Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN)

Diskutiere Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) im Andere Fahrzeuge Forum im Bereich Andere Themen; Super Beiträge, das Lesen hat wirklich Spass gemacht. Ich bin nach mehreren A4 und Golf "familienintern" zu Seat gewechselt. Der Vergleich zum A4...
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #41
Pahaha, ich denke eher nicht. Erstens: so richtig kenne ich mich mit Autos nicht aus. Und Zweitens: Wenn es nur darum ginge, wäre es auch kürzer gegangen. Aber ich war jetzt mal so unhöflich und habe die wenigen Infos in viele Worte verpackt 😬 . Ist ja Wochenende.

Ist auch nicht mal schlimm, denn ich hab manchmal einfach nur Bock zu schreiben. Ist dann egal wer's liest. Gerade momentan, da mehr Zeit. Aber worüber, weiß ich nie. Und dann kommt auf einmal @Pope daher und fragt nach etwas, was man vor "kurzem" selbst erlebt hat. Da musste es dann einfach mal ein wenig Prosa im Auto-Forum sein 😂. Wenn's zu lang ist, kann man es ja überspringen. Ist ja nicht essentiell. Sondern nur eine Erfahrung/Meinung von vielen. Um ehrlich zu sein sehr verständlich, ich kämpfe auch oft schon beim "Nachrichtenartikellesen" und Whatsappgruppen und und und mit dem Hinterherkommen. Die Zeit ist begrenzt und da ist kürzer ja nicht unbedingt schlechter. Und immer kann man auch nicht so viel tippen.

Bei dir scheint es viele Hülsenfrüchte zu geben 🙃 .

Mühe ist das falsche Wort, siehe oben 😉 . Manchmal ist es irgendwie angenehm irgendetwas zu teilen, gerade wenn einen etwas beschäftigt hat. Wahrscheinlich ist das neben der Hilfestellung auch ein Grund für Foren 🧐 .

Was mir noch eingefallen ist: Modernen Fahrassistenten in Premium und Nicht-Premium. Und da heute viel geschrieben wird, lass ich es ein letztes mal raus 🥴. Ich kenne diese Systeme leider eben nur von BMW und da funktionieren die auch in der Gesamtheit ganz gut, aber ich hab viele von den "aktiven" häufig deaktiviert bzw. erst gar nicht aktiviert/benutzt, da ich es nicht so mag. Passive Sache wie Vibration im Lenkrad bei ungewollter Markierungsüberschreitung und Verkehrszeichenerkennung im Headupdisplay in der Scheibe (selbst beim 2er mit diesem Plastikding) und und und sind schon angenehm. Aber bei den meisten (vor allem den aktiven) Dingen fehlen mir einfach noch die letzten 20 % an Polishing. Selbst bei der Abblendautomatik bin ich entspannter, wenn ich es ganz easy selber mache, als wenn ich mich wieder drüber ärgere, das meine Karre jetzt wieder zu spät abgeblendet hat. Ich will nicht sagen, dass alle Dinge komplett weit weg von Perfektion sind und in den allermeisten Fällen funktioniert's recht gut, aber mir fehlt irgendwie noch etwas dahingehend, dass ich richtig zufrieden bin und ich mich abgelöst fühle. Bei vielen Dingen bin ich der Meinung, dass ich es manuell noch besser kann, wie z.B. bei der Abblendautomatik. Klar, auch der BMW Park Assist macht sein Ding ordentlich und es fühlt sich seltsam bis geil an, wenn das ding selbst in die lücke lenkt. Ich selbst parke aber auch nicht schlecht ein, wenn es drauf ankommt sogar schneller. Beim Schalten eines Getriebes haben diese bösen Maschinen uns; ich gebe mich geschlagen und diese Aufgabe jetzt gerne ab. Vielleicht ist in 5 Jahren einiges mehr so weit, dass ich es genießen kann und im nächsten Auto haben möchte (oder bis dahin sowieso muss), aber beim Leon haben wir uns wirklich aktiv dagegen entschieden, weil wir nicht überzeugt waren und ich es dann irgendwie auch nicht mag so überflüssiges "komplexes" Zeug im Auto zu haben, was ich nicht nutze (genereller Nachteil Premium!) und am Ende wieder ein weiteres Teil sein kann, was Probleme machen kann. Der Stauassistent hat mich wirklich sehr gereizt, aber der war ja von Seat ganz genial ins letzte Paket verlegt. Und nur dafür? Dann halt nur ACC. Und das, obwohl dafür noch locker das Geld da gewesen wäre.
Um zum Thema zurückzukommen: Bei einem Premium-Fahrzeug hätte ich sicherlich etwas an Assistenz reingepackt oder vielleicht schon ohnehin bekommen (wobei da beim 3er auch für vieles noch extra verlangt wurde). Ohne da jetzt total sicher zu sein (fehlender Dauervergleich zum Leon), glaube ich dass die Qualität der Fahrassistenz im Premiumsegment besser und fortgeschrittener ist. Höher ist die Anzahl an Systemen allemal. Dort lohnt sich eben auch die Investition. Ich hoffe, dass wenn man da eine gewisse Assistenzpflicht in der Zukunft einführt und man es dann allen "aufgrängt" (nicht nur negativ gemeint!) der Abstand zu Premium deutlich geringer wird. Ist aber bei Technik ja eigentlich immer so. Aber momentan, wird der Prmiumfahrer, der so etwas gut nutzt, die Qualität oder sogar das ein oder andere komplette Assistenzsystem aus der Premiumklasse vermissen, wenn er "nach unten" wechselt. Ich selbst vermisse aber jetzt nichts. Bin auch (noch) nicht der Typ dafür. Dieses Warnvibrieren im Lenkrad war aber schon dufte und Head-up-Display ist auch nicht schlecht.

Super Beiträge, das Lesen hat wirklich Spass gemacht.
Ich bin nach mehreren A4 und Golf "familienintern" zu Seat gewechselt. Der Vergleich zum A4 entspricht ungefähr Deiner 3er Erfahrung. Die Lücke zwischen meinem Cupra (Carbon Edt.) und dem Vorgänger GTI (ok, keine Premiummarke) ist sehr klein, wenn überhaupt vorhanden und in vieler Hinsicht kompensiert Seat voll und ganz über den Preis.
Dank dieses Forum habe ich viele Kleinigkeiten, die ich verbesserungswürdig fand, selbst nachgerüstet (alle Türablagen und Fächer ausgekleidet, hätte nicht gedacht was die ca. 40 € ausmachen können, 2 x Brillenfach, Mülleimer i.d. Tür, Griff der Kofferraumabdeckung vom Passat, Motorabdeckung, Wischwasserdeckel, Haubenlifter etc.) Da haben bisher eigentlich alle interessierten Mitfahrer aus dem "Premiumsegment" nicht schlecht gestaunt, zum einen über die Details und vor allem über das Gesamtpaket angesichts des Preises.
 
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  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #42
@Pope Ich antworte einfach auch mal und gleich vorweg im Kurzen und wie im Titel mit "(ALLGEMEIN)" gefordert: Bis jetzt im Allgemeinen mit dem Leon sehr glücklich und ich vermisse sehr wenig von BMW/Premium! Ich finde der Leon III ist einfach ein Preis-Leistungsgenie und ein sehr ausgereiftes Auto! Da du jetzt aber auch noch ein paar konkrete Dinge anfragst, will ich mal ein weeeeeeeenig ausführlicher werden. Keine Angst, ich schreibe nicht immer so viel, aber habe die Tage viel Zeit. Wenn's zu lang wird - und ich werde abschweifen 🤣 -... du weißt also: Ich bin wirklich zufrieden und bereue (besser: wir bereuen) den Kauf (bis jetzt) nicht.

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Also falls du Zeit hast, sehe alles Weitere als gute Unterhaltung garniert mit ein paar Infos :) . Wir standen letztes Jahr nämlich vor einer ähnlichen Entscheidung. Und deshalb wird jetzt mal schön aus dem Nähkästchen geplaudert.

Du wirst merken, dass ich manche Dinge am Auto vllt. sehr sensibel wahrnehme, aber da bin ich am Anfang bei Autos immer so seltsam überaufmerksam und mit jedem Kilometer mehr, den ich fahre, desto weniger stören mich gewisse Dinge und nur grobe Schnitzer der Autobauer begleiten mich weiterhin aktiv.
Hintergrund für meine kommenden Aussagen: Was ich bisher an "Premium"-Fahrzeugen gefahren bin, ist im Wesentlichen BMW. Und alles natürlich nur persönliche Erfahrung und kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Gefahren bin ich einen 320d Touring mit EZ 2008 (E91 vor Facelift, manuell), über 9 Jahre und letztes Jahr mit knapp 280.000 km nach Litauen mit kaputtem Turbolader verkauft. Also wirklich viel (mit anderen Familienmitgliedern) gefahren und innigst geliebt. Als "Fremdfahrzeuge" seit ca. 3 Jahren den 220xd Active Tourer (von den "Schwiegereltern", daher vllt. nur so 20 mal im Jahr und Urlaubsfahrten bisher vllt. insgesammt 2000-3000 km). Vor dem 2er Active Tourer gab's bei den Schwiegereltern seit 2007 bis vor 3 Jahren jedes 520xd Touring Modell (inkl. Faceliftwechsel); also immer seit dem E39/5 (den noch als Benziner und noch manuell). Die 5er bin ich aber immer nur paar mal im Jahr gefahren. Im Schnitt vllt. 500km-1000km pro Auto. Ist am Ende jetzt ja auch nicht Leon-Größe und man rutscht ja schon langsam in die Oberklasse rein, aber wollte ich erwähnt haben. (Alle weiteren Premium-Fahrzeuge waren nur Mitfahren oder Mietwagen.)
Auf der "anderen Seite" des Vergleichs ziehe ich jetzt unseren Leon ST FR 150 PS 1,5L-Benziner mit DSG mit EZ Mitte 2019 heran - mit nun ca. 11000 km - und am Rande vielleicht mal den Skoda Fabia 1.2 TSI mit 86 PS und manuellem Getriebe, den wir letztes Jahr als Übergangsfahrzeug ein paar 1000 km gefahren sind. (Sonstige Nicht-Premium-Fahrzeuge (bescheuerter Begriff) wie VW-Bus T4 und alle möglichen Renaults, lass ich mal wegen mangelnder Vergleichbarkeit und Interesse weg. 😆)

Damit wir den Vergleich nicht zu sehr ausarten lassen, beziehe ich mich jetzt hauptsächlich immer auf den genannten 3er (und 2er für aktuelleren Stand) und unseren jetzigen Leon. Außerdem bleibe ich bei den grundlegenderen Dingen am Auto selbst, die ich aber im praktischen Alltag als mehr oder weniger offensichtliche Unterschiede zwischen "Premium" und "Normal" besonders im Hinblick auf unseren Leon ST im letzten guten halben Jahr ausgemacht habe. Zu allem drum herum, z.B. dem Service des VW-Konzerns, kann ich noch gar nichts sagen.
Und wirklich!!!! immer im Hinterkopf behalten, dass es sich nur auf genannte Fahrzeuge/Modelljahre/Motorisierungen bezieht und es mein ganz persönlicher Eindruck ist. Andere Menschen können manche Aspekte berechtigterweise auch komplett umgekehrt empfinden. Ich induziere hier, was immer gefährlich ist.

Klimaautomatik:
Da gibt es meiner Meinung nach spürbare aber feine Unterschiede. Ich weiß gar nicht, wie ich das jetzt Beschreiben soll.
Zum Beispiel war beim BMW die Temperatur des Luftstroms deutlich gleichmäßiger. Da gab es Änderungen immer nur Nuancen, die einen eigentlich nie groß aufgefallen sind. Im Leon (ebenso im Fabia) ist das nicht mehr so schön gleichmäßig und unauffällig über die Dauer. Da kommt plötzlich mal die nächsten 30 Sekunden relativ/fast schon unangenehm warme Luft. Dann merkt man wieder wie die Lüft kühler wird. Ich bilde mir ein es hat was mit der Motorlast zu tun oder wie ich fahre (plötzlich rein in die Stadt oder mal kurz abgestellt; passiert aber ebenso ab und zu auch nach einer Stunde Fahrt, wenn eigentlich nichts mehr groß akklimatisiert werden muss, etc.). Ich habe zwar noch keine wirkliche komplette Regelmäßigkeit erkennen können und auch beim 3er bin ich mir sicher, dass er das leicht hatte und auf den Motor reagiert hatte, aber eben nicht in diesem Ausmaß und mit der Häufigkeit und falls, dann hat er es mich deutlich weniger wissen und spüren lassen oder irgendwie gut versteckt. Würde ich so dem 2er auch so bescheinigen, um mal auch ein neueres Fahrzeug heranzuziehen. Der 5er spielt meiner Meinung nach in einer anderen Liga und da fange ich gar nicht an.
Um es vielleicht irgendwie noch praktischer zu formulieren: Im BMW hab ich mich viel weniger mit dem Thema Klima im Auto auseinander setzten müssen. Wie in einer Wohnung mit moderner Klimaregelung und Thermostaten; da hast du es einmal eingestellt und nie wieder angerührt. Bis auf mal eine 0,5°C-1°C Temperaturregelung oder vllt. bei extremen Bedingungen die Frontscheibe entfeuchtet. Im Vergleich zum Leon kann man alles viel variable, feiner einstellen. Einzelne Lüfter über das System ansteuern und regeln, getrennt eben auch z.B. die Lüfter zu den Füßen. Im Leon merke ich, dass es von der Konfigurierbarkeit einfach nicht herankommt und er nicht ganz den Komfort und das angenehme Gefühl erreichen kann. Ich muss öfter mal die Fußbelüftung ausmachen, weil die Füße eher kalt werden, obwohl oben herum sehr warm geblasen wird und unten nicht so richtig. Oder mal eine Lüfterklappe wegdrehen, etc. Ich habe im Leon schon so häufig in dem guten halben Jahr (besonders jetzt im Winter) die max. Frontscheibenbelüftungstaste drücken müssen, wie in wahrscheinlich allen BMWs über die Jahre zusammen nicht. Wirklich (fast ;-) ) keine Übertreibung. Ich habe die Klima ansonsten natürlich trotzdem im Leon meistens auf "Auto" und benutze auch nie den Eco-Modus des Autos, der ja auch die Klima beeinflusst. Ich regele im Leon einfach bissl mehr an der Klima rum, als ich es generell gewohnt war. Hört sich jetzt aber schlimmer an, als es ist, da ich mich auf meinen Fahrten natürlich anteilig wahrscheinlich nicht mal im Promillebereich mit der Klima beschäftige und sie generell genau das zufriedenstellend macht, wofür sie da ist. Aber es gibt meiner Meinung nach eben Komfortunterschiede. Vielleicht anfängliches leichtes Vermissen, das ist aber schon sehr abgeklungen, da wirklich eher marginal.

