[ST] Welchen ST....Erdgas, Benzin...Diesel?

Diskutiere Welchen ST....Erdgas, Benzin...Diesel? im 5F - Allgemein Forum im Bereich Der Leon 3; Hi @ll, mein erster Post. Ich bin Leo aus Berlin und derzeit auf der Suche nach dem passenden Neuwagen für mich. Nach ausgiebiger Recherche bin...

Leoric

Beiträge
43
Reaktionen
0
Hi @ll,

mein erster Post. Ich bin Leo aus Berlin und derzeit auf der Suche nach dem passenden Neuwagen für mich. Nach ausgiebiger Recherche bin ich - zugegebenermaßen auch wegen der geilen Optik - beim Seat Leon gelandet. Der Kombi soll es sein. Auf eine gute Ausstattung lege ich wert.

Mein Traum war es immer, einen potenten Diesel zu fahren. Zwar komme ich aufgrund einer aktuellen beruflichen Veränderung demnächst täglich 80 Km über die Autobahn, aber es sind eben auch extreme Kurzstrecken von 2 Km zum Supermarkt dabei oder die Tour zu Kindergarten und Schule. Das soll dem Diesel ja nicht unbedingt schmecken. Außerdem soll der DPF ja immer für eine teure Reparatur gut sein und auch die Injektoren können mal über den Jordan gehen. Auch nicht billig. Zudem ist der Diesel in der Anschaffung der teuerste.

Ich rechne
auch demnächst mit einem Dieselgeddon. Ein böser Mix aus Erhöhung der Steuern auf Dieselkraftstoff und einer Explosion des Ölpreises (denn die wird garantiert bald kommen) könnten den Diesel teurer als Super Plus machen. Mittelfristig wird der Liter Diesel sicher nicht mehr unter 2€ zu bekommen sein.

Also habe ich mich in Richtung Benzinmotor orientiert und den 1.4 TSI ACT mit 150 PS angedacht. Der soll ordentliche Leistung bei einem Realverbrauch von ca. 7 Litern bieten. In der FR-Ausstattung mit DCC.... bestimmt etwas sehr Feines.

Aber auch hier ist sicher, daß die derzeit günstigen Spritpreise bald Geschichte sind und ich dann am Ende für 100 Km 14€ oder mehr zahlen muß.

Was bleibt? Der TGI. Die einschlägigen Automagazine sind voll des Lobes. Der Realverbrauch liegt knapp über 4 Kg Erdgas, welches nicht von der Ölförderung abhängt (wie z.B. LPG), darüber hinaus sogar vom Ölpreis abgekoppelt ist und weltweit in größeren Mengen verfügbar ist als Erdöl. Daher ist zu erwarten, daß der Erdgaspreis an den Zapfsäulen weniger stark ansteigen wird als Benzin...im Optimalfall gar nicht. In meiner Gegend ist der CNG-Preis seit Monaten konstant. Die steuerliche Förderung soll ja auch laut einem Beschluß des Bundestages über 2018 hinaus gelten.

Ergo: Mittelfristig wird man wohl für 5€ Spritkosten 100 Km weit kommen. Selbst eine Preiserhöhung von 50% wäre kein Problem. 7.50€ für 100 Km entspricht dem Niveau mancher Diesel heutzutage. Und wenn Erdgas mal 1.50€ kostet, dann will ich nicht wissen, was für Diesel und Super abgerufen wird. So oder so.... der TGI wird wohl der wirtschaftlichste Antrieb bleiben.

Aber auch hier gibt es Abtörner: 110 PS sind nicht die Welt. Das aktive Fahrwerk ist nicht erhältlich....und am schlimmsten: die Erdgastanks sind aus Stahl und rosten einem wohl unterm Hintern weg. Audi und VW setzten Kunststofftanks ein. Audi ist unbezahlbar und auch der Golf Variant ist deutlich teurer als der Leon, also keine Alternative.

Ich bin jetzt extrem unter Zugzwang. Ich muß das Auto bald bestellen, da es ja auch noch eine Lieferfrist zu überbrücken gilt. Irgendwo im Forum habe ich zu allem Überfluß auch noch gelesen, daß die hohen Rabatte für den Leon bei den einschlägigen Online-Vermittlern wohl ab Januar Geschichte sein sollen.....ein Alptraum.


Mein Herz sagt 184 PS TDI oder 150 PS TDI 4Drive. Mein Verstand sagt TGI, aber rostende Tanks für 4000€ fressen alle Ersparnisse durch den billigen Sprit mehr als auf. Soweit ich informiert bin sind die Rostschäden an der Gasanlage ja auch nicht von der (Anschluß-)Garantie umfaßt.

Hat jemand irgendeine Idee für mich?

