- Das Mädchen und der Spanier Beitrag #1
DieDa84
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…. oder wie der Seat Leon zu mir kam.
Zur Autorin:
Justine wurde 1984 in der schwäbischen Hauptstadt geboren und lebt seitdem im schönen schwäbischen Bottwartal. Sie arbeitet mit Hingabe in einem mikrobiologischem Labor. In ihrer Freizeit beschäftigt sich Justine viel mit Lesen und der Aquaristik. Sie ist begeisterte Sportschützin und im Winter verbringt sie viel Zeit mit Ski oder Snowboard auf der Piste.
Klappentext:
Durch einen Unfall wird das Mädchen von ihrem langjährigen Gefährt „Mazda“ getrennt. Ohne ihren Begleiter irrt sie durch die Straßen und Gassen, bis der Weg sie zu einem Spanier führt, der ihr neue Hoffnung macht. Doch die Suche nach einem würdigen Nachfolger des „Mazda“ gestaltet sich zunächst schwieriger als angenommen. Die Geduld des Mädchens wird auf die Probe gestellt...
Die ganze Geschichte:
Vor etwas mehr als 7 Jahren erfüllte ein Mädchen sich einen Traum. Es kaufte sich einen dreijährigen Mazda 6, der für lange Zeit ihr treuer Gefährt sein sollte.
Der Mazda war ein großer schwarzer Kombi, in dem ein kraftvolles 2,0 Diesel-Herz schlug. Das Mädchen war sehr glücklich, wenn es sich in die schwarzen Ledersitze sinken ließ und den Klängen aus den BOSE®-Lautsprecher lauschte. Sie bereisten zusammen nicht nur Deutschland, auch in Europa traf man die Beiden an, denn das Navigationssystem wusste immer den Weg. Zusammen erlebte das Mädchen mit ihrem Mazda viele schöne Momente, aber auch gefährliche Situationen, die das Mädchen mit dem Mazda stets unbeschadet überstanden hat. All die Jahre ließ der Mazda das Mädchen nicht im Stich, sprang jederzeit brav an und blieb nie liegen. Zum Dank hegte und pflegte das Mädchen den Mazda, kaufte ihm schöne neue Alu-Schuhe und polierte den schwarzen Lack bis er glänzte. Für das Mädchen war der Mazda das schönste Auto auf Erden.
Doch der Mazda blieb vor den Jahren auf den Straßen nicht verschont, 220.000 km forderten ihren Tribut. Ein schweres Unwetter hinterließ einen Hagelschaden auf Motorhaube und Dach, ein unachtsamer Fahrer eine Beule im Heck und defekte Parksensoren, ein Einkaufswagen eine Schramme an der vorderen Stoßstange. Auch der Durst des Mazda wurde immer größer, die Mengen an Öl immer mehr. Die Scheinwerfer wurden mit den Jahren blind, immer öfter mussten die Leuchtmittel erneuert werden. Einzig der Motor und die Technik machten nicht schlapp. Und auch das Innenleben sah aus wie an dem Tag, als die Zwei sich kennenlernten. Trotz der vielen schicken neuen Autos auf der Straße war der Mazda nach wie vor das Traumauto des Mädchens, es freute sich auf jede Fahrt mit dem Gefährt.
Aber diese Freude sollte bald ein Ende haben.
An einem Freitag vor Weihnachten machten sich das Mädchen und das Auto auf den Weg in die Landeshauptstadt. Das Mädchen wollte dort ein Konzert ihrer Lieblingsband besuchen. Zuverlässig wie eh und je brachte der Mazda das Mädchen über die Autobahn in die Stadt. Die Straßen waren zu dieser Zeit sehr gut von anderen Autos besucht. Das Mädchen hatte es aber nicht eilig und nahm jeden Stau gelassen hin. Allerdings stellte sich bald heraus, dass es Anderen an dieser Gelassenheit fehlte, ebenso an Aufmerksamkeit.
Das Mädchen fuhr gerade an einer grünen Ampel über eine Kreuzung, als ein solcher unaufmerksamer Fahrer ihren Weg kreuzte. Beim Spurwechsel hatte er das Mädchen übersehen, streifte den Mazda und fuhr weiter. Das Mädchen kam im Grünstreifen zum Stehen, stieg aus und begutachtete den Schaden. Der Stoßfänger vorne war gebrochen und verbogen, der linke Kotflügel ebenfalls, die Türen waren verkratzt, die Beifahrertür ließ sich nicht mehr öffnen.
Der Anblick ihres malträtierten Gefährten auf dem Abschleppwagen brach dem Mädchen fast das Herz.
Schnell stellte sich heraus, dass der Schaden den Wert des Autos übersteigt, wenn auch nicht den Wert, den der Gefährte für das Mädchen dar stellte. Dennoch entschied sich das Mädchen schweren Herzens gegen eine Reparatur und verkaufte den Mazda.
