- Seat Leon 2.0 TDI DSG / Sport Up - Die ersten 500 km Beitrag #1
Pioneer
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Hallo zusammen,
seit rund 30 Stunden habe ich jetzt meinen neuen Löwen und habe schon 500 km gerissen. Meine vorherigen Fahrzeuge waren ein Toledo 1M 1.9 TDI MJ 2001 / 110 PS und ein Toledo 1M 1.9 TDI MJ 2004 / 130 PS PD. Deshalb werde ich in diesem Bericht auch vergleichen.
Motor / Getriebe:
Der 2.0 TDI zieht das Auto im Zusammspiel mit dem DSG souverän nach vorn. Im "S"-Modus des DSG könnte man es auch "brachial" nennen. Und das obwohl ich mich noch sehr zurückhalte. Nicht mehr als 3500 U/min und auch kein Vollgas.
Der 2.0 TDI verzichtet im Gegensatz zum 1.9 PD auf den Schlag ins Kreuz bei 1900 U/min und beschleunigt harmonischer. Das liegt aber nicht daran, dass dem 2.0 ab 1900 U/min die Leistung fehlt, sondern daran, dass das Turbo-Loch unterhalb dieser Drehzahl wesentlich weniger ausgeprägt ist, als beim 130 PS PD.
Motor und Fahrgeräusche sind im Innenraum deutlich weniger laut als im 1M. Das liegt sowohl am weniger nagelnden Lauf des 2.0 TDI als auch an der besseren Geräuschdämmung.
Auch nach 500 km im eigenen Auto und etlichen Fahrsituationen bleibe ich dabei: Das DSG ist eine Wucht und Automatikgetrieben als auch Schaltgetrieben haushoch überlegen. Je nach Laune, Verbrauchs- und Leistungswunsch fährt man halt D, S oder Tiptronic. Das richtige Programm ist auf jeden Fall dabei. Das D-Programm lernt auch. Fährt man forsch, schaltet es nach einer Weile deutlich später, fährt man langsam ist man schon bei 60-70 im 6. Gang. Die von einigen bemängelte Denksekunde kennt nur das D-Programm, das spritsparend erst fast im Stand den 1. Gang wieder einlegt. Allerdings wird sich nur ein Fahrer in sportlicher Stimmung dran stören und der sollte den Hebel besser noch eine Raste nach hinten ziehen. Nach meiner Heimfahrt eben auf der A57 im Stau ist klar: Ein Schalter kommt mir nicht wieder ins Haus.
Fahrwerk, Lenkung, Bremsen:
Ich hatte schon nach meinen Probefahrten hier berichtet, dass ich das Sportfahrwerk zu hart finde, muss jedoch revidieren: Man gewöhnt sich dran. Mit Lendenwirbelstütze und ordentlicher Sitzeinstellung bleiben die Rückenschmnerzen aus. In manchen Situation bollert die Straße etwas heftig in den Innenraum durch, aber einen Tausch des Fahrwerks ziehe ich erstmal nicht mehr in Erwägung.
Das liegt auch nicht zuletzt daran, dass dieses Fahrwerk ins Sachen Fahrverhalten über jeden Zweifel erhaben ist. Er kommt nicht hinten rum, und er schiebt auch nicht über die Vorderräder. Auch nicht bei Nässe. Selbst bei schnellen Kurven fäht der Wagen wie auf Schienen. Einige mir bekannten Kurven bin ich 5-10 km/h schneller gefahren, als ich es mit dem Toledo getraut hätte. Ganz ohne Eingreifen des ESP. Ein ganz, ganz klares Plus gegenüber dem 1M (der auch das Werks-Sportfahrwerk hatte).
Die Bremsen packen ungewohnt hart zu. Auf den ersten Metern habe ich ein paarmal unfreiwillig heftig genickt. Da gewöhnt man sich aber schnell dran. Auf diese Bremsen kann man sich verlassen.
