Original von mythus
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habe angerufen wegen kosten und was machbar wäre also bis 157 Kw ginge aber dann gebe es probleme mit dem rusaustoss aber bis 144 KW alles kein problem mit Tüv eintragung( Sinvoll oder nicht?bei Unfall?).............. möchte nicht meinen chippen und 2 wochen später nen kompletten Motorschaden haben. ok dürch die mehr Power geht der Verschleis etwas hoch aber ich fahre sonst meinen wagen auch erst warm und dann gebe ich gas.
157kW mit komplettem Serienequpiment ?? Will ich gar nicht kommentieren......
Frage die Jungs bitte mal welche Abgastemperaturen deren Datenstand bei so einer Leistung produziert ? Interessant wären außerdem noch Verbrennungsspitzendruck, Ladedruck und Laderdrehzahl. Ich bin einmal gespannt, was die Leute zu genau diesen Werten sagen können und um wieviel sie sich erhöhen ! Vor allen Dingen wüsste ich gerne, wieviel von diesem Versprechen auf einem Motorenprüfstand übrig bleibt.
Ich kann Dir bzw. allen anderen nur empfehlen von solchen Extremtunings egal von welchem Hersteller auch immer die Finger zu lassen !!
Ich möchte zu gerne wissen, wie besagte Firma bei der 157kW-Variante die rund 45% mehr an Einspritzmenge in der zur Verfügung stehenden Zeit in den Motor bringen wollen. Damit dürften sich die Abgastemperaturen mindestens in dem Bereich befinden, der in einer der letzten Ausgaben von Auto-Motor und Sport bei TDI-Tuning gemessen worden sind. Da gab es ähnliche Leistungs-Steigerungen und die Temperaturen sind von 650°C auf 960°C gestiegen.....
btw...die VTG-Lader sind aufgrund ihrer Mechanik in der Regel auf max. 750°C Eingangstemperatur ausgelegt. Solch hohe Temperaturen bekommen dem dahinterliegenden Katalysator auch alles andere als gut. Ist diese Temperatur erreicht, dauert es einige Minuten bis ein Schaden eintritt. Außen sieht man "nur" Russschwaden...weil nicht genügend Luft zur Verbrennung zur Verfügung steht. 950°C ist normalerweise die max. Abgastemperatur bei einem Benzinmotor und dabei sind dann schon Abgaskrümmer und Turbo "rötlich leuchtend". Genau aus diesem Grunde gibts bei Benzinern keine Turbolader mit variabler Turbinengeometrie (VTG). Ein gewissenhaftes Warmfahren kann da nur sehr bedingt nützlich sein. Sicherlich kann man die "Turboladerreserve" die die Hersteller einbauen, um auch in der Höhe bis 3000m (750 mbar) sicher zu funktionieren ausnutzen - dennoch ergibt sich immer noch das Problem der Abgastemperaturen und des Verbrennungsspitzendrucks. Diese Größen haben einen viel direkteren "Schadenseinfluß" auf den Motor als der Ladedruck von dem allgemein immer gesprochen wird.
Wer absolut sicher gehen will, der sollte zu einem Werkstuner gehen (für VW/Audi-Motoren ist dies ABT). Diese haben Zugriff auf richtige Motorenprüfstände und stimmen dort mit allen wichtigen Motorkenngrößen ab - dort werden Tuningdatenstände auch in der Regel im Dauerlauf erprobt. Diese leisten schon fast Arbeit für Seriendatenstände und somit ist eine solche gewissenhafte Arbeit auch teurer. Deren Leistungsdaten kann man in der Regel überschlagsweise als "haltbare" Werte ansehen. Entscheidend ist dann aber immer noch durch welche Parameteränderungen in welchen Kennfeldern diese Werte erzeugt werden und da ist Erfahrung und fachliches Hintergrundwissen gefragt.
Welches Risiko man bei (s-)einem Tuning eingehen will, muss jeder selber wissen. Ich würde zu einem Tuning mit maximal 20% Mehrleistung (bei gleicher Nenndrehzahl) raten und selbst dann kommt es darauf an, wie weit ein Motor in der Serie schon baulich ausgereizt sind (bei den VW TDIs weiss ich es leider nicht). Die Diesel von BMW und Fiat/Alfa sind mit Ihrer Leistung ausgereizt - einzig im maximalen Drehmoment ist in der Regel noch etwas möglich. Alle anderen Auto- bzw. Motorhersteller nutzen das vorhandene Potenzial ganz sicher ebenfalls bestmöglich aus, alles andere wäre Geldverschwendung.
Ich würde hier auf keinen Fall am falschen Ende sparen und mich an Leute wenden, die o.g. Fragen beantworten können und nicht nur mit PS und Nm-Angaben um sich werfen.