DSG - Leerlauf in D schädlich ?

Diskutiere DSG - Leerlauf in D schädlich ? im 5F - Technik Forum im Bereich 5F - Tuning; Hallo, das DSG hat in der ECO-Stellung eine Leerlauffunktion. Diese könnte man firstauch in der D-Stellung manuell simulieren, indem man beim...

Nachtesser

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Hallo,

das DSG hat in der ECO-Stellung eine Leerlauffunktion.

Diese könnte man
auch in der D-Stellung manuell simulieren, indem man beim Ausrollen auf "N" geht.

Tut das dem Getriebe gut - wie sind Eure Erfahrungen ?

Kann man beide Varianten miteinander überhaupt vergleichen ?
 
01.06.2018
#1

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DSG-Pilot

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Nein, während der Fahrt auf N schalten ist nicht schädlich. Beim Segeln im Eco-Modus passiert nichts anderes. Der Hinweis im Bordbuch hat alleine sicherheitsrelevante Gründe.

Im Internet liest man immer wieder, dass beim 6-Gang DSG während der Fahrt nicht auf N geschaltet werden darf, weil im ausgekuppelten Zustand die Ölpumpe nicht mehr mitläuft und das Getriebe nicht mehr geschmiert wird. Aber das ist blanker Unfug.
 
hubsi71

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DSG-Pilot
Ich habe da mal eine Frage ;aber zum kleinen 7Gang DSG, bei dem immer gesagt, oder behauptet wird, das es "trocken" sei, also nicht geschmiert mit einem Oelvorrat. Da du sehr sachkundig bist, wirst Du es sicher wissen oder kennen!?

Jetzt habe ich mal recherchiert und es wird nirgends bestätigt, das es kein Oelvorrat hat, sondern nur,das dieses Oel nicht wie beim 6-Gang DSG gewechselt werden muss und das die Schmierung nicht permanent ist, sondern nur auf Bedarf bei starker Belastung!? Ist das eigentlich richtig? Denn dann wäre der Begriff "trocken" ja komplett falsch.
(gerne auch per PN).
 
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hubsi71

Bei den Bezeichnungen "trocken" und "nass" im Zusammenhang mit DSGs geht es immer um die Kupplungen. Das 6-Gang DSG hat eine nasslaufende Lamellendoppelkupplung. Die sich abwechselnden Stahl- und Reiblamellen werden von innen nach außen mit Getriebeöl durchströmt und von diesem gekühlt. Das kleine 7-Gang DSG hat eine trockene Doppelkupplung, vom Prinzip her ähnlich der einer normalen Handschalterkupplung. Die Ölkühlung beim 6-Gang DSG verschlechtert den Wirkungsgrad, weil dadurch Schleppmomentverluste entstehen, erhöht also den Verbrauch.

Der Zahnradsatz ist aber bei allen DSGs durch Getriebeöl geschmiert, allerdings gibt es auch da Unterschiede.

Beim 6-Gang DSG wird ein einziges Ölreservoir zur Kühlung der Doppelkupplung, zur Schmierung der Zahnräder und Wellen und zur hydraulischen Steuerung des Getriebes verwendet. Weil das Öl bei der Kupplungskühlung thermisch stärker belastet wird, muss es irgendwann gewechselt werden. Dazu kommt, dass in jedem Getriebe mit der Zeit feiner Abrieb entsteht, der das Öl verunreinigt. Wenn die Verunreinigungen im Öl zu stark anwachsen, könnte dies Teile der hydraulischen Steuerung beeinflussen, z. B. Ventile blockieren.

Beim 7-Gang DSG wird die Kupplung nicht gekühlt. Das ist der Hauptgrund, weshalb das Getriebe nur ein deutlich geringeres Eingangsdrehmoment verträgt. Das Öl muss dadurch allerdings immerhin eine Aufgabe weniger erfüllen. Deshalb hat man sich entschieden für die Mechatronik und den Zahnradkasten zwei verschiedene Ölreserviors zu verwenden. Das ist in der Hinsicht von Vorteil, dass die Hydraulik nicht mit Verunreinigungen wie Abrieb kontaminiert wird.