Die Suche nach einem würdigen Nachfolger gestaltete sich zunächst schwierig. Der neue Mazda 6 hatte es dem Mädchen schon sehr angetan, zumal sie mit Mazda sehr zufrieden war. Aber auch nach intensiver Suche fand das Mädchen keinen Traum-Mazda, der für sie bezahlbar wäre. Was Kleineres muss also her, aber schick muss es dennoch sein. Der Freund sprach sich für einen Ford Focus aus, die Mutter für einen Skoda Octavia. Beides wollte dem Mädchen aber nicht so recht gefallen.
Doch dann führte der Weg das Mädchen an einem Spanier vorbei, dort standen Fahrzeuge, ganz nach dem Geschmack des Mädchens. Ein Blick auf das Logo verriet, es handelt sich um einen SEAT. Nach ausführlichen Recherchen im Internet stand schnell fest, ein SEAT LEON ST soll es werden, gerne ein FR.
Sogleich war auch ein passendes Fahrzeug im Internet gefunden und reserviert. Aber es sollte nicht der Neue des Mädchens werden, denn nur wenige Tage später war das Auto verkauft. Das Mädchen ärgerte sich und machte sich nur widerwillig auf die Suche nach einem neuen Fahrzeug.
Diesmal sollte es länger dauern, bis ein Fahrzeug gefunden wurde. Voller Euphorie rief das Mädchen beim Spanier an, um zu erfahren, dass dieses Auto einen reparierten Unfallschaden hat. Das Mädchen wollte den Schaden in Kauf zu nehmen, unter der Bedingung, dass man ihr im Preis entgegenkommt. Doch der Händler war sehr stur und hielt an seinem Preis fest.
Also machte sich das Mädchen weiter auf die Suche, doch der erhoffte Erfolg sollte sich so schnell nicht einstellen. Das Mädchen war in ihrer Frustration fast so weit, sich nach einem Ford Focus umzuschauen, als ihr ein Angebot ins Auge sprang. Ein neuer SEAT LEON ST FR, mit dem gewünschten Motor, mit Wunschausstattung und Wunschfarbe zu einem günstigen Preis, sogar mit Werksabholung in Wolfsburg.
Diesmal überlegte das Mädchen nicht lange und ging sofort auf das Angebot ein.
Nun sitzt das Mädchen wie auf heißen Kohlen, da das Traumauto eine längere Lieferzeit hat. Aber sie übt sich in Geduld, liest viel im Internet über ihren Zukünftigen, schreibt lange Texte in Foren und genießt diese wundervolle Vorfreude.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Grüßle
Justine
Zur Autorin:
Justine wurde 1984 in der schwäbischen Hauptstadt geboren und lebt seitdem im schönen schwäbischen Bottwartal. Sie arbeitet mit Hingabe in einem mikrobiologischem Labor. In ihrer Freizeit beschäftigt sich Justine viel mit Lesen und der Aquaristik. Sie ist begeisterte Sportschützin und im Winter verbringt sie viel Zeit mit Ski oder Snowboard auf der Piste.
Klappentext:
Durch einen Unfall wird das Mädchen von ihrem langjährigen Gefährt „Mazda“ getrennt. Ohne ihren Begleiter irrt sie durch die Straßen und Gassen, bis der Weg sie zu einem Spanier führt, der ihr neue Hoffnung macht. Doch die Suche nach einem würdigen Nachfolger des „Mazda“ gestaltet sich zunächst schwieriger als angenommen. Die Geduld des Mädchens wird auf die Probe gestellt...
Die ganze Geschichte:
Vor etwas mehr als 7 Jahren erfüllte ein Mädchen sich einen Traum. Es kaufte sich einen dreijährigen Mazda 6, der für lange Zeit ihr treuer Gefährt sein sollte.
Der Mazda war ein großer schwarzer Kombi, in dem ein kraftvolles 2,0 Diesel-Herz schlug. Das Mädchen war sehr glücklich, wenn es sich in die schwarzen Ledersitze sinken ließ und den Klängen aus den BOSE®-Lautsprecher lauschte. Sie bereisten zusammen nicht nur Deutschland, auch in Europa traf man die Beiden an, denn das Navigationssystem wusste immer den Weg. Zusammen erlebte das Mädchen mit ihrem Mazda viele schöne Momente, aber auch gefährliche Situationen, die das Mädchen mit dem Mazda stets unbeschadet überstanden hat. All die Jahre ließ der Mazda das Mädchen nicht im Stich, sprang jederzeit brav an und blieb nie liegen. Zum Dank hegte und pflegte das Mädchen den Mazda, kaufte ihm schöne neue Alu-Schuhe und polierte den schwarzen Lack bis er glänzte. Für das Mädchen war der Mazda das schönste Auto auf Erden.