*winke*
Leo
 
20.12.2015
#1

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Welchen ST....Erdgas, Benzin...Diesel? . Dort wird jeder fündig!
Hetcher

Hetcher

Beiträge
700
Reaktionen
128
Dieselgeddon xD

Mach dir mal weniger Gedanken über Dinge die mehr Spekulation sind als das die Welt im Jahr 2000 untergehen sollte.

Kauf dir nen Diesel und gut ist,wenn du mal im Internet auf die suche gehst was vor 5 Jahren zu dem Thema geschrieben wurde wirst du auch drüber lachen,damals haben manche selbsternannte Experten schon geschrieben das Diesel bald teurer als Benzin ist,tja bis jetzt ist nix davon zu sehen.

Also hol dir einen Diesel und lies in 5 Jahren nochmal deinen Post hier und freue dich.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: AR377
LeonST180

LeonST180

Beiträge
29
Reaktionen
4
Sind die Erdgastanks beim TGI nicht in der Reserveradmulde ? Kann mir irgendwie nicht vorstellen dass die Tanks so schnell durchrosten sollen. Das wär ja verrückt, CNG wird immerhin auf 200Bar komprimiert.
 
CSchnuffi5

CSchnuffi5

Beiträge
9.245
Reaktionen
505
klingt alles sehr nach hätte wäre wenn

wenn es danach geht findet man überall Nachteile

das es eine Explosion der Preise geben wird ist eher unrealistisch und wird noch einige Jahre auf sich warten lassen

so wie es sich für mich anhört gibt es nur zwei Lösungen

1. fahr Fahrrad
2. fahr Öffentliche
 

C16

Beiträge
87
Reaktionen
8
Da ist jemand aber mal sehr Pessimistisch ��
 

Leoric

Beiträge
43
Reaktionen
0
klingt alles sehr nach hätte wäre wenn

wenn es danach geht findet man überall Nachteile

das es eine Explosion der Preise geben wird ist eher unrealistisch und wird noch einige Jahre auf sich warten lassen

so wie es sich für mich anhört gibt es nur zwei Lösungen

1. fahr Fahrrad
2. fahr Öffentliche
Sicher findet man überall Nachteile, aber da ich das Auto ein paar Jahre nutzen möchte ist ein klein wenig in die Zukunft gerichtetes Denken wohl nötig.

Es mag sicher im Jahre 2016 keine Preisexplosionen beim Erdöl geben, aber diverse Politiker schreien schon nach einer Erhöhung der Dieselsteuer mindestens auf das Niveau der Benzinssteuer. Betonung auf mindestens.

Da Schäuble aufgrund der niedrigen Spritpreise etliche Milliarden Mindereinnahmen hat und auch unsere syrischen und afghanischen Neubürger finanziert werden müssen, ist es so sicher wie das Amen in der Kirche, daß demnächst neue Einnahmepotentiale gesucht und mit Vorliebe bei den Melkkühen namens Autofahrer auch gefunden werden.

PS: Fahrrad fahre ich sehr viel und eine Monatskarte für den ÖPNV habe ich auch :very_hap:

*winke*
Leo
 

neo_2000

Beiträge
120
Reaktionen
7
Sollen sie lieber (auch wenn sich hier wer auf den Schlips getreten fühlt) die Tabak-Steuer und die Alkoholsteuer erhöhen.
So wie in anderen Ländern .. Rauchen gefährdet die Gesundheit genauso, wenn auch zu einem anderen Prozentsatz.

Und wer hat denn das Liedchen gesungen "Macht hoch die Tür, die Tore macht weit" .. Aber das ist vermutlich hier auch nicht das Thema ;)

Ich hab mich für den Diesel bei mir entschieden. Auch wenn ich täglich etwas weniger fahre als du.
Die Regeneration des DPF muss ja auch nicht jeden Tag gemacht werden dafür hast du ja einen recht hohen täglichen Langstreckenanteil .
Schönrechnen kann man sich das alles und noch viel mehr.
Der erste Gedanke ist meistens der "richtige" .. Wenn dein Herz zwischen dem 184er oder 150er Diesel schwankt, dann nimm den 150er.
Dann kannst du dir noch einreden, das du (im Gegensatz zu mir) vernünftig warst ;)
 
SuperSTortler_FR

SuperSTortler_FR

Beiträge
300
Reaktionen
125
Ich bin noch immer der Meinung, dass Autofahren ein extremer Luxus ist.
Diesel, Benzin oder Erdgas. Alles mehr oder weniger eine Einstellungsfrage...
...bei dir fällt die Entscheidung aber grundsätzlich leicht. 80 Kilometer Arbeitsweg sprechen eindeutig für einen Diesel.

