- Mein Umstieg auf Audi A4 1.8 TFSI Beitrag #1
Haddock
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Hi!
Nach genau 2 Jahren und 19 Tagen hatte ich mich Mitte letzten Monats von meinem Leon 2.0 FSI Automatik getrennt, da mein verlängerter Rücken Probleme bereitete, deren Ursache sich auf Sitze (und vermutlich Fahrwerk) des Leon zurückführen ließen. Aus der fixen Idee eines Fahrzeugwechsels wurde dann nach einer Probefahrt ein nagelneuer Audi A4 "Ambiente" mit dem 1.8 TFSI und Multitronic - ohne Sportsitze und -fahrwerk, eine komfortabele Schaukel, meinem Alter wohl eher angepaßt.
Jede Menge Bilder sowie alle relevanten Daten gibt es hier:
http://www.motor-talk.de/blogs/a4-1-8tfsi-multitronic-b8
Den Leon und meinen A4 zu vergleichen ist quasi nicht möglich. Zwar bin ich zuletzt mit dem Leon meist auch nur dahingeglitten, doch nahm man das griffige Lenkrad in beide Hände und die Automatik auf Sport, dann konnte man mit den entsprechenden Drehzahlen schon schön "Kurven räubern". Der A4 erlaubt zwar auch höhere Kurvengeschwindigkeiten, jedoch dann doch schon mit etwas deutlicherer Karosserieneigung, und auf den kuscheligen Seriensitzen rutscht man dann hin und her. Er ist eben mehr der "Cruiser", schon noch straff, aber um Längen komfortabeler ausgelegt, so wie ich ihn auch haben wollte.
Denn der Spaß für mich bei diesem Auto kommt aus einer anderen Ecke. Es ist die Laufruhe. Nein, nicht allein die Dämmung des Innenraumes, auch der Motor, der dank des stufenlosen Getriebes keinerlei hohe Drehzahlen braucht, um normale Fahrleistungen zu bringen. Beim gleichmäßigen Dahinrollen ist es in dem A4 dermaßen still, daß das einzige wahrnehmbare Geräusch das Quietschen des Schuhs auf dem Bremspedal ist, sobald einmal gebremst werden muß. Und dies ist kein Joke. Da klappert, quietscht oder pfeift nichts, bislang hatte ich den Wagen einmal auf 160 km/h, der Unterschied zu 120 km/h war nur am Tacho ersehbar.
Hinzu kommt das Raumgefühl durch die helle Innenausstattung. Vielleicht werde ich sie irgendwann einmal verfluchen aufgrund der höheren Schmutzanfälligkeit, aber ich konnte dies triste Grau in Grau im Innenraum nicht mehr sehen. Zwar spiegelt sich das Beige etwas in den Scheiben, so daß man bei Sonnenschein beim Blick in den Rückspiegel den Eindruck bekommt, hinter einem würde ein Sandsturm toben, aber störend sind diese Spiegelungen nicht.
Für den 1.8 TFSI reichen im normalen Stadtverkehr 1600 rpm völlig aus, beim normalen Beschleunigen von 60 auf 100 km/h dreht der Motor konstant nur 2500 rpm, nur die Tachonadel bewegt sich nach oben. Diesen "Gumminbandeffekt" liebe ich seit der ersten Probefahrt. Bislang habe ich den Motor noch nie über 4500 rpm drehen brauchen, nun ist die Einfahrphase gerade zuende, so daß ich langsam auch einmal testen kann, was denn so drin ist, wenn ich es einmal benötigen sollte.
Über den Verbrauch kann ich noch keine konkreten Angaben machen, da erst drei Mal getankt. Ein paar Testfahrten und viel Spielereien, spiegelt es noch lange nicht mein normales Profil wieder. Hinzu kommt noch die Standheizung, die für einen regelmäßigen Betrieb vorgesehen ist, und bei der niemand sagen kann, wie genau sie den Verbrauch nun beeinflußt (Verbrauch Standheizung = Einsparung durch vorgewärmten Motor?). Wir werden sehen.
Was man vergleichen kann, sind ein paar konzernübergreifende Features, wie z.B...
