Nockenwelle eingelaufen?

Diskutiere Nockenwelle eingelaufen? im 1M - Wartung Forum im Bereich Der Leon 1; Hallo liebe Leon-Gemeinde, ich war schon lange nicht mehr aktiv hier im Forum, aber leider steht es gerade etwas schlecht um meinen Leon und ich...

sub.

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Hallo liebe Leon-Gemeinde,

ich war schon lange nicht mehr aktiv hier im Forum, aber leider steht es gerade etwas schlecht um meinen Leon und ich benötige eure Erfahrungen und Tipps.

Folgendes ist passiert: Ich bin auf der Autobahn mit schwarzem Rauch im Rückspiegel fast stehengeblieben und konnte mich mit klopfendem Motor gerade noch so vom Highway zu einer Werkstatt retten. Dort hat ein netter Werkstattmensch (war eine kleine freie Werkstatt) geschaut, wo das Klopfen herkommen könnte, aber leider auf die Schnelle nix gefunden. Es war wohl zwar der Schlauch für den Luffi locker (die Schraube hat gefehlt), aber ansonsten kam er
nicht weiter.

Nachdem der ADAC meinen Wagen dann zu meiner Werkstatt nach FFM gebracht hat und die sich den armen Löwen angeschaut haben, kamen diese zum Ergebnis, dass die Nockenwelle eingelaufen sei und dadurch der dritte Zylinder nicht mehr richtig geschlossen wurde (ist das so richtig?)

Mein Leon Topsport TDI (mit Allrad) ist von 2003 hat nun schon knapp 200tkm auf der Uhr und schon einiges mitgemacht. Unter anderem schon einen Motorschaden und drei neue Turbos über die Laufzeit. Ich habe schon immer irgendwie das Gefühl gehabt, dass etwas anderes am „System“ nicht in Ordnung sei, wodurch die Turbos immer Schaden genommen haben, aber laut Werkstatt ist da nichts (ich vermutete kaputten LLK oder ähnliches). Das alles aber nur meinem Pech zuzuschieben ist auch irgendwie doof.

Meine Frage ist nun:

* Ist es bekannt, dass beim 1,9er TDI gerne mal die Nockenwelle einläuft? (ich habe nur Berichte über die 6-Zylinder von Audi gefunden)
* Gibt es Umstände, die die Nockenwelle schneller einlaufen lassen? (Schmierung oder ähnliches? Irgendwas was sonst kaputt sein könnte?)
* Sollte/muss ich den Zahnriemen wechseln lassen?
* Angeblich sind die PD-Elemente auch undicht? Klingt das plausibel?

Alles in allem (Nockenwelle, Zahnriemen und PD-Elemente abdichten) soll ich knapp 1.900,- EUR bezahlen. Ist der Preis okay?


Ich habe halt immer noch das Gefühl, dass es was anderes sein muss, da ich über die letzten Tausende-Kilometer permanent über schlechtere Leistung klage und immer wieder mal der LMM oder der Turbo kaputt war (laut Werkstatt). Ich will ungern in ein paar Kilometern wieder überrascht werden.

Gerne bin ich auch für Werkstatt-Tipps offen in der Umgebung, oder für die Adresse eines Diesel-Schraubers, der sich die Kiste mal anschaut (natürlich gegen Entgelt), damit ich einfach noch eine Meinung bekomme.

Momentan steht er zerlegt in der Werkstatt und wartet auf eine Reparatur-Ansage, ist also auch relativ dringend :(


Vielen Dank an euch alle
 
03.07.2010
#1

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Löwenart

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Also die Nockenwelle kann schon einlaufen. Begünstigt wird das durch Öl mit der falschen Norm.
Zum Beispiel steht das (im Vgl. zum 505.01) neuere 507.00 im Verdacht, das Einlaufen zu beschleunigen.
Bei den Dieselschraubern ist das Problem wohl auch bekannt. Zumindest vereinzelte Fälle.
Allerdings heißt eine eingelaufene Nockenwelle nicht, dass die Ventile offen bleiben.
Der Nocken kann das Ventil nicht mehr so weit öffnen und es kommt nicht mehr genug Luft rein bzw. die Abgase kommen nicht schnell genug raus. Das ist für die Leistung natürlich sub-optimal.
Meine sah nach 100tkm noch gut aus.