Alles andere ist Zukunftsmusik.
Wundert mich aber, dass sich hier gewisse Leute noch nicht zu Wort gemeldet haben. :D
 
alfonso

alfonso

Beiträge
71
Reaktionen
6
Ich fahre mit meinem Diesel auch immer Langstrecke (75 km eine Strecke zur Arbeit). Dass Kurzstrecken so tödlich für den Diesel sein sollen, kann ich mir nicht mehr vorstellen. So schnell wie die Start-Stop-Automatik anspringt, obwohl der Wagen noch nicht warm ist...
 

Dieselnator

Gast
Leoric

Zunächst mal Hallo von einem Foren-Neuling an einen Foren-Neuling. Ich hoff die bist mir jetzt nicht böse, aber ich finde deine Herangehensweise leider überhaupt nicht sinvoll. Die Gründe sind ja in den anderen Beiträgen bereits angeklungen.

Zukunftsorientierte Erwägungen beim Autokauf sind die eine Sache, aber du spielst hier mit Eventualitäten, deren Ausgang in keinster Weise abzusehen ist. Dafür bräuchte man wirklich die sprichwörtliche Glaskugel. Wer seinen Autokauf von so vielen Eventualitäten abhängig macht, muss eigentlich unweigerlich zum Schluss kommen, dass eine solche Anschaffungen im Grunde genommen überhaupt keinen Sinn macht, und mit den von CSchnuffi5 vorgeschlagenen Verkehrsmitteln Vorlieb nehmen.

Zu deinen Überlegungen im Einzelnen:

DPF ist anfällig
Das kann man eigentlich schon seit den CR-TDI der ersten Generation nicht mehr behaupten. Wenn nötig, fängt der DPF schon kurz nach dem Losfahren mit dem Freibrennen an. Wird der Freibrennvorgang unterbrochen, und das Auto zwischenzeitlich abgestellt, so wird der Regenerationsvorgang unmittelbar nach dem weiterfahren fortgesetzt, sofern vor dem Abstellen nicht ein ausreichender Fortschritt erzielt wurde. Ich Punkto DPF gibt es bei den neueren TDI keine nennenswerten Probleme, schon gar nicht bei täglich 80km Autobahn.

Injektoren
Auch hier sind die 2,0 L TDI-Motoren sehr unauffällig. Es gab mal bei einer vorherigen Generation Probleme mit dem 170-PS-Aggregat, aber die sind Geschichte. Zumindest in der Vergangenheit galten die TSI-Motoren als deutlich auffälliger. Aber auch das kann man bei MQB-Fahrzeugen nicht mehr behaupten, denn diese Motoren haben statt der anfälligen Steuerkette wieder einen Zahnriemen. Zuverlässigkeitsprobleme haben also weder die neuen TDI, noch die TSI.

Spritpreis und Schadstoffausstoß
Deine Prognosen von über 2€/Liter halte ich für unrealistisch. Warum du gerade in der jetzigen Situation mit einer Explosion der Ölpreise in absehbarer Zeit rechnest, ist mir schleierhaft. Wie du ja weißt sind die Spritpreise gerade im freien Fall. Auch wenn divere Umweltverbände immer wieder auf dem als "Dreckschleuder" verschrieenen Diesel herumhacken, so weiß doch jeder mit einer kleinen Portion Ahnung, dass der saubere Diesel längst Realität ist. Die Technologie ist da und die Gesetze sind da. Ersteres muss halt eingesetzt werden und letztere müssen eingehalten werden. Dafür zu sorgen, das ist Aufgabe der Politik. Bei den Grünen ist leider oftmals der Wunsch der Vater des Gedankens. Ich halte diese Leute zwar keineswegs für überflüssig, aber manchmal gehen mir deren realitätsferne Forderungen schon etwas auf den Zeiger. Bei der Erdölverarbeitung entsteht nunmal Benzin und Diesel. Man kann nicht verhindern, dass letzterer auch verbrannt wird, nur weil man den Kfz-Kraftstoff höher besteuert. Das müssen letztendlich auch die Grünen einsehen. Das tun sie dann meist auch, wenn sie Realpolitik betreiben müssen, statt Opposition. Der EA288 2.0 TDI hat selbst in Fahrzeugen ohne SCR-Katalysator (z. B. Golf, Leon, Octavia) sehr gute Emissionswerte, was in realitätsnahen Abgastests u. a. von der AMS und dem ADAC nachgewiesen wurde.

Zum Thema Flüchtlinge werde ich mich jetzt mal nicht äußern. Das in diesem Zusammenhang anzubringen erscheint mir völlig an den Haaren herbeigezogen.

