MOSFET, was ist das?

Diskutiere MOSFET, was ist das? im Endstufen Forum im Bereich Car Hifi, Multimedia & Navigation; Nachdem ich jetzt sowie die Forum-interne Suche als auch Wikipedia und Google firststrapaziert habe, und ich noch immer nicht klüger bin, habe ich...
Bacdy

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Nachdem ich jetzt sowie die Forum-interne Suche als auch Wikipedia und Google
strapaziert habe, und ich noch immer nicht klüger bin, habe ich mich entschlossen hier zu fragen.

Was ist bitte sehr ein MOSFET-Verstärker? Viele Nachrüst-Radios haben so einen Verstärker, aber was sagt die Bezeichnung aus?

MfG, Sebastian
 
06.06.2008
#1

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Bacdy

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Glaube ich nicht. Gibs einfach mal bei Wikipedia ein ;)
Bei Wikipedia stehen leider nur hochwissenschaftliche Beiträge zu MOSFETS aus Sicht der Elektrotechnik. Das man das ganze auch im Bereich der Beschallung verwenden kann, steht nur in irgendeiner Fußnote.:nene:
Mich würde erstmal interessieren, was MOSFET-Verstärker aus akustischer Sicht auszeichnet bzw. warum sie von einigen Herstellern verwendet werden, von anderen wiederum nicht.

Konkret geht es mir darum, weil ich bei meinem derzeitigen Radio einen MOSFET-Verstärker integriert habe, bei meinem zukünftigen Radio jedoch nicht (oder ist ein Digital-Verstärker ein Mosfet-Verstärker
).
 
deadeye5589

deadeye5589

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MOSFET oder auch Metal Oxide Semiconductur Field Effect Transistor. Ist ein Halbleiterbauelement. Im gegensatz zu Bipolaren Transistoren zeichnen sich Mosfets dadurch aus, daß sie über eine Spannung an ihrem Gate gesteuert werden können. Bipolare Transistoren werden hingegen per Strom geregelt.

Warum werden Mosfets dann in Endstufe eingesetzt. Nun das hat mehrer Gründe. Ersten können Mosfets schneller geschaltet werden als Bipolaretransistoren oder IGBTs. Zweitens fällt an Mosfets kaum Leistung ab. Benutzt man sie also nicht als Schalter, sondern als Regler erwärmen sie sich weniger stark als Transistoren. Der wichtigste Punkt ist aber wohl, daß sie einen postiven Temperaturkoeffizenten haben, im Gegensatz zu Transistoren, welche einen negativen Koeffizenten besitzten. Steigt die Temperatur in einem Mosfet an, so wird der Widerstand den er darstellt größer, es fließt weniger Strom, der Mosfet wird kälter. Bei einem Transistor ist es genau anders herrum, erwärmt man ihn leitet er besser und wird somit noch wärmer usw usw. Das macht besonders probleme, wenn man mehere Transistoren parallel betreiben muss um mehr Strom schalten zu können. Transistoren können sich bei einer solchen Schaltung selbst zerstören, wenn einer wärmer wird als sein Nachbar reißt er diesen mit in den Tod. Mosfets haben diesen Effekt nicht und man kann sich Schaltungsaufwand sparen.

Ich hoffe daß war jetzt eine Erklärung, mit der du was anfangen kannst. Ansonsten kann ich dir auch noch genauer erklären, wie man mit Mosfets Schaltungen baut und wie sie aufgebaut sind.
 
Bacdy

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@Deadeye: Danke für die rasche Antwort, aber ist dann eine Mosfet-Endstufe gleichzusetzen mit einem digitalen Verstärker, bzw. was ist der Unterschied dazu?

und da du der große audiophile Auskenner im Forum bist, bitte ich dich mal
hier rein zu schauen ->http://www.seat-leon.de/vboard/showthread.php?t=70655
Ich weiß, das du kein Fan von Amp-freien Systemen bist.
 
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jain! du kannst eine verstärkerschaltung mit mosfet aufbauen. die vorteile hat die deadeye ja beschrieben. Du kannst allerdings nicht pauschalisieren das verstärkerschaltungen immer mit mosfet aufgebaut sind. das geht auch z.b. mit bipolaren transisitoren.
 
Wurmi023

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Brauch ich ja nix mehr zu schreiben...gut erklärt :]
 
deadeye5589

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Eine Digitale Endstufe kann auch mit Mosfets aufgebaut sein. Hier ist der Unterschied eigentlich nur, wie man diese Ansteuert. Bei digitalen Endstufen macht man ein sogenanntes Puls-Weiten-Modulationsverfahren kurz PWM mit den Leistungstransistoren, Mofsets, IGBTs oder was man sonst gerade verwenden will. Dabei hat man ein Rechtecksingal, daß wenn es logisch "1" ist den Mosfet immer voll durchschaltet und bei einer logischen "0" komplett sperrt. Es gibt nur die Zustände 1 und 0, die Flanken für den Übergang sind fast eine vertikale Gerade. Somit kann man das PWM Signal mit nem Schalter vergleichen, den man in belibig kurzer Zeit von an nach aus schalten kann und umgedreht.

Bei einem PWM Signal gibt es eine feste Grundfrequenz dieser Schaltvorgänge, nur kann man mit einem überlagerten Audiosignal die dauer von "On-Time" (Logisch 1) zu "Off-Time" (Logisch 0) varrieren. Nur die gesammtdauer aus On-Time und Off-Time ist immer gleich der Dauer der Grundfrequenz. Jetzt kommt nen bissel Mathemathik dazu. PWM Signal ist ein Rechtecksignal. Ist das Verhältniss von Off- zu On-Time genau 50%, so ist auch der Mittelwert dieses Signal genau 50%, im Bezug zum Pegel der Logischen 1. Ändert man das Verhältiniss der Schaltzeigen, so ändert man also auch den Mittelwert des Signals. Bei Schallwandlern ändert man so die Amplitude der Auslenkung, macht also Musik. Bei LEDs kann man so die Helligkeit einstellen. Siehe Bremslicht VW Passat. Wenn der über Bodenwellen auf der Autobahn hüpft kann man sogar die Tacktung sehen. Man erkennt, daß die LEDs eigentlich flackern. Nämlich immer voll Hell oder ganz Dunkel, nur der Mittelwert den das Auge sieht ist eine Illusion.

Äh, wie dem auch sei. Also Digitale Endstufen machen Musik indem sie ganz ganz oft schnell hintereinander Volle Leistung geben oder eben gar keine Leistung und das in einem Verhältniss, daß zur Musik passt. Die Boxen machen daraus einen Mittelwert und das höhrt man als Musik.
Bei analogen Endstufen kommt immer genau soviel Leistung aus den Ausgängen, wie für den Ton gerade gebaucht wird. Es wird also nicht geschaltet, sondern geregelt wie bei einem Wasserhahn der Durchfluss.
 
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