Zum Glück habe ich unseren Seat Leon PHEV nur 2 Jahre geleased und er kommt bald weg...

Diskutiere Zum Glück habe ich unseren Seat Leon PHEV nur 2 Jahre geleased und er kommt bald weg... im KL - Erfahrungsberichte Forum im Bereich Der Leon 4; Moin, kurze Schilderung meiner Erfahrungen nach 15 Monaten und rund 16tkm Laufleistung mit dem e-Hybrid. Das Auto ist schön und macht eigentlich...
  • Zum Glück habe ich unseren Seat Leon PHEV nur 2 Jahre geleased und er kommt bald weg... Beitrag #1

SteluHH

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Moin,

kurze Schilderung meiner Erfahrungen nach 15 Monaten und rund 16tkm Laufleistung mit dem e-Hybrid.
Das Auto ist schön und macht eigentlich einen guten Eindruck - bis auf die Software insgesamt und die Hardware des Infotainment. Dieses macht die qualitative Anmutung des Autos zunichte und ist der Grund meiner Meinung.

Kurzer Disclaimer:
Ich bin Software Engineer mit 10 Jahren Berufserfahrung, aus diesem Grund ist dieser Erfahrungsbericht natürlich stark auf die IT des Fahrzeugs bezogen und dementsprechend nehme ich die Makel natürlich besonders negativ wahr. Dieser Erfahrungsbericht spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.

Das Fahrzeug hat alle zur verfügung stehenden Software Updates erhalten. Natürlich spiele ich jedes zur Verfügung stehende Update sofort ein.
Das Fahrzeug ist vollausgestattet, d. h. wir haben alle Assistenzsysteme usw.

Aber listen wir mal auf:

Hardware:
  • Die Performance des Infotainment ist absolut ungenügend. Die simpelsten UI Interaktionen reagieren mit teils 2-sekündiger Verzögerung. Selbst Tastatureingaben, etwa für Adresseingabe ins Navi, verzögern stark. Das Infotainment ist mit seiner Aufgabe leider absolut überfordert. Jeder Kaufinteressent sollte dies aus meiner Sicht nicht unterschätzen, dreht sich bei diesem Fahrzeug schließlich alles um das Infotainment. Es gibt ja schließlich keine Knöpfe mehr im Auto. Es ist mir ein Rätsel, wie Seat so eine Lösung in Produktion geben konnte, absolut unprofessionell aus meiner Sicht. Ich gehe persönlich sehr stark davon aus, dass dieses System wider besseren Wissens als Business Entscheidung "durchgedrückt" worden ist, da die technisch verantwortlichen Ingenieure sich bewusst darüber sein mussten, dass die Leistung des Systems nicht ausreicht.
  • Kessy mit dem Finger an der Tür bzw. Hand in der Griffmulde funktioniert gut. In ungefähr 10% der Öffnungsversuche verweigert Kessy jedoch seinen Dienst. Dies ist für mich noch im Rahmen. Ich würde es also wieder dazubuchen. Auf keinen Fall empfehlen würde ich zusätzlichen Software Schnick Schnack, wie Auto-Open. Mein Vertrauen in die Softwarequalität ist für solche Spielereien nicht ausreichend.

Software:
  • Infotainment ist insofern verbuggt, als das es uns in den 16tkm Laufleistung etwa 5-8x komplett abgestürzt und eingefroren ist. D. h. es ist völlig unbedienbar und keine Funktion steht mehr zur Verfügung. Da hilft nur Fahrzeug anhalten und neustarten.
  • "Ausparken Assistenzsystem" - ich glaube es heißt Side Assist, ist unnutzbar und daher durchgehend bei uns abgeschaltet. Es reagiert trotz meiner aufmerksamen Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs beim Rückwärtsfahren viel zu sensibel auf vorbeifahrende Autos und legt dann eine sehr heftige Vollbremsung von 5 auf 0km/h hin, die Fahrer und Passagiere erschrecken lässt.
  • Collision Assist - die Auffahrwarnung zum Vordermann, wenn das Auto droht in den Vordermann zu crashen, hat ebenfalls mindestens 5 mal zu sensibel reagiert. Es hat auch dann bereits reagiert, wenn man im Siedlungsgebiet kleine S-Kurven fahren muss, um zwischen parkenden Autos durchzufahren. Ich habe inzwischen dabei ein ungutes Gefühl, da ich Angst habe dass der laute Warnton dabei plötzlich anspringt und eine Vollbremsung einlegt.
  • Lane Assist - praktisch unnutzbar. Auf der Autobahn ist das System nicht imstande zu erkennen, dass ich noch lebe und wach bin. Entweder man wackelt alle 30 Sekunden am Steuer - das macht ja keiner bei >= 130 km/h. Denn Steuer in der Hand halten alleine reicht nicht. Oder man darf sich nach kürzester Zeit laute Warnmeldungen "Lenkung übernehmen" gefallen lassen. Lane Assist mussten wir ganz abschalten.
  • Zufälliger Ausfall diverser Assistenzsysteme. Ungefähr 10-12x sind diverse Assistenzsysteme während der Fahrt einfach ausgefallen laut Warnmeldung. Wir quittieren so etwas nur noch mit einem "Stirnrunzeln" und "Kopfschütteln"
  • Sprachbedienung haben wir nun etwa 15 Mal versucht zu nutzen um Adressen einzugeben. Das funktioniert in der überwältigenden Mehrheit der Fälle nicht - sie versteht meistens weder mich noch meine Frau. Da die Toucherfahrung so schlecht ist, nutzen wir für kürzere Strecken meist Apple Car Play mit Google Maps.
  • Die zahlungspflichtige App ist zu instabil. Das Auto war laut App schon mehrmals "offen", oder das Licht sei angeblich noch an. Funktionen der App funktionieren nicht immer ohne aussagekräftige Fehlermeldung. Einmal erhielt ich eine Meldung, es sei eingebrochen worden, es war aber nichts. Seat angerufen, konnte keiner etwas bei sich sehen. Das hierfür noch Geld im Abo-Modell verlangt wird, ist eine Unverschämtheit.