Lenkung: Die elektromechanische Lenkunterstützung ist im Stand butterweich und bei höheren Geschwindigkeiten griffig und vermittelt einen einwandfreien Kontakt zur Fahrbahn, schluckt aber zuverlässigkeit Scherkräfte von Spurrillen und seitlich geneigten Fahrbahnen. Ein echter Fortschritt gegenüber dem 1M, der Spurrillen doch gerne mal folgte und im Stand doch deutlich schwerer zu lenken war.
Äußerlichkeiten:
Magico Black mit getönten Scheiben macht was her. Ebenso wie die 17" Alufelgen. Auf den ersten Blick hält ihn jeder für ein Coupe. Sehr schön. Gerade im Profil: Böse Miezekatze! Der Wagen gefällt, von allen Seiten. Die Xenon Scheinwerfer veredeln die Front, die mir anfangs nicht so gefiel und heben meine persönliche Wertung. Der 1M wirkt daneben, wie z.B. auch der erste Audi A3 gegen den aktuellen A3, in die Jahre gekommen.
Innenraum: Verarbeitung, Anmutung, Sitze
Die Sportsitze sind perfekt. Krallen Fahrer und Beifahrer fest und lassen bis zum Ende der Fahrt nicht mehr los. Das ist in Kombination mit dem Fahrwerk auch gut so. Hinten hat man deutlich mehr Platz im 1M. Mit meinen 1,84 kann ich im Leon hinter den ganz zurückgeschobenen Sitzen noch einwandfrei sitzen.
Die Verarbeitung lässt kaum Wünsche offen. Es rasselt, klappert oder knackt rein gar nichts.
Die Anmutung ist ja hier ja heftig umstritten. Ich finde das ganze Armaturenbrett von Fenster bis Fenster durch und durch gelungen. Materialien und sind nicht schlechter als im 1M, die Bedienelemente finde ich gegenüber den teils grobschlächtigen Tastern des 1M wesentlich hübscher. Climatronic und CD3 füllen den Platz auch aus.
Die beleuchtete Nachtansicht ist deutlich schöner, das Radiodisplay und die Climatronic wirkt großzügiger, das Kombiinstrument ist mit großer MFA und rot-weißer Beleuchtung einfach technisch aktuell.
Ärgerliches Manko ist das Handschuhfach. Winzig und unbeleuchtet. Das hätte nicht passieren dürfen.
Die Türen werden durch die Stoffeinlagen im Design der Sportsitze wertiger als im Grundmodell. Allerdings reichen sie optisch nicht ganz an den 1M heran. Akustisch dagegen schon: Ein sattes Türzufall-PLOPP wie von einem BMW Sounddesigner. Vorne wie hinten, auch der Kofferraum.
Ausstattung und Extras:
CD3 / Bluetooth:
Nachdem ich, wie von einigen hier empfohlen, die inneren Türgriffe mit winzigen selbstklebenden Filzplättchen gegen Vibratrionen geschützt habe, finde ich den Sound dem 1M (Aura 8 LS) auf jeden Fall gewachsen, wenn nicht einen Hauch besser. Ich kann nur jedem empfehlen, den Filzplättchen-Trick anzuwenden. Der Unterschied ist enorm. Für mich reicht der Sound jedenfalls vollkommen. Bei hohen Gechwindigkeiten hebt sich der Sound durch die deutlich geringeren Fahrgeräusche deutlich über das Niveau des 1M.
Die Sprachsteuerung der FSE ist super. Die Erkennung der Sprachbefehle funktioniert einwandfrei. Mein gesprächspartner frage mich während einem Telefonat, ob ich überhaupt fahren würde. er konnte von meinen 140 km/h nichts hören. Sehr gut!
Es liest aber leider das Tel-Buch nicht richtig aus. Ergänzung: Update auf Firmware 3.62 hat geholfen.
Tempomat:
Usability deutlich verbessert, da man jetzt mit einer Wippe auf dem Schalterkopf die Geschwindigkeit regeln kann. Das Ziehen des Schalters beim 1M war dagegen umständlich. Auch hat man was gegen das abrubte Gaswegnehmen beim loslassen des Beschleunigungstasters getan. Sanft und ohne Ruck fährt der Leon das Gas zurück.