Navigation und System:
Weiß nicht warum, aber kein Autohersteller kriegt Navigation und System wirklich sehr gut hin. Was aber die Bedienung angeht (vor allem, wenn man das BMW-Steuerrad mit hinzuzieht) klarer Sieg für BMW und da waren wir noch nicht mal bei der Menüführung. Ich bin was UX und UI angeht ein bissl bewandert und erlaube mir das Urteil, dass da BMW die Sache recht ordentlich macht. Was bei Seat/VW da aber los war, als sie das designt und programmiert haben? Da ist wenig mit Intuition und Ordnung und viele kleine Details sind nicht gut gemacht. Um es mal harsch auszudrücken: Ein UX/UI-Typ wie Steve Jobs würde sich im Grab umdrehen. Es ist jetzt aber kein Komplettunfall und es funktioniert. Da haben wir aber leider noch nicht darüber geredet, ob touch-only gut ist. Gerade bei solchen Sachen merkt man die Auswirkungen von (verständlichen und logischen) Einsparungen in dieser Klasse auf Komfort und Qualität besonders stark. Also die Bedienbarkeit und Durchdachtheit hat mich wirklich anfangs bei diesem System ein bisschen schockiert. Das muss ich ganz ehrlich zugeben. Aber ich kann damit leben und man lernt sein Auto ja auch kennen, man kompensiert und es geht dann flotter von der Hand.
Was das Navi selbst angeht. Ich benutze es immer, genauso wie im BMW. All-in-all, ein typisches Auto-Navi eben. Auch das BMW-Navi neigt zum voreiligen Umfahren und Anpassen der Route bei dynamischer Führung und zum Anzeigen aller möglichen Gefahren, die ich dann vergebens suche. Das Seat-Navi scheint mir aber (mit egal welchen Navi-Routenoptionen) noch mal ne Nummer hibbeliger zu sein. Was das Ding während der Fahrt alles aktualisiert und umleiten will. Da wird auch schon mal eine Autobahnsperrung angezeigt, wo gar keine ist. Klar, das sind wohl zumeist zentrale Infos (TMC denke ich), aber das Seat-Navi scheint manchmal seltsam zu interpretieren. Ich höre da schon nicht mehr groß hin und checke nur noch selten die angezeigten Verkehrsmeldungen, wenn es was vor sich hinbrabbelt. Ich stand deshalb aber eben auch schon mal in einer Vollsperrung. Klar das Ding hatte mich gewarnt, aber bei den anderen 3 Vollsperrungen in den Monaten davor war halt nix. Ich sollte mich mal mit Android Auto und FullLink beschäftigen :-D.
Um diesen Punkt abzuschließen: Hier gibt es meiner Meinung nach sehr deutliche Unterschiede und man sieht besonders bei der Bedienbarkeit, wo gespart wird. Obwohl ich touch-only überhaupt nicht mag und mich immer drüber aufregen könnte, hat bei mir dieses ganze Infotain-Bedienungszeug-Zeugs aber überraschenderweise wenig Gewicht im Auto, da es am Ende irgendwie funktioniert. Allerdings vermisse ich wirklich die stimmigere Menüführung und das geniale Drehrad für die Steuerung.

Innenraumverarbeitung:
Da entdeckte ich immer mal den ein oder anderen Unterschied. Z.B. das Handschuhfach fand ich schon arg kahl. Habe ein dickeres Tuch rein und jetzt klappert der Inhalt auch nicht mehr. Man entdeckt häufiger mal irgendwo nicht so schicke Flächen aus Hartplastik und besonders der Kofferraum mit der Bodenplatte ist jetzt wirklich kein Meisterwerk. Kofferraumwanne für unten und originale wendbare Kofferraummatte für oben haben es erträglicher gemacht. Da ist bei BMW vieles hochwertiger und weniger wackelig. Aber hey, es ist der Kofferraum. Was ich allerdings als echt nervig empfinde, ist der Einzugmechanismuss der Kofferraumabdeckung, der ist schon recht lumpig und da zweifel ich an der Langlebigkeit. Das sind so Dinge, die fallen dir in der Premiumklasse in Summe einfach gar nicht auf, weil es meist hochwertiger gemacht ist. Aber ich kann damit leben und richtig vermissen tue ich nichts. Mir gefällt die Optik im Innenraum echt gut und das ist für mein Wohlbefinden fast wichtiger. Anders als z.B. bei Renault. Da fühle ich mich irgendwie ein wenig gequält ;-) .

Geräusche im Innenraum:
Selbst den 3er als Diesel (ohne irgendwelche Akustikverglasung) empfand ich als etwas leiser oder gedämpfter. Und auch den 2er halte ich am Ende innen ruhiger, obwohl der gar nicht soooo ruhig ist. Man hat bei BMW irgendwie das Gefühl, dass die Wand um einen herum massiver ist und besser schallisoliert. Den 5er lass ich wieder mal bewusst weg. Hat bei meiner Autowahl schon ein klein wenig Gewicht und ich finde, der Leon könnte manchmal etwas ruhiger innen sein, vor allem bei Stadtfahrten. Auf der anderen Seite, hat mich wirklich positiv überrascht, dass es bei 170 km/h (bin halt schon immer mit mindestens 140 km/h unterwegs) noch so ruhig bleibt. Das ist toll! Deshalb vermisse ich nicht wirklich was, vor allem, da ich auch Autos fahre, da ist mit Unterhalten ab 140 km/h Schluss.

Fahrwerk:
Habe ich mit rein genommen um hier zu erwähnen, dass sich der Leon super fahren lässt (ohne DCC als FR vllt. etwas zu hart und rumpelig.) Er fühlt sich vor allem als Benziner irgendwie so fluffig leicht und doch fest in der Spur an. Und ich habe noch nicht einmal die Mehrlenkerhinterachse! Besonders Landstraßen sind hammer nice. Für mich ist der 3er noch ne Nummer souveräner und fühlt sich aufgrund des Heckantriebs irgendwie auch stimmiger an im Fahrgefühl. Und trotz der Straffheit und Sportlichkeit irgendwie noch deutlich komfortabler. 5er lass ich weg, da sich der ganz anders fährt. Wer einmal mit Luftfederung bei 230 km/h über die Autobahn gleitet, denkt er fährt 160 und sein latloses Handy vibrieren hört, weiß was ich meine. Ich will gar nicht wissen, wie es in einer S-Klasse ist. Wieder zurück zum Thema: Ich bin der Meinung, dass der 3er (selbst der F30) auf dem Gebiet in dieser Autogröße absolut ungeschlagen ist und absolut meinen Geschmack trifft. Ich hoffe da irgendwann mal den G20 fahren zu können. Aber umso überraschender ist es, dass ich im Leon, bezogen auf diesen Punkt, so gut wie nichts vermisse. Ich bin der Meinung, dass der Leon sich überdurchschnittlich geil für den Preis anfühlt. Aber ist natürlich auch sehr Geschmack.

Automatik, Antrieb:
Da Oberklasse/Premium (Sportwagen mal bei Seite gelassen) gerade bei BMW eher Wandlerautomaten hat und der Leon jetzt DSG. Könnte man vllt. sagen: DSG vs Wandler. Das ergibt aber wenig Sinn
und für mich gibt es da auch keinen Gewinner und wäre wieder ein Hammer-Thema für sich. Da ich zumindest die Wandler im BMW ganz gut kenne, vermisse ich vielleicht ein bisschen die allgemeine Souveränität und das Gelassenheitsgefühl eines Wandlers, besonders beim Rangieren und Stop-and-Go. Aber obwohl ich nur das kleine, alte, trockene, nicht auf Haltbarkeit konstruierte, fehleranfällige DQ200 im Leon habe, macht es mir irgendwie trotzdem richtig Freude und fühlt sich nicht schlecht an. Ganz im Gegenteil: Ich weiß ja nicht, was du jetzt genau fährst und ob überhaupt DSG, aber das DQ381 ist, glaub ich, relativ komfortabel für ein DSG und ich würde den Wandler wahrscheinlich noch ein bisschen weniger vermissen. Das DQ381 wird ja praktisch auch in Premium verbaut. (OT: Ich habe in meinem Leben so viel handgeschalten und eigentlich macht es mir auch Spaß, aber Autofahren ist mittlerweile eher Arbeit und ich will beim eigenen Auto nie wieder selbst schalten müssen: ob DSG oder Wandler ist mir am Ende relativ wurscht!)
Zum Antrieb, kann man eh nix sagen, da so unterschiedlich von Modell zu Modell, von Jahr zu Jahr, von Auto zu Auto.
Möchte aber hinzufügen, dass ich mit dem 1.5l im Großen und Ganzen zufrieden bin. Ich hab ab und zu dieses sehr leichte Ruckeln bei Teillast und kälterem Motor (das hoffentlich problemlösende Update kommt irgendwann mal drauf). Es ist einfach ein ganz normaler nicht sehr emotionaler Motor mit dessen Verbrauch ich aber mehr als zufrieden bin. Denn da war mir eben wichtig, dass er in möglichst vielen Situationen relativ sparsam ist. Mit geplanten 20-25000 km im Jahr mit diesem Auto sind wir eher Vielfahrer für Benziner und er sollte auch bei 170 auf der Autobahn sowie in der Stadt den Verbrauch im Rahmen halten. Das tut er wirklich gut und gönnt sich (außer kalt) keine Ausreiser. Im Nachhinein hätten wir vllt. doch den 2.0l Leon nehmen sollen mit dem DQ381, da auch dieser Motor bei 170 km/h noch nicht allzu seeehr den Mund auf machen soll. Und man gerade bei Eigentum mit dem 2.0l und dem besseren DSg vllt. das "bessere" Auto hat. Aber hätte hätte.
Fazit bei diesem Punkt: Bin mit dem "nicht-premium" Leon recht zufrieden mit einer sehr leichten und ab und zu aufflammenden Sehnsucht nach dem Wandler und vielleicht ein paar mehr PS auf der Autobahn. Die PS kannst du aber auch im "nicht-premium" (immer noch ein Scheißbegriff) Cupra haben. Und da verlässt du dann sogar ein wenig den Bereich des "Nutzfahrzeuges" und kommst in die Passion-Sparte, wo Premium oder nicht noch weniger Bedeutung hat, da anderes an Bedeutung gewinnt. (Zusatz zu diesem Punkt: Ich war übrigens vom genannten Fabia echt positiv überrascht, wie der sich fahren lassen hat. Wenn ich das mit dem Renaul Grand Modus vergleiche ...)

