- Lackschadenbeseitigung Beitrag #1
John Do
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Aufgrund einiger Anfragen in den letzten Tagen habe ich hier mal eine kleine Anleitung zur Beseitigung von Lackkratzern und Steinschlägen erstellt.
Zuvor sollte ich noch erwähnen, daß die nachfolgenden Beschreibungen auf eigene Erfahrungen basieren und man durchaus auch ohne professionelle Hilfe ein respektables Ergebnis erziehlen kann.
Nun zum Thema:
Zur Beseitigung dieser kleinen Übel sind eigentlich nur wenige Arbeitsmittel erforderlich.
Einen Lackstift in Wagenfarbe und Klarlack ( bekommt ihr bei eurem Seathändler ), Renigungsalkohol, einen Malpinsel der Stärke 0 oder 1, etwas Universalverdünner, Härter ( in jeder Lackiererei auch in kleinen Mengen zu erhalten ), 2000er bis 3000er Nass-Schleifpapier und ein Wattestäbchen.
Zunächst ist es nötig den Schaden etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Bei Metalliclacken ist dies erforderlich da er aus zwei Dritteln Klarlack und einem Drittel Basislack besteht.
Ist nur die Klarlackschicht beschädigt, erübrigt sich eine Behandlung mit Basislack.
Hierzu das Wattestäbchen mit Reinigungsalkohol tränken und die Beschädigung damit befeuchten.
Niemals mit dem Universalverdünner reinigen da sonst der aufzutragende Lack nicht haftet.
Sollte der Basislack wieder sichtbar werden, kann man gleich mit dem Auftragen von Klarlack beginnen.
Sehr hilfreich erweist sich hier eine Lupe.
Bleibt die Schadstelle jedoch hell muß sie auch mit Basislack behandelt werden.
Eventuelle Absplitterungen müssen natürlich vorher entfernt werden.
Die nächsten Schritte sollten nun genau eingehalten werden.
1. Etwas Basislack mit Härter zwei zu eins mischen. ( zwei Teile Lack ein Teil Härter )
2. Etwa ein bis zwei Tropfen Universalverdünner dazu. Die Mischung nicht zu dick anrühren da sonst der Lack zu schnell austrocknet. Das Auftragen lässt sich dann wesentlich besser und punktgenauer durchführen.
3. Mit dem Malpinsel dann etwas Lack auf die Schadstelle auftragen. Darauf achten, daß nur die zu behandelnde Stelle aufgefüllt wird. Je genauer ihr arbeitet umso besser das Ergebnis.
4. Der letzte Vorgang kann je nach Tiefe auch mehrmals wiederholt werden. Es sollte jedoch immer eine Trockenzeit von etwa 10 bis 30 Minuten eingehalten werden. Der Vorgang lässt sich mit Hife eines Föhns oder falls vorhanden einer UV Lampe beschleunigen. Wie schon erwähnt besteht die Lackschicht aus etwa zwei drittel Klarlack. D.h. nicht die gesammte Vertiefung mit Basislack auffüllen.
5. Nach eingehaltener Trockenzeit die Vertiefung mit verdünntem Klarlack auffüllen. Auch hier mit äußerster Sorgfalt vorgehen.
6. Zur weiteren Behandlung habe ich den Klarlack bis zum nächsten Tag trocknen lassen.
7. Als nächstes muß eine eventuelle Erhebung der gesamten Lackierung wieder angeglichen werden.
Hierzu mit 2000er Nass-Schleifpapier etwa zwei bis drei Zentimeter um die behandelte Stelle herum vorsichtig planschleifen. Am Besten das Schleifpapier vorher etwas einweischen. Wichtig, keine kreisenden Bewegungen sondern in einer Linie von oben nach unten. Immer darauf achten, daß die Reparaturstelle nass gehalten wird. Es entsteht eine milchig weiße Stelle. ( ich hatte anfangs etwas Angst das jemals wieder weg zu bekommen, aber mit einer guten Politur war das kein Problem )
8.Zunächst mit etwas Reinigungsalkohol die Schleifstelle abwischen.
9. Dann wie gesagt mit einer Politurpaste ( mit feiner Schleifwirkung ) entgegen den Bewegungen mit dem Nass-Schleifpapier arbeiten. Dies lässt sich mit einem feinen Schwamm sehr gut durchführen. Je feiner der Schleifmittelanteil der Politurpaste desto besser das Ergebnis. Zwischendurch immer wieder kontrollieren ob die matte Fläche langsam wieder glänzend wird.
10. Anschließend ist es wichtig den bearbeiteten Bereich zu versiegeln. Ich habe Liquid Glass verwendet und nach Anleitung in mehreren Schichten aufgetragen.
Vorrausstzung für ein gutes Ergebnis ist jedoch Geduld und ein gewissenhaftes arbeiten.
Alles in allem habe ich dadurch sehr gute Ergebnisse erziehlt und mir wahrscheinlich auch in Bezug auf eine professionelle Lackreparatur einiges an Geld gespart.
Es ist jedoch jedem selbst überlassen sich für die eine oder andere Möglichkeit zu entscheiden.
Ich hoffe ich kann hiermit einigen die Möglichkeit geben mit ein wenig Aufwand die kleinen Übel an euren Löwen zu beseitigen.
Achso, bevor ihr euch an irgendeiner sehr auffälligen Stelle ans Werk macht ( Motorhaube etc. ) versucht euch doch mal an einem Bereich der nicht gleich ins Auge fällt ( z.B. Türrahmen ).
