Vollkasko oder Teilkasko?

Kolasinac

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Hey Freunde,

habt ihr eine Vollkasko oder
eine Teilkasko als Autoversicherung? Was sind die Vor- bzw. Nachteile? Ich steige da noch nicht durch... :nene:
 
27.06.2017
#1

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Gast

Schau mal hier: Vollkasko oder Teilkasko? . Dort wird jeder fündig!
ChrisEngel

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Hattest du nicht schonmal andersweitig gefragt, wie oft wir unsere Versicherung wechseln?
 

FL224

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Ich habe da mal kurz 2 Sekunden gegoogelt:

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Teilkasko oder Vollkasko?

Der Teilkaskoschutz versichert in der Regel:

Brand und Explosion (zum Beispiel Kabelbrand);
Entwendung (Diebstahl einschließlich Diebstahl von Autoteilen sowie unbefugter Gebrauch), Raub und Unterschlagung;
Unwetterschäden (zum Beispiel Sturm ab Windstärke 8, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung);
Haarwildschäden (etwa durch Rehe oder Wildschweine) und Zusammenstoß mit anderen Tieren;
Marderschäden (meist sind nur kleine Kabelschäden versichert);
Kurzschlussschäden an der Verkabelung sowie
Glasbruch.

Nicht abgedeckt sind in der Teilkasko insbesondere Unfälle, die der Halter selbst verschuldet hat, und Schäden durch Vandalismus.

Die Fahrzeugvollversicherung ersetzt dagegen alle Schäden am eigenen Fahrzeug. Das sind also die Schäden, die auch die Teilkasko versichert, und darüber hinaus Unfallschäden am eigenen Auto und Vandalismus.

Als Faustregel gilt: Eine Vollkaskoversicherung lohnt sich für Neuwagen während der ersten drei bis fünf Jahre. Prüfen Sie aber am besten genau, ob der bestehende Schadenfreiheitsrabatt nicht doch dafür spricht, die Vollkaskoversicherung weiterzuführen. Finanzieren Sie ein Auto über Leasing oder einen Kredit, sollten Sie in der Regel eine Vollkaskoversicherung abschließen.

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Je nachdem welchen Risiken du dein Fahrzeug ausgesetzt siehst, also entweder durch dich selbst oder eben Andere, musst du für dich entscheiden was dir besser passt. Falls du, wie ich auch, erst seit wenigen Jahren deinen Führerschein hast ist eine Vollkasko eben auch immer eine Kostenfrage. Mich kostet die Vollkasko (300€ Selbstbeteiligung) mit Schadensfreiheitsklasse 3 für meinen Leon fast das gleiche wie meine Haftpflicht + Teilkasko (150€ Selbstbeteiligung).
 
cupradriver1

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Kolasinac
Das hängt massgeblich vom Auto und dem Wert ab und ob es finanziert ist. Ist das Auto noch "jünger", lohnt sich die VK( ja nach Schadenfreiheisrabatt SF ) schon.

Beispiel von mir:
Ein Hund rennt plötzlich über die Strasse und wird von meinem Leon erfasst ,überfahren, seitlich am Fahrzeug hochgeschleudert. Der Hund ist bei dem Aufprall so stark verletzt,daß er stirbt. Der Schaden erheblich ( 10500€).
Die HUK , als Tierhalterhaftpflicht ersetzt den Schaden nicht(warum sagt sie nicht mal dem Anwalt und sie MUSS dies auch nicht!?). Das Auto wurde aber schon mit Abtretung repariert, die Rechnung offen. Es würde nun eine teure Klage gegen die Hundehalterin folgen,um die Reparaturkosten zu begleichen. Die Versicherung kann man laut Anwalt nicht verklagen,da dies der Gesetzgeber nicht zulässt und es sich nicht um eine KFZ-Haftpflicht handelt!
Diese Klage zahlst Du. Und es kann Jahre dauern! Solange wartet die Werkstatt nicht auf das Geld. Nun kommt die VK ins Spiel und zahlt den Schaden.
Das ist mir passiert.
 
cupradriver1

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Hetcher
Das der Hund so gelitten hat und gestorben ist,hat mir echt Leid getan.Ich hätte heulen können. Er konnte ja nichts für die Dummheit der Frau, ihn einfach ohne Leine dort laufen zu lassen,wo Verkehr ist. Der Ärmste hat so geweint,bevor er verstorben ist! Schlimm! Das einzige ist, daß er nicht lange gelitten hat.
Dafür hat die dumme Frau den Schaden auch nach 5 Monaten(!) und trotz Schreiben von Versicherung und Anwalt einfach dreist nicht gemeldet. Daher zahlt die Versicherung auch nicht einen Cent! Und das ist sogar gesetzlich OK. Klagen geht auch nur noch gegen die Hundehalterin. Leider wird da nichts zu holen sein, sodaß die Kosten für den Anwalt, der Ausfall von 17 Tagen(!), der Wertverlust usw. nicht übernommen wird.
 