Dir muss natürlich auch klar sein: Wenn die Politik den Diesel durch höheren Steuern unattraktiv macht, entgeht dem Fiskus auch viel Geld, denn Dieselmotoren sind ja in der Anschaffung deutlich teurer als Benzinmotoren. Darüber hinaus wird niemand ernsthaft (außer den Grünen) vorhaben den europäischen Vorsprung im Dieselsegment aufs Spiel zu setzen. Im Zweifelsfall wird die Wirtschaft das der Politik schon erklären.

Besonders günstig fährst du zweifellos mit dem TGI. Da musst du dir halt die Frage beantworten, ob du bereit bist die Opfer, die mit dieser Entscheidungen verbunden wären, zu bringen.

Mein persönlicher Ratschlag
Nimm den Diesel, wenn du dir schon so sehr einen wünscht. Eine bessere Zeit Diesel zu fahren als jetzt gibt es kaum. Da dir offenbar Zuverlässigkeit sehr wichtig ist, würde ich dir zum 2.0 TDI mit 150 PS raten. Dieser hat im Gegensatz zur Version mit 184 PS keine Nockenwellenverstellung und im Leon dennoch ausreichend Kraft. Allerdings kann hier das Getriebe den entscheidenden Unterschied machen. Mit Handschaltung hat der 150er nämlich einen sehr lange übersetzten 6. Gang, was vielen nicht zusagt.

Übrigens, warum möchtest du den 150er denn gern mit Allrad? Da du aus Berlin kommst, DSG ist für dich keine Option? Hast du denn die beiden Diesel mal probegefahren? Nur so wirst du feststellen können, welche Leistungsstufe bzw. welches Getriebe für dich passend ist.

Wie auch immer du dich entscheidest, machs dir doch einfach nicht so schwer. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Hase

Gast
"Mein Traum war es immer, einen potenten Diesel zu fahren"

Dann würde ich mir auch einen kaufen. Ist doch super nun einen fahren zu können.
In 30 Jahren oder so werden Leute sagen wenn überall E-Autos rumfahren, haaach, nochmal einen mit Verbrennungsmotor fahren...
Man muss seine Träume erfüllen wenn man es kann. Alles andere, Gas usw., wirst Du danach lange genug fahren können oder dann müssen.
 

Leoric

Beiträge
43
Reaktionen
0
Der erste Gedanke ist meistens der "richtige" .. Wenn dein Herz zwischen dem 184er oder 150er Diesel schwankt, dann nimm den 150er.
Dann kannst du dir noch einreden, das du (im Gegensatz zu mir) vernünftig warst ;)
Inwiefern ist der 150er vernnftiger als der 184 PSer? Ein bißchen weniger Spritverbrauch, ok. Wegen der Hinterachse, die im Falle eines Falles teurer zu reparieren ist :D
Was verbrauchst du denn im Durchschnitt auf 100 Km und welches Fahrprofil hast du?

Ich fahre mit meinem Diesel auch immer Langstrecke (75 km eine Strecke zur Arbeit). Dass Kurzstrecken so tödlich für den Diesel sein sollen, kann ich mir nicht mehr vorstellen. So schnell wie die Start-Stop-Automatik anspringt, obwohl der Wagen noch nicht warm ist...
Start-Stopp ist immer das allererste, das ich ausschalte, wenn ich mal mit dem Dienstwagen unterwegs bin. Motor aus bei jedem Furz ist für mich so unwirklich wie eine Begegnung mit einem Alien. :p

Spritpreis und Schadstoffausstoß
Deine Prognosen von über 2€/Liter halte ich für unrealistisch. Warum du gerade in der jetzigen Situation mit einer Explosion der Ölpreise in absehbarer Zeit rechnest, ist mir schleierhaft. Wie du ja weißt sind die Spritpreise gerade im freien Fall. Auch wenn divere Umweltverbände immer wieder auf dem als "Dreckschleuder" verschrieenen Diesel herumhacken, so weiß doch jeder mit einer kleinen Portion Ahnung, dass der saubere Diesel längst Realität ist. Die Technologie ist da und die Gesetze sind da. Ersteres muss halt eingesetzt werden und letztere müssen eingehalten werden. Dafür zu sorgen, das ist Aufgabe der Politik. Bei den Grünen ist leider oftmals der Wunsch der Vater des Gedankens. Ich halte diese Leute zwar keineswegs für überflüssig, aber manchmal gehen mir deren realitätsferne Forderungen schon etwas auf den Zeiger. Bei der Erdölverarbeitung entsteht nunmal Benzin und Diesel. Man kann nicht verhindern, dass letzterer auch verbrannt wird, nur weil man den Kfz-Kraftstoff höher besteuert. Das müssen letztendlich auch die Grünen einsehen. Das tun sie dann meist auch, wenn sie Realpolitik betreiben müssen, statt Opposition. Der EA288 2.0 TDI hat selbst in Fahrzeugen ohne SCR-Katalysator (z. B. Golf, Leon, Octavia) sehr gute Emissionswerte, was in realitätsnahen Abgastests u. a. von der AMS und dem ADAC nachgewiesen wurde.
Wie komme ich auf die 2€ pro Liter? Ich erkläre es dir.

