Abgasnorm EURO 6 Bedeutung ab dem 01.09.2018 (WLTP-Zyklus)

Odin1978

Odin1978

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Da ich bisher in diesem Forum keine Interessanten Informationen zu, diesem wie ich denke nicht so unwichtigen Thema gefunden habe, habe ich mir die Mühe gemacht ein paar Infos dazu zusammen zu tragen.

Der neue WLTP-Zyklus ist seit dem 01.09.2017 gesetzlich verpflichtend.
d.h. seit dem 1 September 2017 müssen alle neu eingeführten Pkw-Modelle und Motoren von den Fahrzeugherstellern mit den Verbrauchs- und Abgasmesswerten nach WLTP gekennzeichnet sein.

Dieses betrifft uns hier also aktuell noch nicht direkt, da die Typenzulassung für die hier verwendeten Motoren und Modelle bereits davor erfolgte!

Das Problem wird erst ab dem 01.09.2018 dann auch für Neufahrzeuge akut,da ab dem 01.09.2018 dann auch alle Neufahrzeuge - also auch bereits bestehende Modelle - nach den Verbrauchs- und Abgasmesswerten des WLTP
gekennzeichnet werden müssen. Quelle ist zwar SEAT Österreich, aber dieses gilt so auch für Deutschland. Wieso das SEAT Deutschland nicht auf Ihrer Internetseite haben, kann ich nicht ganz nachvollziehen!
Quellen: https://www.seat.at/service-zubehoer/umwelt-technik/wltp
https://www.adac.de/infotestrat/umwelt-und-innovation/abgas/euro6_bei_zulassung/default.aspx

Das ganze ist an sich ist auch dann nicht weiter Problematisch, sofern die Neufahrzeuge zum 01.09.2018 auch die Abgasnorm Euro 6c, oder höher erfüllen.

Ich beschäftige mich hier nun lediglich mit den Ottomotoren, bei den Dieselmotoren sind die Grenzwerte auf die ich gleich eingehen werde gleich, nur das da noch das NOx Problem dazu kommt.


Unser Problem, welches uns im Detail betreffen könnte, sofern SEAT nicht rechtzeitig gegensteuert, ist die Einstufung der aktuell verbauten Benzinmotoren in die Schadstoffklasse Euro 6b (Euro 6W).
Lediglich der Seat Ibiza mit den Schlüsselnummern: 7593/ANJ ; /ANK; /ANL und der Ateca mit /ANO und der Arona mit ANT, erfüllen Euro 6c (ZD)

Nachzulesen unter folgendem Link.
SEAT ab Seite 1026.

Quelle: https://www.kba.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Fahrzeugtechnik/SV/sv221_m1_schad_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=20
In diesem zweiten Link findet sich die Zuordnung der Schadstoffklassen, bzw deren Benennung.
https://www.kba.de/DE/Statistik/Bekanntmachungen/sv1_015_bekanntmachung_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=3

d.h. sofern jemand ein Neufahrzeug mit Euro 6b (6W) ab dem 1 September 2018 erstmalige beim Straßenverkehrsamt anmelden möchte, so ist dieses nach aktueller Gesetzeslage nicht mehr möglich.
Neufahrzeuge welche ab dem 01.09.2018 erstmalige beim Straßenverkehrsamt angemeldet werden sollen, müssen nach aktueller Gesetzeslage zwingend mindestens Euro 6c (Euro 6ZD) erfüllen.



Der eigentliche Unterschied zwischen 6b und 6c liegt nur in der Partikelanzahl pro Kilometer.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Abgasnorm

6b -> Partikelanzahl = 6X10[SUP]12[/SUP] = 6.000.000.000.000 Partikel.
6c -> Partikelanzahl = 6X10[SUP]11[/SUP] = 600.000.000.000 Partikel.

d.h. 10 mal weniger Partikel sind in der 6c sind erlaubt, oder besser gesagt 90% weniger.

