Erfahrungsbericht DSG

Diskutiere Erfahrungsbericht DSG im 1P - Erfahrungsberichte Forum im Bereich Der Leon 2; Hallo Leute, nach dem ich jetzt fast ne Woche mit meinem Baby unterwegs bin ist es wohl an der Zeit für einen Erfahrungsbericht über DSG. Also...
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #1

Wu-mc

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Hallo Leute,

nach dem ich jetzt fast ne Woche mit meinem Baby unterwegs bin ist es wohl an der Zeit für einen Erfahrungsbericht über DSG.

Also hauptsächlich macht es einfach nur Spass. Vor allem in der Stadt wenn man sich um nix kümmern muss. Man fährt an ne Ampel, bremst und wenn es wieder grün wird gibt man einfach Gas. Das DSG schaltet schön sauber. Man merkt vom Schaltvorgang selber garnichts. Es ist zwar so das man denkt man merkt es, jedoch bin ich der Meinung das es der Turbo ist den man merkt. Erkennt man ganz leicht daran das es nur in niedrigen Drehzahlen vorkommt das es ganz leicht ruckelt, also fast unspührbar außer man achtet drauf. In hohen Drehzahlen merkt man garnichts.

Ganz gut finde ich die Abstimmung, also wenn man mehr Gas gibt dann wird später geschaltet, tippt man das Gaspedal nur leicht an um sparsam zu fahren wird bereits ab 2000 Umdrehungen geschaltet. Wenn man mal nen Überholvorgang starten will und man drückt ordentlich durch, kommt auch ordentlich Leistung. Das ganze sogar schon vor dem eigentlichen Kick-Down. Überholvorgänge oder kurze Sprints können so gut absolviert werden. Braucht man dann mal die volle Leistung überwindet man einfach den gut dimensionierten Widerstand und hört seinen Motor aufheulen. Bei hohen Geschwindigkeiten, so ab 150 km/h aufwärts, geht beim Kick-Down nicht mehr so arg viel mehr als davor. Denke das liegt aber auch an der fehlenden Möglichkeit runter zu schalten, denn der 5 ist auch eingelegt ohne Kick-Down aber mit durchgetrücktem Gaspedal und zurückschalten in den 4. wäre wohl tödlich.

Allerdings habe ich auch 3 negative Eigenschaften feststellen müssen.

1. Wenn man zum stehen kommt, beispielsweise an einer Ampel, dann hat man kurz das Gefühl den Motor abzuwürgen. Also wie wenn man beim Schalter einfach bremst ohne auszukuppeln. Ich denke es liegt auch daran. Sobald das DSG auskuppelt ist es auch wieder schön ruhig, aber das kurze ruckeln ist, vor allem am Anfang wenn man es nicht gewöhnt ist, etwas unangenehm.

2. Wenn man das Gaspedal etwas stärker tritt dauert es einen Moment bevor man die Leistung spürt. Das könnte gerne etwas direkter sein.

3. und für mich eigentlich der gravierenste Nachteil bisher. Das DSG schaltet relativ spät runter. Wenn man jetzt eine lange Gerade mit gut 80 km/h fährt, ist man im 6. Gang. Kommt man jetzt an eine Steigung wird der 6. Gang bei ca. 1500 Umdrehungen beibehalten. Jedoch reicht das nicht um die Geschwindigkeit zu halten. Also entweder die Geschwindigkeit geht solange runter bis das DSG schaltet oder man hat einen hohen Verbrauch. Schaltet man manuell mit Tiptronic in den 5. sinkt der Verbrauch deutlich (Momentan Anzeige der MFA). Man hat dann zwar fast 2000 Umdrehungen, dafür muss man das Pedal nicht mehr so weit treten und hat das Gefühl den Berg zügiger zu fahren weil einfach mehr Drehzahl und Schub da ist.

Fazit: DSG ist der Hammer, macht rießig Spass und ist sehr komfortabel. Von Opa-Feeling keine Spur. Man kann sehr sportlich fahren (sogar im D-Gang) oder sparsam. Jedoch ist die Software noch nicht ausgereift und sollte an manchen Stellen verbessert werden.

Ich hoffe dieser Bericht ist für den einen oder anderen eine Hilfe. Für Kommentare und Kritik bin ich offen :D
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #2
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3. und für mich eigentlich der gravierenste Nachteil bisher. Das DSG schaltet relativ spät runter. Wenn man jetzt eine lange Gerade mit gut 80 km/h fährt, ist man im 6. Gang. Kommt man jetzt an eine Steigung wird der 6. Gang bei ca. 1500 Umdrehungen beibehalten. Jedoch reicht das nicht um die Geschwindigkeit zu halten. Also entweder die Geschwindigkeit geht solange runter bis das DSG schaltet oder man hat einen hohen Verbrauch. Schaltet man manuell mit Tiptronic in den 5. sinkt der Verbrauch deutlich (Momentan Anzeige der MFA). Man hat dann zwar fast 2000 Umdrehungen, dafür muss man das Pedal nicht mehr so weit treten und hat das Gefühl den Berg zügiger zu fahren weil einfach mehr Drehzahl und Schub da ist.
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Moin,

zunächst mal: Netter Bericht :wave: !