Wenn du nicht sicher bist, ob dich die Werkstatt abzocken will, dann lass dir einfach die Nockenwelle zeigen. Man erkennt den Verschleiß an dem Teil recht gut.
Es sieht so ein wenig aus wie Jahresringe eines Baumes, wenn Schichten abgenutzt sind. Teilweise sehen die Nocken auch "bunt" aus. Man sieht also Riefen mit verschiedenen Farbtönen.

Die PDEs werden wahrscheinlich nach deiner Laufleistung verkokt sein und das Spritzbild passt nicht mehr. Normalerweise hilft da eine Reinigung.

Zahnriemen auf jeden Fall neu machen. Genauso wie die Hydros.

Am LLK kann eigentlich nichts kaputt gehen. Nur an den Verbindungen der Schläuche.
Das ist aber ein häufiges Problem. Bekommt man nur über abdrücken des Systems raus.

Auch wenn es sehr weh tut, der Preis mit Zahnriemen, Nockenwelle + Hydros, PDEs reinigen, Arbeitszeit usw. ist schon fast angemessen.
Klär aber vorher auf jeden Fall nochmal genau ab, was sie alles neu machen.
Vorallem bei dem Punkt mit den PDEs würde ich nochmal nachfragen.
 
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sub.

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Hi Löwenart,

vielen Dank für Deine fachkundige und vor allen Dingen schnelle Antwort. Ich werde bei der Werkstatt nachfragen und mich genauestens informieren. Von Hydros hat mein Werkstattmensch allerdings nichts gesagt.

Könnte das Reinigen der PDEs quasi mit dem Abdichten einhergehen? Sollte ja quasi fast der gleiche Arbeitsschritt sein, oder stelle ich mir das zu einfach vor?

Den LLK bzw. die Schläuche lasse ich dann auch mal abdrücken bzw. frage nach, ob die das auch mal gemacht haben. Wenn ich es doch richtig verstanden habe, dann könnten kaputte Schläuche auch für Falschluft sorgen und damit dann auch die Leistung mindern bzw. den Turbo eventuell schädigen? Oder bringe ich was durcheinander? Ich bin halt echt ein Laie auf dem Gebiet und fühle mich so ausgehändigt :)



Ich werde wohl nie dahinter kommen, warum ausgerechnet ich ständig neue Turbos benötige, damit habe ich mich ja schon fast abgefunden. Dabei mag ich den Löwen so sehr und will ihn trotz seiner ganzen Macken und dem Ärger, den ich mit ihm hatte, einfach nicht los werden...
 
AndyHIP

AndyHIP

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Ich würde auch auf´s Öl tippen. Hat der Löwe evtl. mal Longlife 2 Öl bekommen (0W30)?
 

sub.

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Nicht, dass ich wüsste. Also von mir bekommt er eigentlich nur 5W40 oder besser, aber kein Longlife. Beim Ölwechsel durch die Werkstatt habe ich allerdings auch noch nie drauf geachtet
 

Löwenart

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Eine undichte Ladeluftstrecke ist einer der Hauptursachen für Laderschäden. Vorallem beim ARL.
Der Turbo versucht, das Ladedruck-SOLL zu erreichen. Durch die entweichende Luft schafft er es aber nicht und überdreht dabei.
Selbst wenn die Verbindungen nur leicht undicht sind, entweicht ja logischerweise ein Teil der Luft. Der ARL-Turbo drückt Serie immerhin mit 1,5 bar Überdruck.

Die Hydros würde ich zwingend neu machen. Wenn der eine oder andere Nocken beschädigt ist nutzen sich auch die Gegenstücke stärker ab.

