- N75F durch N75H ersetzen Beitrag #1
@lex
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Hallo,
nachdem ich in mehreren Foren über das "Racing-N75" von ECS-Tuning (http://www.ecstuning.com/stage/n75-info.html) gelesen habe, hat das Thema mein Interesse geweckt. Irgend jemand hat dann herausgefunden, dass es sich bei dem N75 von ECS scheinbar um ein original N75 von Audi handelt, nämlich die Revision H, die scheinbar im S4 Baujahr 94 verbaut wurde.
Also habe ich mir das N75-H von Audi besorgt und eingebaut. Natürlich nicht, ohne vorher und nachher Messungen mit VAG-Com anzustellen.
Zur Theorie:
Über das N75 regelt das Steuergerät den Ladedruck, d.h. es bestimmt wieviel Druck über das Wastegate abgelassen wird. Dabei gibt es natürlich eine Differenz zwischen angeforderten Werten des Steuergerätes, und den Ergebnissen, die das N75 liefert. Im Overbosstbereich, also kurz nach Einsetzen des Laders ist der Ladedruck am Höchsten und schwingt oft über den angeforderten Druck. Dafür sinkt der Ladedruck danach im mittleren Drehzahlbereich wieder ab, und liegt tatsächlich meist unter dem geforderten Wert. So viel zu Ausgangslage.
Unterschiedliche Revisionen des N75 weisen nun ein unterschiedliches Regelverhalten auf. Dies liegt vorallem daran, dass verschiedene Restriktoren verwendet werden, die den Lufteinlassquerschnitt begrenzen, d.h. die Menge Luft, die aus dem Ansaugtrakt ins N75 gelassen wird.
Und wass soll jetzt die Revision H bringen ?
Ganz einfach: indem diese gegenüber der F Version einen anderen Restriktor verwendet, spricht sie träger an. Das hat zur Folge, dass der ursprüngliche Overboost länger anhält, und die "Flaute" im mittleren Drehzahlbereich abdeckt.
Gefahren ?
Naja, potentielle Probleme können sein, dass das Steuergerät in den Notlauf springt, weil der Ladedruck zu hoch wird. Außerdem könnte das Gemisch zu mager werden, oder die Abgastemperatur zu hoch, aber dazu unten mehr.
Zur Praxis:
Einbau ist eine Sache von vielleicht 15 Minuten, am längesten dauert es die orginal Einweg-Schlauchschellen abzubekommen. Mangels kräftigem Seitenschneider ging es dann mit einem Dremel und Trennscheibe am Besten...
Man sollte natürlich vorher die Batterie abklemmen.
Meine Sorge gleich nach dem Anlassen einen Fehler im Steuergerät auszulösen erwies sich glücklicherweise als unbegründet, nach dem Anlassen lief der Motor ganz normal. Also warmfahren und dann ein Log erstellen. Für die Testfahrt habe ich im 3. Gang bei 1500 up/m Vollgase gegeben und bis 6000 up/m hochgezogen. Dabei habe ich Ladedruck Soll/Ist (Block 115) sowie Lambda Werte und Abgastemperatur überwacht (Block 217).
Die Ergebnisse:
http://www.lehnhoff-edv.de/privat/vergleichn75.jpg
oder als Excel:
http://www.lehnhoff-edv.de/privat/vergleichn75.xls
Das N75H liefert nach dem Einsetzen des Laders und im mittleren Drehzahlbereich einen höheren effektiven Ladedruck als das N75F. Der Leistungsgewinn lässt sich schwer beziffern, dürfte aber ca. bei 5-8 PS liegen. Probleme mit zu magerem Gemisch oder Notlauf gab es keine.
Noch interessanter dürfte das Ventil für die Leute mit Chiptuning sein, die unter Surging leiden.
Hier noch die Teilenummer:
034-906-283-H
Kostenpunkt 46,13€
Viel Spass beim nachbauen !
@lex
nachdem ich in mehreren Foren über das "Racing-N75" von ECS-Tuning (http://www.ecstuning.com/stage/n75-info.html) gelesen habe, hat das Thema mein Interesse geweckt. Irgend jemand hat dann herausgefunden, dass es sich bei dem N75 von ECS scheinbar um ein original N75 von Audi handelt, nämlich die Revision H, die scheinbar im S4 Baujahr 94 verbaut wurde.
Also habe ich mir das N75-H von Audi besorgt und eingebaut. Natürlich nicht, ohne vorher und nachher Messungen mit VAG-Com anzustellen.
Zur Theorie:
Über das N75 regelt das Steuergerät den Ladedruck, d.h. es bestimmt wieviel Druck über das Wastegate abgelassen wird. Dabei gibt es natürlich eine Differenz zwischen angeforderten Werten des Steuergerätes, und den Ergebnissen, die das N75 liefert. Im Overbosstbereich, also kurz nach Einsetzen des Laders ist der Ladedruck am Höchsten und schwingt oft über den angeforderten Druck. Dafür sinkt der Ladedruck danach im mittleren Drehzahlbereich wieder ab, und liegt tatsächlich meist unter dem geforderten Wert. So viel zu Ausgangslage.
Unterschiedliche Revisionen des N75 weisen nun ein unterschiedliches Regelverhalten auf. Dies liegt vorallem daran, dass verschiedene Restriktoren verwendet werden, die den Lufteinlassquerschnitt begrenzen, d.h. die Menge Luft, die aus dem Ansaugtrakt ins N75 gelassen wird.
Und wass soll jetzt die Revision H bringen ?
Ganz einfach: indem diese gegenüber der F Version einen anderen Restriktor verwendet, spricht sie träger an. Das hat zur Folge, dass der ursprüngliche Overboost länger anhält, und die "Flaute" im mittleren Drehzahlbereich abdeckt.
Gefahren ?
Naja, potentielle Probleme können sein, dass das Steuergerät in den Notlauf springt, weil der Ladedruck zu hoch wird. Außerdem könnte das Gemisch zu mager werden, oder die Abgastemperatur zu hoch, aber dazu unten mehr.
Zur Praxis:
Einbau ist eine Sache von vielleicht 15 Minuten, am längesten dauert es die orginal Einweg-Schlauchschellen abzubekommen. Mangels kräftigem Seitenschneider ging es dann mit einem Dremel und Trennscheibe am Besten...
Man sollte natürlich vorher die Batterie abklemmen.
Meine Sorge gleich nach dem Anlassen einen Fehler im Steuergerät auszulösen erwies sich glücklicherweise als unbegründet, nach dem Anlassen lief der Motor ganz normal. Also warmfahren und dann ein Log erstellen. Für die Testfahrt habe ich im 3. Gang bei 1500 up/m Vollgase gegeben und bis 6000 up/m hochgezogen. Dabei habe ich Ladedruck Soll/Ist (Block 115) sowie Lambda Werte und Abgastemperatur überwacht (Block 217).
Die Ergebnisse:
http://www.lehnhoff-edv.de/privat/vergleichn75.jpg
oder als Excel:
http://www.lehnhoff-edv.de/privat/vergleichn75.xls
Das N75H liefert nach dem Einsetzen des Laders und im mittleren Drehzahlbereich einen höheren effektiven Ladedruck als das N75F. Der Leistungsgewinn lässt sich schwer beziffern, dürfte aber ca. bei 5-8 PS liegen. Probleme mit zu magerem Gemisch oder Notlauf gab es keine.
Noch interessanter dürfte das Ventil für die Leute mit Chiptuning sein, die unter Surging leiden.
Hier noch die Teilenummer:
034-906-283-H
Kostenpunkt 46,13€
Viel Spass beim nachbauen !
@lex