ManuelP

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Habe allerdings auch auf mein "älteres" Auto noch eine Teilkasko, weil sie gegen Madarschäden, Steinschläge etc. schützt! :)
 
Ebel

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Die Teilkasko würde ich prinzipiell immer wählen. Bei Wagen die nicht älter als 5 Jahre sind zusätzlich auch die VK. Ich war verblüfft wie günstig ich mit dem Löwen unterwegs bin. Ich habe VK (150SB) / TK (0,00 SB) SF 7 41%, Kasko Plus und den Rabattschutz aktuell bei meinem neuen und zahle rd. 600 Eus im Jahr.
 
AR377

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Hey Freund,

ich habe nur eine Teilkasko als Autoversicherung (mit Selbstbeteiligung 500,-€)
Man kann natürlich bei einem Neuwagen auch über ein Vollkasko nachdenken aber die wäre unverhältnismäßig teuer geworden in meinem Fall weil ich noch niemals eine hatte.
Und dann würde sich stets die Frage stellen ab welchem Fahrzeugalter nehme ich die Vollkasko dann weg ...

So sind bei mir bereits mehr als 2 (und unfallfreie) Jahre seit Neuzulassung des Leon vorüber und ich habe die Ersparnis entsprechend realisiert.
 

mucler

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Ein Unfall ist schnell passiert und hinterher ärgert man sich wenn der Schaden die Prämie für die Vollkasko bei weitem übersteigt.
 

der_Bär

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Eine Sache sollte man auch bedenken, mitunter ist die Vollkasko - die die Teilkasko mit umfasst - durch die Schadenfreiheitsrabattstufen günstiger als reine Teilkasko, die ein Festtarif ist. ;)
 
AR377

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Während die Haftpflichtversicherung jahrlich günstiger wird durch Schadensfreiheit so bleibt die Teilkasko als Festtarif stets gleich.
Eigentlich brauch' ich auch die Teilkasko nicht mehr lange. Ich überlege sie nach 4 Jahren wegzulassen. Einen 4 Jahre alten SEAT Leon stiehlt niemand mehr.
Kostet pro Jahr 140 EUR (trotz 500 SB) was nützt mir die im Fall eines Glasbruchs?
Brand, Hagelschaden ... sehr unwahrscheinlich im Einzelfall

Wildschaden spricht noch am ehesten für die Beibehaltung der TK.
Hatte zwar noch nie einen aber ein solcher kann tatsächlich unerwartet eintreten ohne dass man es verhindern kann - und mehrere Tausend EUR kosten.
 

Ibex

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... Brand, Hagelschaden ... sehr unwahrscheinlich im Einzelfall
Kann ich nicht bestätigen - statistisch gesehen: Ja. Demnach hätte aber auch Tschernobyl erst in 10.000 Jahren auftreten dürfen. Im Einzelfall hilft dir die Statistik nur ziemlich wenig.
Wir hatten im Ruhrgebiet am 30.05. Hagelkörner mit 4 cm Durchmesser, der Schaden - von den HUK-Gutachtern geschätzt und im Rahmen der Teilkasko bei 150,00 Euro Selbstbeteiligung gehoben - belief sich auf 1078,50 Euro. Am 22. Juni geriet ich auf der Autobahn bei Warburg wieder in ein Unwetter mit Hagel und kann nun die neuen Dellen aus dem gerade entbeulten Auto entfernen lassen. Bei den heutigen Klimaverhältnissen kann man nicht mehr davon ausgehen, dass Hagelschauer selten bleiben.
 
ChrisEngel

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Oder auch mal ganz simpel gesehen. Selbst wenn man sagen würde (rein thoeretisch), dass statistisch gesehen einer von 1000 Autofahrern in den nächsten 5 Jahren einen Totalschaden hat, dann müsste man ja nur zwischen 1000 Autofahrern auslosen, und nur einer müsste sich versichern (rein statistisch). Allerdings treten dann genau zwei Probleme auf, die dieses Prinzip in der Praxis nicht realisierbar machen. 1. funktioniert jede Versicherung nach dem Solidaritätsprinzip. Heißt, selbst wenn nur einer von 1000 einen Totalschaden haben wird, bedarf es aber der Prämien der restlichen 999 um den Schaden des einen zu decken. 2. weiß man eben im Voraus gar nicht, wer nun genau den Schaden haben wird, und genau deshalb funktioniert das unter 1 genannte Prinzip so hervorragend.

Deswegen ist es nunmal ziemlich blauäugig zu sagen, "es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass genau mich dies trefen wird".
 
AR377

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Kann man so sehen, dennoch gehe ich anders heran.