Der aktuell niedrige Ölpreis liegt am Überangebot. Die Erdölproduzenten könnten ja das Angebot verknappen, tun es aber nicht. Warum wohl?

Ein Grund ist, daß die Fracking-Öl-Produzenten aus den USA in den Ruin getrieben werden sollen. Derzeit ist die USA kaum oder gar nicht auf Ölimporte angewiesen, was natürlich die Nachfrage dämpft.
Erste Fracking-Firmen sind schon vom Markt verschwunden, aber noch halten sich einige tapfer und könnten bei steigendem Ölpreis sogar die Produktionsmenge wieder hochfahren. Da hat die OPEC also noch einiges vor sich, bis die USA wieder zum hauptamtlichen Importeur wird. Und wenn es soweit ist, wird die erhöhte Nachfrage auch den Preis wieder steigen lassen.

Der zweite Grund ist, daß der Iran erst einmal wieder etwas Öl auf den Markt werfen will, was erfahrungsgemäß das Angebot erhöht und damit den Preis senkt.

Der dritte Grund für den derzeit abstruserweise weiterhin sinkenden Preis ist die Tatsache, daß die ölproduzierenden Länder auf die Einnahmen aus dem Öl angewiesen sind für die Staatsfinanzen. Je stärker der Preis fällt, desto mehr Öl muß auf den Markt geworfen werden, um überhaupt noch Einnahmen zu erzielen.

Zudem lahmt die Konjunktur in einigen Industrienationen etwas, was ebenfalls die Nachfrage dämpft.

Es ist ein kompliziertes Mosaik, aber es braucht nur einen Fliegenfurz, um eine Preisrallye einzuleiten. Das kann erst in 4 Jahren passieren....oder in 4 Monaten. Oder gar morgen. Keiner weiß es. Das einzig Sichere ist nur: Es wird passieren.

Als wir zuletzt Dieselpreise von 1€ hatten (muß so 2008 gewesen sein) hat sich doch auch keiner ausmalen können (oder wollen), daß wir danach die 1.50€ knacken.

Beachte: Derzeit ist der Preis an der Tankstelle mindestens 10 ct zu hoch, weil die Netto-Ölpreissenkungen nicht an die Kunden weitergegeben werden. Das zeigt doch, daß die Ölkonerne sogar ihre Mutter verkauften, um den Autofahrer abzuzocken. Wenn der Ölpreis steigt werden die Steigerungen sicher doppelt und dreifach aufgeschlagen und ruckzuck sind wir bei 1.50€. Und da der deutsche Michel auch damals bei 1.50€ nicht gemeckert hat, wird er auch bei Diesel für 1.70€ nicht meckern. Getankt werden muß ja schließlich. :very_hap:

Zum Thema Flüchtlinge werde ich mich jetzt mal nicht äußern. Das in diesem Zusammenhang anzubringen erscheint mir völlig an den Haaren herbeigezogen.
Ich will hier keine Diskussion pro oder contra Refugees anfangen, sondern nur darauf hinweisen, daß die mühsame schwarze Null des Finanzministers durch geschätzte Flüchtlingskosten von 30 Mrd. EURO im nächsten Jahr nicht mehr zu halten sein wird. Es müssen also Einnahmen her.

Steigerungen der Spritsteuern kann man zudem immer unter dem Deckmantel der Ökologie und der Umweltziele der UNO etc. durchdrücken. Sozusagen alternativlos.

Dir muss natürlich auch klar sein: Wenn die Politik den Diesel durch höheren Steuern unattraktiv macht, entgeht dem Fiskus auch viel Geld, denn Dieselmotoren sind ja in der Anschaffung deutlich teurer als Benzinmotoren. Darüber hinaus wird niemand ernsthaft (außer den Grünen) vorhaben den europäischen Vorsprung im Dieselsegment aufs Spiel zu setzen. Im Zweifelsfall wird die Wirtschaft das der Politik schon erklären.
Jene, die fahren müssen oder wollen, fahren auch bei 2€ pro Liter. Ich kann mir schon vorstellen, daß die höhere Steuer die entgangenen Einnahmen durch die verkaufte Mindermenge überkompensiert. Und in einem solche Falle wäre der Umwelt ja auch tatsächlich geholfen, das ist nicht von der Hand zu weisen.