Software Plugin Hybrid:
Aus meiner Sicht erscheint die Software fürs Zusammenspiel aus Verbrenner und Elektromotor zu simpel gestrickt zu sein.
1. Ist die Batterie ganz leer, sollte das Fahrzeug aus meiner Sicht fast durchgehend mit dem Verbrenner fahren. Stattdessen fährt das Auto trotz 0% Akku die ersten 5km/h mit Batterie an und es gibt einen kleinen Ruck (wie ein Schaltvorgang mit einem sehr alten Automatikgetriebe) , da der Verbrenner dann anspringt. Es nervt total.
2. Cruised man mit geringem Tempo durch Stadtverkehr, stelle ich ein absurdes Verhalten im Zusammenspiel aus leerem Akku und Verbrennungsmotor fest. Das Auto scheint um jeden Preis zu versuchen, vollelektrisch zu fahren, obwohl der Akku leer ist. Das äußert sich dann so: Das Auto fährt für etwa 10 Sekunden auf Benzin und stellt dann auf vollelektrisches Fahren um. Tut das dann vielleicht 3 Sekunden, merkt dann "Oh, mein Akku ist ja leer" und stellt den Verbrenner wieder an. Für mich ist das die Krönung der Stümpferhaftigkeit. Mir erschließt sich nicht, wieso so ein Fahrzeugverhalten sinnvoll sein sollte. Das ist nicht nur unkomfortabel (Auto ruckt leicht, Motor heult auf), sondern auch unwirtschaftlich und belastet das Material zusätzlich.

Fazit:
Das Auto hat auf uns eigentlich einen hochwertigen Eindruck gemacht. Die schlechten Erfahrungen mit dem Infotainment sind uns in der Tragweite während unserer Probefahrten nicht bewusst gewesen. Für mich ist das der Hauptkritikpunkt und wie oben schon erwähnt, sollte sich aus meiner Sicht jeder ganz besonders intensiv mit diesem System auseinandersetzen, da jegliche Interaktion mit dem Fahrzeug über dieses erfolgen muss.

Wir sind inzwischen jedenfalls so weit, dass wir mit Seat und dem Seat Leon negative Emotionen und Gedanken verbinden und unser nächstes Auto auf keinen Fall ein Seat mehr sein wird. Aus meiner persönlichen Sicht sind die vielen Gimmicks und Software Gadgets zum Teil ein Etikettenschwindel, quasi "schnell zusammengeknüppelt" um sich diese oder jene Funktion ins Exposè schreiben zu können, die sich in der Praxis aber als unnutzbar erweisen.

Nächstes Auto wird ein Tesla Model 3, kostet zwar 5000 € mehr, dafür bekommt man hier wenigstens den Marktführer in puncto Softwarequalität.


Viele Grüße,

Stef
 
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dk_XCELLENCE

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Genau das Problem hat der VW Konzern jetzt schon seit 2 Jahren und es wird nur sehr sehr langsam besser. Ich bin auch nicht wirklich Tesla Fan aber die Grund Software funktioniert da natürlich super. Assistenzsysteme sind da aber auch nicht alle gut und die Qualität ist auch noch nicht da wo sie sein sollte. Ich finde die Koreaner machen als Gesamtpaket einen sehr guten Job z.Z was das Thema E-Auto betrifft.
 
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derlingo

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... Ich finde die Koreaner machen als Gesamtpaket einen sehr guten Job z.Z was das Thema E-Auto betrifft.

Ich würde in Sachen Elektromobiltät auch eher zu Hyundai & Co. tendieren.

Obwohl Tesla auch beim Model 3 seine Verarbeitungsqualität etwas verbessert hat, kommt sie meiner Meinung nach nicht ganz an die VAG-Fahrzeuge ran (und dort hat die Qualität der Materialien in vielen Bereichen auch derbe nachgelassen).
Mich konnte die Qualität der (billigen) Sitze des Model 3 auf einer längeren Stecke nicht wirklich überzeugen. Der mittig platzierte Monitor ist irgendwie fehl am Platze und wirkt fremdartig. Und die Spaltmaße der Karosserie sind auch nicht der Hit, und noch einiges mehr.

.... Ich hoffe, dass mit dem laufenden Hardware- und Software-Upgrade des MIB3 in der VW-Kompaktklasse die Probleme größtenteils behoben werden.
In Sachen E-Mobilität warte ich eher noch, bis auch der CO2-Fußabdruck der verbauten Akkus und deren Kapazität dem eigentlichen Anspruch gerecht wird.

Streiche hoffentlich bald Akkus aus Nickel, Kobalt, Mangan, Lithium, Graphit usw.
Setze auf beispielsweise Lithium, Schwefel(Kristalle) und Kohlenstoff, wobei Lithium auch noch durch günstige und massenhaft verfügbare Stoffe ersetzt werden muss.
 