Es gibt darüber hinaus auch bei der Schmierung des Zahnradsatzes einen Unterschied. Beim 6-Gang DSG wird von einem Ölspritzrohr das Öl direkt an die Kontaktstellen der Zahnräder gespritzt. Das macht die Schmierung und Kühlung effizierter und erhöht den Wirkungsgrad. Beim 7-Gang DSG wird der Zahnradsatz durch Schleuderölschmierung geschmiert, d. h. die Wellen bzw. Zahnräder drehen sich teilweise im Öl und schleudern dieses umher. Dabei enstehen aber Planschverluste, die den Wirkungsgrad verschlechtern. Auch gewöhnliche Schaltgetriebe haben mangels einer Ölpumpe Schleuderölschmierung.
 
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hubsi71

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Aha, alles klar.Jetzt weiß ich Bescheid. Danke! Bei solchen Fragen, die spezifisch sind,ist kaum jemand in der Lage, einem eine vernünftige und fachlich fundierte Antwort zu geben.
 
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hubsi71

Gerne.

Ob der Ölwechsel beim 6-Gang DSG oder bei den anderen Nasstypen nun ein Vorteil oder ein Nachteil ist, lasse ich mal dahingestellt. Auch beim 7-Gang DSG altert natürlich das Öl, wird verunreinigt und thermisch beansprucht. Ich bin der Meinung, dass man bei jedem Getriebe irgendwann das Öl wechseln sollte.

Wie man sieht hat aber trotzdem auch das 7-Gang DSG einige Vorteile, zumindest in der Theorie. Leistungsfähiger sind aber in jedern Hinsicht die nassen, auch bei der Schmierung und Kühlung des Zahnradsatzes und der Wellen.
 

thomas-joschie

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Es ist immer wieder interessant deine Beiträge zu lesen.
Ich war eigentlich der Meinung, das das DSG beim Segeln nur die Kupplung öffnet und den passenden Gang vorgewählt hält falls wieder beschleunigt wird. Das dabei in neutral geschaltet wird wusste ich nicht.
 
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C280 kannst du das begründen? Im bestimmten Situationen kann dadurch tatsächlich Sprit gespart werden ...
 
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Ich habe in der temporären Verbrauchsanzeige beobachtet,das Kraftstoff in Fahrstufe <N> beim Rollen eingespritzt wird. Wenn man die Schubabschaltung nutzt und vom Gas geht, ist der Verbrauch aber nach 1 Sek. auf Null, oder täusche ich mich da!?
 
phchecker17

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Nein tust du nicht, Spritverbrauch im Leerlauf sind glaube 1-3 Liter pro Stunde, wenn du nun mit 80km/h fährst, sind das knapp über 1-3l/100km, dafür kein Widerstand und freies Rollen.

Wenn es sich nicht lohnen würde, gäbe es das Feature im Eco-Modus nicht ;)
 
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Kaffeebohne

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Find ich auch schwachsinnig. Den Eco Modus allgemein sowieso. Die paar Tröpfchen Kraftstoff, die man da vielleicht in wenigen Situationen einspart, gleicht man doch wieder mit Kupplungsverschleiß wieder aus. Sei es auch noch so wenig.
Ich weiß jetzt auch nicht wie die Rekuperation in dem Fall programmiert ist, aber ich denke mal, dass diese im Leerlauf oder beim Segeln nicht maximal aktiv ist oder gar nicht. Batterie aufladen heißt höherer Widerstand für den Motor und das wiederum höherer Verbrauch. Bei der Rekuperation wird bei Gaswegnahme mit eingelegtem Gang oder Bremsen aufgeladen, da sowieso verzögert wird. So kann man wieder beim Beschleunigen die Batterie entladen lassen bzw. den Motor entlasten um Kraftstoff zu sparen.
 
hubsi71

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@ph
Warum sollte man dann beim Fahren auf <N> schalten. Könntest Du das nochmals erläutern, da es ja um das Einsparen von Benzin ging und Du der Meinung von C280 wohl nicht zustimmen konntest.