Das was ich zitiert habe, ist genau der Grund, warum ich keine Automatik will (abgesehn davon, daß mir das Schalten Spaß macht :D ). Irgendwie weiß man selbst doch am besten was man will! Das einzige was einem dann noch übrig bleibt ist Tiptronic und dann kann ich auch gleich von Hand schalten :p . Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, daß beim Stop and Go in der Stadt und speziell beim Stau auf der AB eine Automatik sehr komfortabel ist, aber ich bleibe beim manuellen Getriebe :baby: !

Gruß Segge
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #3
naja gut, die Nachteile sollten jetzt nicht falsch verstanden werden. Ist mir nur aufgefallen und würde mich freuen wenn das mal geändert wird. Aber prinzipiell ist das DSG schon ne tolle Sache. Klar weiß man von Hand besser wann was zu tun ist (siehe Regensensor). Aber DSG ist halt schon geil wenn man Gas geben will und drückt einfach, um den Rest kümmert sich das Auto. Wenn man mit 100 fährt ist das auch alles kein Problem mehr. Lediglich mit 80 im 6. Gang tut sich mein Baby den Berg hoch etwas schwer.
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #4
Gegen Leute, die gerne schalten, kann man natürlich keine Argumente vorbringen. Die sind mit dem Schalter halt glücklich und gut ist.

Aber der Punkt 3 wird dadurch reativiert, dass er nur in "D" auftritt, in "S" ist jederzeit genug Leistung da, da die Steuerung die Drehzahl nicht unter 2000 U/min fallen lässt. Die Tiptronic lässt einen zur Not dann noch selbst wählen.

Ich war auch großer Verfechter von Schaltwagen, aber es ist so, dass ich nun feststelle, dass das DSG dennoch goldrichtig für mich ist. Es sind höchstens 10% der Fahrsituationen, in der mir das Verhalten der Automatik nicht passt. Für wiederrrum 10% der übrig bleibenden Fahrsituationen, passt mir das "S"-Programm auch nicht. Es bleibt also 1% übrig, wo ich den Hebel nach rechts kicke und selber schalte. Und für die paar Ausnahmen möchte nicht auf den Komfort der Automatik verzichten.

Was ich aber als negativen Punkt anmerken möchte: Sowohl in "D" als auch in "S" zieht die Steuerung den Motor beim Kickdown bis an den Begrenzer. Das ist suboptimal, da über 4000 U/min die Leistung stark abfällt. Kurz vor dem Begrenzer hat man dann das Gefühl, es kommt nichts mehr. Sehr unangenehm beim Überholen auf der Landstraße. Wenn man sich dessen einmal bewusst ist, kann man es umgehen, indem man nur kurz den Kickdown benutzt und das Gaspedal dann wieder hinter die Kickdown-Schwelle zurückfallen lässt. Dann schaltet das DSG bei 4000 U/min an der optimalen Stelle.

Gruß, Pioneer.
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #5
Gegen Leute, die gerne schalten, kann man natürlich keine Argumente vorbringen. Die sind mit dem Schalter halt glücklich und gut ist.

Ja, das ist natürlich gemein :D ;) !

Aber der Punkt 3 wird dadurch reativiert, dass er nur in "D" auftritt, in "S" ist jederzeit genug Leistung da, da die Steuerung die Drehzahl nicht unter 2000 U/min fallen lässt. Die Tiptronic lässt einen zur Not dann noch selbst wählen.
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Aber wenn du vorher auf der Landstraße dahingerollt bist, macht "S" ja keinen Sinn, also mußt du schon zum Knüppel greifen, wie der Handschalter auch...! :p

Ich bleibe aus oben erwähnten Gründen sowieso beim Handschalter, mir ist nur genau das Beschriebene immer aufgefallen, wenn ich mal Automatik-Wagen gefahren bin. Und das hat mich halt in meiner Meinung bestärkt. Der Komfort einer Automatik ist unbestritten, nur würde mir das unheimlich auf den Geist gehen.

@Wu-mc: Ja,ja, der Regensensor :rolleyes: ! Auf der AB bin ich zufrieden, aber in der Stadt :nene: !

Gruß Segge
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #6
Sehe das genau wie Pioneer, die paar mal wo man eingreifen muss reißen es nicht raus.