Mein persönlicher Ratschlag
Nimm den Diesel, wenn du dir schon so sehr einen wünscht. Eine bessere Zeit Diesel zu fahren als jetzt gibt es kaum. Da dir offenbar Zuverlässigkeit sehr wichtig ist, würde ich dir zum 2.0 TDI mit 150 PS raten. Dieser hat im Gegensatz zur Version mit 184 PS keine Nockenwellenverstellung und im Leon dennoch ausreichend Kraft. Allerdings kann hier das Getriebe den entscheidenden Unterschied machen. Mit Handschaltung hat der 150er nämlich einen sehr lange übersetzten 6. Gang, was vielen nicht zusagt.

Übrigens, warum möchtest du den 150er denn gern mit Allrad? Da du aus Berlin kommst, DSG ist für dich keine Option? Hast du denn die beiden Diesel mal probegefahren? Nur so wirst du feststellen können, welche Leistungsstufe bzw. welches Getriebe für dich passend ist.

Wie auch immer du dich entscheidest, machs dir doch einfach nicht so schwer. ;)
DSG ist keine Option, da ich gerne selbst alles unter Kontrolle habe. Schalten ist für mich die "männliche" Art des Fahrens. Sollen die Mädchen doch ihre Automatik fahren .... (Scherz). :evil:

Den Allradler fährt der Vater meiner Freundin. Ich finde schon, daß man einen Unterschied zum Fronttriebler merkt. Es ist einfach in jeder Situation mehr Grip da. Das ist im Raum Berlin nicht zwingend nötig, aber was ist an mehr Grip verkehrt? :D

Allrad ist natürlich wieder eine mögliche Schadensquelle, die irgendwann ins Geld gehen könnte. :D Und verbraucht auch mehr Sprit. :mad:

"Mein Traum war es immer, einen potenten Diesel zu fahren"

Dann würde ich mir auch einen kaufen. Ist doch super nun einen fahren zu können.
In 30 Jahren oder so werden Leute sagen wenn überall E-Autos rumfahren, haaach, nochmal einen mit Verbrennungsmotor fahren...
Man muss seine Träume erfüllen wenn man es kann. Alles andere, Gas usw., wirst Du danach lange genug fahren können oder dann müssen.
E-Autos fahren mit Strom, der ja auch irgendwie produziert werden muß. Es hat nicht jeder eine Solaranlage auf dem Dach. Ob ein Deutschland, das 100% Strom aus regenerativen Energiequellen erreicht hat, in der Lage ist, zu 100% Elektromobilität zu vernünftigen Preisen sicherzustellen, sei eine andere Frage.

Ganz davon abgesehen, daß die Akkus in den E-Autos sowas von umweltschädlich sind....da frage ich mich, ob ein E-Auto letztlich eine bessere Umweltbilanz aufweist als ein moderner Diesel.

*winke*
Leo
 
SuperSTortler_FR

SuperSTortler_FR

Beiträge
300
Reaktionen
125
Worüber diskutieren wir eigentlich?
Autofahren ist der Umwelt genauso schädlich wie die Zigarette seinem Raucher.
Und das eine ist genauso Luxus wie das andere auch!

Ich verstehe die Grundsatzdiskussion hier wirklich nicht.
Du philosphierst über Umwelt, Steuern, Spritkosten, etc. und willst von uns einen Ratschlag, welcher Motor bei deiner Strecke zur Arbeit wohl der Richtige sei....
....immer noch: ganz klar der Diesel.

Deine ganzen aufgestellten Theorien sind nichts als eben solches Gedankengut. Blanke Thesen!
Keiner wird dir sagen können, wie sich der Spritpreis in den nächsten 4-5 Jahren wirklich entwickelt.
Fakt ist einzig, dass sowohl der normale Benzin als auch der Diesel mit der Zeit teurer werden.

Zum Spekulieren kann man auch an die Börse gehen.
 

Dieselnator

Gast
Leoric

Hm ... dann bin ich offenbar nicht "männlich" genug.

Oder ich weiß einfach, dass kein Mensch so perfekt, das heißt der Situation und dem Betriebszustand des Motors und der Abgasnachbehandlung angepasst, schalten kann wie ein modernes Automatikgetriebe. Mit Komfort will ich gar nicht erst anfangen, da liegen natürlich Welten zwischen einem Menschen und dem DSG. Im Rest der Welt ist dieses Wissen natürlich deutlich weiter verbreitet als in Automatik-Muffel-Land.

Wenn du Angst vor Kontrollverlust hast würde ich dir allerdings dringend Raten vor Extras wie dem Regensensor, Fernlichtassistent, etc., Abstand zu nehmen. Ich sage das nur, da du oben geschrieben hast, dass du auf eine gute Ausstattung Wert legst. Ein Regensensor ist die reinste Bevormundung.

