- Neue Osnabrücker Zeitung zu Seat Beitrag #1
Stevie
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Neue OZ zu Seat
Ein Bericht aus der Neuen Osnabrücker Zeitung zum Thema Seat. Wahrscheinlich nicht viel Neues, aber ich denke dennoch "postenswert" 8)
Ein Bericht aus der Neuen Osnabrücker Zeitung zum Thema Seat. Wahrscheinlich nicht viel Neues, aber ich denke dennoch "postenswert" 8)
Seat soll sich künftig an Bruder Audi orientieren
Frankfurt (han)
Der Leon Cupra R, unter den sportlich orientierten Seat-Modellen der Kräftigste, scheint schon zu wissen, wo es künftig langgeht. Im Zuge der Neuordnung im Konzern wurde die spanische VW-Tochter der neu etablierten Audi-Gruppe einverleibt. Auf dass sich beide Marken zielgenau ergänzen, was Strategie und Modellpolitik angeht.
Emotion und mediterranes Flair haben die Spanier schon lange für sich reklamiert. Bisher ohne den ganz großen Durchbruch. Noch immer haftet der Marke Billigimage an, zu Unrecht natürlich, hat man doch wie Skoda längst den hohen Konzernstandard erreicht, ihn in manchem Detail sogar schon übertroffen. Doch tatsächlich: Anders als Skoda fehlt es Seat hier zu Lande noch am eigenständigen Markenimage.
Unter Hoheit von Audi soll sich das nun nachhaltig ändern, wobei man gewiss behutsam vorgehen muss und das Kind nicht gleich mit dem Badewasser ausschütten sollte, was eine Eigenart der Deutschen ist, wohl auch in der Ingolstädter Chefetage. Gerade auf dem deutschen Markt ist Imagegewinn der Automarken nicht leicht.
Konkret sollen sie bei Seat jetzt wohl die Lücke füllen, die unter den ziemlich teuren Audi A3 und A2 noch klafft. Also kleine sportliche Autos, so recht nach dem Geschmack auch junger Leute, wohlfeil zu erwerben natürlich auch. Der Ibiza etwa, bislang bestes Pferd im Seat-Stall, fährt schon in die richtige Richtung.
Weitere Modelle müssen folgen, dafür kann die VW-Tochter bei den Motoren schon aus dem Vollen schöpfen. Kaum ein Wettbewerber hat gerade beim boomenden Diesel so viel Sportliches zu bieten wie Seat etwa mit dem tollen TDI mit strammen 130 PS. Und gar feuriges Temperament zeigt der Leon Cupra, wo unter der Haube 225 PS schon im Stand heftig mit den Hufen scharren. Kein Wunder, dass sich Seat 2004 wieder im deutschen Motorsport zurückmelden will.
Während man derzeit mit zahlreichen und preisgünstigen Sondermodellen den Aufwärtstrend bei den Neuzulassungen zu festigen sucht, setzt Seat also – wieder einmal – auf die Zukunft. Die wird schon deutlicher auf der kommenden IAA im September, wo die sehr konkrete Studie eines sportlichen Vans im Golf-Format enthüllt werden soll, eine gewiss optisch attraktivere Variante des VW Touran.
Bei allen Synergie-Effekten – neudeutsch für Konzentration und Einsparung – soll Seat als Marke eigenständig bleiben. Und sich „weiterhin als unverwechselbarer Anbieter sportlicher Fahrzeuge profilieren, die durch attraktives Design und ausgezeichnete Qualität begeistern“. Das hat sich Seat-Geschäftsführer Peter Maiwald fest vorgenommen.