Doch der Mazda blieb vor den Jahren auf den Straßen nicht verschont, 220.000 km forderten ihren Tribut. Ein schweres Unwetter hinterließ einen Hagelschaden auf Motorhaube und Dach, ein unachtsamer Fahrer eine Beule im Heck und defekte Parksensoren, ein Einkaufswagen eine Schramme an der vorderen Stoßstange. Auch der Durst des Mazda wurde immer größer, die Mengen an Öl immer mehr. Die Scheinwerfer wurden mit den Jahren blind, immer öfter mussten die Leuchtmittel erneuert werden. Einzig der Motor und die Technik machten nicht schlapp. Und auch das Innenleben sah aus wie an dem Tag, als die Zwei sich kennenlernten. Trotz der vielen schicken neuen Autos auf der Straße war der Mazda nach wie vor das Traumauto des Mädchens, es freute sich auf jede Fahrt mit dem Gefährt.
Aber diese Freude sollte bald ein Ende haben.
An einem Freitag vor Weihnachten machten sich das Mädchen und das Auto auf den Weg in die Landeshauptstadt. Das Mädchen wollte dort ein Konzert ihrer Lieblingsband besuchen. Zuverlässig wie eh und je brachte der Mazda das Mädchen über die Autobahn in die Stadt. Die Straßen waren zu dieser Zeit sehr gut von anderen Autos besucht. Das Mädchen hatte es aber nicht eilig und nahm jeden Stau gelassen hin. Allerdings stellte sich bald heraus, dass es Anderen an dieser Gelassenheit fehlte, ebenso an Aufmerksamkeit.
Das Mädchen fuhr gerade an einer grünen Ampel über eine Kreuzung, als ein solcher unaufmerksamer Fahrer ihren Weg kreuzte. Beim Spurwechsel hatte er das Mädchen übersehen, streifte den Mazda und fuhr weiter. Das Mädchen kam im Grünstreifen zum Stehen, stieg aus und begutachtete den Schaden. Der Stoßfänger vorne war gebrochen und verbogen, der linke Kotflügel ebenfalls, die Türen waren verkratzt, die Beifahrertür ließ sich nicht mehr öffnen.
Der Anblick ihres malträtierten Gefährten auf dem Abschleppwagen brach dem Mädchen fast das Herz.
Schnell stellte sich heraus, dass der Schaden den Wert des Autos übersteigt, wenn auch nicht den Wert, den der Gefährte für das Mädchen dar stellte. Dennoch entschied sich das Mädchen schweren Herzens gegen eine Reparatur und verkaufte den Mazda.
Die Suche nach einem würdigen Nachfolger gestaltete sich zunächst schwierig. Der neue Mazda 6 hatte es dem Mädchen schon sehr angetan, zumal sie mit Mazda sehr zufrieden war. Aber auch nach intensiver Suche fand das Mädchen keinen Traum-Mazda, der für sie bezahlbar wäre. Was Kleineres muss also her, aber schick muss es dennoch sein. Der Freund sprach sich für einen Ford Focus aus, die Mutter für einen Skoda Octavia. Beides wollte dem Mädchen aber nicht so recht gefallen.
Doch dann führte der Weg das Mädchen an einem Spanier vorbei, dort standen Fahrzeuge, ganz nach dem Geschmack des Mädchens. Ein Blick auf das Logo verriet, es handelt sich um einen SEAT. Nach ausführlichen Recherchen im Internet stand schnell fest, ein SEAT LEON ST soll es werden, gerne ein FR.
Sogleich war auch ein passendes Fahrzeug im Internet gefunden und reserviert. Aber es sollte nicht der Neue des Mädchens werden, denn nur wenige Tage später war das Auto verkauft. Das Mädchen ärgerte sich und machte sich nur widerwillig auf die Suche nach einem neuen Fahrzeug.
Diesmal sollte es länger dauern, bis ein Fahrzeug gefunden wurde. Voller Euphorie rief das Mädchen beim Spanier an, um zu erfahren, dass dieses Auto einen reparierten Unfallschaden hat. Das Mädchen wollte den Schaden in Kauf zu nehmen, unter der Bedingung, dass man ihr im Preis entgegenkommt. Doch der Händler war sehr stur und hielt an seinem Preis fest.
Also machte sich das Mädchen weiter auf die Suche, doch der erhoffte Erfolg sollte sich so schnell nicht einstellen. Das Mädchen war in ihrer Frustration fast so weit, sich nach einem Ford Focus umzuschauen, als ihr ein Angebot ins Auge sprang. Ein neuer SEAT LEON ST FR, mit dem gewünschten Motor, mit Wunschausstattung und Wunschfarbe zu einem günstigen Preis, sogar mit Werksabholung in Wolfsburg.
Diesmal überlegte das Mädchen nicht lange und ging sofort auf das Angebot ein.
Nun sitzt das Mädchen wie auf heißen Kohlen, da das Traumauto eine längere Lieferzeit hat. Aber sie übt sich in Geduld, liest viel im Internet über ihren Zukünftigen, schreibt lange Texte in Foren und genießt diese wundervolle Vorfreude.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Grüßle
Justine