Allerdings hatte ich gestern bei der Autobahnfahrt nicht das Gefühl das das DSG bei Kick-Down zu spät schaltet. Hab allerdings auch nicht auf den DZM geachtet. Werd das beim nächsten mal beobachten. Obwohl das eigentlich nicht sein dürfte, eben aus den von Pioneer benannten Gründen.
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #7
Hallo Leute,

Fazit: DSG ist der Hammer, macht rießig Spass und ist sehr komfortabel. Von Opa-Feeling keine Spur. Man kann sehr sportlich fahren (sogar im D-Gang) oder sparsam.

Dem ist nichts hinzuzufügen! Macht mächtig Laune das Ding! :D

Gruß
Michael
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #8
Konnte das DSG auch schon ausführlich testen. Seitdem steht für mich fest: Das nächste Auto wird mit DSG bestellt. :D

Kann mich Wu-mc nur anschließen. Mich stören am meisten allerdings die "Denkpausen" des manuellen Modus. Die Gangwechsel sollten schneller erfolgen.

Der Sportmodus lässt den Diesel untypisch hoch drehen. Die Software ist zu sehr auf Benziner ausgelegt, die gedreht werden müssen. Beim Diesel sollte der Gangwechel früher erfolgen.

Ansonsten eine feine Sache, und der Verbauch ist kaum höher als beim vergleichbaren Schaltgetriebe.
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #9
Zur Sache mit dem Schaltpunkt: Fakt ist, dass für optimale Beschleunigung beim 2.0 TDI in den Gängen 1 bis 4 der beste Schaltzeitpunkt bei ca. 4500U/min liegt (auch wenn nach 4000U/min die Leistung wieder leicht abnimmt, aber man befindet sich noch immer in einem Leistungstechnisch besseren bereich als wenn man bei 4000U/min schalten würde und dann auf z.B. 3200U/min zurück fällt.

Klar, Subjektiv sieht das anders aus, aber rein von den technischen Merkmalen des Motors ist der beste Schaltpunkt eben bei 4400 bis 4500U/min (habe das auch schon alles mal mit Getriebeübersetzung, Drehmoment bzw. Leistungskurve, etc. durchgerechnet)

Der rechnerisch ideale Schaltpunkt vom 5. in den 6. Gang liegt bei etwa 4200 bis 4300U/min.

Meine Rechnerein hab ich damals mal für einen BMW 118d gemacht, wobei für den 2.0 TDI die Leistungs bzw. Drehmomentkurve fast identisch ist (nur eben um gut 10kW bzw. 40NM nach "oben" verschoben.

Hier mal das Diagramm für den 118d (fürs Verständnis auch für den 2.0 TDI anwendbar)


--> grün schraffierter Bereich ist jener der optimalen Leistung (schalten bei knapp 4500U/min)

braun schraffiert im groben Gegensatz dazu, wenn man bereits bei 3000U/min schalten würde. Wenn ich bei 4000U/min schalte, ist der Unterschied zwar nicht mehr so groß, aber dennoch ist is so, dass ein "Ausdrehen" des Motors für die optimale Beschleunigung durchaus Sinn macht (und so schlau waren die Akademiker und Ingenieure bei VW bzw. Seat auch). Und genau deshalb haben sie die Schaltpunkte beim Kickdown auch so weit nach oben verlegt.

Subjektiv fühlt sich der Punch bei 2000 bis 3000U/min natürlich viel stärker an, aber der menschliche Körper ist halt kein Messinstrument - bei dem siehts halt anders aus.


DerDuke
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #10
@ DerDuke

du erstaunst mich immer wieder :D
Vielen Dank für die Aufklärung. Aber stimmt schon, subjektiv ist früher schalten besser, aber in dem Fall objektiv wohl nicht. Was aber auch logisch klingt so wie du das beschreibst!

und @ Screamy

wer braucht den manuellen Modus? :rasta:
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #11
@DerDuke: Wow, astreine Erklärung. Danke dafür. :respekt:

@Screamy, Wu-mc: Eben, wer braucht den manuellen Modus. Ich brauche ihn eigentlich nur als Motorbremse in Ausfahrten. Wenn man ins Gebirge fährt, wird er sicher auch ganz nützlich sein. Das ist dann aber auch schon alles.

Gruß, Pioneer.
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #12
Ich brauche ihn eigentlich nur als Motorbremse in Ausfahrten.

Also das wär mir zu stressig :D
Für was hab ich ne Automatik... da brems ich dann lieber, da dreht der Motor dann nicht so hoch.

Kann man eigentlich den Motor überdrehen bzw. abwürgen wenn man manuell schaltet oder schaltet dann in "Extremsituationen" das DSG dann doch selber?
 
  • Erfahrungsbericht DSG Beitrag #13
Das DSG lässt Dich keinesfalls in einen ungesunden Drehzahlbereich schalten. Weder überdrehen, noch abwürgen. Insofern absolut unkritisch.

Gruß, Pioneer.
 
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