Das ist auch der Grund weswegen immer wieder von Otto Partikelfiltern im Zusammenhang mit den Benzindirekteinspritzern gesprochen wird.

Inwiefern dieses tatsächlich für die jetzigen Käufer ein Problem wird, ist schwer zu sagen.

Wichtig ist lediglich zu wissen, das das neu bestellte Fahrzeug, sofern es erst nach dem 01.09.2018 zugelassen werden sollte, zwingend EURO 6c erfüllen muss.

Ich bin mir sicher bzw. hoffe es, das SEAT spätestens zum Wechsel des Modelljahres, alle ab dann verbauten Motoren auf 6c umschlüsselt.

Entweder durch den Verbau eines Otto-Partikel-Filters oder dass die Motoren (optimiertes Motormanagement) dann die notwendigen diese Werte auch ohne einen OPF einhalten werden.
Gegen letzteres spricht nur, dass dieses eigentlich bereits hätte erfolgen können oder man braucht einfach den Vorlauf.

Mich persönlich könnte das sogar ziemlich direkt treffen, da mein Bestellter Seat Leon ST CUPRA 300 4drive, im September geliefert werden soll.
Dann muss dieser 6c erfüllen, sonst ist keine Zulassung beim Straßenverkehrsamt möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
01.03.2018
#1

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Schnitzelesser

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Warum klicken eigentlich alle auf den ersten Google-Link? Die Bekanntmachung Nr. 15 des KBA ist seit der Bekanntmachung Nr. 18 veraltet. Das bedeutet in diesem Fall, dass Fahrzeuge mit der insbesondere bei VW derzeit beworbenen Schlüsselnummer ZD ab 01.09.18 nicht mehr zulassungsfähig sind. Grund: ZD wurde nach NEFZ-Messung vergeben. Ab 01.09.18 ist für Neuzulassungen aber zwingend eine Homologierung nach WLTP vorgeschrieben. Die Schlüsselnummer hierfür lautet: AD.

Der mit einem OPF beworbene Tiguan mit dem 1,4er Motor ist übrigens nur nach 6B eingestuft. Möglicherweise bedeutet das, dass er 6C nicht erfüllen würde. Das würde in meinen Augen bedeuten, dass wir uns auf den 1,5er mit OPF und Euro 6D-temp nach WLTP/RDE (Schlüsselnummer BG) freuen dürfen. 6d-temp deswegen, weil es eine neue Auto-Motor-Kombination ist und für die Typgenehmigung seit 09/2017 eben diese Schadstoffklasse vorgeschrieben ist.
 
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jaluphi

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Meine Güte. Was ist denn bloß so toll an diesem 1.5 Motor?
Macht euch doch nicht fertig 😩
 

Schnitzelesser

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Na, die geforderten Abgaswerte vielleicht?
 

kiter

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Ich würde beim Benziner aktuell nur den 1.5 und nur mit OPF kaufen. Hier sollte man aufpassen den gibt es auch ohne.
Es ist wie es schon immer bei VW war wirklich sauber und mal weit vorausschauend waren die noch nie :)
Schön wäre z.B auch mal ein Motor mit EU7.
 

kiter

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So schwierig nun auch nicht. Zumindest EURO 6d Fahrzeuge sollte es schon geben.
Es Interessiert die Käufer überhaupt nicht was Hinten raus kommt. Deshalb auch der SUV run :)
 

Schnitzelesser

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Den 1.5 gibt es zzt. noch gar nicht mit OPF. Es erfüllt ja auch noch kein Konzernfahrzeug 6C/WLTP.
 

kiter

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Bei VW wird zuverlässig bis zum Zulassungsverbot die alte Technik verbaut.
 