Wie auch immer, viel "Spaß" beim Getriebeumrühren. ;)

Und deine Spekulationen halte auch ich weiterhin nicht für zielführend. Kann alles zutreffen, kann aber genauso gut nicht. Weder dir, noch mir liegen die Informationen vor, die für solche Prognosen notwenig wären. Dementsprechend würde ich mich mit so etwas nicht aufhalten. Solche Spekulationen sind einfach keine ausreichende Grundlage für eine Kaufentscheidung. Ein Beispiel: Gegenwärtig liegt die Ölfördermenge von Ländern wie beispielsweise Venezuala weit unter ihrem Potential. Was wäre, wenn sich plötzlich dort die politischen und wirschaftlichen Rahmenbedigungen zugunsten einer höheren Fördermenge ändern, und dadurch noch mehr Öl in den Markt gepumpt wird? Wer kann das heute schon vorhersehen? Der von dir oben dargelegte Sachverhalt ist mir durchaus bekannt. Aber ich kann es nur nochmal sagen: Eine Zukunftsprognose von ausreichender Qualität wird dadurch nicht möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Leoric

Beiträge
43
Reaktionen
0
Ihr mögt recht haben: ich verbreite hier eine Menge Thesen, die zu 100% von völlig erratischen Bedingungen der Weltpolitik bzw. der Weltwirtschaft abhängen.
Ich verstehe eure Einwände und aktuell sieht es ja sowohl für die Diesel- als auch für die Benzinfahrer rosig aus.

Es kann aber auch alles mittelfristig so kommen, wie ich es vermute..... :D

25.000 - 30.000 EURO muß ich für das Auto auf den Tisch legen und da will ich natürlich die absolut wirtschaftlichste Lösung d.h. die geringsten Folgekosten haben.

Hättet ihr gesagt "Aus Erfahrung wissen wir, daß der TGI dir nach 50.000 Km um die Ohren fliegt", hätte ich euer Wissen in die Entscheidung einfließen lassen. Es gibt einfach so gut wie keine belastbaren Erfahrungsberichte, was Probleme und Folgekosten dieses Antriebs angeht. Was ich weiß ist, daß es im VW-Konzern massive Probleme mit verrosteten Erdgasflaschen gibt, aber die betreffen zu einem Großteil den Touran früherer Baujahre. Andererseits sind im Audi und Golf neuerdings nicht-rostende Tanks verbaut. Also scheint die Rostgefahr auch bei neueren Baujahren und ggf. auch dem Leon nicht gebannt.

In 5 Jahren für 4000 € neue Gasflaschen aus eigener Tasche zahlen zu müssen käme preislich so, als ob ich heute den Diesel kaufte. Geht beim Diesel aber irgendwas kaputt (nach Ablauf der Garantie oder ein nicht durch die Garantie abgedecktes Teil) oder der Dieselpreis steigt um 30 Cent, wird der TGI selbst mit rostenden Gasflaschen bedeutend günstiger sein.

Ich weiß, ich weiß: es gibt für mich keine Lösung, da noch niemand die Glaskugel erfunden hat. :nene::cry:

Es fehlt nur ein kleiner Funke. Im Moment bin ich zwischen TDI und TGI indifferent.

*winke*
Leo
 

der_Bär

Gast
Leoric: Mal ganz vom Umweltgedanken abgesehen und in der Tat ist PKW-fahren wohl die grösste Umweltverschmutzung, die wir persönlich realisieren können, hast Du denn eine Erdgastanke in der Nähe?…Wenn ich für das günstige Erdgas regelmäßig erst einmal 10-15km durch die Gegend "gasen" muss, während Diesel an jeder Tanke verfügbar ist, bekommt die Kostenrechnung pro Erdgas ein ganz schöne Schieflage.

Zudem: Dein Fahrprofil mit den täglichen 80km AB spricht eindeutig für den TDI. Wenn der 150er TDI ausreicht, sogar noch mehr für diesen, weil dieser als Handschalter durch das lange Getriebe auf der AB deutliche Verbrauchsvorteile bietet.
Der 184er liegt im Schnitt - beide HS - 0,5L/100km über dem 150er TDI (wir hatten schon beide parallel).

Zum Thema Haltbarkeit. Zwar sind die aktuellen TDI durch die viel Technik nicht mehr so robust wie die alten, aber im Schnitt sollten TDI wegen ihres Verbrennungsprinzips - weniger Temperatur - immer noch länger halten als ein TSI/TGI. Vom Vergleich downgesizeter TSI gegenüber ordentlich grossen TDI will ich gar nicht sprechen.

