Hi, Oliver!
Original von OliverE1979
Du Glückspilz ich muß auf meinen Magma noch warten! Schluchz ;(
Ja, ich bin momentan, wohl im wahrsten Sinne des Wortes, stolz wie ein Spanier.

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Von dem Wagen bin ich sehr angenehm ueberrascht. Bis auf ein paar Kleinigkeiten (nur ein Funkschluessel usw.) gibt es nicht viel zu verbessern.
Aber zu einer Person die hier über Beamten witzelt! Ich bin auch Beamter und kann das gar nicht gut finden. Ich kenne genug Angestellte die so sind! So das mußte mal sein.
(Oh, jetzt hast Du etwas angefangen...)
Ohne Deinem Berufsstand zu nahe treten zu wollen: Teilweise habe ich Null-Bock-Einstellungen erlebt, die ihresgleichen suchen. Sicher gibt es das auch bei normalen Angestellten, aber die finanziert der Steuerzahler (also die Allgemeinheit) auch nicht.
Ein einpraegsames Beispiel war ein Besuch beim StVA. (Ist schon ein wenig her, die Zulassungs eines Fahrzeugs dauerte immer ueber zwei Stunden!) Vor den Schaltern war es rappelvoll, aber es waren nur zwei von vier Schalter besetzt. Eine Dame liess es sich nicht nehmen, ueber fuenfzehn Minuten Kaffee zu schluerfen und sich dabei zwei Stuecke Sahnetorte reinzupfeifen. Und das irgendwann zwischen 15:00 und 16:00 Uhr. Einen passenden Spruck gab es mal bei den Simpsons... Patty und Selma arbeiten bei der Fuehrerscheinstelle. "Und dann gibt es Tage, da machen wir gar nichts, so dass sich die Schlange ueberhaupt nicht bewegt. Diese Tage nennen wir Werktage." :megagrins:
(Ein Angestellter, der Kunden so stehen laesst, steht mit einem Beim beim Arbeitsamt.)
Sind TUeV-Pruefer auch Beamte? Da koennte ich Buecher drueber schreiben. Jeder TUeV interpretiert die Vorschriften so, wie es ihm sinnvoll erscheint. Es hat mich eine Heidenenergie gekostet, an einem Mopped Ochsenaugen (Lenkerendblinker) so eintragen zu lassen, dass die hinteren Blinker entfallen duerfen.
Der eine Pruefer sagt: Geht nicht. Der naechste sagt auch, dass es nicht geht, meint aber, dass die hintere Haelfte der Ochsenaugen sowieso schwarz angemalt werden muessen. Der dritte sagt, dass die ueberhaupt nicht montiert werden duerfen. Moechte mal wissen, warum die Dinger ein KBA-Kennzeichen haben... Der vierte hat sie dann unter bestimmten Voraussetzungen (Lenkerbreite, Kroefungswinkel usw.) eingetragen.
Dasselbe beim seitlichen Kennzeichen. Selbst, wenn alle technischen Notwendigkeiten erfuellt sind, gibt es immer noch Pruefer, die die Eintragung verweigern.
Oder die Pruefer, die gar nicht die Materie kennen, ueber die sie richten sollen... An ein Motorrad habe ich zwei Zusatzscheinwerfer gebaut, einmal fuer Fernlicht und einmal gegen Nebel.

Die Anbaupositionen habe ich vorher mit dem Leitenden Ingenieur abgeklaert, aber als ich zur HU musste, war der natuerlich nicht da. (Das Glueck habe ich meistens...) Beim Lichttest bemaengelte er einen kaputten Fernscheinwerfer. (Ging ja logischerweise nur einer an.)
Danach kam die Probefahrt. Er stieg ohne Helm auf, drehte den Schluessel um und drueckte den Anlasser. Die Kiste ging direkt wieder aus. Ich erklaerte ihm, dass es ein Einspritzer sei, und dass man der Einspritzelektronik nach Einschalten der Zuendung zwei Sekunden Zeit geben muss, damit die Sensoren vernuenftige Werte liefern, danach muss man ohne Gasgeben starten. Mindestens fuenfmal hat der das Mopped innerhalb einer Minute abgewuergt. Vor dem erneuten Anlassen hat er aber nie gewartet. Bei der Pruefung danach (gleiches Motorrad) war genau dasselbe Spiel... Es war ein erstaunlich erkenntnisresistenter Pruefer.
Dann musste er noch ein Verkleidungsteil eintragen. Ich drueckte ihm das Gutachten in die Hand. Ohne jede Pruefung erfolgte die Eintragung nach Par. 19.
So koennte ich jetzt noch stundenlang weiterschreiben... aber ich moechte die hauptsaechlich autofahrende Gemeinde auch nicht langweilen.

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Schoene Gruesse...
Bjoern