Fahrleistungen mit OZ Ultraleggera vs. Serienfelgen - Auswirkung Radgewicht

  • Autor des Themas damgiul
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damgiul

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Hallo liebe Seat Fahrer,

ich habe zur Zeit 2 Reifensätze hier liegen und kam auf die Idee, bei Interesse eurerseits, einen Vergleich durchzuführen.

Es handelt sich einmal um die Original Serien Cupra
Alufelgen Orion und um die OZ Ultraleggera.

Reifengröße 225 40 R18

OZ Ultraleggera 8 x 18 Gewicht Komplettrad 17,9 kgAnhang 1.jpg

Seat Orion 7,5 x 18 Gewicht Komplettrad 22,4 kg

Man liest sehr viel über unterschiedliche Rad-Reifenkombinationen, Felgengröße Luftwiderstand, Rollwiderstand und deren Auswirkungen. Jedoch findet man keine direkten Vergleiche auf einem Fahrzeug.

Ich dachte da z.b. an 100 - 200 min, 100 - 200 im 6.Gang, Höchstgeschwindigkeit

Besteht da eurerseits Interesse oder hat da schon jemand mal eigene Erfahrungen gesammelt? Wäre schön wenn wir hier einiges zum Thema sammeln könnten.

Fahrzeug wäre ein Leon Cupra 1P Stufe 2.

gruß damien
 
27.03.2016
#1

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sly

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Wäre schon interessant nur leider kann man nicht wirklich Vergleichsfahrten machen, da in der Zeit wo die Reifen rumgeschraubt werden schon viele Parameter wie Windgeschwindigkeit etc. sich ändern können, aber dennoch sehr interessant :)
 
darksun

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Den Unterschied wird man nicht sinnvoll messen können,
da er so gering ist, dass er innerhalb der Streuung der jeweiligen Versuche liegt.

Am Fahrkomfort wird man es allerdings sofort merken.
 
silverR1racer

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Man spricht bei ungefederten, rotierenden Massen von Faktor 7 !
D.h. jedes kg mehr oder weniger wirkt sich wie 7kg aus, die beschleunigt oder gebremst werden müssen oder deren Richtung man beim Lenken ändert muss !
In besagten Fall sind das rund 4.5kg, was über 30kg pro Rad entspricht und über 120kg (rund 10% des Gesamtgewichts!) am ganzen Fahrzeug !
Ob und wie stark man es beim Beschleunigen oder Bremsen merkt oder (ohne GPS?) messen kann, sei mal dahin gestellt.
Aber was die Dynamik des Fahrzeugs anbelangt, Lastwechselverhalten, Ansprechen auf Lenkbefehle bei Richtungswechseln, Federung (deutlich weniger ungefederte Massen) etc. dürfe sich eine solche Änderung ziemlich dramatisch positiv auswirken ! :)
Ob man dies nun vergleichen will oder einfach die physikalischen Tatsachen als gegeben nimmt, ist jedem selber überlassen ;)
 

damgiul

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Guten Morgen,

Das mit dem Faktor 7 habe ich schön öfter gelesen. Aber woher kommt dieser Faktor? Ich habe sogar das hier gefunden:

image.png

Dabei sollte man aber auch nicht vernachlässigen dass im Vergleich mit den Serienrädern die Felge etwas breiter ist. Somit ist auch etwas mehr Rollwiderstand und Luftwiderstand auf der anderen Seite.

Es gibt auch einige Berichte wo Fahrer nach Umrüstung auf die Ultras wegen dem evtl. offenem Felgendesign einen Verlust der Vmax verzeichnet haben.

Es gilt herauszufinden wie es sich tatsächlich im Geschwindigkeitsbereich von 200 - 260 tatsächlich auswirkt. Gerade in höheren Geschwindigkeiten ist der Luftwiderstand nicht zu vernachlässigen.
 
darksun

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wolfi_cs

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Die Sache mit dem Faktor 7 habe ich hier auch schon öfter gelesen.
Für die Längsdynamik gilt keinesfalls Faktor 7, das ist Quatsch.

Wenn man etwas die Physik bemüht und das berechnet, kommt man auf maximal einen Faktor 2 ... und der gilt auch nur für den Extremfall, dass die gesamte Masse am äußeren Umfang des Rades verteilt ist. Da das aber nicht stimmt (weil ja z.B. die Nabe und die Speichen der Felge auch etwas wiegen) ist der Faktor sogar kleiner als 2.
Was die Federungsfunktion des leichteren Rades betrifft, so kann man das vmtl. nur schwer mit einem Faktor ausdrücken.
Auch die bessere Querdynamik mit den kleineren Kreiselkräften lässt sich vmtl. nur schwer in einen Faktor umrechnen.

An einem Vergleich auf dem Leon wäre ich aber sehr interessiert.

Hier ein Vergleich einer amerikanischen Motorsport-Zeitschrift für einen Golf.