Kurz gesagt: In Deinem Fall spricht eigentlich alles für den TDI. ;)
 

ThoMe79

Beiträge
516
Reaktionen
73
Ich kann nur von nem Arbeitskollegen sprechen, der nen Touran mit Erdgas fährt und jedes Jahr Probleme mit seinen Tanks hat. Da sind nach seinen Ausführungen abwechselnd die Tanks oder die Ventile marode und müssen im 2-Jahrestakt getauscht werden.
 
totti8899

totti8899

Beiträge
177
Reaktionen
8
Mal ein etwas anderer Gedanke: 80 km Autobahn täglich, mit 110 PS im TGI? Zum pendeln auf Arbeit mag das je evtl. noch gehen, aber voll bepackt in den Urlaub mit Kind und Kegel? Fahrspaß?
Noch ein deutlicher Pluspunkt für ´nen Diesel oder Benziner mit 150 PS oder mehr.
 

mike1509

Beiträge
530
Reaktionen
24
Ich glaube nicht, dass sonein Erdgastank so schnell durchrostet ;-)

Leoric:,. Vom Vergleich downgesizeter TSI gegenüber ordentlich grossen TDI will ich gar nicht sprechen.

Kurz gesagt: In Deinem Fall spricht eigentlich alles für den TDI. ;)

Ich finde das immer wieder amüsant, wie immer auf die downgesizeten Benziner losgegangen wird.

Also ganz ehrlich ist der 2.0 TDI genauso downsizing wie der 1.4 TSI, aber das will keiner wahr haben.....
 
Thema:

Welchen ST....Erdgas, Benzin...Diesel?

Welchen ST....Erdgas, Benzin...Diesel? - Ähnliche Themen

  • Seat Leon 1.4 TGI (Erdgas)

    Seat Leon 1.4 TGI (Erdgas): Warum es heute noch immer Hersteller gibt die statt Autogas lieber Erdgas in ihren Fahrzeugen unterbringen weiß ich leider nicht. Aber bald gibt...
  • Benziner mit Klopfgeräusch unter 2000 Umdrehungen

    Benziner mit Klopfgeräusch unter 2000 Umdrehungen: Hallo, schon seit längerem habe ich im Drehzahlbereich unter 2000 v.a. Bergauf ein klopfen vom Motor gehört und das in jedem Gang (DSG 7.Gänge)...
  • [SC] Dämmmatte Motorhaube 5F Benziner/Diesel

    [SC] Dämmmatte Motorhaube 5F Benziner/Diesel: Mahlzeit Gemeinde, laut VAG Gebrauchtwagenverkäufer hat mein Leon SC 1.8 TSI aus 06/14 keine Dämmmatte unter der Haube verbaut. Das Schmutzbild...
  • Ottopartikelfilter (OPF) für Benziner nachrüstbar ?

    Ottopartikelfilter (OPF) für Benziner nachrüstbar ?: Ich habe mal beim Seat Kunden-Service bezüglich der Möglichkeit der Nachrüstbatkeit ein Ottopartikelfiltes (OPF) angefragt und folgende negative...
  • Motorcode Unterschiede 1,8 Benziner

    Motorcode Unterschiede 1,8 Benziner: Hallo an alle, Bin Neu hier und ringe noch mit der Entscheidung mir nen Leon zuzulegen zu Wahl käme bei mir der 1,8 Liter TSI Motor Ich...
  • Ähnliche Themen
  • Seat Leon 1.4 TGI (Erdgas)

    Seat Leon 1.4 TGI (Erdgas): Warum es heute noch immer Hersteller gibt die statt Autogas lieber Erdgas in ihren Fahrzeugen unterbringen weiß ich leider nicht. Aber bald gibt...
  • Benziner mit Klopfgeräusch unter 2000 Umdrehungen

    Benziner mit Klopfgeräusch unter 2000 Umdrehungen: Hallo, schon seit längerem habe ich im Drehzahlbereich unter 2000 v.a. Bergauf ein klopfen vom Motor gehört und das in jedem Gang (DSG 7.Gänge)...
  • [SC] Dämmmatte Motorhaube 5F Benziner/Diesel

    [SC] Dämmmatte Motorhaube 5F Benziner/Diesel: Mahlzeit Gemeinde, laut VAG Gebrauchtwagenverkäufer hat mein Leon SC 1.8 TSI aus 06/14 keine Dämmmatte unter der Haube verbaut. Das Schmutzbild...
  • Ottopartikelfilter (OPF) für Benziner nachrüstbar ?

    Ottopartikelfilter (OPF) für Benziner nachrüstbar ?: Ich habe mal beim Seat Kunden-Service bezüglich der Möglichkeit der Nachrüstbatkeit ein Ottopartikelfiltes (OPF) angefragt und folgende negative...
  • Motorcode Unterschiede 1,8 Benziner

    Motorcode Unterschiede 1,8 Benziner: Hallo an alle, Bin Neu hier und ringe noch mit der Entscheidung mir nen Leon zuzulegen zu Wahl käme bei mir der 1,8 Liter TSI Motor Ich...