte man eigentlich berab Gas geben und den Schwung für Bergauf nutzen oder eben bei vor dem Anstieg ebener Fläche Schwung holen.
Ein Tempomat aber macht eigentlich das Gegenteil. Er hält - oder versucht (je nachdem, ob er an dem Anstieg das vorgegebene Tempo überhaupt halten kann) es - das Tempo und dabei ist es ihm völlig egal, wie der Motor zu arbeiten hat. Logischerweise muß der Motor bergauf rödeln ohne Ende, bergab kann er sich etwas zurücklehnen und mit halber Kraft arbeiten. Natürlich kommt es immer auf Tempo und Anstieg an.
Unter dem Strich würde ich sagen, ist ein Tempomat bei relativ ebener Strecke durchaus zum Spritsparen geeignet, bei vielen Anstiegen aber eher ungeeignet. Und bei Gefällen kann er das Mehr an Verbrauch dann auch nicht wieder reinholen.
Ich bin vor einigen Wochen an 2 WEn hintereinander nach Paris, von Saarbrücken aus. Und eigentlich hatte ich wegen des Tempolimits einen Verbrauch von 5,5 bis 6 Litern erwartet. Den Tempomat hatte ich bei 142 bis 146 reingeknallt. Durch viele Anstiege, teils kilometerlange, verbrauchte er aber deutlich über 6,5 Liter, ich meine teilweise stand er sogar über 7. Erholt hat sich der Verbrauch dann erst wieder auf der Pariser Ringautobahn und auf den Landstraßen, die ich danach fuhr.
Auch auf der Urlaubsfahrt nach Spanien (über Mulhouse nach Lyon) waren einige Anstiege zu bewältigen, wodurch er dann bei 2 Personen mit Gepäck für 14 Tage an Bord (Kofferraum voll) auch über 6,5 Liter verbrauchte.
Allerdings schätze ich den Komfort durch den Tempomaten so sehr, daß ich mit einem zu verschmerzenden Mehrverbrauch sehr gut leben kann. Ich kann mir fast nicht mehr vorstellen, Hunderte oder nur Dutzende Kilometer lang den Fuß auf dem Gas halten zu müssen.
