ja nachdem honda vorgelegt hat musste toyo halt nachziehen. gefahren bin ich ihn nich - werd ich auch nich da er mir optisch nich so gefällt.
im corolla kommt der motor aber sicher nich
edit: hier noch der fahrbericht von einem aus dem toyota-forum
Nunja, ich dachte das wäre eine gute Möglichkeit mal den neuen 2,2Ltr D-Cat Diesel im Avensis zu testen.
Verändert wurde im Vergleich zum bisherigen Diesel nicht nur der Motor, sondern auch getriebe (6-Gang) und Kupplung. Der Schalthebel flutscht leicht durch die Gassen, das Rückstellmoment ist aber hoch, so lassen sich auch schnellere Gangwechsel präzise durchführen. Die Anfahrschwäche wurde behoben und die Kupplung hat jetzt mehr Weg und wirkt somit weniger digital.
Der Motor schiebt ab etwa 1800 Umdrehungen ordentlich an, dieser Vorwärtsdrang endet Diesel-untypisch erst knapp vor dem roten Bereich (ca 4800 1/min)- das Drehzahlband ist also fast komplett nutzbar. Für meine Bedürfnisse ist die Abstufung in den unteren Gängen etwas unglücklich gewählt- der erste Gang ist ausschließlich für Steigungen à la Eiger-Nordwand zu gebrauchen, hätte ruhig etwas länger ausfallen dürfen. Ansonsten passt die Abstimmung gut- bei 100 Km/h liegen nervenschonende 1700 1/min an. Generell ist der Wagen sehr leise. Man hat- ausser bei geöffnetem Fenster- nie das Gefühl in einem Selbstzünder unterwegs zu sein und selbst bei hohen Drehzahlen hat sich das Geräuschniveau im Vergleich zum 2Ltr Diesel erheblich verbessert. Das vom selben Motor bekannte dröhnen bei Topspeed entfällt hier vollkommen. Bei vorhergehenden Avensis hatte ich oft ab etwa 180 km/h ein pfeifen von den Fensterdichtungen- das wurde hier behoben. Ob das nun der großen Motorisierung oder allen zu teil kommt kann ich noch nicht sagen- muss morgen mal einen Benziner ausprobieren. Nur vom Geräusch der Reifen begleitet zieht der Wagen recht sauber bis etwa 220 durch, danach wird es etwas zäh (man muss dazusagen dass hier gerade mal 150 Km auf dem Tacho standen). Mit etwas Anlauf und leicht bergab kommt man jedoch auch über die Tachoskalierung hinaus- mehr als ausreichend für einen Mittelklasse Kombi.
Der Motor fühlt sich eigentlich erst auf der Autobahn richtig zu Hause. 6. Gang einlegen, Tempomat auf 180 schalten und ganz gediegen einfach nur ankommen. Bei dieser Fahrweise genemigt sich der Wagen übrigens knapp 10 Ltr- mit zwischenzeitlichen Topspeedfahrten kommt man dann auf etwa 10,7 Ltr. Auf der Rückfahrt bin ich verkehrsbedingt ziemlich langsam gefahren (~130) und hatte einen Schnittverbrauch von 8,3 Ltr - jeweils nach Anzeige.
Die Bremsen und das Fahrwerk sind glaube ich nicht verändert worden- hierzu besteht allerdings auch kein Grund. Lediglich das aufbäumen beim beschleunigen und das eintauschen beim bremsen könnte noch verbessert werden, lässt sich aber erwiesenermaßen mit anderen Federn kaschieren.
Das beim executive serienmäßige Xenonlicht liefert eine gute Helligkeit, die unzufriedenstellende Reichweite ist in Ermangelung einer manuellen Leuchtweitenregulierung (verboten bei Xenon) jedoch störend- allerdings reine Einstellungssache.
Die Haptik und das Design des Innenraums sind für einen Wagen dieser Klasse mindestend standesgemäß- daran gibt es nichts auszusetzen; lediglich der Mini-Bildschirm des "kleinen" Navisystems ist gewöhnungsbedürftig- dafür gibts ja aufpreispflichtige Abhilfe mit dem "großen" Navi.
Zusammenfassend ist der Wagen für Vielfahrer oder Leute die gern höhere Geschwindigkeiten fahren ohne sich dabei von lautem Motorsound nerven zu lassen eine klare Empfehlung wert. Die etwa 3000 Euro Aufpreis gegenüber dem Basisdiesel machen sich durch den serienmäßigen Rußfilter, das Plus an Fahrspaß und das bessere Getriebe schnell bezahlt.