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SteluHH

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Ich bin da skeptisch, dass ein Software Update die Probleme lösen kann. Ich kann das nicht mit Sicherheit sagen, aber ein Anzeichen dafür, dass das System, oder genau: seine Rechenleistung, grundsätzlich zu klein dimensioniert ist und damit ein praktisch unlösbarer Hardwareproblem darstellt, ist, dass das System offenbar sogar mit User Interface bezogene Aktionen überfordert ist. Etwa Tastatureingaben, das Öffnen von Zusatzinformationen (sogenannte "info i's"), Wischgesten und sogar Drücken von ON/OFF Schaltern animieren nicht flüssig. Alles ruckelt.

Ich kann das nicht mit Sicherheit sagen, denn es besteht eine theoretische Möglichkeit, dass die grundsätzliche Frontend Architektur der Software Murks ist. Das wäre dann lösbar, z. B. indem man die Software so gestaltet, dass es zu aller erst oberste Priorität hat, die Interaktion im UI neu zu rendern, ohne genau gleichzeitig die gewünschte Funktion auszuführen. Das dürfte eine flüssige Animation und Frontend Erfahrung gewährleisten - und dann mit kurzer Verzögerung erst die eigentliche Funktion anstoßen. Der Mensch merkt das gar nicht, das Look-And-Feel ist absolut flüssig, die Funktion "Sitzheizung einschalten" etwa beginnt allerdings zeitverzögert um ein paar dutzend bis hundert Millisekunden und nicht unmittelbar beim Drücken.

Das theoretisch andere, stümperhafte Vorgehen ist, "User Interface updaten" und "Funktion ausführen" genau gleichzeitig zu starten. Die beiden Jobs beanspruchen für sich genommen beide Rechenleistung und bedingen sich gegenseitig. Im Fall von "User Interface updaten" führt das dann zu ruckeln und Wartezeit.

Eigentlich ist das erst genannte Software Design aber Standardvorgehen.
Und das ist genau der Grund, der mich zweifeln lässt darüber, dass das Problem mit Software Updates zu beheben ist, denn wenn genau das erste Vorgehen so umgesetzt ist, dann kann das nur noch bedeuten, dass das Touchscreen grundsätzlich zu wenig Rechenleistung hat, einfachste UI Komponenten zu rendern. Quasi "You had one job" und es kann es aber von Vornherein gar nicht.

Das ist viel Spekulation und ich wünsche jedem Käufer, dass ein Softwareupdate das Problem lösen kann.
 
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Hamburg85

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Ich verbinde zum Glück nicht so sehr negative Emotionen mit meinem Wagen, den ich nun seit August habe, aber nachvollziehen kann ich die genannten Punkte dennoch nur zu gut. Allein schon, dass das "Hochfahren" des Systems nach Start des Fahrzeugs locker eine Minute dauert, ist eigentlich heute nicht mehr akzeptabel. Eine ganz typische Situation, die ich dadurch immer erlebe (und die den Qualitätseindruck schmälert) ist das Anzeigen der Rückfahrkamera während der Rest des Bildschirms drumherum einfach schwarz ist.
 
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Froobs

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@SteluHH Du schreibst oben
Das Fahrzeug hat alle zur verfügung stehenden Software Updates erhalten. Natürlich spiele ich jedes zur Verfügung stehende Update sofort ein.
Hast du auch das aktuellste Update auf 1896? (Da du schreibst du spielst es selbst ein, aber das bekommst du ja eigentlich nur von der Werkstatt aufgespielt und nicht OTA ... Es sei denn du hast irgendwelche Spezialbeziehungen)

Wenn ich mich recht erinnere hat @Meich ja die Software detaillierter unter die Lupe genommen und genau das von dir angesprochene eigentlich bestätigt, dass in der Neuen 1890 und 1896 die Hardware viel besser ausnutzt wird und Dinge nicht mehr gleichzeitig ausgeführt werden.
So schrieb er denke ich irgendwo dass die alte Software gar nicht die 7 Prozessorkerne ausnutzte und irgendwo schrieb er weiter, dass beim Starten die Systeme in der neuen Software nun nacheinander geladen werden und benutzerwichtige Dinge wie Kamera zuerst.
So wie es scheint, ist das ganze also wirklich zum Großteil den Softwareentwicklern zuzuschieben und nicht der Hardware.

Und die ersten Berichten von Leuten mit 1896 bestätigen es ja, dass nun alles viel flüssiger läuft.
 
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mbw83

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Das ist viel Spekulation und ich wünsche jedem Käufer, dass ein Softwareupdate das Problem lösen kann.
Sowohl das Performanceproblem, als auch deine anderen (Software-)Probleme sind mit dem Update 1896 für das Infotainment oder anderen Updates gelöst. Steht aber auch alles hier im Forum und ich denke nicht, dass es für die "ollen Kamellen", die du beschreibst, einen extra Thread gebraucht hätte.

@SteluHH Du schreibst oben
Und die ersten Berichten von Leuten mit 1896 bestätigen es ja, dass nun alles viel flüssiger läuft.
Das tut es definitiv und zwar schon ab Systemstart.
 
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Froobs

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Sowohl das Performanceproblem, als auch deine anderen (Software-)Probleme sind mit dem Update 1896 für das Infotainment oder anderen Updates gelöst. ...

Setzt aber auch voraus dass er wegen seiner Mängel in der Werkstatt war, bzw. spätestens jetzt mal geht.
Daher habe ich ja nachgefragt, weil Online OTA zum selbst aufspielen kommen diese ganzen Updates sämtlicher Steuergeräte nicht.
 