Scheibenwischer / Regensensor:
Die Scheibenwischer an der A-Säule finde ich chic. Ausgeschaltet sieht man sie kaum. Weder von aussen, noch von innen. Die Wischleistung ist einwandfrei, auch bei höherem Tempo.
Der Regensensor wischt auf Empfindlichkeit 2 genauso, wie ich mir das vosrtelle. Beim 1M habe ich öfter eingegriffen. Ab 100 km/h hält die Steuerung den Interwall-Wischer in senkrechter und waagerechter Position an, damit weniger Wischbewegungen ein gleichmäßigeres Ergebnis erzielen. Gut durchdacht!
Ebenso ein Nettes Detail: Fährt man im Regen und legt dann den Rückwärtsgang ein, sorgt der Heckwischer unaufgefordert für freie Sicht nach hinten. Klasse!
Parksensoren:
Sehr präzise uns sicher leiten einen die Parksensoren. Selbst Hindernisse, die einem seitlich zu nahe kommen (seitliche Garagenwand) melden sie zuverlässig. Die Sicht nach Hinten hat im 1P deutlich gelitten. Die Parksensoren sind ein muss, zumal die Rückfahrleuchte, die kaum Licht macht, auch nicht zur verbesserung der Situation beiträgt. Da hätte man mal auf die Altea-Fahrer hören können, die diese Funzel auch schon kräftig bemängelt haben.
Bi Xenon, Lichtautomatik und Coming/Leaving Home
Die Bi-Xenon Scheinwerfer sorgen für Licht, und das nicht zu knapp. Fahrbahnrand und was sonst so normalerweise im dunklen liegt ist einwandfrei zu erkennen. Schaltet man dann das Fernlicht zu, könnte man spontan glauben, die Sonne sei aufgegangen.
Die Lichtautomatik schaltet das Licht rechtzeitig in der Dämmerung ein. Bisher funktioniert sie einwandfrei. Da ich aber bisher nur eine Fahrt von Tag zu Nacht hatte, kann ich das noch nicht endgültig beurteien.
Automatisch abblendender Innenspiegel
Funktioniert. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Schiebedach:
Leichteste Bedienung ohne Festhalten des Schalters. Sanft und leise wird es vom Servo bewegt. Einwandfrei.
Sitzheizung:
Hatte ich bisher noch nicht und jetzt weiss ich, was ich verpasst habe. Wunderbar. Allerdings muss man sich mit der Temperatur etwas zurückhalten. Auf Stufe 5 kann man (seine) Eier kochen.
2-Zonen Klimatronic:
Funktioniert soweit einwandfrei und noch etwas zugfreier und leiser als im 1M, allerdings kann man leider nicht mehr sehen, ob der Kompressor läuft. Das Stern-Symbol fehlt. Deutliches Plus, was mir sofort auffiel: Mit dem 2.0 TDI im 1P wird es deutlich schneller warm, als mit dem 1.9 TDI im 1M. Früher hab ich 3-4 km auf's erste warme Lüftchen gewartet, nun kommt es schon nach höchstens 1 km.
ESP:
Keine Begegnung damit bisher. Schnelle Kurven, bei denen der Toledo mir längst abgeflogen wäre, lässt es einem durchgehen und fährt wie auf Schienen, insofern: nett und unauffällig.
Alarmanlage:
Angeblich habe ich eine, zumindest hab ich eine bestellt. Woran kann ich erkennen, ob sie auch da ist? Den Schalter im Türholm gibt es (auch laut Bedienungsanleitung) nicht mehr.
Fernbedienung:
Klappschlüssel, größere Reichweite, seperate Kofferraumentriegelung. Kurz: Sinnvoll weitergedacht.
Fazit:
Ich bin 5 Jahrelang begeistert 1M gefahren. Ich finde den 1M auch immer noch schön. Aber nun ist es Zeit für die Ablöse. Der 1P ist dem 1M einfach technisch 8 Jahre voraus und das merkt man deutlich. Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten. Mir gefällt der 1P bis auf einzelne Details um Längen besser als der 1M.