Langlebigkeit:
Ähnlich wie Antrieb, kann ich das nicht richtig beurteilen. Man hört tendenziell "bei Premium besser", aber das weiß man persönlich immer erst danach.
Als positives Premium-Beispiel kann ich dir unseren 3er nennen. Bei ca. 230/240000 Kilometern kamen die Stoßdämpfer und Federn. Hatten da zu lange gewartet und Feder ist gebrochen. Der Kabelbaum (irgendwann 250000 km) zur Kofferraumklappe war "angebrochen", konnte aber gelötet werden. Zum Zeitpunkt des Verkaufs gab es hinten innen bei der Kofferraumklappe leichte oberflächliche Roststellen und und er hatte sich ein paar mal beschwert, er wolle einen neuen Rußpartikelfilter. Die Wartungszyklen wurden bis zum Ende eingehalten (bei freie Werkstätten) und das gemacht, was für notwendig erachtet wurde (immer Verschleißteile, bzw. einmal irgendein Austausch am Auspuff oder Abgasskanal wegen Haarriss bei Kilometer 2xxxxxx). Der Lack sah wirklich noch richtig gut aus, trotz nur 2 Wäschen im Jahr und fehlender Garage. Die Stoffsitze innen sahen überraschend wenig abgenutz aus (auch beim Fahrer!). Zweimal im Jahr wurde das Auto von innen geputzt. Alle Schalter, Knöpfe und Hebel funktionierten ohne jemals ausgefallen zu sein. Die Amaturen sahen noch gut aus. Das Lenkrad wenig abgegriffen (wenn ich dass mit dem T4 meiner Eltern vergleiche... das ist aalglat). Dieses Auto hatte in der ganzen Zeit 4 ungeplante Werkstattbesuche, wenn man den nicht mehr reparierten Turbolader am Ende dazuzählt und den Wildunfall weglässt. Und das Beste: in den insgesamt 260.000 km über die knapp 10 Jahre, in denen wir dieses Auto besessen haben und in denen wir mit unterschiedlichen Fahrern der Familie das Ding geschrubbt haben, war nichts, nada, niente, nullzig mit dem Motor. Und dazu noch stets verbrauchsarm trotz Pacen über die Autobahn (wirklich!!!). Ich bin sicher, dass es positive Tendenzen bei Langlebigkeit für Premium-Fahrzeuge gibt und sich "hinten raus" der Mehrpreis trotz höherer Servicekosten amortisiert/amortisiren kann. Da gibt es Geschichten aus dem Benz-Lager, dagegen ist hier unser 3er ein Witz, aber um diese Qualität vermissen zu können, muss man es eben durchziehen. Vorher weißt du das nie. Und es gab auch schon Generationen von Premium-Fahrzeugen, die hätte man besser nie gekauft.
Du weißt beim (Neu-)Kauf halt nur rudimenänter, was du hinten rauskriegst.
Da ist z.B. beim VW T4 VR6 Baujahr 1998 mit mittlerweile 270000km deutlich mehr gewesen, aber das ist auch generell keine Spezialität des VW Busses ;-) . Aber ich schweife ab, was ich eigentlich damit sagen will: Planst du nicht ein Auto 20 Jahre zu fahren, kannst du auch keine Langlebigkeit der Premiumklasse vermissen. Laut Plan geht unser Seat nach ca. 4-5 Jahre und 100.000 km (soweit die Garantie) an den nächsten und ich kann dann in weiteren 5 bis 10 Jahren in Foren wie diesem hier lesen, wie sich der Seat Leon mit dem 1.5l geschlagen hat und wie viel DQ200 er verschlissen hat ;-p. Vielleicht hätte man ihn behalten sollen und er hätte den 3er als bisher "billigstes" Auto abgelöst oder vielleicht auch nicht.

Einzelne Kleinigkeiten am Ende (nicht unbedingt Premium vs. Normal):
- Handbremse bei BMW: mit den "automatischen" Handbremsen jetzt im 5er und 2er habe ich das Gefühl/hoffe es ist besser geworden, aber sowohl beim 3er als auch beim E39/5 mit manuellen Handbremsen musste bei jedem Servicetermin ordentlich nachgezogen werden. Vorerst bleibe ich dabei: BMW und Handbremse ist wie England und Elfmeterschießen! ;-)
- Ich finde die Frontscheibe beim Leon wird in der Mitte bei mehr Dreck (Salz, etc) nicht so richtig ordentlich gewischt. Müsste dann eher am vorderen Teil des linken Wischers liegen. Die Blätter sind ok. Keine Ahnung woran es liegt. Wenn nur leichter Dreck, dann tip top, nur scheint er da irgendwie nicht ausreichend Druck auf die Scheibe zu bringen. Weiß aber nicht, ob das nur bei unserem ist, aber das haben selbst Twingo, Modus, Laguna und VW-Bus hinbekommen. Also wahrscheinlich eher kein Unterschied zum Premiumsegment.
- Wenn wir schon beim Scheibenwischen sind. Was mir im direkten Vergleich zum 3er am Leon besser gefällt. Die Regensensorik reagiert besser und passender zur gewählten Stufe. Da hatte der 3er so seine Eigenheiten manchmal. Beim neueren 2er oder bei den ganzen 5ern ist es mir jetzt aber nix Negatives aufgefallen.
- Bei der sensorischen Einparkhilfe der neueren BMWs (2er und 5er) habe ich das Gefühl, dass sie die Umgebung feiner wahrnehmen als der Leon, da kann ich mich aber täuschen. Der 3er damals war auf exakt dem selben Niveau wie der Leon jetzt. Und das meine ich nicht negativ. Fühle mich im Leon sogar bissl wohler, weil es früher auslöst. Manchmal zu früh, aber ich find's fast gut so.


Preis, Leistung:
Das nächste komplizierte Thema, aber das letzte; ich habs ja mit Langlebigkeit bereits indirekt angerissen und es gibt da ja noch viele weitere Faktoren. Aber hier kann ich es wirklich sehr einfach recht kurz machen, denn das ist es eben, was ich sehr vermisse und diesmal allerdings am Premiumsegment: ein zumindest etwas besseres Preis-Leistungsverhältnis.
Und das zeigt unsere Autosuche des letzten Jahres am Besten. Wir wollten wenigstens einmal im Leben :-D selbst einen Neuwagen und hatten jetzt nicht ewig Zeit zu suchen und zu recherchieren. Aber ein bissl umgeguggt hatten wir uns und natürlich aufgrund der Liebe zum 3er auch bei BMW.
Mit dem Ergebnis: Wenn ich beim Leon, den von uns in anspruchgenommenen Barzahlerrabatt mit einberechne, einmal unfairerweise diesen auch bei weitem nicht mehr so großen Rabatt bei BMW weglasse, und eine grob ähnliche Ausstattung und Motorisierung annehme: Wir hätten uns für das Geld eines 3ers - bis auf ein paar Tausender - wir hätten uns den Leon, so wie er gerade im Hof steht, ZWEIMAL kaufen können. ZWEIMAL. FAST ZWEIMAL! Und wir sprechen hier nicht über irgendeinen Vergleich zwischen einem Auto, welches als Sparmaßname auf alles verzichtet, nur noch aus Blech und 4 Rädern besteht, nur noch dazu da ist von A nach B zu kommen und von LKWs überholt wird mit einem anderen Auto, welches per se das absolute Überauto ist. Selbst wenn da 50000-55000 Euro "rumliegen" würden, frei für den Autokauf... wirklich nicht. Mittlerweile nicht mehr. Ich weiß im Premiumbereich ist wirklich vieles qualitativer und leistungsstärker und es ist am Ende eine Frage der Priorität, der Vorliebe und des Kontostands, aber manchmal frag ich mich schon, wer da draußen die vielen 3er kauft, die da rum fahren; von anderen größeren und teureren Autos, wollen wir lieber erst mal gar nicht anfangen. Ich vergönne es aber den Fahrern/Besitzer wirklich nicht. Aber vielleicht ändern sich einfach meine Prioritäten zum Thema "Autofahren" und vieles aus der Premium- und Oberklasse beeindruckt mich persönlich einfach nicht mehr so und finde ich unnötig. (Auf dem Papier und als Ingenieursleistung bin ich trotzdem oft beeindruckt, da man irgendwie doch immer ein kleiner technikverliebter Autonarr bleibt.)
Außerdem, es gibt auch Dinge, die mir in/an einem "Nicht-Premium-Fahrzeug" besser gefallen (Dieses Thema könnte man mal rumdrehen ;-) .)
Um abzuschließen: Klar kann man was vermissen, wenn man "Premium" gewohnt ist und aufmerksam ist, wie oben beschrieben (vgl. 3-Sterne-Restaurant mit normalem guten Restaurant), aber in meinem Fall (mit unser Seat Leon ST), weiß ein Nicht-Premium-Auto viele nicht-premium-induzierte "Mängel" echt gut zu kompensieren und es schmeckt immer noch verdammt gut beim Lieblingsspanier :) . Und etwas weiß ich jetzt schon: Beim nächsten Fahrzeugwechsel werde ich mit Sicherheit einige Dinge aus dem Leon vermissen, selbst wenn ich wieder auf "Premium" umsteigen werde, was ich aber stark bezweifle und das liegt an genau solchen Autos wie dem Seat Leon!

Vielen Dank für's Lesen!

Vielen Dank für deine Impressionen!
Bei solchen Texten ist es zum einen schön zu schmökern...Gleichzeitig ist es aber schwer eine adäquate Antwort zu geben, die es dem Post entsprechend wert ist. Ich werde es versuchen! Trotzdem gehe ich nicht auf alles ein
;-)!

Also meine Fahrzeughistorie ähnelt irgendwie deiner (falls ich dich trotz internetseitiger Anonymität dutzen kann ;-))
Mein erstes Auto war ein Rover 220 D. Den fuhr ich von 120.000 bis 360.000 km. Danach (ich weiß nicht was mich getrieben hat) kaufte ich mir einen Renault Megane. Habe ihn nach 80.000 km meinen Eltern geschenkt. Leider war es ein schlechtes Geschenk. Kurz darauf Turbolader defekt... Vater war glücklich...NICHT...
Als nächstes kaufte ich einen 2 Jahre alten BMW 320d Facelift 2009 Baujahr mit 80000 runter. Ich fuhr ihn jetzt bis 285000 km. Jetzt kamen Reparaturen wie Stoßdämpfer, komplett Bremsen, Antriebswellen, vorne Radlager/ Nabe, Kraftstoffilterheizung, Fondsklappenmotor und es ist eine Frage der Zeit wann sich der DPF wieder meldet (habe Ihn mit Motul DPF Reinger frei bekommen).
Mein Vater fährt seit 2015 einen Seat Ibiza 2.0 Tdi CR mit 143 Ps. Der hat jetzt 220000 km runter und sieht noch so gut aus, wie am ersten Tag. Keine ungeplanten Ausfälle. Einfach nur ein tolles Auto. Somit hatte ich schon ein bisschen Bezug zu Seat. Nach einem Mal Probesitzen war klar, dass ich mich in das Design von Seat verguckt habe. Ich nehme Bezug zum Preis-Leistung-Punkt und den Assistenzsystemen.
Ich habe ebenfalls versucht bei BMW und Mercedes vorbeizuschauen. Für das Geld meines Seat als Jahreswagen (Ausstattung alles außer Panoramadach, digitales Tachoinstrument, Keyless-Entry-Start-System) konnte ich einen Mercedes oder BMW mit 3 Jahren und 100.000 km kaufen. Das war eine einfache Rechnung. Gleichzeitig war die Ausstattung bei den meisten Fahrzeugen auch nicht so dolle. Kleines Navi, kein Stauassistent oder ACC. Gleichzeitig mit den Km waren mir ein KO-Kriterium.
Da ich beruflich im öffentlichen Dienst arbeite kriege ich auch keinen Firmenwagen etc. Somit brauche ich etwas was gut, günstig und langlebig ist. Es rentiert sich für mich nur ein Auto bis zum bitteren Ende zu fahren. Also quasi bis dass der "Break-even-Point" (1/2 Restwert / Reparaturkosten) uns scheidet.
Ich bin also der Fahrer, der in 10 Jahren Bilanz von einem Seat Leon Fr 2.0 Tdi 184 PS DSG EZ 04/2018 ziehen wird und die er bestimmt hier mit euch teilen wird.

Pahaha, ich denke eher nicht. Erstens: so richtig kenne ich mich mit Autos nicht aus. Und Zweitens: Wenn es nur darum ginge, wäre es auch kürzer gegangen. Aber ich war jetzt mal so unhöflich und habe die wenigen Infos in viele Worte verpackt 😬 . Ist ja Wochenende.

Ist auch nicht mal schlimm, denn ich hab manchmal einfach nur Bock zu schreiben. Ist dann egal wer's liest. Gerade momentan, da mehr Zeit. Aber worüber, weiß ich nie. Und dann kommt auf einmal @Pope daher und fragt nach etwas, was man vor "kurzem" selbst erlebt hat. Da musste es dann einfach mal ein wenig Prosa im Auto-Forum sein 😂. Wenn's zu lang ist, kann man es ja überspringen. Ist ja nicht essentiell. Sondern nur eine Erfahrung/Meinung von vielen. Um ehrlich zu sein sehr verständlich, ich kämpfe auch oft schon beim "Nachrichtenartikellesen" und Whatsappgruppen und und und mit dem Hinterherkommen. Die Zeit ist begrenzt und da ist kürzer ja nicht unbedingt schlechter. Und immer kann man auch nicht so viel tippen.

Bei dir scheint es viele Hülsenfrüchte zu geben 🙃 .

Mühe ist das falsche Wort, siehe oben 😉 . Manchmal ist es irgendwie angenehm irgendetwas zu teilen, gerade wenn einen etwas beschäftigt hat. Wahrscheinlich ist das neben der Hilfestellung auch ein Grund für Foren 🧐 .