Da hatte ich mir mal mit dem Sicherheitsgurt ne Macke reingehauen und die Stelle bot zu Übungszwecken geradezu an.
Gruß J.D
Zuvor sollte ich noch erwähnen, daß die nachfolgenden Beschreibungen auf eigene Erfahrungen basieren und man durchaus auch ohne professionelle Hilfe ein respektables Ergebnis erziehlen kann.
Nun zum Thema:
Zur Beseitigung dieser kleinen Übel sind eigentlich nur wenige Arbeitsmittel erforderlich.
Einen Lackstift in Wagenfarbe und Klarlack ( bekommt ihr bei eurem Seathändler ), Renigungsalkohol, einen Malpinsel der Stärke 0 oder 1, etwas Universalverdünner, Härter ( in jeder Lackiererei auch in kleinen Mengen zu erhalten ), 2000er bis 3000er Nass-Schleifpapier und ein Wattestäbchen.
Zunächst ist es nötig den Schaden etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Bei Metalliclacken ist dies erforderlich da er aus zwei Dritteln Klarlack und einem Drittel Basislack besteht.
Ist nur die Klarlackschicht beschädigt, erübrigt sich eine Behandlung mit Basislack.
Hierzu das Wattestäbchen mit Reinigungsalkohol tränken und die Beschädigung damit befeuchten.
Niemals mit dem Universalverdünner reinigen da sonst der aufzutragende Lack nicht haftet.
Sollte der Basislack wieder sichtbar werden, kann man gleich mit dem Auftragen von Klarlack beginnen.
Sehr hilfreich erweist sich hier eine Lupe.
Bleibt die Schadstelle jedoch hell muß sie auch mit Basislack behandelt werden.
Eventuelle Absplitterungen müssen natürlich vorher entfernt werden.
Die nächsten Schritte sollten nun genau eingehalten werden.
1. Etwas Basislack mit Härter zwei zu eins mischen. ( zwei Teile Lack ein Teil Härter )
2. Etwa ein bis zwei Tropfen Universalverdünner dazu. Die Mischung nicht zu dick anrühren da sonst der Lack zu schnell austrocknet. Das Auftragen lässt sich dann wesentlich besser und punktgenauer durchführen.
3. Mit dem Malpinsel dann etwas Lack auf die Schadstelle auftragen. Darauf achten, daß nur die zu behandelnde Stelle aufgefüllt wird. Je genauer ihr arbeitet umso besser das Ergebnis.
4. Der letzte Vorgang kann je nach Tiefe auch mehrmals wiederholt werden. Es sollte jedoch immer eine Trockenzeit von etwa 10 bis 30 Minuten eingehalten werden. Der Vorgang lässt sich mit Hife eines Föhns oder falls vorhanden einer UV Lampe beschleunigen. Wie schon erwähnt besteht die Lackschicht aus etwa zwei drittel Klarlack. D.h. nicht die gesammte Vertiefung mit Basislack auffüllen.
5. Nach eingehaltener Trockenzeit die Vertiefung mit verdünntem Klarlack auffüllen. Auch hier mit äußerster Sorgfalt vorgehen.
6. Zur weiteren Behandlung habe ich den Klarlack bis zum nächsten Tag trocknen lassen.
7. Als nächstes muß eine eventuelle Erhebung der gesamten Lackierung wieder angeglichen werden.
Hierzu mit 2000er Nass-Schleifpapier etwa zwei bis drei Zentimeter um die behandelte Stelle herum vorsichtig planschleifen. Am Besten das Schleifpapier vorher etwas einweischen. Wichtig, keine kreisenden Bewegungen sondern in einer Linie von oben nach unten. Immer darauf achten, daß die Reparaturstelle nass gehalten wird. Es entsteht eine milchig weiße Stelle. ( ich hatte anfangs etwas Angst das jemals wieder weg zu bekommen, aber mit einer guten Politur war das kein Problem )
8.Zunächst mit etwas Reinigungsalkohol die Schleifstelle abwischen.
9. Dann wie gesagt mit einer Politurpaste ( mit feiner Schleifwirkung ) entgegen den Bewegungen mit dem Nass-Schleifpapier arbeiten. Dies lässt sich mit einem feinen Schwamm sehr gut durchführen. Je feiner der Schleifmittelanteil der Politurpaste desto besser das Ergebnis. Zwischendurch immer wieder kontrollieren ob die matte Fläche langsam wieder glänzend wird.
10. Anschließend ist es wichtig den bearbeiteten Bereich zu versiegeln. Ich habe Liquid Glass verwendet und nach Anleitung in mehreren Schichten aufgetragen.
Vorrausstzung für ein gutes Ergebnis ist jedoch Geduld und ein gewissenhaftes arbeiten.
Alles in allem habe ich dadurch sehr gute Ergebnisse erziehlt und mir wahrscheinlich auch in Bezug auf eine professionelle Lackreparatur einiges an Geld gespart.
Es ist jedoch jedem selbst überlassen sich für die eine oder andere Möglichkeit zu entscheiden.
Ich hoffe ich kann hiermit einigen die Möglichkeit geben mit ein wenig Aufwand die kleinen Übel an euren Löwen zu beseitigen.
Achso, bevor ihr euch an irgendeiner sehr auffälligen Stelle ans Werk macht ( Motorhaube etc. ) versucht euch doch mal an einem Bereich der nicht gleich ins Auge fällt ( z.B. Türrahmen ).
Da hatte ich mir mal mit dem Sicherheitsgurt ne Macke reingehauen und die Stelle bot zu Übungszwecken geradezu an.
Gruß J.D