Teilenummer, was steckt dahinter - eine Erklärung

Diskutiere Teilenummer, was steckt dahinter - eine Erklärung im 5F - Allgemein Forum im Bereich Der Leon 3; Ich hatte an der einen oder andere Stelle schon mal geschrieben, dass ich zu der Teilenummer mal was schreiben sollte. Nun ist es soweit. Warum...
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Ich hatte an der einen oder andere Stelle schon mal geschrieben, dass ich zu der Teilenummer mal was schreiben sollte. Nun ist es soweit.

Warum sprechend? Es ist nicht einfach irgendeine Zeichenfolge, sondern es steckt eine Logik dahinter. Und sie ist konzernweit gültig.

Vorweg ein wenig Geschichte.
In den Anfängen hatten die Fahrzeuge eigentlich keine Namen, sondern wurden einfach als Typ bezeichnet. Namen bekamen sie für den Vertrieb oder im Volksmund, anfänglich waren es eigentlich nur Kosenamen. Beim Passat B1 wurde 1972 erstmalig ein gewollter Name genommen.

Typ 1 = Käfer, Nachfolger Golf A1, Typ 17

Typ 2 = Transporter T1, auch als
'Bulli' bekannt, Nachfolger der T4 als Typ 7D, denn der Motor war ab da vorne und nicht mehr hinten.

Typ 3 = 1500, Nachfolger Passat B1, Typ 32

Typ 4 = 411, auch 'Nasenbär' genannt. ;)

Interessant ist, dass sich dies bis in die heutige Zeit auch in der Teilenummer wiederfindet. Als letzter Vertreter der Passat B8, Typ 3G. Mit der neuen Plattform MQB wurde die Logik verlassen. Aufgrund der im Laufe der Zeit angewachsenen Fahrzeugtypen, inkl. der regionalen wie für China, Süd- und Nordamerika, Russland, Indien, wird es bei der ersten Gruppe sicherlich Änderungen geben. Das gab es schon mal. Bis zum Golf A2 gab es an den ersten beiden Stellen nur Ziffern. Aber auch schon dort wurde aus dem Typ 19E später der 1G1. Beim Golf A3 war es mit dem Typ 1H dann richtig vorbei. Für die Teilemenschen war das eine wirkliche Umstellung im Kopf und in den Fingern bei der Eingabe in ein System.

Als Audi dazu kam wurde die erste Stelle mit den Ziffern 4 und 8 für Audi fest reserviert.

Eine Teilenummer hat mindestens 9 und maximal 14 Stellen. Sie ist in mindestens 3 und maximal in 5 Gruppen unterteilt: 111222333AA555.

Zur besseren Lesbarkeit wird sie durch Leerzeichen, Trennstriche oder Punkte aufgeteilt. Sind Stellen nicht belegt werden diese mit Leerzeichen belegt!

In der ersten Gruppe kann der Fahrzeugtyp abgebildet werden. Die dritte Stelle kann zur Differenzierung genutzt werden. Zum Beispiel Links- oder Rechtslenker, oder Karosserieform (Kombi, Cabrio, Stufenheck). Seat tanzt mit dem Leon Sportstourer 'ST' aus der Logik und hat eine eigene Typnummer 5F genommen statt 5D9. 🤨

Auf der Seite Volkswagen Teilenummer Systematik ist es gut beschrieben.

Es gibt zwei Ungenauigkeiten.
Beim Index steht das Austauschkennzeichen X immer an der elften Stelle.

Normteile können auch mit einem N, gefolgt von 2 Leerzeichen, beginnen. Sind in der Regel Schrauben, Muttern.
 
29.07.2019
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Wohl dem, der das alles verinnerlichen kann. 👍👏
 
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Die alten Teilefreaks können das. 😀 Tun sich bei den Typen und dem FKZ vermutlich auch schwer. Früher gab es nur drei. 041 = Schwarz, 528 = Grau und 333 = Braun.
Heute bei den Textilfussmatten zum Beispiel ist das einfach irre geworden.

Da der Text schon recht alt ist, ist er auch nicht unbedingt aktuell. Die Firma Votex wurde 2007 in Volkswagen Zubehör umbenannt.
 
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@CU111
Früher wurden die Lehrbuben von den Angestellten ja auch absekkiert: "Sag mir Hauptgruppe und Untergruppe von Bauteil XY ;-)"

Wobei die Unbeständigkeit in der ersten Gruppe (Fahrzeugtyp) immer lästiger wird. Da geht's eigentlich drunter und drüber, und keiner weiß mehr irgendwas. Immer weniger ist hier auf Anhieb nachvollziehbar (was ja der Sinn der Sache wäre).
Ich denke dass man da was ändern wird, denn das System ist bald am Ende.
Dass man da früher unnötig großzügig Typcodes vergeben hat, brachte die Systematik noch schneller an ihr Ende.

Spätestens mit der E-Mobilität sind die Haupt- und Untergruppen auch nicht mehr wirklich passend: Das System wurde für den Käfer maßgeschneidert. Damals waren die Hauptgruppen einigermaßen ausgeglichen. Bei einem E-Auto dagegen spielt sich fast alles in 8 und 9 ab, der Rest ist nur minimales Beiwerk.
 
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@roman

Alles richtig. 👍 Hätte ich nicht besser beschrieben. 😁
Inzwischen werden auch Buchstaben an der dritten Stelle verwendet um noch eine Unterscheidung treffen zu können. Es gibt inzwischen halt zu viele Modelle. Und mit zwei Stellen ist man dann irgendwann am Ende.
Polo, T-Cross und T-Roc alles unter 2G, uff.
Die Typnummer, die in der ZLB steht, muss nicht mehr unbedingt bei den Teilenummern zu finden sein. Alte Logiken werden aufgehoben, notgedrungen.
 
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@CU111

Wobei man sich ja fragen könnte warum manchmal so unnötig Codes verpulfert werden:

Der Seat Terra hatte z.B. gegen Lebensende plötzlich für eine handvoll Teile noch einen eigenen VW-Code (6A) erhalten, obwohl sonst alles noch nach alter Seat-Fiat-Logik ablief.
Oder beim Ibiza 6J + 6P, oder beim Lupo der wegen der 3L Ausführung auch einen eigenen Code erhielt.
So kollabiert ein begrenztes System natürlich noch schneller.

Oder Ateca: Laut Fahrgestellnummer "5F", laut Verkaufstyp "KH", im Teilewesen "575, 576 und 577".
Ist grade im Teile- und Zubehörwesen natürlich "ideal". Früher hat halt jeder gewußt er fährt einen "Leon 1M" oder einen "Ibiza 6L".
Geht es um den Ateca schreibt einer (kann man in diversen Medien, Foren, Plattformen immer schön sehen) er fahre einen Ateca 5F, der nächste meint es sein ein Ateca KH, dann wieder es ging um einen Ateca 57.
 
CU111

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@roman

Es gibt unterschiedliche Schlüssel/Grupen/Klassen; amtliche, technische, vertriebliche und vermutlich noch mehr. Das sind auch unterschiedliche Kennungen. Golf 7 hat amtlich AU, nix mehr mit Zahlen, obwohl viele den vermutlich eher als 5G verorten würden. Die alte Logik greift an vielen Stellen nicht mehr.

Es gibt auch viele Teile mit 5Q, obwohl es den Typ nicht gibt. Findet man häufig markenübergreifend z. Bsp. im Motorumfeld, wie Schläuche, Bremskraftverstärker, Motorlager usw. = Gleichteile im MQB-Umfeld.
 
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