Was mir noch eingefallen ist: Modernen Fahrassistenten in Premium und Nicht-Premium. Und da heute viel geschrieben wird, lass ich es ein letztes mal raus 🥴. Ich kenne diese Systeme leider eben nur von BMW und da funktionieren die auch in der Gesamtheit ganz gut, aber ich hab viele von den "aktiven" häufig deaktiviert bzw. erst gar nicht aktiviert/benutzt, da ich es nicht so mag. Passive Sache wie Vibration im Lenkrad bei ungewollter Markierungsüberschreitung und Verkehrszeichenerkennung im Headupdisplay in der Scheibe (selbst beim 2er mit diesem Plastikding) und und und sind schon angenehm. Aber bei den meisten (vor allem den aktiven) Dingen fehlen mir einfach noch die letzten 20 % an Polishing. Selbst bei der Abblendautomatik bin ich entspannter, wenn ich es ganz easy selber mache, als wenn ich mich wieder drüber ärgere, das meine Karre jetzt wieder zu spät abgeblendet hat. Ich will nicht sagen, dass alle Dinge komplett weit weg von Perfektion sind und in den allermeisten Fällen funktioniert's recht gut, aber mir fehlt irgendwie noch etwas dahingehend, dass ich richtig zufrieden bin und ich mich abgelöst fühle. Bei vielen Dingen bin ich der Meinung, dass ich es manuell noch besser kann, wie z.B. bei der Abblendautomatik. Klar, auch der BMW Park Assist macht sein Ding ordentlich und es fühlt sich seltsam bis geil an, wenn das ding selbst in die lücke lenkt. Ich selbst parke aber auch nicht schlecht ein, wenn es drauf ankommt sogar schneller. Beim Schalten eines Getriebes haben diese bösen Maschinen uns; ich gebe mich geschlagen und diese Aufgabe jetzt gerne ab. Vielleicht ist in 5 Jahren einiges mehr so weit, dass ich es genießen kann und im nächsten Auto haben möchte (oder bis dahin sowieso muss), aber beim Leon haben wir uns wirklich aktiv dagegen entschieden, weil wir nicht überzeugt waren und ich es dann irgendwie auch nicht mag so überflüssiges "komplexes" Zeug im Auto zu haben, was ich nicht nutze (genereller Nachteil Premium!) und am Ende wieder ein weiteres Teil sein kann, was Probleme machen kann. Der Stauassistent hat mich wirklich sehr gereizt, aber der war ja von Seat ganz genial ins letzte Paket verlegt. Und nur dafür? Dann halt nur ACC. Und das, obwohl dafür noch locker das Geld da gewesen wäre.
Um zum Thema zurückzukommen: Bei einem Premium-Fahrzeug hätte ich sicherlich etwas an Assistenz reingepackt oder vielleicht schon ohnehin bekommen (wobei da beim 3er auch für vieles noch extra verlangt wurde). Ohne da jetzt total sicher zu sein (fehlender Dauervergleich zum Leon), glaube ich dass die Qualität der Fahrassistenz im Premiumsegment besser und fortgeschrittener ist. Höher ist die Anzahl an Systemen allemal. Dort lohnt sich eben auch die Investition. Ich hoffe, dass wenn man da eine gewisse Assistenzpflicht in der Zukunft einführt und man es dann allen "aufgrängt" (nicht nur negativ gemeint!) der Abstand zu Premium deutlich geringer wird. Ist aber bei Technik ja eigentlich immer so. Aber momentan, wird der Prmiumfahrer, der so etwas gut nutzt, die Qualität oder sogar das ein oder andere komplette Assistenzsystem aus der Premiumklasse vermissen, wenn er "nach unten" wechselt. Ich selbst vermisse aber jetzt nichts. Bin auch (noch) nicht der Typ dafür. Dieses Warnvibrieren im Lenkrad war aber schon dufte und Head-up-Display ist auch nicht schlecht.

Wie angesprochen sind einige Assistenzsysteme nicht im Seat vorhanden. Bei BMW, Mercedes und Audi kriegt man die. Der Mehrwert für den Preis der Premiumhersteller sehe ich trotzdem nicht gegeben. Ich habe jetzt ein Fahrzeug, dass bei dem Preis, alles hat was ich brauche. Für das gleiche brauche ich bei den anderen mind. 5000 Euro mehr und Glück, dass der Verkäufer einen angenehmen Tag hat oder sich verkalkuliert hat.

Gleichzeitig bin ich sehr wütend über den Umgang bei einigen Autohäusern mit Kunden. Klar gibt es überall schwarze Schafe. (Und ich rede jetzt nicht über das abwimmeln bei Schäden, ob es Kulanz ist etc.) Das gibt es bei jedem Hersteller.
Mir geht es darum, dass ich in das Autohaus komme und mich wohlfühle zwischen den "Menschen" (Normal wäre jetzt falsch...wer ist heutzutage noch normal). Ich möchte nicht im Anzug ins Autohaus fahren, sondern in Jeans und einem T-shirt. Mir wird ein Kaffee angeboten und der Verkäufer/Servicemitarbeiter nimmt sich Zeit für mich und ist ehrlich. Das habe ich nur bei KIA/Hyundai und Co. gesehen. Bei meinem lokalen SEAT-Händler ist dies auch. Bei BMW hab ich ca. 90 % der schlechten Sorte an Autohäusern erwischt. Von "ich glaube, wir haben nichts in Ihrem Preissegment" bis zu "Ich weiß, dass der Ölwechsel doppelt soviel kostet wie bei anderen. Dafür fahren Sie aber ein Premiumfahrzeug". Ich möchte nicht ansprechen, wie ich in einer Hamburger Niederlassung aufgrund von Kulanz behandelt wurde. Gleichzeitig sehe ich die Teile kosten z.B. von Bremsen. Doppelter Preis bei selbiger Größe etc.?! Zahle ich vergoldete Scheiben?!
Vielleicht ist es, dass ich langsam in die 30-iger schlittre, aber es gibt wichtigere Sachen als eine "fette, krasse" Karre.

Nicht ansatzweise so gut geschrieben wie @Nytrm, aber ich hoffe es ist ein Mehrwert für die Diskussion :-D!
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #43
PS: Hülsenfrüchte gibt es nur alle paar Wochen frisch aus dem 10 Liter Topf. Der Rest wird eingefroren und bei Bedarf schnell aufgetaut.

Ah, dann kam Erbsensuppe von Vorgestern sozusagen aus dem Gefrierschrank 👍.


Dank dieses Forum habe ich viele Kleinigkeiten, die ich verbesserungswürdig fand, selbst nachgerüstet

Genau! Das kann sogar Freude bereiten. Auch wenn ich selbst jetzt nicht der Typ für große Umbauarbeiten am Auto bin, so Kleinigkeiten sind definitiv eine Option. Ich habe es bis jetzt allerdings nur zu einem Tuch Handschuhfach geschafft. 😒


Der 2.0er mit 190 PS und MLA läuft nochmal eine ganze Ecke angenehmer.

Ja, genau. Denke ich auch. Und könnte man die Zeit zurückspulen, würde ich heute wahrscheinlich am Ende den 2.0l nehmen. Insgesamt letztendlich von der Technik her gesehen sogar noch ein bisschen preis-leistungsstärker. Wir hätten sogar auch gekonnt, da er gerade noch bestellbar war. Ich denke bei uns war dann am Ende ein eher diffuses irrationales Vorsichkeitsgefühl ausschlaggebend, das man als langjähriger Diesel(-halbwegsviel-)fahrer irgendwie hat, wenn man auf auf einen Benziner wechseln will. Ich war es gewohnt in ein Auto einzusteigen, das mir als Reichweite immer etwas um die 1100km angezeigt hat und die 1000 auch häufig problemlos geschafft hat (um beim 3er zu bleiben), und eben fast egal wie ich ihn in der Gesamtheit gefahren bin, ob Winter oder Sommer. Stadt oder Autobahn. Logisch hat ein Diesel auch niedrigere/höhere Verbrauchswerte bei unterschiedlichen Situation. Nachdem man aber nach ca. 1000 km wieder mal beim Tanken ist, merkt man es halt am Durchschittsverbrauch deutlich weniger, ob du mal 200 km lang mit 200 km/h über die Autobahn getigert bist oder ob man 200 km an kurzen Stadtfahrten gesammelt hast. Man macht sich über Reichweite und Tanken so Null Gedanken. Weil es irgendwie keine wirklichen Ausreißer gibt (normale Motorisierung und Gewicht vorausgesetzt) und auch gefühlt deutlich seltener vorkommt, dass man Tanken fährt (leider nur gefühlt 😑 ). (Nur damit der Vergleich stimmt: Der 3er hatte sicherlich auch einen größeren Tank. Ich meine immer um die 55 Liter auf der Tankuhr gehabt zu haben, also wahrscheinlich 60 Liter Tankinhalt oder so.) Wie gesagt, zu besagter Zeit im letzten Jahr, da sind dann halt so zwei "sorglose Dieselfahrer" bei der Internetrecherche gewesen, welche Motorgröße es beim Benziner denn sein soll und hören in den Foren den Benzinfahrern recht erschrocken zu, über welche Verbräuche und Reichweiten geredet wird, bei denen wir spontan sagten: Hey, warte mal, da ist es aber zu "unserem" damaligen Richtung 2 Tonnen gehenden 6-Zylinder 530d xDrive mit 258 PS Diesel auch nicht mehr weit.

Um wieder einmal abzuschließen: Wenn man es hart sagen möchte, waren wir am Ende dann zu "ängstlich" den 2.0er zu nehmen 🙃, durch die fehlende Zeit etwas undifferenziert überrumpelt mit den "Benzinern und ihren Verbräuchen" und damit etwas vorschnell mit der Entscheidung. Aber wir hatten beim Autokauf noch so viel andere Dinge im Kopf (Sparen auf Wohneigentum, nächstes Jahr neue Fahrräder, Benzinpreis in den nächsten 3-5 Jahren und von Kinderplanung fang ich lieber gar nicht erst an ...). Andere Dinge wusste ich eben noch nicht so richtig, wie z.B. die Unterschiede mit der Mehrlenkerhinterachse oder die der DSGs. Das kommuniziert einem Seat ja auch bewusst nicht offensichtlich. Heute würde ich sagen, dass der 2.0er wohl noch zu unserer Kilometerleistung und Finanzplanung gepasst hätte, vor allem da wir ja auch den 3er in Betracht gezogen haben, wenn auch nur kurz 😂. Aufs Jahr gerechnet ist der Mehrverbauch vom 2.0l bei unserer Laufleistung halt auch absolut in Ordnung. Wir hatten gefühlt auch immer die frühere viel höhere Fahrleistung im Kopf. Wie gesagt, es war viel Gefühl und Unwissenheit dabei. Aber ein Fünkchen Richtigkeit steckt ja trotzdem drin, denn der 1,5l ist am Ende logischerweise doch ein wenig sparsamer. Würde ich es drauf ankommen lassen und unter die angezeigt 50l-Restreichweite fahren, würde ich ziemlich häufig auf um die 720 km kommen; bei fast reiner Autobahnfahrt mit zwei Personen und wenig Zuladung und in meinem typischen 140-170km/h-Bereich (wenn halt möglich, meistens wohl zwischen 150 und 160, aber das ist da so eng auf dem Tacho, da erkennste nix). (Anmerkung: Wenn du ihn "leer" fährst, wird auch endlich mal die Durchschnittsverbrauchsanzeige bis aufs Zehntel akkurat.) Von daher bin ich als Ex-Dieselfahrer mit dem 1,5l was den Verbrauch angeht richtig zufrieden. Vielleicht hilft hier dann das DQ200 auch noch ein kleines bisschen mit. Aber am Ende ist es die für mich die Stärke vom 1,5l, dass er eben wenig Ausreißer hat. Außer kalt und besonders unter Volllast auf der Autobahn (hier wäre ein eigener Tankwagen gut.) Aber bei normaler Stadtfahrt ist es akzeptabel und bei den besagten 140-170 km/h passt alles, nur fehlt mir da eben dafür gerade bei leichter Steigung - selbst unbeladen - ein wenig Leistung. Der 1.5er ist jetzt da noch nicht überfordert, aber die Physik lässt sich halt nicht austricksen 😬. Hab meine Fahrweise angepasst und bleibe öfter in der Spur, der Verbrauch dankt's und mein Stresslevel ist besser. Aber im Ganzen möchte ich mich beim Fahren nicht verstellen oder anstrengen müssen, um einen für mich akzeptablen Verbrauchsvorstellung hinzubekommen. Ich will fahren, wie ich fahre und dazu soll Verbrauch und Leistungskomfort des Autos passen und das unter möglichst allen Situationen, die für mich wichtig sind. Das schafft der 1,5l ganz gut. Bei diesem Auto und der möglichen Motorwahl, habe ich vllt. Leistung/Verbrauch nicht ganz super präzise eingeschätzt, aber ich denke beide Motoren sind absolut in Ordnung. Der eine Motor priorisiert ein wenig die Richtung, der andere die andere. Und was die Mehrlenkerhinterachse angeht: die hätten sie mir mal ruhig mit oben drauf geben können :-D . Auf irgendeinen Unterschied zum Golf muss halt dann doch bestanden werden ;-) . Aber das passt schon und ich genieße den Leon auch so.


Gerade der Stauassistent ist richtig klasse.

Das hab ich mir fast gedacht. Hat ich zwar bei BMW irgendwie nie verwendet, obwohl bei allen 5er und sogar im Activ Tourer mit drin. Aber wie gesagt, beim Leon war ich kurz davor zu klicken 🤪 .


Vielen Dank für deine Impressionen!

Bei solchen Texten ist es zum einen schön zu schmökern...Gleichzeitig ist es aber schwer eine adäquate Antwort zu geben

ABSOLUT! Ist wie bei einem Reisebericht. Nur weil man einen liest und sich sogar zur Unterhaltung auch noch informiert fühlt, kennt man das Land ja noch lange nicht. Jeder empfindet es am Ende sowieso wieder anders. Ist einfach so beim Meinungsaustausch und ja nicht schlimm, solange man daraus die die richtigen Schlüsse zieht oder eben besser gar keine 😄. Einfach bissl über ein Thema im Bereich "Auto" quatschen hat ja auch was.


(falls ich dich trotz internetseitiger Anonymität dutzen kann ;-))

Mir wurde vor etlichen Jahren erklärt, dass man es im Internet sogar soll und gerade in Foren. Siezen fühlt sich da irgendwie befremdlich an, nicht wahr Herr Pope. Oder vielleicht sogar Frau Pope 😂 .


