Hallo!
Wenn man ein Fahrzeug mit Hilfe von Tieferlegungsfedern tieferlegt, dann wird es immer härter.
Erklären läßt sich dies ganz einfach.
Jedes Fahrzeug besitzt einen maximalen Einfederpunkt!
An diesem Punkt streift z.B. ein Rad, der Querlenker steht an, das Antriebswellengelenk läuft in einem ungünstigen Winkel o.ä.
Dieser Punkt darf nie unterschritten werden und mit serienmäßigem Fahrwerk besitzt das Fahrzeug einen Federweg von z.B. 100mm bis dorthin.
Wenn man nun das Fahrzeug tiefer legt, dann verringert sich dieser Weg- bei einer Tieferlegung von 40mm in dem Fall von 100 auf 60mm.
Desweiteren besitzt jedes Fahrzeug eine max. Zuladung, welche immer gegeben sein muss- dies ist Auflage für die TÜV Abnahme von Federn oder Fahrwerken.
Eine ganz simple Rechnung ergibt:
Achslast des Fahrzeuges an der HA: 500kg
Radlast des Fahrzeuges: 250kg
250kg Radlast werden bei einem Federweg von 100mm durch eine 25N/mm (oder 25kg/cm) aufgenommen.
Verringert sich der Federweg von 100mm auf 60mm, die Radlast bleibt jedoch gleich, so MUSS sich die Federrate ändern (Federrate = Kraft/Weg).
Wenn man nun 250kg durch 60mm teilt, so kommt man auf eine Mindestfederrate von 41.6N/mm.
Die Federrate muss somit für das Erreichen des TÜV Gutachtens um 66% straffer sein, damit bei 40mm Tieferlegung der Wagen nicht weiter einfedert als mit den Serienfedern.
Das sind die Fakten, daran läßt sich nicht rütteln.
Gruß G-Star