Fakt ist: Technisch ist der 1P dem 1M um Lichtjahre voraus.
Gruß, Pioneer.
seit rund 30 Stunden habe ich jetzt meinen neuen Löwen und habe schon 500 km gerissen. Meine vorherigen Fahrzeuge waren ein Toledo 1M 1.9 TDI MJ 2001 / 110 PS und ein Toledo 1M 1.9 TDI MJ 2004 / 130 PS PD. Deshalb werde ich in diesem Bericht auch vergleichen.
Motor / Getriebe:
Der 2.0 TDI zieht das Auto im Zusammspiel mit dem DSG souverän nach vorn. Im "S"-Modus des DSG könnte man es auch "brachial" nennen. Und das obwohl ich mich noch sehr zurückhalte. Nicht mehr als 3500 U/min und auch kein Vollgas.
Der 2.0 TDI verzichtet im Gegensatz zum 1.9 PD auf den Schlag ins Kreuz bei 1900 U/min und beschleunigt harmonischer. Das liegt aber nicht daran, dass dem 2.0 ab 1900 U/min die Leistung fehlt, sondern daran, dass das Turbo-Loch unterhalb dieser Drehzahl wesentlich weniger ausgeprägt ist, als beim 130 PS PD.
Motor und Fahrgeräusche sind im Innenraum deutlich weniger laut als im 1M. Das liegt sowohl am weniger nagelnden Lauf des 2.0 TDI als auch an der besseren Geräuschdämmung.
Auch nach 500 km im eigenen Auto und etlichen Fahrsituationen bleibe ich dabei: Das DSG ist eine Wucht und Automatikgetrieben als auch Schaltgetrieben haushoch überlegen. Je nach Laune, Verbrauchs- und Leistungswunsch fährt man halt D, S oder Tiptronic. Das richtige Programm ist auf jeden Fall dabei. Das D-Programm lernt auch. Fährt man forsch, schaltet es nach einer Weile deutlich später, fährt man langsam ist man schon bei 60-70 im 6. Gang. Die von einigen bemängelte Denksekunde kennt nur das D-Programm, das spritsparend erst fast im Stand den 1. Gang wieder einlegt. Allerdings wird sich nur ein Fahrer in sportlicher Stimmung dran stören und der sollte den Hebel besser noch eine Raste nach hinten ziehen. Nach meiner Heimfahrt eben auf der A57 im Stau ist klar: Ein Schalter kommt mir nicht wieder ins Haus.
Fahrwerk, Lenkung, Bremsen:
Ich hatte schon nach meinen Probefahrten hier berichtet, dass ich das Sportfahrwerk zu hart finde, muss jedoch revidieren: Man gewöhnt sich dran. Mit Lendenwirbelstütze und ordentlicher Sitzeinstellung bleiben die Rückenschmnerzen aus. In manchen Situation bollert die Straße etwas heftig in den Innenraum durch, aber einen Tausch des Fahrwerks ziehe ich erstmal nicht mehr in Erwägung.
Das liegt auch nicht zuletzt daran, dass dieses Fahrwerk ins Sachen Fahrverhalten über jeden Zweifel erhaben ist. Er kommt nicht hinten rum, und er schiebt auch nicht über die Vorderräder. Auch nicht bei Nässe. Selbst bei schnellen Kurven fäht der Wagen wie auf Schienen. Einige mir bekannten Kurven bin ich 5-10 km/h schneller gefahren, als ich es mit dem Toledo getraut hätte. Ganz ohne Eingreifen des ESP. Ein ganz, ganz klares Plus gegenüber dem 1M (der auch das Werks-Sportfahrwerk hatte).
Die Bremsen packen ungewohnt hart zu. Auf den ersten Metern habe ich ein paarmal unfreiwillig heftig genickt. Da gewöhnt man sich aber schnell dran. Auf diese Bremsen kann man sich verlassen.
Lenkung: Die elektromechanische Lenkunterstützung ist im Stand butterweich und bei höheren Geschwindigkeiten griffig und vermittelt einen einwandfreien Kontakt zur Fahrbahn, schluckt aber zuverlässigkeit Scherkräfte von Spurrillen und seitlich geneigten Fahrbahnen. Ein echter Fortschritt gegenüber dem 1M, der Spurrillen doch gerne mal folgte und im Stand doch deutlich schwerer zu lenken war.