Nicht ansatzweise so gut geschrieben wie @Nytrm, aber ich hoffe es ist ein Mehrwert für die Diskussion :-D!

Ich fand's angenehm und informativ und vor allem nicht so elendig lang :-D .

Deinen Erfahrungen nach sind wir schon zwei, die einen 320d hatten, bei dem es so grob ab 250000 "los ging". Ganz so schlimm war es bei uns noch nicht. Der kaputte Turbolader hat uns wahrscheinlich gerettet. Der Verkauf war bei uns aber so oder so geplant, weil man dann doch merkt, dass es eben los geht. Wirklich schön zu hören, dass du da ähnliche Eindrücke hattest. Noch weitere 100000 Meinungen zum 3er, dann sind wie statistisch abgesichert, was den 320d 2008/09 angeht. 😂
Und was deinen Rover angeht: Alle Achtung!

Mein Vater fährt seit 2015 einen Seat Ibiza 2.0 Tdi CR mit 143 Ps. Der hat jetzt 220000 km runter und sieht noch so gut aus, wie am ersten Tag. Keine ungeplanten Ausfälle.

Junge, willst du meine Theorie zur Langlebigkeit wohl kaputt machen 😉. Ne, zeigt eben nur, wie man es sehen sollte, dass man es vielleicht nur tendenziell und mit Vorsicht sagen kann. Ich freu mich zumindest auch auf deinen Bericht in 10 Jahren und drück die Daumen für deinen Leon. Da werde ich vermutlich zwangsweise schon wieder bei einer anderen Marke sein, denn etwas "Bus-artiges" gibt es leider nicht bei SEAT und diese Art von Auto ist einfach mein Traum.

Gleichzeitig bin ich sehr wütend über den Umgang bei einigen Autohäusern mit Kunden.

Also das ist ein wirklich sehr interessantes Thema für sich, nicht nur Premium vs. Non.
Ein wenig Recht gebe ich Ihnen Herr/Frau Pope 😋 auch, was deine Erfahrung im BMW-Autohaus angeht. Da wird schon manchmal demonstrativ gezeigt, betont und gelebt, was man ist oder sein möchte, gerade im Verkaufsbereich. Die haben, denke ich, das Problem, dass sie eine riesengroße Bandbreite bedienen. Das geht vom 1er, den man sich als Ottonormalverdiener wenigsten noch (hart) ersparen kann, bis hin zum M760Li, wo ich mir jetzt lieber ein Haus baue und über mein restliches Leben abbezahle. Da wird in der ein oder anderen Filiale ein Mensch sitzen, der lieber den Low-Budget-Kunden verschreckt, bevor da dem potentiellen 7er-Kunden das Umfeld nicht passt und er zur Konkurrenz geht. Aber natürlich alles übertriebene Spekulation und es gibt auch gute Beispiele zumindest aus der Werkstatt.
Und nämlich bei mir. Es ist so, dass ich mit BMW im Allgemeinen bis jetzt bisher nur gute Erfahrung gemacht habe, was den Service und das Drumherum angeht. Allerdings war ich bisher nur bei zwei verschiedenen Händlern. Der eine Händler, über den auch immer das Leasing bei ganzen erwähnten 5ern und dem 2er gemacht wurde, ist soweit gut. Aber er wurde eben auch noch nie "gefordert". Die Schwiegereltern sind Stammkunden, die 5er hatten nie wirklich etwas. Da wurde ja keiner länger als 2 Jahre behalten. Und beim 2er wurde irgendwas letztes Jahr an der Lambda-Sonde gemacht/ausgetauscht, weil der Boardcomputer gemeckert hatte. Wurde auf Garantie gemacht. Das ist alles eben nichts, womit sich ein Händler eine Auszeichnung verdienen kann. Das muss ja jeder hinkriegen.
Ein BMW-Autohaus in Mainz allerdings hat bei mir ein Stein im Brett. Ich war noch nie vorher da. Mit der dreckigen alten "Gurke" von 320d hingefahren und das Problem geschildert, dass die Zentralveriegelung immer wieder längere Ausfälle hat. Und darum gebeten, dass man auch gleich den Service mitmachen und möglicherweise den stetigen Warnhinweis beim Start für den mittlerweile fehlenden Notfallservices abstellen könnte. Was sich der Typ am Anfang schon bei der gemeinsamen Sichtprüfung am Auto alles angeguggt hat und wie sachlich er mir alles geklärt hat. Er hat genau gefragt, was ich machen lassen möchte. Hat mich auch auf Kleinigkeiten wie die nicht so tollen Wischblätter hingewiesen oder mich gefragt, ob ich einen neuen Verbandskasten benötige, da meiner agbelaufen war. Er hat alles absolut neutral und freundlich akzeptiert, was ich wollte und was nicht. Man hat sich da schon verdammt wohl gefühlt. Die haben mich in den zwei Tagen, in denen der 3er da stand, des Öfteren angerufen und mir den Stand der Dinge erklärt und jeweils den Preis genannt und gefragt ob und wie. Die Entfernung der Warnmeldung zum Notfallservice hätte aufwendiger herausprogrammiert werden müssen. War mir zu teuer. Die Probleme mit der Zentralveriegelung führten sie zurück auf den besagten angeknacksten nach hintenführenden Kabelbaum zurück. Da ein neuer sehr teuer ist (seeeeehr :-D), haben sie mir angeboten einen Versuch zu starten das Ding zu fixen. Und es hat geklappt. Bis zum Verkauf damit nie wieder Probleme gehabt. Mit Wartung und allem war es, wenn ich meiner Erinnerung trauen kann, schon nicht billig. Aber ich bin hin, wollte etwas, zudem ein wie sich herausstellte nicht ganz triviales Problem, hab mich wohl gefühlt, das Problem wurde gelöst, ich wurde mit einbezogen und ernst genommen und habe meinen Kaffee zumindest angeboten bekommen. Außerdem war ich mit Jeans und Jacke da :-D und mir wurde kostenlos das Auto gewaschen. Das Einzige was ich leicht bemängele, ist die abgerechnete Stunde des "ITlers" der scheinbar erst einmal herausfinden musste, wie man diese Warnmeldung weg bekommt. Vielleicht hat er auch noch an was anderes herumdoktorn müssen, aber fand ich zumindest "seltsam". Aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich etwas zusätzlich bekommen hätte oder besser behandelt worden wäre, wenn ich im Anzug und mit einem neuen 7er gekommen wäre. Ich war wirklich zufrieden!

Bei meinen bisherigen SEAT-Autohaus hingegen, kann ich im Groben echt recht gut nachvollziehen, was du meinst, wenn es um schlechten Verkauf geht. Ich war bei drei Seat Händlern (von West nach Ost in die Heimat) und vor allem bei dem in Frankfurt hatte ich echt nicht den Eindruck, dass es sein Job ist Autos zu verkaufen und er das auch visiert. So wenig Engagement. Und da hatte ich noch nicht mal nach seinem Barpreisrabatt gefragt. Was den "Verkauf" bei den drei Händlern angeht, wirkten 2 von 3 ziemlich unmotiviert mir einen neuen Leon zu verkaufen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die ihre eigenen Autos als Verkäufer nicht mal im Ansatz kennen. Ich war zu dem Zeitpunkt noch echt uninformiert und da waren die schwierigsten Fragen, an denen es gescheitert ist, z.B. ob man beim Sicherheitspaket, die Gurtwarner hinten auch abstellen kann, falls man mal was Schwereres drauflegt. Oder oberflächliche Fragen zum Spiegeleinklappen. Äh, äh, also, da muss ich mal kurz telefonieren. Stellt euch vor, ich hätte was zu Unterschieden beim DSG gefragt! Hab mich fast gefühlt wie im Media Markt, nur dass die da nicht telefonieren und nachfragen, sondern kreativ zu fantasieren beginnen. Immerhin dafür ein Punkt für die drei Filialen von Seat 😉. Ich glaube aber, dass es eher Pech war, die Falschen erwischt zu haben. Allerdings habe ich persönlich im Moment leider eine eher negative Quote mit 3-von-3, wenn es ums Wissen ums eigene Fahrzeug geht. Aber vielleicht gibt es Hoffnung: Bei einem Seat-Händler um der Ecke (leider nicht ganz), habe ich im Nachhinein noch die wendbare Kofferraummatte und Winterfußmatten gekauft und die konnten mir meine neuen Fragen zufriedenstellend beantworten, auch ohne dass die Werkstatt angerufen werden musste. Ich hoffe, der Ersteindruck täuscht nicht, da ich diese präventiv mal als "Hausarzt" auserkoren habe.
Aber so tiefgründig, wie hier manche Fragen im Forum mit Erfolg geklärt werden, weckt bei mir den Eindruck, dass die Leute, die die Dinger verkaufen, nicht diejenigen sind, die sich damit am besten auskennen. Trifft wahrscheinlich wieder auf alle Marken zu auch Premium. Vielleicht sollte ich mich in Schale werfen und zum Spaß bei BMW im Show-Room vorbeischauen und ein paar interessante Fragen zum 3er stellen.

Also ohne, dass das jetzt hier irgendeine Aussagekraft hätte und wirkliche Vergleichbarkeit beweist, steht es bei mir persönlich im Moment (noch) 1:0 für das Premiumautohaus und -werkstatt.

Ist jetzt leider vieles wieder off-topic geworden und von Premium->Nichtpremium: eher Umstieg Diesel -> Benziner. Dazu etwas nichtssagendes Klimbim zu Autohäusern. Dickes Sorry! Ich werde das zukünftig mehr im Auge behalten. Man slided so easy in ein anderes Thema. 🤨

Um wenigstens noch etwas neues zum Topic bei zu tragen 😋: Was man beim bereits vor dem Kauf als ehemaliger Premiumfahrer vermissen könnte, wenn man den Konfiguratoren der Nicht-Premium-Anbieter durchgeht: Die Möglichkeit vor allem beim Diesel höhere Leistungen zu bekommen; und bessere Allradoptionen, sofern nicht SUV. Ist mir zumindest in Summe aufgefallen.
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #44
Ah, dann kam Erbsensuppe von Vorgestern sozusagen aus dem Gefrierschrank 👍.




Genau! Das kann sogar Freude bereiten. Auch wenn ich selbst jetzt nicht der Typ für große Umbauarbeiten am Auto bin, so Kleinigkeiten sind definitiv eine Option. Ich habe es bis jetzt allerdings nur zu einem Tuch Handschuhfach geschafft. 😒




Ja, genau. Denke ich auch. Und könnte man die Zeit zurückspulen, würde ich heute wahrscheinlich am Ende den 2.0l nehmen. Insgesamt letztendlich von der Technik her gesehen sogar noch ein bisschen preis-leistungsstärker. Wir hätten sogar auch gekonnt, da er gerade noch bestellbar war. Ich denke bei uns war dann am Ende ein eher diffuses irrationales Vorsichkeitsgefühl ausschlaggebend, das man als langjähriger Diesel(-halbwegsviel-)fahrer irgendwie hat, wenn man auf auf einen Benziner wechseln will. Ich war es gewohnt in ein Auto einzusteigen, das mir als Reichweite immer etwas um die 1100km angezeigt hat und die 1000 auch häufig problemlos geschafft hat (um beim 3er zu bleiben), und eben fast egal wie ich ihn in der Gesamtheit gefahren bin, ob Winter oder Sommer. Stadt oder Autobahn. Logisch hat ein Diesel auch niedrigere/höhere Verbrauchswerte bei unterschiedlichen Situation. Nachdem man aber nach ca. 1000 km wieder mal beim Tanken ist, merkt man es halt am Durchschittsverbrauch deutlich weniger, ob du mal 200 km lang mit 200 km/h über die Autobahn getigert bist oder ob man 200 km an kurzen Stadtfahrten gesammelt hast. Man macht sich über Reichweite und Tanken so Null Gedanken. Weil es irgendwie keine wirklichen Ausreißer gibt (normale Motorisierung und Gewicht vorausgesetzt) und auch gefühlt deutlich seltener vorkommt, dass man Tanken fährt (leider nur gefühlt 😑 ). (Nur damit der Vergleich stimmt: Der 3er hatte sicherlich auch einen größeren Tank. Ich meine immer um die 55 Liter auf der Tankuhr gehabt zu haben, also wahrscheinlich 60 Liter Tankinhalt oder so.) Wie gesagt, zu besagter Zeit im letzten Jahr, da sind dann halt so zwei "sorglose Dieselfahrer" bei der Internetrecherche gewesen, welche Motorgröße es beim Benziner denn sein soll und hören in den Foren den Benzinfahrern recht erschrocken zu, über welche Verbräuche und Reichweiten geredet wird, bei denen wir spontan sagten: Hey, warte mal, da ist es aber zu "unserem" damaligen Richtung 2 Tonnen gehenden 6-Zylinder 530d xDrive mit 258 PS Diesel auch nicht mehr weit.

