Verkokungen im Ansaugtrakt

Diskutiere Verkokungen im Ansaugtrakt im 5F - Wartung Forum im Bereich Der Leon 3; Bin auf das Thema Verkokungen im Ansaugtrakt beim Direkteinspritzer gestossen. Die Foren-Suche war wenig erfolgreich, was mich doch ein wenig...
Cupradrobi

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Bin auf das Thema Verkokungen im Ansaugtrakt beim Direkteinspritzer gestossen. Die Foren-Suche war wenig erfolgreich, was mich doch ein wenig beruhigt hat. Wäre das ein Problem,
bei unseren Seats, hätte ja schon mal jemand was dazu geschrieben. Nichts destotrotz ein interessantes Thema wie ich finde.
Auf Youtube habe ich ein sehenswertes Video dazu gefunden wo wirklich alles erklärt und gezeigt wird. Ist zwar ein anderer Motor aber vergleichbar da selbes Prinzip.
Das Video ist etwas lang, zum Ende hin gibt der Typ noch ein paar Tipps, wie man der Verkokung etwas entgegenwirken kann. Guckst du:



Ich hoffe, ich hab nicht wieder im falschen Bereich gepostet.🥰
 
03.12.2019
#1

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Gast

Schau mal hier: Verkokungen im Ansaugtrakt . Dort wird jeder fündig!
Pyro

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Wieder für mich ein Grund, von Anfang an kein dünnes LL Öl zu nehmen.
& für Kurzstrecken nehme ich prinzipiell eh das Fahrrad.
Somit ist bei meinem Löwen alles gut.


Hier der Erklärbar:
Die Verkokung! - RS-Klinik
 
Cupradrobi

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Wieder für mich ein Grund, von Anfang an kein dünnes LL Öl zu nehmen.
& für Kurzstrecken nehme ich prinzipiell eh das Fahrrad.
Das scheint auf jeden Fall besser zu sein, bin mittlerweile auch bei 5W40 gelandet. Allerdings verlangsamt das die Verkokung wohl nur, wenn ich es richtig verstanden habe.
Der Unterschied auf dem Bild zwischen Verkokung und gereinigt ist schon krass. Hast du bei deinem schon mal nach gesehen?
 
wiesel_

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Interessant wäre mal eine Erläuterung von einer Firma die nicht ihr Geld mit Bedi Reinigungen verdient ;)
Ist schon alles etwas überspitzt dargestellt.
 

dervario

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Bedi ist nur der Name einer Produktreihe von der Firma Lamda.


Meiner Meinung nach ist das Thema Ansaugwege Reinigung stark finanziell motiviert ;)

Ja es kommt zur Ansammlung von Verkokungen im Bereich der Ventile, aber nur bei Fahrzeugen mit einer reinen Direkteinspritzung wie beim 1.2TSI oder 1.4TSI.
Der 2.0TSI hat ein duales Einspritzsystem.
Bei Motoren mit Saugrohreinspritzung, so wie sie beim 2.0TSi u.a. vorhanden ist, werden die Verkokungen direkt mit dem Kraftstoff weggespült, quasi eine interne Reinigung.

Die Wahl des Motoröls hat nur teilweise Auswirkungen auf der Stärke der Verkokungen da egal welches Öl man benutzt immer ein Ölnebel vorhanden ist. Die Menge des Ölnebels lässt sich aber durch das Fahrprofil beeinflussen.
Viel Kurzstrecke => viel Kraftstoff im Öl und somit viele zusätzliche Gase die aus dem Öl austreten.
Daher kann man nur zu einen dem Fahrprofil angepassten Wechselintervall raten.
Teilweise sind die sogenannten "heiligen-Öle" dem normalen LL in der Disziplin sogar unterlegen.
LL Öl ist zum Schutz des DPF so ausgelegt, dass es relativ rückstandsfrei verbrennt, andere Öle mit vielen Additiven entwickeln somit teilweise bei ihrer Verbrennung/Verdampfung mehr Partikel welche sich festsetzen können.
Als Beispiel:
Das Ravenol VMP 5W30 LL hat einen Noack Wert von 7,2 das VST 5W40 von 7,4.
Noack ist die Prozentuale Verdampfung des Öls, je höher desto schlechter.


