BioCNG-Autos: Die ökologische und ökonomische Alternative

Diskutiere BioCNG-Autos: Die ökologische und ökonomische Alternative im Alternative Treibstoffe Forum im Bereich Allgemeiner Bereich; Umweltberatung der Stadt Lippstadt Dr. Wolfgang Reuter von der Initiative CNGasgeben Lippstadt führt am 21. Juni 2021 (Montag) im Rahmen der...
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Umweltberatung der Stadt Lippstadt
Dr. Wolfgang Reuter von der Initiative CNGasgeben Lippstadt führt am 21. Juni 2021 (Montag) im Rahmen der Energieberatung der Stadt Lippstadt eine Veranstaltung zum Thema "Mit Ökogas fahren Sie gut - CNG-Autos: Die ökologische und ökonomische Alternative" durch. Beginn ist um 18 Uhr (bis 19:30 Uhr) als Online-Angebot. Die Veranstaltung ist selbstverständlich kostenlos. Die Anmeldung erfolgt durch eine E-Mail an folgende Adresse: [email protected]. Hier gibt es geballte Informationen für alle, die sich für den klimafreundlichen (Bio)CNG-Antrieb interessieren. Bitte den Termin an alle Interessierte weitersagen!!
 
el rojo

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Aktueller Beitrag in der ARD-Mediathek zu Bio-Methan, das im Beitrag fälschlicherweise immer als Biogas bezeichnet wird: Biogas-Anlage
 
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@xl8lx
Biogas ist das, was in der Biogasanlage entsteht. Daraus müssen noch Schwefelanteile und anfallendes CO2 abgetrennt werden, dann hast du Bio-Methan, das du dann in die Leitung einspeisen und an der Tankstelle dann als komprimiertes Bio-Methan, also Bio-CNG (Compressed Natural Gas) tanken kannst.
In der Sprache der Chemie sieht das dann so aus:

FB7C87BC-A746-48C0-8C0E-E884C0F93C3B.jpeg

Deutlich zu erkennen, dass kein CO2 in die Atmosphäre gelangt, das beim natürlichen Zersetzungsprozess nicht auch angefallen wäre. Theoretisch könnte man sogar die drei Teile CO2, die im Vergärungsprozess entstehen auch endgültig lagern und somit dem atmosphärischen Kreislauf entziehen.
 
Cupra-Te‘oma

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Man ist hier auch schon dran, das Ganze weiter zu entwickeln. Wenn in der Biogasanlage mehr H2 im Fermenter enthalten ist, würde der CO2-Anteil auch noch geringer werden bzw. könnte er theoretisch gegen Null gehen. Dann wäre gleichzeitig die CH4 Ausbeute noch besser. Das ist ein spannendes Feld, was hier die Zukunft für uns bereit hält. Bin gespannt, was wir hier alles noch sehen werden.
 
Cupra

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Die Frage ist halt.. welches Material willst du da verwenden um Gas daraus zu machen? Das was sowieso anfällt oder willst du extra was anbauen dafür?
 
el rojo

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Macht nur Sinn mit dem was sowieso anfällt. Alles andere ist Nonsens. Dafür lässt sich aus allem, was organisch ist, Methan gewinnen. Das fängt schon mal auf der Müllhalde an, geht weiter beim Biomüll, sämtlichen landwirtschaftlichen Abfällen, tierische und menschliche Fäkalien, Speisereste aus Gastronomie und Handel. Da kommt schon so manches zusammen. Und ja alles können wir damit nicht betreiben, dafür ist es nicht genug. Es wäre aber Blödsinn die Ressourcen ungenutzt zu lassen.
 
Eric_

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So wie es Roland Gumpert mit seinem Power Cell Konzept vorgesehen hat: bei der Getreideernte fliegen die ungenutzten Pflanzenteile nicht direkt wieder aufs Feld, sondern kommen in eine Biogasanlage, wo das Methanol hergestellt wird. Das was dann übrig bleibt kommt wieder aufs Feld als Dünger, den es enthält noch den Stickstoff und nur den Benötigt das Feld ja wieder als Dünger. Der Kohlenstoffanteil wird zu Kraftstoff.
 

Gasbrenner

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Ist nur schade, dass es so wenig davon gibt. Nur rund 1% des gesamten Erdgasverbrauchs in D stammen aus regenerativen Quellen. Das Rohmaterial für ca. 40% Anteil wäre zwar da, aber dann müssten fast 9.000 zusätzliche Biogasanlagen gebaut werden. Außerdem müssten wir wahrscheinlich zukünftig in Eimer kacken, weil dieses "Material" auch für die Biogasproduktion benötigt würde.
Wie sich mir die aktuelle Situation darstellt, wird das für den Verkehrssektor verwendete Fünftel des Biomethans von den Energieversorgern nur dazu verwendet, um anderweitig Pönale-Zahlungen (470€/t CO²-Äquivalent) zu vermeiden.
Interessantes Zitat zu dem Thema:
Das Inverkehrbringen von fossilem Erdgas löst keine Quotenverpflichtung aus. Darin enthaltenes
Biomethan kann - bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen - jedoch zur Erfüllung der THGQuote dienen (s. Absatz 18).
Quelle:
Service - Dienstvorschrift zur Überwachung der Einhaltung der Treibhausgasminderung nach § 37a Absatz 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes - DV THG-Quote
Damit kann man prima Geld sparen und sich einen ökologischen Anstrich verpassen.
 
el rojo

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Das "Problem" mit deiner ******* ist in Wirklichkeit gar keins:
Rate mal auf was ich hier in der Kläranlage stehe:

IMG_9928.JPG


Und hier wird es dann gelagert:

IMG_9930.JPG


Und angesichts der Lage hoffe ich, dass die Verantwortlichen endlich einmal die Weichen in die richtige Richtung stellen. In der Schweiz gibt es dazu eine klare Aussage: Gut 50% des Methans, das in der Schweiz verbraucht wird, lässt sich regenerativ erzeugen. Ich vermute, dass es hier mit der Massentierhaltung in der Nordhälfte unserer Republik sogar noch üppiger aussehen dürfte. Ich schätze sie zwar nicht, im Gegenteil. Solange der ganze Mist - sprich Gülle - aber anfällt, könnten wir ihn aber wenigstens sinvoll nutzen.
 

Gasbrenner

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Dafür plädiere ich schon seit Jahren: jeder Viehzuchtbetrieb sollte seine Fäkalien in einer Biogas-Anlage verwerten und nicht direkt auf die Felder kippen. Die meisten Bauern befürchten dadurch aber den Entzug ihrer wirtschaftlichen Grundlage, weil ihnen angeblich der Dünger fehlen würde. Diese Situation verschlimmert sich aktuell, weil große Mengen Dünger aus den kriegführenden Staaten stammt und mit Gülle substituiert werden soll.
Vielleicht solte jemand den Bauern mal sagen, dass der Schlamm aus dem Fermenter der konzentriertere Dünger ist. Positiver Nebeneffekt: er stinkt kaum noch. Und praktisch kostenlose Energie gibt es obendrauf. Eigentlich eine Win-Win-Situation, die vom Bauernverband trotzdem seit Jahren erfolgreich verhindert wird.
 
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