Um wieder einmal abzuschließen: Wenn man es hart sagen möchte, waren wir am Ende dann zu "ängstlich" den 2.0er zu nehmen 🙃, durch die fehlende Zeit etwas undifferenziert überrumpelt mit den "Benzinern und ihren Verbräuchen" und damit etwas vorschnell mit der Entscheidung. Aber wir hatten beim Autokauf noch so viel andere Dinge im Kopf (Sparen auf Wohneigentum, nächstes Jahr neue Fahrräder, Benzinpreis in den nächsten 3-5 Jahren und von Kinderplanung fang ich lieber gar nicht erst an ...). Andere Dinge wusste ich eben noch nicht so richtig, wie z.B. die Unterschiede mit der Mehrlenkerhinterachse oder die der DSGs. Das kommuniziert einem Seat ja auch bewusst nicht offensichtlich. Heute würde ich sagen, dass der 2.0er wohl noch zu unserer Kilometerleistung und Finanzplanung gepasst hätte, vor allem da wir ja auch den 3er in Betracht gezogen haben, wenn auch nur kurz 😂. Aufs Jahr gerechnet ist der Mehrverbauch vom 2.0l bei unserer Laufleistung halt auch absolut in Ordnung. Wir hatten gefühlt auch immer die frühere viel höhere Fahrleistung im Kopf. Wie gesagt, es war viel Gefühl und Unwissenheit dabei. Aber ein Fünkchen Richtigkeit steckt ja trotzdem drin, denn der 1,5l ist am Ende logischerweise doch ein wenig sparsamer. Würde ich es drauf ankommen lassen und unter die angezeigt 50l-Restreichweite fahren, würde ich ziemlich häufig auf um die 720 km kommen; bei fast reiner Autobahnfahrt mit zwei Personen und wenig Zuladung und in meinem typischen 140-170km/h-Bereich (wenn halt möglich, meistens wohl zwischen 150 und 160, aber das ist da so eng auf dem Tacho, da erkennste nix). (Anmerkung: Wenn du ihn "leer" fährst, wird auch endlich mal die Durchschnittsverbrauchsanzeige bis aufs Zehntel akkurat.) Von daher bin ich als Ex-Dieselfahrer mit dem 1,5l was den Verbrauch angeht richtig zufrieden. Vielleicht hilft hier dann das DQ200 auch noch ein kleines bisschen mit. Aber am Ende ist es die für mich die Stärke vom 1,5l, dass er eben wenig Ausreißer hat. Außer kalt und besonders unter Volllast auf der Autobahn (hier wäre ein eigener Tankwagen gut.) Aber bei normaler Stadtfahrt ist es akzeptabel und bei den besagten 140-170 km/h passt alles, nur fehlt mir da eben dafür gerade bei leichter Steigung - selbst unbeladen - ein wenig Leistung. Der 1.5er ist jetzt da noch nicht überfordert, aber die Physik lässt sich halt nicht austricksen 😬. Hab meine Fahrweise angepasst und bleibe öfter in der Spur, der Verbrauch dankt's und mein Stresslevel ist besser. Aber im Ganzen möchte ich mich beim Fahren nicht verstellen oder anstrengen müssen, um einen für mich akzeptablen Verbrauchsvorstellung hinzubekommen. Ich will fahren, wie ich fahre und dazu soll Verbrauch und Leistungskomfort des Autos passen und das unter möglichst allen Situationen, die für mich wichtig sind. Das schafft der 1,5l ganz gut. Bei diesem Auto und der möglichen Motorwahl, habe ich vllt. Leistung/Verbrauch nicht ganz super präzise eingeschätzt, aber ich denke beide Motoren sind absolut in Ordnung. Der eine Motor priorisiert ein wenig die Richtung, der andere die andere. Und was die Mehrlenkerhinterachse angeht: die hätten sie mir mal ruhig mit oben drauf geben können :-D . Auf irgendeinen Unterschied zum Golf muss halt dann doch bestanden werden ;-) . Aber das passt schon und ich genieße den Leon auch so.




Das hab ich mir fast gedacht. Hat ich zwar bei BMW irgendwie nie verwendet, obwohl bei allen 5er und sogar im Activ Tourer mit drin. Aber wie gesagt, beim Leon war ich kurz davor zu klicken 🤪 .




ABSOLUT! Ist wie bei einem Reisebericht. Nur weil man einen liest und sich sogar zur Unterhaltung auch noch informiert fühlt, kennt man das Land ja noch lange nicht. Jeder empfindet es am Ende sowieso wieder anders. Ist einfach so beim Meinungsaustausch und ja nicht schlimm, solange man daraus die die richtigen Schlüsse zieht oder eben besser gar keine 😄. Einfach bissl über ein Thema im Bereich "Auto" quatschen hat ja auch was.




Mir wurde vor etlichen Jahren erklärt, dass man es im Internet sogar soll und gerade in Foren. Siezen fühlt sich da irgendwie befremdlich an, nicht wahr Herr Pope. Oder vielleicht sogar Frau Pope 😂 .




Ich fand's angenehm und informativ und vor allem nicht so elendig lang :-D .

Deinen Erfahrungen nach sind wir schon zwei, die einen 320d hatten, bei dem es so grob ab 250000 "los ging". Ganz so schlimm war es bei uns noch nicht. Der kaputte Turbolader hat uns wahrscheinlich gerettet. Der Verkauf war bei uns aber so oder so geplant, weil man dann doch merkt, dass es eben los geht. Wirklich schön zu hören, dass du da ähnliche Eindrücke hattest. Noch weitere 100000 Meinungen zum 3er, dann sind wie statistisch abgesichert, was den 320d 2008/09 angeht. 😂
Und was deinen Rover angeht: Alle Achtung!



Junge, willst du meine Theorie zur Langlebigkeit wohl kaputt machen 😉. Ne, zeigt eben nur, wie man es sehen sollte, dass man es vielleicht nur tendenziell und mit Vorsicht sagen kann. Ich freu mich zumindest auch auf deinen Bericht in 10 Jahren und drück die Daumen für deinen Leon. Da werde ich vermutlich zwangsweise schon wieder bei einer anderen Marke sein, denn etwas "Bus-artiges" gibt es leider nicht bei SEAT und diese Art von Auto ist einfach mein Traum.



Also das ist ein wirklich sehr interessantes Thema für sich, nicht nur Premium vs. Non.
Ein wenig Recht gebe ich Ihnen Herr/Frau Pope 😋 auch, was deine Erfahrung im BMW-Autohaus angeht. Da wird schon manchmal demonstrativ gezeigt, betont und gelebt, was man ist oder sein möchte, gerade im Verkaufsbereich. Die haben, denke ich, das Problem, dass sie eine riesengroße Bandbreite bedienen. Das geht vom 1er, den man sich als Ottonormalverdiener wenigsten noch (hart) ersparen kann, bis hin zum M760Li, wo ich mir jetzt lieber ein Haus baue und über mein restliches Leben abbezahle. Da wird in der ein oder anderen Filiale ein Mensch sitzen, der lieber den Low-Budget-Kunden verschreckt, bevor da dem potentiellen 7er-Kunden das Umfeld nicht passt und er zur Konkurrenz geht. Aber natürlich alles übertriebene Spekulation und es gibt auch gute Beispiele zumindest aus der Werkstatt.
Und nämlich bei mir. Es ist so, dass ich mit BMW im Allgemeinen bis jetzt bisher nur gute Erfahrung gemacht habe, was den Service und das Drumherum angeht. Allerdings war ich bisher nur bei zwei verschiedenen Händlern. Der eine Händler, über den auch immer das Leasing bei ganzen erwähnten 5ern und dem 2er gemacht wurde, ist soweit gut. Aber er wurde eben auch noch nie "gefordert". Die Schwiegereltern sind Stammkunden, die 5er hatten nie wirklich etwas. Da wurde ja keiner länger als 2 Jahre behalten. Und beim 2er wurde irgendwas letztes Jahr an der Lambda-Sonde gemacht/ausgetauscht, weil der Boardcomputer gemeckert hatte. Wurde auf Garantie gemacht. Das ist alles eben nichts, womit sich ein Händler eine Auszeichnung verdienen kann. Das muss ja jeder hinkriegen.
Ein BMW-Autohaus in Mainz allerdings hat bei mir ein Stein im Brett. Ich war noch nie vorher da. Mit der dreckigen alten "Gurke" von 320d hingefahren und das Problem geschildert, dass die Zentralveriegelung immer wieder längere Ausfälle hat. Und darum gebeten, dass man auch gleich den Service mitmachen und möglicherweise den stetigen Warnhinweis beim Start für den mittlerweile fehlenden Notfallservices abstellen könnte. Was sich der Typ am Anfang schon bei der gemeinsamen Sichtprüfung am Auto alles angeguggt hat und wie sachlich er mir alles geklärt hat. Er hat genau gefragt, was ich machen lassen möchte. Hat mich auch auf Kleinigkeiten wie die nicht so tollen Wischblätter hingewiesen oder mich gefragt, ob ich einen neuen Verbandskasten benötige, da meiner agbelaufen war. Er hat alles absolut neutral und freundlich akzeptiert, was ich wollte und was nicht. Man hat sich da schon verdammt wohl gefühlt. Die haben mich in den zwei Tagen, in denen der 3er da stand, des Öfteren angerufen und mir den Stand der Dinge erklärt und jeweils den Preis genannt und gefragt ob und wie. Die Entfernung der Warnmeldung zum Notfallservice hätte aufwendiger herausprogrammiert werden müssen. War mir zu teuer. Die Probleme mit der Zentralveriegelung führten sie zurück auf den besagten angeknacksten nach hintenführenden Kabelbaum zurück. Da ein neuer sehr teuer ist (seeeeehr :-D), haben sie mir angeboten einen Versuch zu starten das Ding zu fixen. Und es hat geklappt. Bis zum Verkauf damit nie wieder Probleme gehabt. Mit Wartung und allem war es, wenn ich meiner Erinnerung trauen kann, schon nicht billig. Aber ich bin hin, wollte etwas, zudem ein wie sich herausstellte nicht ganz triviales Problem, hab mich wohl gefühlt, das Problem wurde gelöst, ich wurde mit einbezogen und ernst genommen und habe meinen Kaffee zumindest angeboten bekommen. Außerdem war ich mit Jeans und Jacke da :-D und mir wurde kostenlos das Auto gewaschen. Das Einzige was ich leicht bemängele, ist die abgerechnete Stunde des "ITlers" der scheinbar erst einmal herausfinden musste, wie man diese Warnmeldung weg bekommt. Vielleicht hat er auch noch an was anderes herumdoktorn müssen, aber fand ich zumindest "seltsam". Aber ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich etwas zusätzlich bekommen hätte oder besser behandelt worden wäre, wenn ich im Anzug und mit einem neuen 7er gekommen wäre. Ich war wirklich zufrieden!

Bei meinen bisherigen SEAT-Autohaus hingegen, kann ich im Groben echt recht gut nachvollziehen, was du meinst, wenn es um schlechten Verkauf geht. Ich war bei drei Seat Händlern (von West nach Ost in die Heimat) und vor allem bei dem in Frankfurt hatte ich echt nicht den Eindruck, dass es sein Job ist Autos zu verkaufen und er das auch visiert. So wenig Engagement. Und da hatte ich noch nicht mal nach seinem Barpreisrabatt gefragt. Was den "Verkauf" bei den drei Händlern angeht, wirkten 2 von 3 ziemlich unmotiviert mir einen neuen Leon zu verkaufen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die ihre eigenen Autos als Verkäufer nicht mal im Ansatz kennen. Ich war zu dem Zeitpunkt noch echt uninformiert und da waren die schwierigsten Fragen, an denen es gescheitert ist, z.B. ob man beim Sicherheitspaket, die Gurtwarner hinten auch abstellen kann, falls man mal was Schwereres drauflegt. Oder oberflächliche Fragen zum Spiegeleinklappen. Äh, äh, also, da muss ich mal kurz telefonieren. Stellt euch vor, ich hätte was zu Unterschieden beim DSG gefragt! Hab mich fast gefühlt wie im Media Markt, nur dass die da nicht telefonieren und nachfragen, sondern kreativ zu fantasieren beginnen. Immerhin dafür ein Punkt für die drei Filialen von Seat 😉. Ich glaube aber, dass es eher Pech war, die Falschen erwischt zu haben. Allerdings habe ich persönlich im Moment leider eine eher negative Quote mit 3-von-3, wenn es ums Wissen ums eigene Fahrzeug geht. Aber vielleicht gibt es Hoffnung: Bei einem Seat-Händler um der Ecke (leider nicht ganz), habe ich im Nachhinein noch die wendbare Kofferraummatte und Winterfußmatten gekauft und die konnten mir meine neuen Fragen zufriedenstellend beantworten, auch ohne dass die Werkstatt angerufen werden musste. Ich hoffe, der Ersteindruck täuscht nicht, da ich diese präventiv mal als "Hausarzt" auserkoren habe.
Aber so tiefgründig, wie hier manche Fragen im Forum mit Erfolg geklärt werden, weckt bei mir den Eindruck, dass die Leute, die die Dinger verkaufen, nicht diejenigen sind, die sich damit am besten auskennen. Trifft wahrscheinlich wieder auf alle Marken zu auch Premium. Vielleicht sollte ich mich in Schale werfen und zum Spaß bei BMW im Show-Room vorbeischauen und ein paar interessante Fragen zum 3er stellen.

Also ohne, dass das jetzt hier irgendeine Aussagekraft hätte und wirkliche Vergleichbarkeit beweist, steht es bei mir persönlich im Moment (noch) 1:0 für das Premiumautohaus und -werkstatt.