Jemanden hat der Hagelschaden gleich 2x getroffen, das ändert nichts daran wie unwahrscheinlich beim Einzelfall ein Hagelschaden ist.
Heisst ich darf (statistisch und tatsächlich) erwarten dass ich ein "Plus" mache wenn ich keine Kasko-Versicherung habe.
Natürlich kann mich das nachteilige Ereignis treffen, der eintretende wirtschaftliche Schaden ist aber (nach oben) limitiert durch den Zeitwert des Fahrzeugs, damit nicht existenziell --> nicht "ziemlich blauäugig"

Natürlich gar nichts haben kommerzielle Versicherungen wie KFZ-Kasko mit dem "Solidaritätsprinzip" zu tun.
Das ist ein reines Geschäft der Versicherungsunternehmen das versicherungsmathematisch so gestaltet wird dass ein Gewinn (auf der Seite der Versicherungsunternehmen) dabei rum kommt.
"Solidaritätsprinzip" ist z.B. bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Da muss jeder Arbeitnehmer (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) einzahlen und das Geld geht direkt den Monat als Rentenzahlung an die Rentner.
Mit der Zahlung der Rentenbeiträge erwirbt der Arbeitnehmer einen Rentenanspruch gegenüber den künftigen Arbeitnehmern wenn er sebst in Rente ist. Da kann und soll sich niemand entziehen, deshalb Solidaritätsprinzip.
 
ChrisEngel

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Selbstverständlich möchten "kommerzielle" Verischerungen Gewinn erwirtschaften. Dennoch funktionieren sie nur durch das Solidaritätsprinzip. Wer sollte denn sonst deinen (theoretischen) Totalschaden bezahlen?! Das ist sicherlich nicht allein durch deine gezahlte Prämie nach z.b. einem Jahr möglich ;) ..... natürlich wird das Solidaritätsprinzip hauptsächlich im Zusammenhang gestzlicher Versicherungen genannt, weil man hier eben grundsätzlich (gezwungendermaßen) in dieser Solidargemeinschaft ist. Binnen einer "kommerziellen" Versicherung stellen aber eben auch alle Versicherungsnehmer eine solche Solidargemeinschaft dar.
Wenn dein Auto einen Totalschaden hat, und wir bei derselben Versicherung sind, komme ich Zwangsläufig durch meine Prämien für deinen Schaden auf ;) Das finde ich schon ganz schön solidar :)
 

der_Bär

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Natürlich funktioniert eine Versicherung "nur" nach dem Solidaritätsprinzip. Alle - Versichteren - zahlen Eingen gewissen Obolus in die gemeinsame Kasse, damit Einem - Versicherten - im Schadenfall geholfen werden kann. Dass eine Versicherung, z.B. in der Form einer AG, auch Gewinne erwirtschaften soll, ist eine andere - wenngleich nachvollziehbare Sache.

Allerdings gibt es auch Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit - VVaG -, die das Solidaritätsprinzip noch mehr betonen.
 
RoterFR

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Übrigens schon ein selbstverursachter Totalschaden kann den über viele Jahre "erwirtschafteten" Gewinn um ein mehrfaches übersteigen.

Mir ist das Risiko viel zu groß. Klar, wenn ich überlege, wieviel Prämie ich bei meinen letzten fünf Neuwagen in die Solidargemeinschaft eingezahlt habe, könnte ich davon ein paar Mal schick essen gehen. Aber ich mag kein Risiko eingehen, wenn ich das mit einem überschaubaren Aufwand vermeiden kann. Ich habe sogar die Premium Version, die mir in den ersten beiden Jahren den Neuwagenpreis ersetzt, wenn ich das Auto schrotte.
 
AR377

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Ich will eben extra dieses kalkulierbare Risiko eingehen weil das dem Ganzen erst richtig die Würze verleiht.
Und was ich im Lauf der Jahre an Kasko-Prämien gespart (=wirklich gespart) habe das wird bestimmt ein kleines Vermögen sein.
Hab' ich 2 Vorteile daraus (gegenüber jenen mit Vollkaskomentalität): Autofahren ist aufregender und zugleich Geld gespart

Kommerzielle Versicherungen funktionieren nach dem "Versicherungsprinzip", das ist eine reine Kalkulation und hat mit Solidarität unter Menschen überhaupt nichts zu tun (wieviel Verträge hat die Versicherung im Bestand, wie oft tritt statsistisch der Versicherungsfall ein, wieviel Prämie muss sie deshalb von allen verlangen)
Das "Solidaritätsprinzip" und das "Versicherungsprinzip" sind von der Philosophie her zwei ganz verschiedene Dinge.
Das eine hat eine moralische Komponente, das andere gar nicht.
Man könnte noch versuchen sich dem Thema so zu nähern:
Im Kasko-Schadensfall erhält der Versicherte das Geld nicht von anderen Versicherten, sondern in dem Moment sind die Prämien lange schon vom Versicherungsunternehmen vereinnahmt und dessen (=des Versicherungsunternehmens) Geld, das dem Versicherten vertragsgemäß ausbezahlt wird.

In keinem Fall kann mir jemand nachsagen, dadurch dass ich keine VK oder TK Versicherung abschliesse würde ich mich irgend einer "Solidargemeinschaft" entziehen. Das ist eine Frage der Vertragsfreiheit.
 

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