So,
um dieser Diskussion endlich mal zu Ende zu bringen, bin ich heute zu meinem Professor der technischen Mechanik ins Institut gestiefelt und hab mit ihm das Problem durchgesprochen (Jja, an ner Bundeswehruni haben die Profs Zeit für die Studenten

)
Also folgendermaßen:
Für die Beschleuningung eines Fahrzeuges gilt :
a=(3600*P)/(k*m*v)
a=Beschleunigung
P=Leistung
k=Konstanter Massenfaktor
m=Masse des Fahrzeuges
v=Geschwindigkeit des Fahrzeuges
Vernachlässigt man den Zuwachs der Fahrwiderstände bei steigender Geschwindigkeit v, so ergibt sich, daß die Beschleunigung a linear von der Leistung P abhängt. Die gemittelte Beschleunigung ist damit proportional zum Integral (= Fläche unter der Kurve) der Leistung über der genutzten Drehzahl. Somit läßt sich folgern, daß man den Schaltzeitpunkt so wählen sollte, daß man ständig den Bereich der Höchstleistung ausnutzt. Die folgende Skizze soll dies verdeutlichen:
Nun ist eindeutig zu erkennen, daß der linke Bereich beim frühen Schalten erheblich kleiner ist als Bereich rechts, woraus folgt, daß die mittlere Beschleunigung beim späten Hochschalten größer ist, als beim frühen Hochschalten.
Da die Leistung
P=M*2*Pi*n linear vom Drehmoment M und Drehzahl n abhängt, das Drehmoment aber selbst
nicht linear von der Drehzahl abhängt, kann man verstehen, warum die Beschleunigung nicht proportional zum Drehmoment ist, sondern wirklich nur proportional zur Leistung (und das ist der Fehler bei den Ausführungen im BMW-Forum). Als Konsequenz dieser Betrachtung folgt, daß man zum Erreichen der bestmöglichen Beschleunigungswerte gerade den Benzinmotor bis an den Drehzahlbegrenzer ausdrehen muß.
Dies ist 100%ig richtig, oder die Autobauer rechenn seit 100 Jahren mit falschen Formeln !!!