Servus,
bei der Laufzeitkorrektur wird, wie der name schon sagt, die Laufzeit des Schalls verändert. Durch messen der Entfernung zwischen Ohr und Sitzposition kann man so grob die Verzögerung einstellen, bei den einen Modellen in ms bei anderen direkt in cm. Und dann fängt das Feintuning mit Ohr und Messgerät an. Am besten noch eins mit Wasserfallmodell.
Auch muss man wissen, ob man die Bühne auf den Fahrer einstellt oder auch für den Beifahrer.
Aber LZK ist nicht alles, man kann auch mit der Phase und mit den Übergangsfrequenzen tunen. Denn oft wird eine niedrige Trennfrequenz für einen Hochtöner mit einer guten Bühnenabbildung zusammengebracht, doch das stimmt nicht immer. Je nach übergangsfrequenz ändert sich die Phase und es kommt zu Auslöschungen oder zu Impulsproblemen. Auch die Position der Lautsprecher ist wichtig, denn ein falsch positionierter Tweeter kann selbst mit aller Elektronik nicht mehr verbessert werden.
Um all diese Faktoren berücksichtigen zu können, ist es eben wichtig das nötige Hintergrundwissen zu haben, sonst nützt einem die Technik wie LZK nichts. Und die Ehrfarung gewinnt man nur mit den Jahren. Dazu kommt dass man ein gewisses Messequipment benötigt.
Und diese Möglichkeiten 100%tig ausnutzen zu können, gibt es in Deutschland nicht viele. Ich würde mich auch nicht dazu zählen, da ich die Hardware leider nicht habe. Dafür weiss ich, wie eine Bühne auszusehen hat, wie auch Mario. Somit kann man schon etwas mit Gehör machen. Dann sollte aber das Finetuning kommen. Und als letzte Instanz eben wieder das Ohr.
Gruss Jens