...den Regensensor:
Beim Leon war dieser mein Hauptärgernis. Erst nach drei Wischintervallen hatte er begriffen, daß sich die auftreffende Wassermenge geändert hatte (da war man an dem LKW schon im Blindflug vorbei), beim Verzögern vor Ampeln ect. stellte er einfach den Betrieb ein, als würde es nicht weiterregnen, wenn man langsamer wird. Seine Funktion war vielleicht brauchbar für einen spanischen Wolkenbruch, aber beim typischen Nieselregen der norddeutschen Tiefebene war ständig ein Eingreifen notwendig.
Dies kann der A4 besser, hier reagiert der Regensensor weitaus agiler, Eingriffe sind kaum nötig.
...die Scheibenwischer:
Diese Anordnung aus den A-Säulen heraus vermisse ich wirklich. Der Wischbereich des A4 ist absolut in Ordnung, aber die Wischeranordnung des Leon ist einfach klasse.
...Komfortschließen:
Hier kann der A4 zwar das Schiebedach mittels FFB nicht nur schließen, sondern auch öffnen (Hubfunktion), aber dafür muß man die Taste auf der FFB beim Schließen auch gedrückt halten, bis auch das letzte Fenster geschlossen ist.
Dies war beim Leon besser. Nur einmal länger die Taste auf der FFB gedrückt halten, bis sich die Fenster bewegen, und dann loslassen, den restlichen Weg fahren die Fenster/Schiebedach von sich aus zu.
Fazit bislang:
Ja, ich trauere dem Leon etwas nach. Design und das GoCart-Feeling werden mir fehlen, außerdem war er absolut zuverlässig und im Spritverbrauch angemessen, und sein Verkaufswert nach nur zwei Jahren naturgemäß gering. Er hat Spaß gemacht. Wenn mein Allerwertester doch bloß nicht diese Probleme gemacht hätte...
Aber sei's drum. "Das Bessere ist der Feind des Guten", ich kehre zurück zu meinen Wurzeln: Limousine mit Serienfahrwerk, kuscheligen Seriensitzen, genügend Leistung, um auf der Landstraßen gelassen überholen zu können (Top-Speeds interessieren mich nicht), und mit vielen, vielen Spielereien. Muß es also ein Kompromis aus Fahrspaß und "Gesundheitsvorsorge" sein, denke ich, eine gute Wahl getroffen zu haben.
Nach genau 2 Jahren und 19 Tagen hatte ich mich Mitte letzten Monats von meinem Leon 2.0 FSI Automatik getrennt, da mein verlängerter Rücken Probleme bereitete, deren Ursache sich auf Sitze (und vermutlich Fahrwerk) des Leon zurückführen ließen. Aus der fixen Idee eines Fahrzeugwechsels wurde dann nach einer Probefahrt ein nagelneuer Audi A4 "Ambiente" mit dem 1.8 TFSI und Multitronic - ohne Sportsitze und -fahrwerk, eine komfortabele Schaukel, meinem Alter wohl eher angepaßt.
Jede Menge Bilder sowie alle relevanten Daten gibt es hier:
http://www.motor-talk.de/blogs/a4-1-8tfsi-multitronic-b8
Den Leon und meinen A4 zu vergleichen ist quasi nicht möglich. Zwar bin ich zuletzt mit dem Leon meist auch nur dahingeglitten, doch nahm man das griffige Lenkrad in beide Hände und die Automatik auf Sport, dann konnte man mit den entsprechenden Drehzahlen schon schön "Kurven räubern". Der A4 erlaubt zwar auch höhere Kurvengeschwindigkeiten, jedoch dann doch schon mit etwas deutlicherer Karosserieneigung, und auf den kuscheligen Seriensitzen rutscht man dann hin und her. Er ist eben mehr der "Cruiser", schon noch straff, aber um Längen komfortabeler ausgelegt, so wie ich ihn auch haben wollte.
Denn der Spaß für mich bei diesem Auto kommt aus einer anderen Ecke. Es ist die Laufruhe. Nein, nicht allein die Dämmung des Innenraumes, auch der Motor, der dank des stufenlosen Getriebes keinerlei hohe Drehzahlen braucht, um normale Fahrleistungen zu bringen. Beim gleichmäßigen Dahinrollen ist es in dem A4 dermaßen still, daß das einzige wahrnehmbare Geräusch das Quietschen des Schuhs auf dem Bremspedal ist, sobald einmal gebremst werden muß. Und dies ist kein Joke. Da klappert, quietscht oder pfeift nichts, bislang hatte ich den Wagen einmal auf 160 km/h, der Unterschied zu 120 km/h war nur am Tacho ersehbar.