Du achtest bei Öl schon nicht nur auf die Viskosität, sondern auch auf die Freigabe für Pumpe-Düse-Motoren, oder?
Hast du den Leon neu gekauft oder gab es Vorbesitzer?
Fährst du ihn warm und lässt ihn kurz nachlaufen?
 

sub.

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Eine undichte Ladeluftstrecke ist einer der Hauptursachen für Laderschäden. Vorallem beim ARL. Der Turbo versucht, das Ladedruck-SOLL zu erreichen. Durch die entweichende Luft schafft er es aber nicht und überdreht dabei.
Selbst wenn die Verbindungen nur leicht undicht sind, entweicht ja logischerweise ein Teil der Luft. Der ARL-Turbo drückt Serie immerhin mit 1,5 bar Überdruck.
Das war immer meine Vermutung, anders kann ich mir den Laderverschleiss nicht erklären. Ich frage mich nur, ob die Werkstatt das einfach nur verschlafen hat (so nach dem Motto: Tester zeigt an, dass Turbo kaputt ist ...) oder einfach nicht besser weiss.

Die Hydros würde ich zwingend neu machen. Wenn der eine oder andere Nocken beschädigt ist nutzen sich auch die Gegenstücke stärker ab.
Okay, werde ich anmerken.

Du achtest bei Öl schon nicht nur auf die Viskosität, sondern auch auf die Freigabe für Pumpe-Düse-Motoren, oder?
Hast du den Leon neu gekauft oder gab es Vorbesitzer?
Fährst du ihn warm und lässt ihn kurz nachlaufen?
Also zum einen bin ich Erstbesitzer und zugegebenermassen habe ich ihn anfangs schon recht unsanft angefasst, dann aber recht schnell mehr Liebe gegeben. Ich fahre ihn in der Regel 10km warm (mindestens Wasser bei 90) und lasse ihn nach schnellen Autobahn-Etappen immer Zeit zum entspannen, selbst vor Tank-Pausen fahre ich 10km vorher entspannter.

Ich habe nie explizit auf die PD-Freigabe (also die Nummer) geachtet, es steht aber ja immer drauf, für PD-Motoren geeignet. Vorrangig dachte ich auch immer, dass es wirklich nur auf die „Zahl“ also Viskosität ankommt. Man lernt nie aus, dafür isses aber wohl zu spät ;)


Danke!
 
tomatenundsalat

tomatenundsalat

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schau mal in meine bildergalerie... das sind ergebnisse von schlechtem öl (trotz 505.01 zulassung) und den selben symptome
 

sub.

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Danke nochmal an alle Tippgeber. Reparatur war erfolgreich ... ABER ...

Man mag es kaum glauben:

Keine 1000km hat die ***** gehalten und ich hatte auf der Rückfahrt in die Heimat wieder ein komisches Klackern im Motorraum. Bei hohen Geschwindigkeiten hat man das gar nicht wirklich gehört, ist mir erst beim Rausbeschleunigen aus einer Baustelle aufgefallen, weil es deutlich abhängig des Ladedrucks/der Motordrehzahl zu sein schien.

Ich also raus auf die Raststätte und siehe da. Er klappert wieder. Nicht so deutlich wie damals bei der kaputten Nockenwelle, eher etwas höher, aber dennoch ... Motor aus gemacht und auf die Toilette gegangen. Zurückgekommen und was passiert? Er springt nicht mehr an.

ADAC gerufen, festgestellt, dass die Batterie hinüber ist. Nach dem Öl geschaut (wohlgemerkt, die Öl-Anzeige hat nichts angezeigt) und mit Erschrecken einen fast leeren Motor vorgefunden. Fast 3l Öl haben wir nachgekippt, aber das Klackern ging nicht weg. ADAC hat dann einen Schlepper gerufen.