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RaserFritz

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Setzt aber auch voraus dass er wegen seiner Mängel in der Werkstatt war, bzw. spätestens jetzt mal geht.
Daher habe ich ja nachgefragt, weil Online OTA zum selbst aufspielen kommen diese ganzen Updates sämtlicher Steuergeräte nicht.
Warum muß man das? Ein neues Auto, bzw. der Hersteller hat mit den technisch zugesicherten Eigenschaften, vielfach auch noch gegen Aufpreis , den Kunden nicht als Versuchskaninchen zu missbrauchen. Das hat zu funktionieren und zwar vom ersten Tag an, so wie es zugesichert wurde. Dafür hat der Käufer gezahlt. Nicht dafür, dass er unentgeltlich die fehlenden Versuchsreihen des Herstelleres während seiner finanzierten Leasingzeit nachholt ,um die Nachlässigkeit der Hersteller noch mit wochenlangem Werkstattaufenthalt ohne Gegenleistung zu honorieren.
 
  • Zum Glück habe ich unseren Seat Leon PHEV nur 2 Jahre geleased und er kommt bald weg... Beitrag #10

Froobs

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Wenn er Probleme hat weil etwas nicht funktioniert wie es soll, muss er in die Werkstatt und es bemängeln.

Es gibt sehr viele Leute bei denen funktioniert alles einwandfrei auch ohne neuester Updates, bzw. es gab ja auch Fälle wo etwas defekt war was die Fehler verursachte.
Hier in den Foren liest man natürlich nur von Leuten mit Problemen und nicht von Leuten wo alles arbeitet wie es soll.
 
  • Zum Glück habe ich unseren Seat Leon PHEV nur 2 Jahre geleased und er kommt bald weg... Beitrag #11

SteluHH

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Hallo,

als ich zuletzt vor ein paar Wochen in der Werkstatt war wegen eines anderen Softwarefehlers versicherte man mir, dass man die aktuellste Version fürs Infotainment mit einspielte. Ich habe das für bare Münze genommen. Ich habe nun auf euren Hinweis mit dem 1896er Update nun nochmal einen Termin mit einer anderen Werkstatt gemacht. Da der vorige Werkstatttermin nur etwa 90 Minuten dauerte könne das Update gar nicht eingespielt worden sein, da es 14 GB von USB seien die 2,5h Update benötigen würden.

Wenn er Probleme hat weil etwas nicht funktioniert wie es soll, muss er in die Werkstatt und es bemängeln.
Nein, das muss ich nicht. Ich stimme da RaserFritz voll zu. Hier wurde ein unfertiges Auto ausgeliefert. Es gibt Leute, die haben keine Lust auf sowas. Mein Auto ist kein Hobby. Wenn das Problem durch Update beseitigt wurde ist eindeutig Timeline Druck verantwortlich und dass Problem dann noch zu vertuschen, weil die Kunden weder Rückruf Meldung, noch eine Info im Infotainment erhalten, man solle mal bitte in die Werkstatt kommen um ihren Pfusch zu lösen, geht für mich überhaupt nicht klar.

Es gibt sehr viele Leute bei denen funktioniert alles einwandfrei auch ohne neuester Updates, bzw. es gab ja auch Fälle wo etwas defekt war was die Fehler verursachte.
Hier in den Foren liest man natürlich nur von Leuten mit Problemen und nicht von Leuten wo alles arbeitet wie es soll.

Ich bezweifle das. Kunden mit derselben Software Version dürften die selben Probleme haben und sind sich dessen möglicherweise gar nicht bewusst, oder haben es wie ich als "gegeben" akzeptiert. Die wenigsten Menschen kommen auf die Idee, in die Werkstatt zu fahren um sich Software Updates einspielen zu lassen, schon gar nicht, wenn das Infotainment den Eindruck erweckt, es sei vollständig "over the air" updatefähig.

Worauf stützt sich denn deine Aussage, "sehr viele Leute haben keine Probleme ohne Updates"? Software funktioniert nicht bei dem einen Auto nicht, bei dem anderen schon. Software ist ziemlich konsistent und nur unterschiedliche Laufzeitverhalten und Funktionsumfänge beeinflussen sie.
Zumal habe ich zum Cupra Born ein Review auf Yotube gesehen, das auf den ersten Blick das gleiche Infotainment zu haben scheint. Hier wurde ebenfalls demonstriert, wie sehr das Infotainment auch im Cupra Born am ruckeln ist.
Ich kann also genauso behaupten, dass wahrscheinlich jeder Leon, der um den Zeitpunkt wie unser gebaut wurde, das gleiche Problem hat.

Für mich ist das ein Rückruf Thema. Aber das macht Seat natürlich nicht, bei einer Plattform, die im Jahre 2022 noch per USB Stick ein komplettes Betriebssystem neu geflasht bekommen muss.
Mein Seat Vertragspartner muss gegenüber Seat nun einen Videobeweis vorlegen, dass mein Infotainment schlecht performt. Erst dann darf ich grundsätzlich überhaupt das Update erhalten.
Ist das nicht lächerlich? Schon oder.
 
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mbw83

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Warum muß man das? Ein neues Auto, bzw. der Hersteller hat mit den technisch zugesicherten Eigenschaften, vielfach auch noch gegen Aufpreis , den Kunden nicht als Versuchskaninchen zu missbrauchen. Das hat zu funktionieren und zwar vom ersten Tag an, so wie es zugesichert wurde. Dafür hat der Käufer gezahlt. Nicht dafür, dass er unentgeltlich die fehlenden Versuchsreihen des Herstelleres während seiner finanzierten Leasingzeit nachholt ,um die Nachlässigkeit der Hersteller noch mit wochenlangem Werkstattaufenthalt ohne Gegenleistung zu honorieren.
OffTopic: Dann sollte sich @SteluHH als nächstes Fahrzeug aber auch keinen Tesla kaufen. Oder wie ist das mit dem Full Self Driving, das seit Ewigkeiten angekündigt wird (und für diverse Fahrzeuge versprochen wurde), es aber bis heute nicht gibt bzw. jetzt schon klar ist, dass es es für einige ältere Fahrzeuge nie geben wird?
 