Äußerlichkeiten:
Magico Black mit getönten Scheiben macht was her. Ebenso wie die 17" Alufelgen. Auf den ersten Blick hält ihn jeder für ein Coupe. Sehr schön. Gerade im Profil: Böse Miezekatze! Der Wagen gefällt, von allen Seiten. Die Xenon Scheinwerfer veredeln die Front, die mir anfangs nicht so gefiel und heben meine persönliche Wertung. Der 1M wirkt daneben, wie z.B. auch der erste Audi A3 gegen den aktuellen A3, in die Jahre gekommen.
Innenraum: Verarbeitung, Anmutung, Sitze
Die Sportsitze sind perfekt. Krallen Fahrer und Beifahrer fest und lassen bis zum Ende der Fahrt nicht mehr los. Das ist in Kombination mit dem Fahrwerk auch gut so. Hinten hat man deutlich mehr Platz im 1M. Mit meinen 1,84 kann ich im Leon hinter den ganz zurückgeschobenen Sitzen noch einwandfrei sitzen.
Die Verarbeitung lässt kaum Wünsche offen. Es rasselt, klappert oder knackt rein gar nichts.
Die Anmutung ist ja hier ja heftig umstritten. Ich finde das ganze Armaturenbrett von Fenster bis Fenster durch und durch gelungen. Materialien und sind nicht schlechter als im 1M, die Bedienelemente finde ich gegenüber den teils grobschlächtigen Tastern des 1M wesentlich hübscher. Climatronic und CD3 füllen den Platz auch aus.
Die beleuchtete Nachtansicht ist deutlich schöner, das Radiodisplay und die Climatronic wirkt großzügiger, das Kombiinstrument ist mit großer MFA und rot-weißer Beleuchtung einfach technisch aktuell.
Ärgerliches Manko ist das Handschuhfach. Winzig und unbeleuchtet. Das hätte nicht passieren dürfen.
Die Türen werden durch die Stoffeinlagen im Design der Sportsitze wertiger als im Grundmodell. Allerdings reichen sie optisch nicht ganz an den 1M heran. Akustisch dagegen schon: Ein sattes Türzufall-PLOPP wie von einem BMW Sounddesigner. Vorne wie hinten, auch der Kofferraum.
Ausstattung und Extras:
CD3 / Bluetooth:
Nachdem ich, wie von einigen hier empfohlen, die inneren Türgriffe mit winzigen selbstklebenden Filzplättchen gegen Vibratrionen geschützt habe, finde ich den Sound dem 1M (Aura 8 LS) auf jeden Fall gewachsen, wenn nicht einen Hauch besser. Ich kann nur jedem empfehlen, den Filzplättchen-Trick anzuwenden. Der Unterschied ist enorm. Für mich reicht der Sound jedenfalls vollkommen. Bei hohen Gechwindigkeiten hebt sich der Sound durch die deutlich geringeren Fahrgeräusche deutlich über das Niveau des 1M.
Die Sprachsteuerung der FSE ist super. Die Erkennung der Sprachbefehle funktioniert einwandfrei. Mein gesprächspartner frage mich während einem Telefonat, ob ich überhaupt fahren würde. er konnte von meinen 140 km/h nichts hören. Sehr gut!
Es liest aber leider das Tel-Buch nicht richtig aus. Ergänzung: Update auf Firmware 3.62 hat geholfen.
Tempomat:
Usability deutlich verbessert, da man jetzt mit einer Wippe auf dem Schalterkopf die Geschwindigkeit regeln kann. Das Ziehen des Schalters beim 1M war dagegen umständlich. Auch hat man was gegen das abrubte Gaswegnehmen beim loslassen des Beschleunigungstasters getan. Sanft und ohne Ruck fährt der Leon das Gas zurück.