Ist jetzt leider vieles wieder off-topic geworden und von Premium->Nichtpremium: eher Umstieg Diesel -> Benziner. Dazu etwas nichtssagendes Klimbim zu Autohäusern. Dickes Sorry! Ich werde das zukünftig mehr im Auge behalten. Man slided so easy in ein anderes Thema. 🤨

Um wenigstens noch etwas neues zum Topic bei zu tragen 😋: Was man beim bereits vor dem Kauf als ehemaliger Premiumfahrer vermissen könnte, wenn man den Konfiguratoren der Nicht-Premium-Anbieter durchgeht: Die Möglichkeit vor allem beim Diesel höhere Leistungen zu bekommen; und bessere Allradoptionen, sofern nicht SUV. Ist mir zumindest in Summe aufgefallen.
Ich denke, du meinst die Autohäuser Brass in Frankfurt. Ja. Dort war ich auch und die waren wirklich recht unmotiviert bei der Sache. Gerade weil ich eigentlich einen kaufen wollte. Habe mich dann doch dagegen entschieden. Mein Händler kommt aus dem Westerwald und ist echt top!

Zu meinem Rover: der Wagen hatte kein richtiges Steuergerät für den Motor. Also nicht mal OBD. Der Wagen war ein Traktor und hörte sich auch so an. Gleichzeitig fahre ich auch recht entspannt, deshalb geht auch "meistens" alles gut :D!

Nenn mich Herr Pope xD..Alles gut..dutzen ist gut...dann bleibt man jung :D

Ich finds auch schade, dass der 184 PS Motor bei den neuen eingestampft wurde. 150 PS ist auch gut...aber du spürst in bestimmten Situationen, dass etwas fehlt...
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #45
Ich denke, du meinst die Autohäuser Brass in Frankfurt.
Haha. Ja genau. Ich kam letztes Jahr genau zum Wechsel als Brass die Niederlassung Frankfurt übernehmen wollte oder es schon getan hatte. Vielleicht war's deshalb so seltsam von der Stimmung und der Motivation da drin. Aber man möchte ja trotzdem Autos verkaufen, oder?

Ich finds auch schade, dass der 184 PS Motor bei den neuen eingestampft wurde. 150 PS ist auch gut...aber du spürst in bestimmten Situationen, dass etwas fehlt...
Vielleicht kommt da wieder was im Leon 4. Ich hab da leider gar keine Ahnung, ob die 184-PS-Maschine nur wegen der Umstellung zum neun Leon "eingestellt" worden ist oder generell. Gibt sicherlich einen, der das hier weiß 😉 .

Nenn mich Herr Pope xD..Alles gut..dutzen ist gut...dann bleibt man jung
Na klar, Herr Pope, wie du willst.
 
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  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #46
Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für das Verkaufspersonal bei Premiummarkenhändlern brechen. Die erschrecken sich nur, wenn Privatpersonen ein Auto kaufen möchten. Sie haben ja sonst nur mit Geschäftskunden zu tun.
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #47
Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für das Verkaufspersonal bei Premiummarkenhändlern brechen. Die erschrecken sich nur, wenn Privatpersonen ein Auto kaufen möchten. Sie haben ja sonst nur mit Geschäftskunden zu tun.

Hahaha. 😂😂 das Schlimme daran ist: „Es stimmt!“
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #48
Die erschrecken sich nur, wenn Privatpersonen ein Auto kaufen möchten. Sie haben ja sonst nur mit Geschäftskunden zu tun.
Oh, stimmt. Da war ja besonders BMW ganz vorne mit dabei. Irgendwas mit nur 20 % an Privat oder so. Weiß aber nicht mehr welches Modell. 5er?
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #49
Wenn man die Dienstwagenregelung kippen würde hätten wir 3 Marken weniger. Und manch Modell anderer OEMs wäre auch schon längst vom Markt.
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #50
Das Flottengeschäft ist gerade für BMW (beim 3er und 5er), Audi (beim A4 und A6), Mercedes (C- und E-Klasse) und VW (Passat, aber auch in großen Stückzahlen Golf) das Massengeschäft. Hinzu kommen Kunden, deren Arbeitgeber den Beschäftigten interessante Leasingmodelle in Verbindung mit Entgeltumwandlung anbieten. Die Stückzahlen sind da schon recht hoch. Mietwagenflotten, die regelmäßig ausgetauscht werden und nicht zu vergessen die große Stückzahl an Fahrzeugen, die als Dienstwagen der Hersteller jedes Jahr den Markt fluten. Otto-Normal-Verbraucher erwirbt dann in der Folge solche Fahrzeuge als Gebrauchtwagen. Diese sind dann erschwinglich und die Vertragswerkstätten haben langjährig ihren Umsatz mit Service und Reparaturen gesichert. Nur wenige sind tatsächlich in der Lage, sich solche Fahrzeuge privat neu zu kaufen. Die Neuwagenausstellung im Showroom ist dann eher das Schaufenster für viele Privatkunden, die sich lediglich einen Eindruck von den Fahrzeugen machen wollen, aber eigentlich einen jungen Gebrauchtwagen suchen.

Diens- bzw. Firmenwagenfahrer stellen weniger Fragen zur Technik, sondern ihnen ist die Ausstattung im Gespräch wichtig. Während vor 20-30 Jahren ein Autoverkäufer noch viel tiefer gehende Fragen zur Technik beantworten konnten, ist dies heute eher nachrangig. Wesentlich ist eher, dass man die gängigen Ausstattungsvarianten kennt.

Früher konnte man sich mit einem Autoverkäufer auch noch über das Fahrgefühl eines Autos unterhalten und man merkte, dass sie Ahnung von dem Produkt haben. Bis auf wenige Ausnahmen ist dies leider heute nicht mehr der Fall. Als ich mich vor 10 Jahren mit dem Kauf eines Mittelklassekombis beschäftigte, war ich an einem freien Tag in Jeans und Shirt bei BMW, um mir den 3er Kombi anzuschauen. In der halben Stunde im AH kam kein VK auf mich zu. Prospekte waren nicht aufgefüllt und auf meine Frage nach Unterlagen hieß es, die seien auf dem Lager und man habe gerade keine Zeit. Ich könne mich im Internet informieren oder in der kommenden Woche noch mal vorbeischauen. Also ging ich wieder. Es war eine große BMW-Niederlassung.

In der darauffolgenden Woche bin ich nach einem Termin in der Nähe dieser Niederlassung um die Mittagszeit im Anzug dort aufgelaufen. Ich wollte mir den 3er nochmal ansehen und Prospekte mitnehmen. Derselbe Verkäufer war gerade in einem Gespräch mit einem Interessenten, kam aber kurz auf mich zu und bot mir einen Kaffee an. Er hätte gleich Zeit für mich. Ich bedankte mich freundlich, fragte nur kurz nach Prospekten, die er mir sofort holte und lehnte den Kaffee ab.

Ich kaufte mir einen Alfa 159 Sportwagon, der sich als total zuverlässiges Auto herausstellte. In den 8,5 Jahren, in denen ich den Wagen fuhr, gab es nur einen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt wegen eines defekten Radlagers bei 180tkm. Mit 220tkm verkaufte ich den Wagen in sehr gutem Zustand wegen drohender Dieselfahrverbote und da ich zum Pendeln auf die Bahn umgestiegen bin. In den Jahren habe ich die Drosselklappe selbst gewechselt, einen Ladedrucksensor getauscht und ein defektes elektronisches Lenkradschloss selbst repariert. Ansonsten nur in regelmäßigen Abständen Bremsbeläge und -scheiben getauscht. Zwischen den Inspektionsterminen bzw. Ölwechseln (alle 30tkm) musste ich nie Öl nachfüllen.

Der Leon kommt vom Fahrwerk her an den Komfort des Alfas nicht ran, trotz DCC. Auch die Lenkung war im Alfa besser, weil viel direkter. Die Materialien des Alfas waren gerade im Innenraum auf ganz anderem Niveau als beim Seat. Deutlich weniger Hartplastik und z.B. alle Ablagen und das Handschuhfach waren ausgekleidet und Armaturenbrett und Türverkleidungen mit weichen Oberflächen versehen. Der Alfa war keinen Deut schlechter als ein vergleichbares deutsches Premiumprodukt. Ich weiß, jetzt kommen die um die Ecke, die auf Pannenstatistiken, Rostprobleme und den schlechten Ruf hinweisen. Der Ruf resultiert aus den 70er Jahren mit dem Supergau Alfasud. Rostprobleme gibt es keine, da schon seit Ewigkeiten vollverzinkt. Die schlechte Pannenstatistik rührt daher, dass Alfa auf einen eigenen Pannendienst verzichtet hat und dies an den ADAC vergeben hatte. Ein Fehler. Die Premiummarken hatten nicht weniger Pannen und Probleme. Sie wurden nur vom eigenen Dienst behoben und tauchten so erst gar nicht in der Statistik auf. Kollegen und Bekannte, die Premiumfahrzeuge fuhren, hatten mehr Werkstattaufenthalte und Probleme. Ggf. war ich auch nur ein Einzelfall - keine Ahnung. Der Vorgänger des 159er in meinem Fuhrpark war übrigens ein 156er Sportwagon mit 2,4 l Diesel. Den habe ich nach 320tkm verkauft und mit diesem hatte ich zwei außerplanmäßige Werkstattaufenthalte in 10 Jahren. Z.B. einen durchgerosteten Endschalldämpfer wie bei dem Wagen davor, einem Opel Vectra Caravan bei 32tkm, gab es nicht. Stoßdämpfer waren auch alle in Ordnung. Beim 156er machten lediglich die Buchsen der Aufhängungen Probleme. Sonst war ich top zufrieden.

Zurück zum Autokauf: In mehreren Seat-Autohäusern in der Region war es anders als bei den Premiummarken. Ich wurde als Interessent wahrgenommen und sehr freundlich behandelt. Ich bekam die notwendigen Infos. Der Verkäufer, der mir später das Auto verkaufte, kannte den Wagen sehr gut und war sehr kompetent. Zu Seat bin ich allerdings gewechselt, da mir Alfa nichts vergleichbares mehr bot und der Leon mir schon immer gut gefiel. Bisher habe ich es nicht bereut und dass es sich nicht um ein Premiumprodukt handelt, war mir ja vorher klar. Im Nachhinein hat mich der Leon positiv überrascht und ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so schnell an den Wagen gewöhne.

Ich habe ja noch etwas Zeit, bis mein Leasingvertrag ausläuft. Den ursprünglichen Plan, nach dem Leasing wieder einen Alfa zu fahren, habe ich noch nicht verworfen, da mich diese Autos einfach faszinieren und sich die Giulia einfach fantastisch fährt. Ob es mir am Ende aber auch das Geld mehr wert ist, glaube ich langsam nicht mehr. Der Leon hat ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis und ist ein grundsolides Auto mit kleinen Schwächen über die man aber hinwegsehen sollte, da sie eher dem eigenen Anspruch geschuldet sind. Auch nach den langen Jahren der Bauzeit wirkt der 5F noch optisch moderner und ansprechender als mancher Mitbewerber.
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #51
Früher konnte man sich mit einem Autoverkäufer auch noch über das Fahrgefühl eines Autos unterhalten und man merkte, dass sie Ahnung von dem Produkt haben. Bis auf wenige Ausnahmen ist dies leider heute nicht mehr der Fall. Als ich mich vor 10 Jahren mit dem Kauf eines Mittelklassekombis beschäftigte, war ich an einem freien Tag in Jeans und Shirt bei BMW, um mir den 3er Kombi anzuschauen. In der halben Stunde im AH kam kein VK auf mich zu. Prospekte waren nicht aufgefüllt und auf meine Frage nach Unterlagen hieß es, die seien auf dem Lager und man habe gerade keine Zeit. Ich könne mich im Internet informieren oder in der kommenden Woche noch mal vorbeischauen. Also ging ich wieder. Es war eine große BMW-Niederlassung.

In der darauffolgenden Woche bin ich nach einem Termin in der Nähe dieser Niederlassung um die Mittagszeit im Anzug dort aufgelaufen. Ich wollte mir den 3er nochmal ansehen und Prospekte mitnehmen. Derselbe Verkäufer war gerade in einem Gespräch mit einem Interessenten, kam aber kurz auf mich zu und bot mir einen Kaffee an. Er hätte gleich Zeit für mich. Ich bedankte mich freundlich, fragte nur kurz nach Prospekten, die er mir sofort holte und lehnte den Kaffee ab.

Ich kaufte mir einen Alfa 159 Sportwagon, der sich als total zuverlässiges Auto herausstellte. In den 8,5 Jahren, in denen ich den Wagen fuhr, gab es nur einen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt wegen eines defekten Radlagers bei 180tkm. Mit 220tkm verkaufte ich den Wagen in sehr gutem Zustand wegen drohender Dieselfahrverbote und da ich zum Pendeln auf die Bahn umgestiegen bin. In den Jahren habe ich die Drosselklappe selbst gewechselt, einen Ladedrucksensor getauscht und ein defektes elektronisches Lenkradschloss selbst repariert. Ansonsten nur in regelmäßigen Abständen Bremsbeläge und -scheiben getauscht. Zwischen den Inspektionsterminen bzw. Ölwechseln (alle 30tkm) musste ich nie Öl nachfüllen.

