Auch beim Einbau des Fahrwerks hatten wir aufgrund der Anleitung keine schwerwiegenden Probleme. Lediglich an der Vorderachse hatten wir Schwierigkeiten, die Federspanner gescheit anzusetzen, da das obere Ende der Gewindestange irgendwann beim Zudrehen der Spanner am Dom anstieß. Da brauchte etwas Geduld und mehrfaches Neuansetzen, bis das dann endlich geklappt hat. Etwas anstrengend wurde es dann nur nochmal, als wir das Federbein aus der Achsaufnahme herausholen wollten. Die war - wie bei vielen hier - enorm hartnäckig. Mit viel gutem Zureden, nach Spreizen der Hülse und leichtem Hämmern von unten ging aber auch das vorbei. Der restliche Einbau lief dann wie am Schnürchen. Nach nicht einmal drei Stunden waren wir komplett fertig.
Anschließend habe ich das Fahrwerk gleich noch justiert. Vorn habe ich bei Abstand Radmitte -> Bördelkante von 33,5 cm noch mehr als ausreichend Restgewinde. Hinten musste ich die höchst mögliche Einstellung wählen, um noch auf knapp 34 cm Abstand Radmitte -> Bördelkante zu kommen. Fand ich etwas komisch.
Der erste Fahreindruck ist dafür hervorragend. Aufgesetzt habe ich nicht einmal an der wirklich heftigen Hofeinfahrt der Werkstatt und das Fahrwerk ist trotz der erheblichen Tieferlegung komfortabler, als das im Golf IV eines Freundes mit 35er Federn von Eibach und Seriendämpfern. Von dem Weitec Ultra-GT (60/40), welches ich in meinem letzten Auto hatte, gar nicht zu reden. Das war um einiges härter. Beim Fahren über kleinere Schlaglöcher, Absätze, Gullydeckel, etc. fühlt sich der Leon nur unwesentlich härter an, als mit Serienfahrwerk. Erst bei heftigen Stößen merkt man den verringerten Federweg deutlicher. Wirklich unangenehm wird es aber zu keiner Zeit. Gleichzeitig liegt das Auto absolut beeindruckend gut auf der Straße. Insbesondere beim Herausbeschleunigen aus Kurven bietet das neue Fahrwerk im Vergleich zum Serienstand Grip ohne Ende.