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SteluHH

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OffTopic: Dann sollte sich @SteluHH als nächstes Fahrzeug aber auch keinen Tesla kaufen. Oder wie ist das mit dem Full Self Driving, das seit Ewigkeiten angekündigt wird (und für diverse Fahrzeuge versprochen wurde), es aber bis heute nicht gibt bzw. jetzt schon klar ist, dass es es für einige ältere Fahrzeuge nie geben wird?

Das ist doch kein Vergleich.

Hier geht es um einen Fahrzeughersteller, der liefert ein Auto aus, das in seiner Grundfunktionalität bestenfalls mangelhaft funktioniert und eigentlich nicht fertig ist.
 
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mbw83

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Das ist doch kein Vergleich.

Hier geht es um einen Fahrzeughersteller, der liefert ein Auto aus, das in seiner Grundfunktionalität bestenfalls mangelhaft funktioniert und eigentlich nicht fertig ist.
Bis jetzt hast du nicht gesagt, dass dein Auto liegen geblieben ist? Die Grundfunktionalität (fahren) war doch immer gegeben?
Aber gib Seat doch den Rat, in Zukunft das Infotainmentsystem nicht mehr einzubauen. Etwas versprochenes gar nicht zu liefern ist wohl besser als etwas zu liefern, das (nach deiner Aussage) bestenfalls mangelhaft funktioniert.

Btw, damit wir zurück kommen: Ja unser Infotainment lief (vor 1896) auch hakelig, sonst hatten wir aber keinerlei Probleme (weder mit der Grundfunktionalität (fahren), noch mit ausfallenden Assistenten, der Sprachsteuerung oder all deine anderen Punkte, die bei uns anzuwenden sind (eTSI)).
 
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SteluHH

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Wenn dein iPhone ruckelt (Grundfunktion: Telefonieren), nimmst du das dann auch markenbejahend hin, gehst irgendwann in den AppleStore, beweist vor Ort dass es ruckelt um auf Garantie ein Software update zu erhalten und kaufst dann jederzeit wieder iPhone?
 
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Blinner

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Moin,

kurze Schilderung meiner Erfahrungen nach 15 Monaten und rund 16tkm Laufleistung mit dem e-Hybrid.
Das Auto ist schön und macht eigentlich einen guten Eindruck - bis auf die Software insgesamt und die Hardware des Infotainment. Dieses macht die qualitative Anmutung des Autos zunichte und ist der Grund meiner Meinung.

Kurzer Disclaimer:
Ich bin Software Engineer mit 10 Jahren Berufserfahrung, aus diesem Grund ist dieser Erfahrungsbericht natürlich stark auf die IT des Fahrzeugs bezogen und dementsprechend nehme ich die Makel natürlich besonders negativ wahr. Dieser Erfahrungsbericht spiegelt nur meine persönliche Meinung wider.

Das Fahrzeug hat alle zur verfügung stehenden Software Updates erhalten. Natürlich spiele ich jedes zur Verfügung stehende Update sofort ein.
Das Fahrzeug ist vollausgestattet, d. h. wir haben alle Assistenzsysteme usw.

Aber listen wir mal auf:

Hardware:
  • Die Performance des Infotainment ist absolut ungenügend. Die simpelsten UI Interaktionen reagieren mit teils 2-sekündiger Verzögerung. Selbst Tastatureingaben, etwa für Adresseingabe ins Navi, verzögern stark. Das Infotainment ist mit seiner Aufgabe leider absolut überfordert. Jeder Kaufinteressent sollte dies aus meiner Sicht nicht unterschätzen, dreht sich bei diesem Fahrzeug schließlich alles um das Infotainment. Es gibt ja schließlich keine Knöpfe mehr im Auto. Es ist mir ein Rätsel, wie Seat so eine Lösung in Produktion geben konnte, absolut unprofessionell aus meiner Sicht. Ich gehe persönlich sehr stark davon aus, dass dieses System wider besseren Wissens als Business Entscheidung "durchgedrückt" worden ist, da die technisch verantwortlichen Ingenieure sich bewusst darüber sein mussten, dass die Leistung des Systems nicht ausreicht.
  • Kessy mit dem Finger an der Tür bzw. Hand in der Griffmulde funktioniert gut. In ungefähr 10% der Öffnungsversuche verweigert Kessy jedoch seinen Dienst. Dies ist für mich noch im Rahmen. Ich würde es also wieder dazubuchen. Auf keinen Fall empfehlen würde ich zusätzlichen Software Schnick Schnack, wie Auto-Open. Mein Vertrauen in die Softwarequalität ist für solche Spielereien nicht ausreichend.