Der Leon kommt vom Fahrwerk her an den Komfort des Alfas nicht ran, trotz DCC. Auch die Lenkung war im Alfa besser, weil viel direkter. Die Materialien des Alfas waren gerade im Innenraum auf ganz anderem Niveau als beim Seat. Deutlich weniger Hartplastik und z.B. alle Ablagen und das Handschuhfach waren ausgekleidet und Armaturenbrett und Türverkleidungen mit weichen Oberflächen versehen. Der Alfa war keinen Deut schlechter als ein vergleichbares deutsches Premiumprodukt. Ich weiß, jetzt kommen die um die Ecke, die auf Pannenstatistiken, Rostprobleme und den schlechten Ruf hinweisen. Der Ruf resultiert aus den 70er Jahren mit dem Supergau Alfasud. Rostprobleme gibt es keine, da schon seit Ewigkeiten vollverzinkt. Die schlechte Pannenstatistik rührt daher, dass Alfa auf einen eigenen Pannendienst verzichtet hat und dies an den ADAC vergeben hatte. Ein Fehler. Die Premiummarken hatten nicht weniger Pannen und Probleme. Sie wurden nur vom eigenen Dienst behoben und tauchten so erst gar nicht in der Statistik auf. Kollegen und Bekannte, die Premiumfahrzeuge fuhren, hatten mehr Werkstattaufenthalte und Probleme. Ggf. war ich auch nur ein Einzelfall - keine Ahnung. Der Vorgänger des 159er in meinem Fuhrpark war übrigens ein 156er Sportwagon mit 2,4 l Diesel. Den habe ich nach 320tkm verkauft und mit diesem hatte ich zwei außerplanmäßige Werkstattaufenthalte in 10 Jahren. Z.B. einen durchgerosteten Endschalldämpfer wie bei dem Wagen davor, einem Opel Vectra Caravan bei 32tkm, gab es nicht. Stoßdämpfer waren auch alle in Ordnung. Beim 156er machten lediglich die Buchsen der Aufhängungen Probleme. Sonst war ich top zufrieden.

Zurück zum Autokauf: In mehreren Seat-Autohäusern in der Region war es anders als bei den Premiummarken. Ich wurde als Interessent wahrgenommen und sehr freundlich behandelt. Ich bekam die notwendigen Infos. Der Verkäufer, der mir später das Auto verkaufte, kannte den Wagen sehr gut und war sehr kompetent. Zu Seat bin ich allerdings gewechselt, da mir Alfa nichts vergleichbares mehr bot und der Leon mir schon immer gut gefiel. Bisher habe ich es nicht bereut und dass es sich nicht um ein Premiumprodukt handelt, war mir ja vorher klar. Im Nachhinein hat mich der Leon positiv überrascht und ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so schnell an den Wagen gewöhne.

Ich habe ja noch etwas Zeit, bis mein Leasingvertrag ausläuft. Den ursprünglichen Plan, nach dem Leasing wieder einen Alfa zu fahren, habe ich noch nicht verworfen, da mich diese Autos einfach faszinieren und sich die Giulia einfach fantastisch fährt. Ob es mir am Ende aber auch das Geld mehr wert ist, glaube ich langsam nicht mehr. Der Leon hat ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis und ist ein grundsolides Auto mit kleinen Schwächen über die man aber hinwegsehen sollte, da sie eher dem eigenen Anspruch geschuldet sind. Auch nach den langen Jahren der Bauzeit wirkt der 5F noch optisch moderner und ansprechender als mancher Mitbewerber.

Das ist genau die Betrachtung der Mitautoren diese Threads.
Ich finde es ist einfach ein Unding was hier in der Automobilbranche geschieht. Für wen bauen die den nun die Fahrzeuge. Ich denke, dass es die Reparaturen und nicht der Neukauf der Fahrzeuge, das Überleben der Autohäuser garantiert. Der Neukauf ist eine Einmalzahlung die unter vielen Akteuren aufgeteilt werden muss. Die Reparaturkosten und der Gebrauchtwagenverkauf, der im Schwerpunkt den Privatkunden betrifft, der bringt das Geld. Korrigiert mich falls ich falsch liege. Ich denke nur, dass die Mitarbeiter doch geschult werden. Dann muss der Verkäufer doch schnallen, dass es nicht nur Firmenkunden bzw. "Reiche" gibt. Ich glaube, wenn man oft mit hochnäsigem Klientel zu tun hat, dann färbt es ab. Trotzdem muss ich sagen, dass Wohlstand nicht automatisch "Hochnäsigkeit" bedeutet. Menschen sind überall Menschen...
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #52
Ah, Verkauf, mein Thema.
Ist sehr schön differenziert dargestellt bisher. In der Automobilbranche wird ja besonders viel gejammert und das böse Internet ist Schuld an der Misere.
Der lokale Händler hat daher nur die Möglichkeit in Sachen Service und Beratung zu punkten, macht aber gerade da mitunter den schlechtesten Job. Angefangen von schlecht ausgebildeten Verkäufern bis hin zu schlechtem Service was die Werkstatt betrifft, sind da, wo die einzigen Potentiale schlummern, große Lücken vorhanden. Wenn schon dieses berühmt berüchtigte "kann isch ihnen helfen?" kommt, bin ich bereits bedient und sage dann auch ganz bestimmt nein. Wissen die Händler eigentlich nicht, dass exakt in diesem Augenblick über die Zukunft ihres Autohauses entschieden wird? 😏
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #53
Ah, Verkauf, mein Thema.
Ist sehr schön differenziert dargestellt bisher. In der Automobilbranche wird ja besonders viel gejammert und das böse Internet ist Schuld an der Misere.
Der lokale Händler hat daher nur die Möglichkeit in Sachen Service und Beratung zu punkten, macht aber gerade da mitunter den schlechtesten Job. Angefangen von schlecht ausgebildeten Verkäufern bis hin zu schlechtem Service was die Werkstatt betrifft, sind da, wo die einzigen Potentiale schlummern, große Lücken vorhanden. Wenn schon dieses berühmt berüchtigte "kann isch ihnen helfen?" kommt, bin ich bereits bedient und sage dann auch ganz bestimmt nein. Wissen die Händler eigentlich nicht, dass exakt in diesem Augenblick über die Zukunft ihres Autohauses entschieden wird? 😏

Das ist es ja. Ich fahre zum Autohaus, um geholfen zu bekommen. Ich würde mich nicht einmal über etwas höhere Servicegebühren beschweren, wenn die Leute mit dem Käufer ordentlich umgehen. Aber heutzutage ist es trendy einen Job zu haben indem man viel verdient und nichts macht. Da es solche Jobs nicht bzw. zu wenige gibt so versuchen es die Menschen in ihrem jetzigen umzusetzen. 😂
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #54
Ein Beispiel: "guten Tag der Herr, wie ich sehe interessieren Sie sich für das neueste Modell aus dem Hause Seat, den Leon, der im Januar seine Weltpremiere feierte. Dieser hier, hat die homogene 1.5 Liter 150 PS Maschine mit OPF und Zylinderabschaltung, die unter anderem zu einem sehr niedrigen Verbrauch führt. Er verfügt über zahlreiche Assistenzsysteme, die ich Ihnen gerne zeigen und erklären möchte. Opfern Sie mir einen Augenblick Ihrer kostbaren Zeit? Sie werden es nicht bereuen. Gerne können Sie anschließend auch eine Probefahrt machen oder einen Termin dafür vereinbaren."

Unterdessen in einem anderen Autohaus:" Mahlzeit. Kann isch ihnen helfen?
Kunde so: "Nein danke." Verkäufer: "Jut, wenn sie sich et anders überlegen, saren se Bescheid". Sagt es und geht nach draußen eine rauchen. 🙄
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #55
Unterdessen in einem anderen Autohaus:" Mahlzeit. Kann isch ihnen helfen?
Kunde so: "Nein danke." Verkäufer: "Jut, wenn sie sich et anders überlegen, saren se Bescheid". Sagt es und geht nach draußen eine rauchen. 🙄
Dauert nicht mehr lange und es heißt: "Watt iss??? Sehense nit, dat isch jrad wat andres maaach??" Der Kunde: "Tschuldigung, ich hab da mal ne Frage...." Der Verkäufer schaut mürrisch und mit rotem Kopf über den Rand seines Flachbildschirmes: "Ich han jrad gesach, dat isch keen Zick han. Wenn se wat wolle, dann machense nen Termin über dat Internet. Kapito?"

Es gibt aber tatsächlich auch noch andere gute und lobenswerte Beispiele. Mein Verkäufer, der mir dieses nette und sympathische Auto angedreht hat, gratuliert mir telefonisch zum Geburtstag. Schon 3 mal. Während der ellenlangen Wartezeit, letztes Jahr nach Auslieferung und dieses Jahr auch schon. Richtig unheimlich, aber der arbeitet ja auch nicht bei einer Premiummarke 🤭.
 
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  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #56
Dauert nicht mehr lange und es heißt: "Watt iss??? Sehense nit, dat isch jrad wat andres maaach??" Der Kunde: "Tschuldigung, ich hab da mal ne Frage...." Der Verkäufer schaut mürrisch und mit rotem Kopf über den Rand seines Flachbildschirmes: "Ich han jrad gesach, dat isch keen Zick han. Wenn se wat wolle, dann machense nen Termin über dat Internet. Kapito?"

Es gibt aber tatsächlich auch noch andere gute und lobenswerte Beispiele. Mein Verkäufer, der mir dieses nette und sympathische Auto angedreht hat, gratuliert mir telefonisch zum Geburtstag. Schon 3 mal. Während der ellenlangen Wartezeit, letztes Jahr nach Auslieferung und dieses Jahr auch schon. Richtig unheimlich, aber der arbeitet ja auch nicht bei einer Premiummarke 🤭.
Da versteht einfach einer sein Geschäft. Klar wissen wir, dass das alles auch zu seinem Job gehört Bzw. Gehören sollte. (Kundenbindung durch Sympathie). Aber es ist doch toll. Da kauft man gerne sein Auto.
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #57
Seat hat im Flottengeschäft stark aufgeholt und auf der anderen Seite die Händlerzulassungen stark reduziert. So weit, so gut. Der 3er wird jetzt über günstige Leasingangebote abverkauft.
Eigenzulassungen sind differenziert zu sehen. WA-Verkauf ist praktisch zum Erliegen gekommen. Angebote im freien Markt sind erheblich günstiger und man hat nicht den Nachteil des geldwerten Vorteils. Dafür gibt es Mitarbeiterleasing. Und die Fahrzeuge sind dann auf den Hersteller zugelassen.
Bei VW kommt das besonders zum Tragen. Sieht man hier im Rhein/Main Gebiet zum Teil ganz gut mit der Retail in Frankfurt, dem Vertriebszentrum in Dieburg und der Zubehör in Dreieich. Fahren viele mit WOB-Kennzeichen rum.

Die Premiums haben es besonders schwer. Bis auf ganz wenige Ausnahmen werden die boomenden CUV/SUV im Ausland produziert und kämpfen mit Überkapazitäten in den heimischen Werken. Audi trifft es auch aus anderen Gründen besonders hart.

Und wenn es dann noch Verkäufer gibt die Kunden nur nach dem Äusseren beurteilen ist das auch nicht hilfreich. Leider gibt es die immer noch.
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #58
Wobei ich glaube, dass ein gut geschulter Verkäufer ganz genau wissen sollte, dass die dicken Fische bodenständig aussehen. Viele wollen nicht, dass ihnen ihr Geld angesehen wird.
Es sei denn es sind Blender, die alles mit Kredit finanzieren etc. Klar, solche Kunden sind einfacher zu überzeugen, da Ihnen das Prestige am Wichtigsten ist. Trotzdem möchte man ja eine langfristige Bindung. Der Verkauf (Einmaliger Gewinn) und danach die Kundenbindung im Servicegeschäft (ein nicht verendender Cashflow an Rendite). Und wenn alles gut läuft wird das nächste Auto ebenfalls dort gekauft und der Kreis schließt sich. 😂😂
 
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  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #59
Ich möchte gerne meine Erfahrung mit einem Audi Autohaus vor vielen Jahren kund tun. Hatte Interesse an einem A3 Jahreswagen und wollte einen Renault in Zahlung geben. Aussage vom Verkäufer: Den müssten Sie selbst verkaufen. Was wollen wir hier mit einem Renault?
Auf meine Frage ob man am Preis vom A3 noch etwas machen kann kam nur die Aussage : Wir "drehen" hier im Monat 150 Fahrzeuge. Da geben wir keine Nachlässe.
Die Herrschaften sehen mich nicht mehr. Sollte ich jemals noch einen Audi kaufen dann sicher nicht dort.
PS. Ich war in Jeans und T-shirt dort. 🤔
 
  • Umstieg von Premiummarke zu SEAT//Vermisst Ihr etwas? (ALLGEMEIN) Beitrag #60
Ich möchte gerne meine Erfahrung mit einem Audi Autohaus vor vielen Jahren kund tun. Hatte Interesse an einem A3 Jahreswagen und wollte einen Renault in Zahlung geben. Aussage vom Verkäufer: Den müssten Sie selbst verkaufen. Was wollen wir hier mit einem Renault?
Auf meine Frage ob man am Preis vom A3 noch etwas machen kann kam nur die Aussage : Wir "drehen" hier im Monat 150 Fahrzeuge. Da geben wir keine Nachlässe.
Die Herrschaften sehen mich nicht mehr. Sollte ich jemals noch einen Audi kaufen dann sicher nicht dort.
PS. Ich war in Jeans und T-shirt dort. 🤔
Ich erkenne eine Konstante. Wir sollten einen Feldversuch starten in welchen Outfits eine bessere Bedienung durchgeführt wird. Ich brauche die Adresse des Autohauses und opfere mich, gerade zur Narrenzeit. Ich geh als betrunkener Grizzly im ganzkörper Bärenkostüm 🐻.😂
 
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