Original von HiJacker
Also jetzt muß ich mal klärend eingreifen.
Vorab, die 350 Nm Auslegung für das 6-Ganggetriebe gilt meines Wissens nach für die Getriebeingangswelle. Ein Getriebe ist ein Drehzahl-Drehmomentwandler. Das bedeutet :
Ausgangsdrehzahl = Eingangsdrehzahl / Gesamtüberstzung
Ausgangsdrehmoment = Eingangsdrehmoment * Wirkungsgrad des Getriebes * Gesamtüberstzung (also deutlich mehr als das Motormoment)
Ausgangsleistung = Wirkungsgrad des Getriebes * Eingangsleistung
Die Kupplung ist schon dazu gedacht, als Überlastschutz zu wirken. Weil sie aufgrund ihrer Reibkraft zwar Motordrehmomnet + XX aushalten bzw. übertragen kann. Es soll aber im allgemeinen weniger sein, als das Getriebe verträgt. Folge : Die Kupplungsscheibe rutscht bei zu hohem Eingangsdrehmoment durch und "schützt" somit das Getriebe.
Wichtig zu beachten ist noch, das die Gesamtübersetzung (Achsgetriebeüberstzung*Gangübersetzung) das Eingangsdrehmonet deutlich erhöht. Achsgetriebe haben meist eine Übersetzung von 3 bis 4 und die einzelnen Gänge von 3 bis 0,7. Heißt im ersten Gang kann das Ausgangsmoment (Getriebe) mal locker um den Faktor 10 gegenüber dem Getriebeeingangsmoent (Motor) angestiegen sein. Hier macht sich ein Chiptuning natürlich mehrfach negativ bemerkbar (Verschleiß).
Tödlich für Kupplung und Getriebe und danach die Antriebswellen sind allerdings sogenannte Knallstarts. Dabei gibt es enorme Drehmomentspitzen. Also Motor hochdrehen, Kupplung reinklatschen lassen und Vollgas. Wer das mit nem überstarken TDI richtig gut drauf hat, schafft nur ein paar solcher Starts. Dann hats nämlich irgendwo was zerhauen.
Beim normalen Hochdrehen des Motors auch mit Tuning und greifender Kupllung ist die Gefahr eines Schadens deutlich geringer.
So und am besten jetzt bitte wieder zum ursprünglichen Thema zurück