Software:
  • Infotainment ist insofern verbuggt, als das es uns in den 16tkm Laufleistung etwa 5-8x komplett abgestürzt und eingefroren ist. D. h. es ist völlig unbedienbar und keine Funktion steht mehr zur Verfügung. Da hilft nur Fahrzeug anhalten und neustarten.
  • "Ausparken Assistenzsystem" - ich glaube es heißt Side Assist, ist unnutzbar und daher durchgehend bei uns abgeschaltet. Es reagiert trotz meiner aufmerksamen Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs beim Rückwärtsfahren viel zu sensibel auf vorbeifahrende Autos und legt dann eine sehr heftige Vollbremsung von 5 auf 0km/h hin, die Fahrer und Passagiere erschrecken lässt.
  • Collision Assist - die Auffahrwarnung zum Vordermann, wenn das Auto droht in den Vordermann zu crashen, hat ebenfalls mindestens 5 mal zu sensibel reagiert. Es hat auch dann bereits reagiert, wenn man im Siedlungsgebiet kleine S-Kurven fahren muss, um zwischen parkenden Autos durchzufahren. Ich habe inzwischen dabei ein ungutes Gefühl, da ich Angst habe dass der laute Warnton dabei plötzlich anspringt und eine Vollbremsung einlegt.
  • Lane Assist - praktisch unnutzbar. Auf der Autobahn ist das System nicht imstande zu erkennen, dass ich noch lebe und wach bin. Entweder man wackelt alle 30 Sekunden am Steuer - das macht ja keiner bei >= 130 km/h. Denn Steuer in der Hand halten alleine reicht nicht. Oder man darf sich nach kürzester Zeit laute Warnmeldungen "Lenkung übernehmen" gefallen lassen. Lane Assist mussten wir ganz abschalten.
  • Zufälliger Ausfall diverser Assistenzsysteme. Ungefähr 10-12x sind diverse Assistenzsysteme während der Fahrt einfach ausgefallen laut Warnmeldung. Wir quittieren so etwas nur noch mit einem "Stirnrunzeln" und "Kopfschütteln"
  • Sprachbedienung haben wir nun etwa 15 Mal versucht zu nutzen um Adressen einzugeben. Das funktioniert in der überwältigenden Mehrheit der Fälle nicht - sie versteht meistens weder mich noch meine Frau. Da die Toucherfahrung so schlecht ist, nutzen wir für kürzere Strecken meist Apple Car Play mit Google Maps.
  • Die zahlungspflichtige App ist zu instabil. Das Auto war laut App schon mehrmals "offen", oder das Licht sei angeblich noch an. Funktionen der App funktionieren nicht immer ohne aussagekräftige Fehlermeldung. Einmal erhielt ich eine Meldung, es sei eingebrochen worden, es war aber nichts. Seat angerufen, konnte keiner etwas bei sich sehen. Das hierfür noch Geld im Abo-Modell verlangt wird, ist eine Unverschämtheit.

Software Plugin Hybrid:
Aus meiner Sicht erscheint die Software fürs Zusammenspiel aus Verbrenner und Elektromotor zu simpel gestrickt zu sein.
1. Ist die Batterie ganz leer, sollte das Fahrzeug aus meiner Sicht fast durchgehend mit dem Verbrenner fahren. Stattdessen fährt das Auto trotz 0% Akku die ersten 5km/h mit Batterie an und es gibt einen kleinen Ruck (wie ein Schaltvorgang mit einem sehr alten Automatikgetriebe) , da der Verbrenner dann anspringt. Es nervt total.
2. Cruised man mit geringem Tempo durch Stadtverkehr, stelle ich ein absurdes Verhalten im Zusammenspiel aus leerem Akku und Verbrennungsmotor fest. Das Auto scheint um jeden Preis zu versuchen, vollelektrisch zu fahren, obwohl der Akku leer ist. Das äußert sich dann so: Das Auto fährt für etwa 10 Sekunden auf Benzin und stellt dann auf vollelektrisches Fahren um. Tut das dann vielleicht 3 Sekunden, merkt dann "Oh, mein Akku ist ja leer" und stellt den Verbrenner wieder an. Für mich ist das die Krönung der Stümpferhaftigkeit. Mir erschließt sich nicht, wieso so ein Fahrzeugverhalten sinnvoll sein sollte. Das ist nicht nur unkomfortabel (Auto ruckt leicht, Motor heult auf), sondern auch unwirtschaftlich und belastet das Material zusätzlich.

Fazit:
Das Auto hat auf uns eigentlich einen hochwertigen Eindruck gemacht. Die schlechten Erfahrungen mit dem Infotainment sind uns in der Tragweite während unserer Probefahrten nicht bewusst gewesen. Für mich ist das der Hauptkritikpunkt und wie oben schon erwähnt, sollte sich aus meiner Sicht jeder ganz besonders intensiv mit diesem System auseinandersetzen, da jegliche Interaktion mit dem Fahrzeug über dieses erfolgen muss.

Wir sind inzwischen jedenfalls so weit, dass wir mit Seat und dem Seat Leon negative Emotionen und Gedanken verbinden und unser nächstes Auto auf keinen Fall ein Seat mehr sein wird. Aus meiner persönlichen Sicht sind die vielen Gimmicks und Software Gadgets zum Teil ein Etikettenschwindel, quasi "schnell zusammengeknüppelt" um sich diese oder jene Funktion ins Exposè schreiben zu können, die sich in der Praxis aber als unnutzbar erweisen.

Nächstes Auto wird ein Tesla Model 3, kostet zwar 5000 € mehr, dafür bekommt man hier wenigstens den Marktführer in puncto Softwarequalität.