Scheibenwischer / Regensensor:
Die Scheibenwischer an der A-Säule finde ich chic. Ausgeschaltet sieht man sie kaum. Weder von aussen, noch von innen. Die Wischleistung ist einwandfrei, auch bei höherem Tempo.
Der Regensensor wischt auf Empfindlichkeit 2 genauso, wie ich mir das vosrtelle. Beim 1M habe ich öfter eingegriffen. Ab 100 km/h hält die Steuerung den Interwall-Wischer in senkrechter und waagerechter Position an, damit weniger Wischbewegungen ein gleichmäßigeres Ergebnis erzielen. Gut durchdacht!
Ebenso ein Nettes Detail: Fährt man im Regen und legt dann den Rückwärtsgang ein, sorgt der Heckwischer unaufgefordert für freie Sicht nach hinten. Klasse!
Parksensoren:
Sehr präzise uns sicher leiten einen die Parksensoren. Selbst Hindernisse, die einem seitlich zu nahe kommen (seitliche Garagenwand) melden sie zuverlässig. Die Sicht nach Hinten hat im 1P deutlich gelitten. Die Parksensoren sind ein muss, zumal die Rückfahrleuchte, die kaum Licht macht, auch nicht zur verbesserung der Situation beiträgt. Da hätte man mal auf die Altea-Fahrer hören können, die diese Funzel auch schon kräftig bemängelt haben.
Bi Xenon, Lichtautomatik und Coming/Leaving Home
Die Bi-Xenon Scheinwerfer sorgen für Licht, und das nicht zu knapp. Fahrbahnrand und was sonst so normalerweise im dunklen liegt ist einwandfrei zu erkennen. Schaltet man dann das Fernlicht zu, könnte man spontan glauben, die Sonne sei aufgegangen.
Die Lichtautomatik schaltet das Licht rechtzeitig in der Dämmerung ein. Bisher funktioniert sie einwandfrei. Da ich aber bisher nur eine Fahrt von Tag zu Nacht hatte, kann ich das noch nicht endgültig beurteien.
Automatisch abblendender Innenspiegel
Funktioniert. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Schiebedach:
Leichteste Bedienung ohne Festhalten des Schalters. Sanft und leise wird es vom Servo bewegt. Einwandfrei.
Sitzheizung:
Hatte ich bisher noch nicht und jetzt weiss ich, was ich verpasst habe. Wunderbar. Allerdings muss man sich mit der Temperatur etwas zurückhalten. Auf Stufe 5 kann man (seine) Eier kochen.
2-Zonen Klimatronic:
Funktioniert soweit einwandfrei und noch etwas zugfreier und leiser als im 1M, allerdings kann man leider nicht mehr sehen, ob der Kompressor läuft. Das Stern-Symbol fehlt. Deutliches Plus, was mir sofort auffiel: Mit dem 2.0 TDI im 1P wird es deutlich schneller warm, als mit dem 1.9 TDI im 1M. Früher hab ich 3-4 km auf's erste warme Lüftchen gewartet, nun kommt es schon nach höchstens 1 km.
ESP:
Keine Begegnung damit bisher. Schnelle Kurven, bei denen der Toledo mir längst abgeflogen wäre, lässt es einem durchgehen und fährt wie auf Schienen, insofern: nett und unauffällig.
Alarmanlage:
Angeblich habe ich eine, zumindest hab ich eine bestellt. Woran kann ich erkennen, ob sie auch da ist? Den Schalter im Türholm gibt es (auch laut Bedienungsanleitung) nicht mehr.
Fernbedienung:
Klappschlüssel, größere Reichweite, seperate Kofferraumentriegelung. Kurz: Sinnvoll weitergedacht.
Fazit:
Ich bin 5 Jahrelang begeistert 1M gefahren. Ich finde den 1M auch immer noch schön. Aber nun ist es Zeit für die Ablöse. Der 1P ist dem 1M einfach technisch 8 Jahre voraus und das merkt man deutlich. Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten. Mir gefällt der 1P bis auf einzelne Details um Längen besser als der 1M.
Fakt ist: Technisch ist der 1P dem 1M um Lichtjahre voraus.
Gruß, Pioneer.
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