Zitat: "@C280 kannst du das begründen? Im bestimmten Situationen kann dadurch tatsächlich Sprit gespart werden ... "

In welchen Situationen ist denn die Fahrstufe N beim fahren von Vorteil, weil man Benzin spart und eben nicht die Schubabschaltung, die ja dann auf Null Verbrauch hinausläuft , nutzt?
 
snake5f

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So ein Blödsinn.. wer im Leerlauf fährt, fährt vermutlich auch im Sommer ohne Klimaanlage um Sprit zu sparen. :rolleyes: :D
 
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Landstraße, die perfekt eben oder leicht bergab geht, da könnte man im Leerlauf evtl. komplett über mehrere Kilometerndurchrollen, im 6./7. würde aber der Schwung nicht reichen, und man müsste am Ende Gas geben.

Irgendwo gabs diese Diskussion auch bereits, da ich selbst kein DSG fahr, basieren meine Aussagen auch hauptsächlich auf Vermutungen.
Wenn jemand das Gegenteil zeigen kann, glaube ich das gern :)
 
hubsi71

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phchecker17
OK, bei der von Dir erwähnten Situation gehe ich vom Gas und habe <Null Verbrauch>. Beide Varianten führen zum Stillstand, wenn ich kein Gas gegeben habe. Nur bei einer ist der Verbrauch währendessen Null;nämlich bei der Schubabschaltung. Vielleicht rollt der Wagen in N etwas länger, das mag sein. Sonst müsste ich einem grossem Irrtum unterliegen.
 
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thomas-joschie

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Die Stunde Leerlauf ist ungefähr ein dreiviertel Liter.
In der Schubabschaltung wird kein Kraftstoff eingespritzt, der Nachteil ist aber das durch die Bremswirkung des Motors das Fahrzeug langsamer wird. Ob das Segeln bei idealer, leicht fallender Straße da Vorteile bringt weiß ich nicht, da ich diese Funktion nicht nutze. Ich habe aber schon gelesen das das Segeln jeh nach Situation, wenn man den Schwung mitnehmen kann, sparsamer sein kann.
 
phchecker17

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Ok sogar noch weniger, dann kann es auf jeden Fall Sinn machen^^

Vielleicht macht es auch nur im Testzyklus Sinn, wer weiß :p wäre ja auch möglich :D
 
silverR1racer

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Ich bin jetzt auch über 20tkm im Eco Modus gefahren und logge die Verbräuche mit Spritmonitor

Jetzt seit der letzten Tankfüllung fahre ich wieder im Komfort Modus.
Die nächsten 2-3 Tankfüllungen werden zeigen, ob es einen Unterschied geben wird...
Im Segel-Eco-Modus kommt es extrem auf die Fahrstrecke an.
Ich habe z.B auf meinem Arbeitsweg mehrere Streckenabschnitte, auf denen ich mit Eco sozusagen kein Zusatzgas geben muss, das segelt dermassen gut.
Im Comfort Modus muss ich hingegen Gas geben, um quasi gleich weit zu kommen.
Ebenfalls ist die Schaltstrategie im Eco Modus anders, es wird deutlich früher hochgeschalten und die Gänge werden länger gehalten.
Die Gaspedalkennlinie ist auch deutlich träger im Eco, im Vergleich reagiert das Gaspedal und das DSG im Comfort Modus fast schon nervös.
 
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hubsi71

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@tj
Das mag wohl sein, nur wo hat man iwirklich im heutigen starken Verkehr, die Möglichkeit "N" länger als 30 Sek. zu nutzen? Und bringt es etwas das DSG so ständig mechanisch zu belasten ,um wieder einzukuppeln, wegen 20 Cent Nutzen?
 
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