Viele Grüße,

Stef
Ich habe die starke Vermutung du hast die Softwareversion 16xx. Bei diesen Fahrzeugen liegt das Recht große Delay des Infotainments so wie ich verstanden habe hauptsächlich an der Hardware. Dort ist es dann leider so, dass auch etwaige Updaterollouts nur in einem begrenzten Rahmen Abhilfe schaffen. Meiner ist 10/21 gebaut mit der geänderten Hardware und Software 18xx (meine ich). Warum ich nicht genau weiß welche Version aufgespielt ist? Weil ich kaum Probleme mit der Software habe. Nach ca. 20s nach Losfahren sind alle Bedienungen on. Am längsten dauert das Hochfahren der Navidaten. Bei der Bedienung des Radios sind keine großartigen Verzögerungen feststellbar. Bordcomputerdaten sind nach ca. 2-3 Sekunden da.
Ich habe Travelassist XL in meinem. Dies funktioniert erstaunlich gut. Dieser ist sogar besser als Tesla (ein guter Freund von mir hat einen). Der Tesla hat eben noch das ein oder andere zusätzliche Feature (z.B. Rotlichterkennung an Ampeln).
Lediglich könnte der Assistent bei Überholvorgängen etwas unempfindlicher beim Spurwechsel sein. Hier ist es so, wenn man zu nah beim Spurwechsel auf das zu überholende Fahrzeug Auffahrt, gebremst wird. Wenn man dies weiß ist dies aber gut zu händeln.
Bei parallel zur Autobahn verlaufenden Spuren kann es auch schon Mal geschehen, das deren Geschwindigkeitsbegrenzungen erkannt werden. Dies ist dann schon etwas störender. Ansonsten funktioniert der TA aber schon ziemlich gut.
Zum Thema Tesla: Auch dort ist nicht alles Gold was glänzt. Auch bei Chinaware darf man nicht so ganz genau hinschauen. Schon mal Papier/Pappe für knarzenden Bildschirm besorgen. Wäre bei einem Verbrenner nicht ganz so schlimm, ist aber bei einem BEV stark störend. Beim Model 3 auf gar keinen Fall 20 Zöller, sonst fühlt sich das Auto an wie ein Tourenwagen. Hier gilt selbiges, bei einem Nicht-BEV würde es auch nicht so stark störend. Bei Auslieferungsmängel bei denen Teile ersetzt werden müssen sind diese auch nicht immer verfügbar. Mein Freund wartet schon fast vier Monate auf ein Rücklicht (Kondenswasser).
Ansonsten Antriebsmäßig ein Top-Auto. Tesla ist in diesen Dingen immer noch Benchmark.
Mir ist es dann doch ein wenig zuviel iPhone auf Rädern. Dies ist dann allerdings Geschmackssache.
 
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Froobs

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Worauf stützt sich denn deine Aussage, "sehr viele Leute haben keine Probleme ohne Updates"? Software funktioniert nicht bei dem einen Auto nicht, bei dem anderen schon. Software funktioniert nicht bei dem einen Auto nicht, bei dem anderen schon. Software ist ziemlich konsistent und nur unterschiedliche Laufzeitverhalten und Funktionsumfänge beeinflussen sie.
[...]
Es gibt noch andere Leon-Foren und Facebook-seiten. Dort gab es schon genug Umfragen zu Leuten die gar keine Probleme haben. Und dort meldeten sich ziemlich schnell sehr viel mehr problemlose Leute als es Leute in den Problemthreads gibt.

Zum anderen Thema, die ausgelieferten Autos ist keines wie das Andere.
Je nach Ausstattung sind im Leon bis zu 76 Steuergeräte mit eigenen Softwareständen welche auch noch über verschiedene Bussysteme kommunizieren. Und das Infotainmentsteuergerät ist leider eines das mit so ziemlich allen irgendwie Kontakt hat.
Jeder Konfiguriert sein Auto anders, die Autos haben verschiedene Codierungen und dazu kommt, dass laufend einzelne Steuergeräte weiterentwickelt werden, sowohl im Hard-, als auch Softwarestand. Also sind Unterschiede schon allein durch die Bauzeiträume vorhanden.
Ich habe einen guten Kumpel der bei einem hier bekannten Autohersteller in der Entwicklung im Bereich der Erprobung und Feldversuche arbeitet.
Er sagt manchmal spielst du nur eine andere Software aufs Radar auf (Und diese Software ist wiederum von anderen Firmen wie Conti, usw.) und plötzlich hast du in ganz anderen Steuergeräten Probleme wo vorher alles paletti war.
Ich bin der Meinung so einfach wie du trotz deiner 10 Jahre Erfahrung denkst, ist das Gesamtkomplex Fahrzeug auch wieder nicht.

Einzig beim Punkt dass dieser Softwarestand des Infotainments so noch nicht den Endkunden hätte erreichen dürfen, bin ich voll und ganz bei dir. Genauso wie die Tatsache dass dies nicht das Problem des Endkunden sein darf.
Da hatte mich mein oben besagter Bekannter schon vorgewarnt als ich meinen Leon vor einem Jahr bekommen habe. Er sagte damals zu mir, dass er mit diesem System schon einige Jahre in Erprobungsfahrzeugen unterwegs ist und es nicht versteht dass man so was schon in Serie gelassen hat.

Du sprichst oben Tesla und Smartphones an. Meinst du da ist es wirklich viel anders? Schau dich doch mal in den Tesla-Foren um.
Die bekommen auch laufend Updates eingespielt wenn während der Zeit wo viele Kunden das Fahrzeug/Gerät schon lange haben, mal Fehler entdeckt werden.
Einzig hier ist man nicht mehr auf dem Stand der Brieftaube mit angebundenen USB-Stick.