Hinzu kommt das Raumgefühl durch die helle Innenausstattung. Vielleicht werde ich sie irgendwann einmal verfluchen aufgrund der höheren Schmutzanfälligkeit, aber ich konnte dies triste Grau in Grau im Innenraum nicht mehr sehen. Zwar spiegelt sich das Beige etwas in den Scheiben, so daß man bei Sonnenschein beim Blick in den Rückspiegel den Eindruck bekommt, hinter einem würde ein Sandsturm toben, aber störend sind diese Spiegelungen nicht.
Für den 1.8 TFSI reichen im normalen Stadtverkehr 1600 rpm völlig aus, beim normalen Beschleunigen von 60 auf 100 km/h dreht der Motor konstant nur 2500 rpm, nur die Tachonadel bewegt sich nach oben. Diesen "Gumminbandeffekt" liebe ich seit der ersten Probefahrt. Bislang habe ich den Motor noch nie über 4500 rpm drehen brauchen, nun ist die Einfahrphase gerade zuende, so daß ich langsam auch einmal testen kann, was denn so drin ist, wenn ich es einmal benötigen sollte.
Über den Verbrauch kann ich noch keine konkreten Angaben machen, da erst drei Mal getankt. Ein paar Testfahrten und viel Spielereien, spiegelt es noch lange nicht mein normales Profil wieder. Hinzu kommt noch die Standheizung, die für einen regelmäßigen Betrieb vorgesehen ist, und bei der niemand sagen kann, wie genau sie den Verbrauch nun beeinflußt (Verbrauch Standheizung = Einsparung durch vorgewärmten Motor?). Wir werden sehen.
Was man vergleichen kann, sind ein paar konzernübergreifende Features, wie z.B...
...den Regensensor:
Beim Leon war dieser mein Hauptärgernis. Erst nach drei Wischintervallen hatte er begriffen, daß sich die auftreffende Wassermenge geändert hatte (da war man an dem LKW schon im Blindflug vorbei), beim Verzögern vor Ampeln ect. stellte er einfach den Betrieb ein, als würde es nicht weiterregnen, wenn man langsamer wird. Seine Funktion war vielleicht brauchbar für einen spanischen Wolkenbruch, aber beim typischen Nieselregen der norddeutschen Tiefebene war ständig ein Eingreifen notwendig.
Dies kann der A4 besser, hier reagiert der Regensensor weitaus agiler, Eingriffe sind kaum nötig.
...die Scheibenwischer:
Diese Anordnung aus den A-Säulen heraus vermisse ich wirklich. Der Wischbereich des A4 ist absolut in Ordnung, aber die Wischeranordnung des Leon ist einfach klasse.
...Komfortschließen:
Hier kann der A4 zwar das Schiebedach mittels FFB nicht nur schließen, sondern auch öffnen (Hubfunktion), aber dafür muß man die Taste auf der FFB beim Schließen auch gedrückt halten, bis auch das letzte Fenster geschlossen ist.
Dies war beim Leon besser. Nur einmal länger die Taste auf der FFB gedrückt halten, bis sich die Fenster bewegen, und dann loslassen, den restlichen Weg fahren die Fenster/Schiebedach von sich aus zu.
Fazit bislang:
Ja, ich trauere dem Leon etwas nach. Design und das GoCart-Feeling werden mir fehlen, außerdem war er absolut zuverlässig und im Spritverbrauch angemessen, und sein Verkaufswert nach nur zwei Jahren naturgemäß gering. Er hat Spaß gemacht. Wenn mein Allerwertester doch bloß nicht diese Probleme gemacht hätte...
Aber sei's drum. "Das Bessere ist der Feind des Guten", ich kehre zurück zu meinen Wurzeln: Limousine mit Serienfahrwerk, kuscheligen Seriensitzen, genügend Leistung, um auf der Landstraßen gelassen überholen zu können (Top-Speeds interessieren mich nicht), und mit vielen, vielen Spielereien. Muß es also ein Kompromis aus Fahrspaß und "Gesundheitsvorsorge" sein, denke ich, eine gute Wahl getroffen zu haben.