Nach mehreren Tagen dann in der Werkstatt werde ich von dieser angerufen und mir wird mitgeteilt, dass zum einen die Batterie wirklich fertig ist (soweit so gut), aber das Klackern nicht genau identifiziert werden kann. Man vermutet, dass die ersetzten Hydrostösel schon wieder kaputt sind und ersetzen diese auf Ersatzteilgarantie.

Wieder ein paar Tage später dann die Hiobsbotschaft: Hydrostösel sind ersetzt, aber Motor klackert immernoch. WTF?!

Nächste Vermutung laut Werkstatt ist: Kolben-Kipper oder PDE.


Es kann doch nicht sein, dass an der ***** nach jeder Reparatur was anderes kaputt geht? So schlecht kann das Material nicht gewesen sein. Ich weiss aber so langsam nicht mehr weiter und noch einmal Geld reinstecken möchte ich auch nicht.

Was macht man denn in so einem Falle? Ist ein Motor wirklich so schwierig zu überprüfen und der Fehler zu erkennen?

Auch die Tatsache, dass der Motor trocken war, kann ich eigentlich nicht glauben. Ich habe bevor er in die Werkstatt kam schon Öl nachgefüllt und die Werkstatt hätte da eigentlich auch noch einmal nachschauen müssen/sollen, oder? Muss man nicht sogar das Öl ablassen vor so einer Reparatur? Fast 3l Öl auf nicht mal 1000km kann nicht wirklich sein.
 

Löwenart

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Also bei dem gravierenden Ölverbrauch würde ich mal auf einen defekten Kolben tippen, wenn das Öl nicht in Massen unten raus läuft. Es muss ja irgendwo hin sein.
Da sollte die Werkstatt mal mit einem Endoskop in die Brennräume schauen.
Dafür müssen allerdings beim TDI die Glühkerze oder die PDEs raus. Ich weiß nicht, wie das VW macht.
Da kann Tomate sicher was sagen.

Ein defektes PDE verbraucht keine 3 Liter Öl. :rolleyes:

War denn die Nockenwelle tatsächlich eingelaufen oder war das nur ein Verdacht?
Wenn man nur den Ventildeckel abnimmt, braucht man das Öl nicht ablassen. Das sammelt sich ja in der Wanne, wenn der Motor nicht läuft.
 

sub.

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Also laut Werkstatt war die Nockenwelle eingelaufen (ich hab sie leider nicht gesehen obwohl ich sagte, dass ich sie sehen will, aber leider war sie schon „entsorgt“) und nach der Reparatur war ja auch alles okay.

Wie lange dauert es denn bis 3l bei einem kaputten Kolben gefressen werden? Ich war ja auch durchaus sportlich unterwegs und habe es erst recht spät gehört. Ich schätze jetzt einfach mal, dass das dem Motor nicht unbedingt positiv gegenüber war.

Diese *******-***** ...
 

Löwenart

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Das kann man pauschal nicht sagen. Kommt auf das Schadbild an.
Ist ja auch nur erstmal ein Verdacht.
Das beste wäre Kopf runter und Kopf, Ventile und Kolben prüfen. Dann muss dort etwas zu finden sein. Ist aber auch viel (finanzieller) Aufwand.
Aber ich könnte mir beim besten Willen nicht erklären, wo das Öl sonst sein soll. Das muss ja irgendwie in den Brennraum kommen.
Entweder ist die Kopfdichtung durch und/oder der Kopf verzogen, so dass das Öl verbrant wird und die Hydros wegen dem Ölmangel klappern oder das Öl kommt von unten und der Kolben selbst verursacht die Geräusche.
Wenn der Motor (und Ladeluftkühler) ringsrum trocken ist, gibt es keine andere Möglichkeit. 3 Liter fallen auf, wenn sie irgendwo raus laufen.

Der Motor trägt da ehrlich gesagt nur bedingt schuld, wenn ich so bisschen zwischen den Zeilen lese.
Suboptimales Öl und "sportliche" Fahrweise verheizen so gut wie jeden Motor. Turbo-Motoren sind in dieser Beziehung besonders sensibel.
 
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