Und weil es mich selbst schon erwischt, selbst beim Smartphone ist keines wie das andere, bei meinem letzten neuen gab es ständig Hänger und Abstürze, trotz mehrmaligen Einschicken. Als ich dann das gleiche komplett neu bekam war alles in Ordnung. Das passt also auch nicht zu deiner These Software funktioniert nicht bei dem einen Auto nicht, bei dem anderen schon. Denke das ist zu theoretisch von dir gedacht.

Zum letzten Punkt, natürlich musst du nicht in die Werkstatt.
Aber in die Werkstatt gehen und sich permanent beschweren bringt mehr Beitrag zu dieser Problematik als hier in irgendeinem Forum einen frustrierten Beitrag zu verfassen und zu diskutieren was schon bekannt ist. Denn das interessiert den Hersteller nicht das geringste, immer mehr sich beschwerende Kunden in der Werkstatt schon.
 
  • Zum Glück habe ich unseren Seat Leon PHEV nur 2 Jahre geleased und er kommt bald weg... Beitrag #18
CU111

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kets

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Hmm, ich kann zwar schon einiges nachvollziehen, aber das der Lenkassistent nicht gut funktioniert, kann ich so nicht teilen. Wenn man einfach seinen Arm ablegt und das Lenkrad dabei einfach festhält und einen gewissen "Druck" ausübt, dann sollte das System einwandfrei funktionieren. Denn es ist und bleibt nun mal nur ein Assistent.
Denn genauso mache ich es beim Tesla, denn der meckert mich sonst auch alle 15 Sekunden an mit "Hände bitte ans Lenkrad"^^ Was also die Fahrassistenten angeht war Tesla mal das Nonplusultra, das ist jetzt aber ein gutes Jahr her und andere Hersteller wie BMW, Polestar, Mercedes und nun auch VW sind ALLE vorbeigezogen. Erst heute wieder gehabt, mit dem AP automatisch an der Ampel angefahren, er beschleunigt auf 40 km/h und haut dann ne Vollbremsung ohne jeden Grund rein. Hätte ich nicht aufgepasst und SOFORT reagiert wäre mir der Hintemann definitiv reingefahren. Soviel zur tollen Software, das Tesla-Forum ist voll mit diesen Erfahrungen. Mein M3 Performance ist gerade mal 2 Monate alt und auf dem "neusten" Stand. Automatische Überholvorgänge klappen auch eher semi gut, der Fernlichtassistent und die Scheinwischerautomatik sind ne Katastrophe und jedem 10 Jahre alten Auto unterlegen :D Soviel zur Software-Überlegenheit.
Gott sei Dank soll es nun tatsächlich angeblich^^ ein Update des AP geben, denn der Software-Stand dafür ist schon uralt. Leider darf man Elons Aussagen nie so ganz trauen, aber diesen Sommer soll es wohl soweit sein, dass auch hier die FSD Beta kommt. Dennoch wird es in den nächsten Jahren weiterhin kein vollautonomes Fahren geben, besonders nicht bei schwierigen Wetterverhältnissen.
Der Rest der Software von Tesla ist natürlich sonst super, wobei auch hier die Hersteller schon mehr oder weniger auf dem gleichen Stand sind, was die Performance und das Display angeht, siehe Polestar, Mercedes, BMW, Ford. Wer unbedingt Netflix braucht, muss halt nen Tesla nehmen, wer darauf verzichten kann ist auch mit jedem anderen Hersteller gut bedient und diese haben dann zumindest ne AA oder Carplay-Implementierung. Bei Tesla, määh.
 
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Zur Hardware können Experten wie @Henno und Co. sicher mehr sagen, allerdings würde ich mit meinem rudimentären Wissen zu dem Thema behaupten, dass die verbauten SoCs leistungstechnisch ihrer Aufgabe absolut gewachsen sein sollten. Beim MIB2 waren das Nvidia Tegra 30, beim MIB3 habe ich schon Samsung Exynos Auto gesehen, die aber ebenfalls über eine angemessene Leistung verfügen sollten.

Die Probleme führe ich daher auf schlecht optimierten Software zurück. Das Thema hat VW leider zu spät zur Priorität gemacht. Ich denke aber, dass der Rückstand bis zur nächsten Fahrzeuggeneration aufgeholt werden kann. Wenn das Auto ansonsten gut ist, würde ich beim nächsten Autokauf an dieser Stelle einfach genau hinsehen. Vergleichen ist natürlich unabhängig davon immer gut. Wenn die Konkurrenz in Summe das bessere Angebot hat, ist das halt so.

  • Lane Assist - praktisch unnutzbar. Auf der Autobahn ist das System nicht imstande zu erkennen, dass ich noch lebe und wach bin. Entweder man wackelt alle 30 Sekunden am Steuer - das macht ja keiner bei >= 130 km/h. Denn Steuer in der Hand halten alleine reicht nicht. Oder man darf sich nach kürzester Zeit laute Warnmeldungen "Lenkung übernehmen" gefallen lassen. Lane Assist mussten wir ganz abschalten.
  • Zufälliger Ausfall diverser Assistenzsysteme. Ungefähr 10-12x sind diverse Assistenzsysteme während der Fahrt einfach ausgefallen laut Warnmeldung. Wir quittieren so etwas nur noch mit einem "Stirnrunzeln" und "Kopfschütteln"
Wenn das wirklich so ist, auch dokumentier- oder noch besser vorführbar, sollte man den Händler dazu auffordern die Mängel zu beseitigen oder andernfalls den Aufpreis für die nicht nutzbaren Extras zurück verlangen. Ein durch den Beifahrer aufgenommenes Video sollte zur Dokumentation ausreichend sein. Dann merken die nämlich auch mal, dass es so nicht geht.
 
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