Wenn man einen sehr unrunden Leerlauf hat, kann man mal über eine Reinigung nachdenken, aber dann bitte die richtige mit einem Strahlgerät, also bei demontiertem Saugrohr.
Als ca. Richtwerte:
viel Kurzstrecke: ab 50.000KM
normales Fahrprofil: ab 120.000KM
natürlich auch abhängig vom Motor

Ich habe schon an verschiedenen Motoren den Zylinderkopf mit den Wallnussstrahlgerät von VW gereinigt, entweder wegen unrunden Leerlaufs oder im Zuge anderer Reparaturen.

Fazit: Erst bei sehr starken Verkokungen ist ein vorher nachher Effekt spürbar, die "Horror Bilder" welche von manchen Firmen verbreitet werden, sind völlig normal.

In den meisten Fällen reicht meistens schon eine Tankfüllung Ultimate 102 und ordentlich Kasalla auf der Autobahn.
Wenn alles gut läuft sind anschließen die Zündkerzen wieder schön sauber und die Verkokungen lösen sich etwas durch den Luftstrom.
Macht man das regelmäßig haben die Verkokungen gar keine Chance sich richtig festzusetzten.
 
Pyro

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Bei den VOX Autodocs gabs mal Verkokungsprobleme (ab Minute 15) mitm 2.0er Golf GTI, allerdings mit den Kolbenringen (nicht Abstreifringen).
Für mich hat LL ÖL im Heißbereich, egal wie gut der %uale Verdampfungsverlust auch ist, nur eine positive Eigenschaft, die Kriecheigenschaft.

 
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torty

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...
Der 2.0TSI hat ein duales Einspritzsystem.
Bei Motoren mit Saugrohreinspritzung, so wie sie beim 2.0TSi u.a. vorhanden ist, werden die Verkokungen direkt mit dem Kraftstoff weggespült, quasi eine interne Reinigung....
Das ist pauschal so nicht richtig.
Es gibt bei den 2.0TSI sowohl dual als auch nur direkt.
Leider ist es im Internet beinahe unmöglich heraus zufinden, welcher MKB nun was für ein Einspritzsystem besitzt.
Mein Cupra hat den MKB "DNUE".
Laut Wiki hat dieser eine reine Direkteinspritzung.
Vielleicht weilt ja ein Insider unter uns, der für Aufklärung sorgen kann.
 
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Cupradrobi

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Habe gerade mal mein WHB bemüht:

IMG_E0634.JPG

Der Cupra HAT ein duales Einspritzsystem, so wie dervario schon schrieb. Bin dann nochmal in die Garage:

IMG_E0633.JPG

Ich konnte die Saugrohreinspritzventile klar erkennen, die Brennraumeinspritzventile müssten unter der Ansaugrohrbrücke liegen wo ich auf die schnelle natürlich nicht hinkam.
Wahrscheinlich wird im Teillastbereich nur in die Brennräume eingespritzt (Spritsparend) und bei Volllast noch zusätzlich in die Saugrohre. In dem Fall würden dann ja die Ansaugkanäle gespült und alles ist tutti.
Bin ich jetzt ein Insider?🤗
 
Pyro

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Mein 1.8er mitm Code CJSA auch hat auch ne switchende Saugrohreinspritzung/Direkteinspritzung.

War glaube ich auch schon bei den öl fressenden Vorgängern 1.8er & 2.0er so:
Meyer Motoren - Katalog
 
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dervario

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Mein Cupra hat den MKB "DNUE".
Laut Wiki hat dieser eine reine Direkteinspritzung.
Ich habe gerade extra nochmal im Ersatzteilkatalog nachgeschaut und laut dem, hat der DNUE im Leon auch eine duale Einspritzung.
Im Audi S3 hingegen hat er nur eine Direkteinspritzung.
Der Motor im S3 deckt aber mehrere Abgasnormen, wobei der DNUE im Leon nur EU6Plus beinhaltet. Für SULEV, TIER usw. gibt es bei Seat andere MKB, diese haben dann teilweise eine duale oder einfache Einspritzung.
Das kannst du aber auch ganz einfach feststellen indem du dir den Motor von oben anschaust, so wie von Cupradrobi beschrieben, ist oben auf dem Saugrohr ein Kraftstoffverteiler, hast du eine duale Einspritzung.