Reifengroesse_Einfluesse.JPG
 
silverR1racer

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Ich kann nur aus eigener Erfahrung von meinem Rennmotorrad berichten:
Habe dort von den Serien Gussfelgen auf Magnesium Schmiederäder gewechselt.
Nominal war der Gewichtsunterschied nicht wirklich gross, vorne vielleicht 1.5kg weniger, hinten ebenso 1.5-2kg.
Beim nächsten Rennstreckenbesuch hab ich in den ersten paar Runden fast keine Einlenkpunkte mehr getroffen, minimste Korrekturen in der Lenkung oder Körperposition wurden umgehend umgesetzt ! Richtungswechsel gingen so leicht von der Hand, dass die übliche Intensität der Schwerpunktverlagerungen, die ich mir von den Serienrädern gewohnt war, zu recht nervösen bis heftigen Fahrwerksreaktionen geführt hat !
Ich musste zuerst wieder lernen, sauber das Motorrad zu fahren, die Bewegungen auf dem Motorrad noch sauberer und präziser durchzuführen !
Als ich dies geschafft hatte, war es ein Traum, ich konnte mit dem Motorrad fast machen, was ich wollte ! :)
Handkehrum wurden auch relativ kleine Fehler (der Fahrpräzision) mehr bestraft, hatte also auch seine "Nachteile" !
Beschleunigung und Bremsverhalten dürften auch enorm besser geworden sein, was ich allerdings nicht belegen kann, weil ich gleichzeitig auch noch die Sekundärübersetzung verkürzt und die vordere Bremsanlage (Brembo Bremsscheiben und Rennbeläge) gewechselt habe ;)
Selbstverständlich ist mir klar, dass man ein (Renn)Motorrad nur beschränkt mit einem relativ schweren Serienauto vergleichen kann, das war auch nicht unbedingt meine Absicht ;)
Vielmehr wollte ich aufzeigen, was eine verhältnismässig geringe Gewichtsänderung an den rotirenden und ungefederten Massen bewirken kann und es sehr wohl deutlich spürbar ist, wenn vielleicht nicht auf dem Weg zur Arbeit, aber zumindest auf der Hausrunde oder beim sportlichen Fahren über z.B. ein paar schöne Gebirgspässe :)
Was neben der reinen Gewichtsreduzierung übrigens noch dazu kommt, ist, bedingt durch das filigranere Felgen- bzw. Speichendesign, die Zentralisierung der (rotierenden) Massen, was u.U. sogar noch stärkere (positive) Auswirkungen auf das fahrdynamische Verhalten hat !
Also nicht unterschätzen oder die Fakten runterspielen, auch wenn gewisse Hobby Physiker meinen, es besser zu wissen (oder berechnen zu können) ! ;)
 
wolfi_cs

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Hi silverR1racer,

bin kein Hobby-Physiker sondern Berufs-Ingenieur.

Deine Beobachtungen am Motorrad will ich gar nicht kleinreden - im Gegenteil, bin selbst lange Zeit Motorrad gefahren, auch auf der Rennstrecke und habe die Maschine wo´s ging leichter gemacht.
Was Du am Motorrad gemerkt hast waren die geringeren Kreiselkräfte der Räder, die das Einlenken stark verbessert haben. Daher stimmte dann erstmal die Linie nicht mehr.
Selbiges passiert z.B. auch, wenn man am Fahrrad auf einen leichteren Laufradsatz wechselt (am MTB besonders krass spürbar).

Aber so positiv Deine Erfahrungen auch sein mögen, der Faktor 7 bei der Längsdynamik gehört ins Reich der Fabel.

Grüße vom
Wolfi
 
silverR1racer

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wolfi_cs,
Der Hobby Physiker sollte ja auch niemanden beleidigen, erst recht nicht einen Inschenör ;)
Ich hab ja geschrieben, dass es bei Beschleunigung und Bremsen wohl noch am wenigsten positiven (oder messbaren) Einfluss haben dürfte, sehr wohl aber beim Thema ungefederte Massen und Rotations- bzw. Kreiselkräften, was sich unmittelbar beim Lenkgefühl und Ansprechverhalten bemerkbar macht, das wurde schon hinlänglich durch Erfahrungsberichte (nicht durch Berechnung) belegt ;)
Welcher Faktor da jetzt schlussendlich zum tragen kommt sei jetzt mal dahin gestellt, zumal er massgeblich auch vom Felgen-/Speichendesign und der damit verbundenen Massenverteilung abhängig ist.
 
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Ich habe vor einigen Jahren mal ein ungewolltes Experiment mit meinem BMW Z4 E85 gemacht. Aus rein optischen Gründen habe ich mir 18" statt der damals auf dem Fahrzeug befindlichen 17" gekauft. Nachdem Ummontieren hatte ich ein subjektiv anderes Fahrzeug, keine Spur mehr von der ursprünglichen Direktheit beim Umsetzen auf engen kurvigen Strecken. Mich hat es nach einer rund 250 Km langen Tour durch die Fränkische Schweiz derart genervt, dass ich froh war die 17" wieder drauf montieren zu können. Die 18" Räder habe ich dann gerne mit kleinem Verlust verkauft.