el_espiritu

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Welche Abgasnorm haben denn die aktuellen TDI's? Bei mir steht nur EURO 6 überall, den Buchstaben hinten lässt man irgendwie weg
 

kiter

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http://www.spiegel.de/auto/aktuell/auto-abgase-feinstaubproblem-bei-benzinern-die-verharmloste-gefahr-a-1186937.html
Im Fahrbetrieb unter realen Straßenbedingungen stoßen Direkteinspritzer nach den Empa-Analysen fast so viele Feinstaub-Partikel aus wie Dieselautos ohne Partikelfilter vor 15 Jahren - und je nach Fahrbedingungen 100 bis 1000 Mal mehr als heutige Euro-6-Dieselfahrzeuge, die serienmäßig mit Partikelfilter ausgerüstet sind. Auch der deutsche Automobilclub ADAC prangert in Tests die hohen Partikelwerte moderner Benziner seit Jahren an.

Die Autohersteller profitierten jahrelang von einem Aufschub für die Ottomotoren. Autolobbyisten hatten bei der EU erreicht, dass die Benzin-Fahrzeuge weit mehr der schädlichen Partikel ausstoßen durften als Diesel.

Zusammengefasst: Dieselstickoxide sind das Thema in Autobranche und Politik, dabei bergen Benziner eine ebenso große Gefahr: Feinstaub. Jahrelang ignorierte das Verkehrsministerium das Problem. Dabei stoßen die modernen Direkteinspritzer besonders viel des sehr gefährlichen, ultrafeinen Feinstaubs aus. Jetzt sollen die Hersteller Grenzwerte einhalten und bauen Partikelfilter ein - doch nur bei neuen Autos mit Ottomotoren (und selbst da) wird der Ausstoß künftig kaum kontrolliert. Bereits verkaufte Benziner dürfen die Luft weiter verpesten. Und Besitzern drohen Fahrverbote, wenn den Städten das Feinstaubproblem stinkt.
 
Odin1978

Odin1978

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Das schlimme an der ganzen Sache bei den Benzinern ist, das dieses sich relativ Kostengünstig umsetzten ließe mit dem Einbau eines OPF und zack 90% weniger Partikel.
Kostenpunkt beim Einbau direkt beim Bau des Fahrzeuges ca. 60 - 100 EURO. Was sicher auch ohne murren an die Kunden hätte weiter gegeben werden können.
 

kiter

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Ziel ist die Gewinnmaximierung gern auch auf kosten der Gesundheit.
Wenn das Auto eine möglichst schlechte gerade noch zulassungsfähige Abgasnorm hat, wird der Kunde bald wieder ein neues Auto kaufen.
Zudem kann sich die Chefetage bei z.B. 1 Mio Fahrzeugen 100 Mio zusätzlich in die Taschen packen.
 

Paul Unerkannt

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Hallo, wir haben Ende November 2017 einen Leon FR 1.8 bestellt. Liefertermin beim Händler ist die KW36... Mit Anmeldung etc. kann es da ja schon später als 01.09 werden und der Motor hat ja sicherlich nicht die dann geforderte Abgasnorm. Was tun?
 
Odin1978

Odin1978

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Aus der Liste ergeben sich für diese Schlüsselnummer einmal die die 5J (EURO 5+) und die 6W (EURO 6b)

Aber ich denke er wird 6W, also Euro 6b haben, da Euro 5+ nur bis zum 31.08.2015 Zulassungsfähig war.

Also genau die Einstufung welche zum Zeitpunkt der Zulassung Gesetzlich vorgeschrieben war.
 

Schnitzelesser

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Die werden dir ein zulassungsfähiges Fahrzeug liefern. Keine Angst.
 
el_espiritu

el_espiritu

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Aus der Liste ergeben sich für diese Schlüsselnummer einmal die die 5J (EURO 5+) und die 6W (EURO 6b)

Aber ich denke er wird 6W, also Euro 6b haben, da Euro 5+ nur bis zum 31.08.2015 Zulassungsfähig war.

Also genau die Einstufung welche zum Zeitpunkt der Zulassung Gesetzlich vorgeschrieben war.
Ja dann müsste es ja 6b sein. Danke! :wave:
 

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