Ich konnte die Saugrohreinspritzventile klar erkennen, die Brennraumeinspritzventile müssten unter der Ansaugrohrbrücke liegen wo ich auf die schnelle natürlich nicht hinkam.
Wahrscheinlich wird im Teillastbereich nur in die Brennräume eingespritzt (Spritsparend) und bei Volllast noch zusätzlich in die Saugrohre. In dem Fall würden dann ja die Ansaugkanäle gespült und alles ist tutti.
Bin ich jetzt ein Insider?
Der Gedankengang ist nicht verkehrt, aber man hat es mir bei Audi anders erklärt:
Teillast: Wegen der langsamen Gasbewegung kommt es nur zu einer schlechten Gemischbildung im Brennraum, deshalb spritzt man schon im Saugrohr ein da somit das Gemisch mehr Zeit hat sich ordentlich zu vermischen => sauberere und effizientere Verbrennung
Volllast: Bei Volllast kann man mit dem extrem fein zerstäubten Kraftstoff in Verbindung mit der schnell strömenden Frischluft ein Homogeneres Gemisch bilden als mit der Saugrohreinspritzung.
Zusätzlich kühlt die Direkteinspritzung den Brennraum, da der Kraftstoff erst in dem und nicht schon im Saugrohr verdampft.
Den gleichzeitigen Betrieb beider Einspritzsysteme gibt es nach meinem Kenntnisstand nur im TTRS/RS3.
Die Direkteispritzventile im 2.0TSI haben genug Durchgang um bei Volllast alleine genug Kraftstoff zu liefern.


War glaube ich auch schon bei den öl fressenden Vorgängern 1.8er & 2.0er so:
Nein die Ölfresser wie z.B. CDAA oder CCZA waren reine Direkteinspritzer.
 
Cupradrobi

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Wieder was gelernt, danke. Auf jeden Fall werden die Einlasskanäle also vom Luft/Benzingemisch "gespült" und bleiben somit sauberer als beim reinen Direkteinspritzer. Ich bin beruhigt!
Danke @dervario für deine ausführlichen Ausführungen.
 
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Schanny

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Der ea211 ist aber auch nicht besonders bekannt für verkokungen. Die mazda Diesel Motoren ohne AdBlue sind da eher ein paradebeispiel.
 
DSG-Pilot

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@Schanny

Kein Wunder, wenn man die Emissionsgrenzwerte alleine durch sog. "innermotorische" Maßnahmen einhalten will. Die anderen Hersteller, die stattdessen auf teure, aufwändige Technik setzen, sind eben doch nicht zu blöd zum Motorenbauen, die wissen schon wieso. ;)
 

griwer

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@dervario Sorry, aber die "Audierklärung" ist nonsens. Lies dir den Teil Teillast selber nochmal durch. Dann mit gesundem Menschenverstand nochmal drüber nachgedacht und du wirst zu dem Ergebnis kommen, daß das nicht so stimmen kann.
Und zum Verkoken noch ein Punkt: Wieviele Direkteinspritzer laufen momentan und werden jährlich verkauft? Wieviele davon habt ihr in euerem Bekanntenkreis? Und jetzt kommts: Wieviele davon hatten Verkokungsprobleme?
 

dervario

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@dervario Lies dir den Teil Teillast selber nochmal durch. Dann mit gesundem Menschenverstand nochmal drüber nachgedacht und du wirst zu dem Ergebnis kommen, daß das nicht so stimmen kann.
Ich bin immer offen für Kritik, für mich macht die Aussage Sinn, vielleicht habe ich es einfach unglücklich formuliert. Nachfolgend ein offizieller Satz von Audi dazu:

Die Saugrohreinspritzung wird hauptsächlich im
Teillastbereich angewendet. Dort haben die
Kraftstofftröpfchen ausreichend Zeit zu vergasen und
sich mit der Luft zu vermengen. Die Gemischbildung
lange vor der Entflammung führt zu:
- Verringerung der Partikelmasse und Rußbildung,
- geringeren CO2-Emissionen und
- Senkung des Kraftstoffverbrauchs.
 
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CU111

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Jetzt ist noch die Frage wie man Teillast definiert hat.
 

griwer

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Hm, evtl. der Bereich unterhalb Vollast ;-)
 
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Verkokungen im Ansaugtrakt

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mkb dnue