Seit dem Tag weiß ich, wie stark der Faktor ungefederte Massen (subjektiv) sein kann. Beim Z4 waren die RFT Reifen natürlich zusätzlich hilfreich, da die höhere Flanke beim 17" Reifen nicht so stark in Bewegung war, wie bei einem konventionellen und der Vorteil des 18" RFT scheinbar eine untergeordnete Rolle spielte.
 

damgiul

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Hallo liebe Tuning Freude,

hatte mich jetzt längere Zeit nicht gemeldet. Das Projekt steht aber nicht still. Im Gegenteil.

Habe mir zwischenzeitlich folgendes Spielzeug gekauft um richtige Messwerte zu bekommen.

image1.JPG

Ich habe mich dazu entschlossen 2 alltagstaugliche Werte zu messen.

Und zwar:

100-200 minimal
140-200 5.Gang

Ich habe die ersten Fahrten mit den Original Orion erledigt.

Hier nochmals die aktuellen Werte:

Orion Original Cupra Felge
7,5 x 18 Zoll 225 40 R18
Gesamtgewicht Radsatz: 90,3 kg

Temperatur: 23,5 Grad Celsius, komlpett trocken, minimal bergauf.
Ich gebe den besten Wert zum Vergleich an.

Messwerte :

100-200 minimal: 12,56 s (4 + 5.Gang)
140-200 5.Gang: 8,57 s


Ich habe inzwischen die Ultraleggera wieder montiert und werde demnächst die Vergleichsfahrten machen.
Ich bin mal gespannt ob sich die Werte aufgrund des Mindergewichts verbessern oder durch die Reifenbreite eher verschlechtern...



Die OZ haben ein Gesamtgewicht von: 72,3 Kilo, sind aber ein halbes Zoll breiter...

image1(2).JPG

image1(4).JPG

Was denkt ihr, wie werden sich die Fahrleistungen verändern?
 
sly

sly

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Ich schätze 0,5-1,0 sec von 100-200 könnten drinne sein aber eher 0,5 :)
Was hast du an Leistung ? 12,5 ist schon recht flott 320ps ?
 
Maxi2711

Maxi2711

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Kommt wohl auch auf den Reifen an.
Wenn ich mich irre ist der linke der abgebildeten Reifen ein Dunlop Gummi, der rechte ist mir nicht bekannt.
Ich denke aber der Reifen macht bei diesen Durchzugstests mehr aus wie die Felge.

Wie dem auch sei gz zu deinen OZ Felgen.


EDIT

Lol auf dem Bild der Felgen kann man ja die Reifenhersteller erkennen....
 

sroko

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Hallo,

was ist denn aus dem Test geworden, hatte mich sehr interessiert. Danke !
 

Milchreisbübchen

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Moin,
Mein Wagen passt aufgrund des Stands der Technik nicht soo ganz hier rein.
Vielleicht ist es dennoch interessant.
Ich habe einen uralten Golf III (1996) mit Bilstein B6 Dämpfern und 7x15 OZ Ultraleggera 205/50R15). Gewicht der Felge: 5.6kg
Der Fahrkomfort ist erstaunlich gut. Zuvor waren Golf II Schmiederäder 6x14 (7kg/Felge) mit 185/60R14 montiert. Nun habe ich eine sattere Straßenlage, sehr strammes Gefühl beim Einlenken, aber kaum härteres Abrollen.
So viel ich weiß, wirkt eine Reduzierung von 1 kg pro Radaufhängung wie eine Reduzierung von 50 kg Gesamtmasse - bezogen auf die Belastung des Fahrwerks.. Das hatte ich mal in einem Fachartikel gelesen...

Gruß und Gesundes Neues

DSC01187.JPG
 
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FL224

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Dass die Reduzierung ungefederter Massen am Fahrzeug nicht schaden kann ist mit Sicherheit korrekt. Dass aus meinem Kombi allerdings auf einmal ein Lotus Exige wird, nur weil ich mit ein paar schicken Sparcos oder OZs 5 Kilo pro Rad einspare, wage ich doch stark zu bezweifeln �� Der oben genannte Faktor 7 ist da denke ich schon ehrlicher.
 
darksun

darksun

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In extremen Fällen kann man mit Magnesiumfelgen, Titan-Bremssätteln, usw.,
sicher gut 40kg an ungefederter Gesamtmasse abbauen.
Nur geht dieses Gewicht sicher nicht linear ein, sodass es mit einem simplen Faktor nicht getan ist.
 

Milchreisbübchen

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Dass aus einem Kombi kein Leichtbauroadster werden kann, ist schon klar.
Jener Faktor 7 bezieht sich wohl nur auf Beschleunigung.
Was ich meinte, bezog sich auf Belastung von Verschleißteilen, wie Stoßdämpfer, Radlager, Spurstangenköpfe.
Ich habe da in Erinnerung: 1Kg/Radaufhängung reduziert die Belastung wie 50kg weniger am Fahrzeug. Hier kann man auch sagen: Wenn an einem Rad 1 kg gespart wird, sind es bei 4 Rädern insgesamt 4 kg, wodurch wir dann den Faktor 12,5 hätten... Ich bin aber auch kein Ingenieur... Wer weiß... Ich nicht.
 

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