Diverse Berichtigungen / Erklärungen :
Original von Overboost
Wie wär´s mit Bereiche des Kolbens, Die Zylinderwand, Auslassventile...
Grundsätzlich hat man auf der Abgasseite die höchsten Bauteiltemperaturen. Wie Markus schon richtig gesagt hat, ist die Vedichterseite eines Turboladers immer die heisseste Stelle an einem Motor. Dort werden beim Benziner bis zu 950ºC erreicht, beim Diesel deutlich darunter, ich meine es waren so um die 700ºC.
Im Brennraum selbst sind die heissesten Bauteile, der Bereich des Auslassventils und die Einspritzdüse. Es gibt im Brennraum jedoch deutliche Temperaturgefälle, wodurch die sog. Temperaturspannungen entstehen. Es gibt dort Bereich, die sich stärker und weniger ausdehnen, dadurch kommt es zu Verformungen im Zylinder. Die bekanntesten dabei sind Ovalität (2.Ordnung) un Kleeblattform (4.Ordnung). Die Kolbenringe führen den Grossteil der Verbrennungstemperaturen an die Brennraumwand, bzw. an das Kühlwasser ab. Am obersten Kolbenring sind max. um die 280ºC zulässig.
Original von ASchmeller
Zur Anfettung bei Vollast:
Je mehr Luft pro Benzin, desto magerer und damit heisser die Verbrennung da das gemisch garantiert zu 100% verbrannt wird mit Luftüberschuss.(Lambda etwas größer 1)
Das ergibt so ziemlich die heisseste aller Verbrennungen in einem Motor............
Ich habe Dein Posting mal wegen der Uebersichtlichkeit gekürzt zitiert. Prinzipiell ist das so schon richtig, nur hast Du hierbei die Lambda-Werte für einen Benzinmotor (mit Saugrohreinspritzung) angeführt.
Dabei gilt grundsätzlich hohe Anfettung zum Bauteilschutz (Turbolader, Vorkatalysatoren) sowohl bei Saugmotoren als auch bei Aufgeladenen. Es wird mehr Kraftstoff eingespritzt, als für die Verbrennung notwendig wäre. Dabei werden Lambda-Werte bis zu 0,7 angefahren. Die obere Grenze liegt bei diesen Benziner bei ca. Lambda=1,15.
Kein Dieselmotor der Welt funktioniert noch bei Kraftstoffüberschuss. Die sogenannte Russgrenze liegt dort bei ca. Lambda=1,2 (soll heissen, das Gemisch ist aufgrund zu hohem Kraftstoffanteil nicht mehr zündfähig). Das sichtbare Russen beginnt aber schon bei höheren Lambdawerten. Dieselmotoren werden grundsätzlich mit Luftüberschuss betrieben, im Teillastbereich werden Werte deutlich grosser Lambda>2 erreicht. Richtig ist aber auch hier, das zum Bauteilschutz angefettet wird.
@allz,
gerade was den 1.8T Motor angeht, solltet Ihr ruhig auf die Aussagen von Markus vertrauen, er hat dort wirklich fundiertes Wissen.
Zum Thema Lader nachlaufen lassen. Ich würde dieses immer machen !! Die volle Laderdrehzal liegt bei bei zu 200.000 U/min, dabei wird die Laderwelle auf einem Oelfilm gelagert (sog. hydrodynamische Lagerung). Wird die Oelzufuhr plötzlich durch Unterbrochen, wird das Oel in dem Film nicht mehr abgef`hrt und wird durch die hoehn Temperaturen überhitzt - man spricht dort von Verkokungen. Das Oel wird einfach schwarz und kann dann die Laderwelle "verkleben". Der Lader "geht dann fest" und muss getauscht werden.
Sicher werden werksmässig Massnahmen getroffen, um diese Gefahr zu mindern, dennoch ist ein Nachlaufen lassen, bzw. kaltfahren des Motors durchaus sinnvoll. Markus hatte es erwähnt : Ein einfaches Nachlaufen lassen des Motors im Stand allein hilft bei Vollgasfahrten nicht ausreichend, im Motorraum ergibt sich dann ein Hitzestau => also ruhig mal 5 Minuten vor Ende der Autobahnhatz mit 120-140 km/h ausrollen lassen.